Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Ein Paradies entsteht
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Adam und Eva mit Tieren im Garten Eden

      TEIL 1

      Ein Paradies entsteht

      Gott erschafft das Universum und das Leben auf der Erde, auch die ersten Menschen. Sie sind vollkommen und leben in einer wunderschönen Umgebung. Gott gibt ihnen zwei Gebote.

      Vögel, Löwen und andere Wildtiere im Garten Eden

      „IM Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde“ (1. Mose 1:1). Das ist wohl die berühmteste Einleitung, die je geschrieben wurde. In diesen einfachen, feierlichen Worten wird die Hauptperson der Heiligen Schrift genannt: der allmächtige Gott Jehova. Wie der erste Vers der Bibel deutlich macht, ist Gott der Schöpfer des Universums und damit auch unserer Heimat, der Erde. Die Verse danach erklären, wie er in einer Abfolge von langen Zeitperioden — die als „Tage“ bezeichnet werden — die Erde für den Menschen vorbereitete und faszinierende Naturschönheiten ins Dasein brachte.

      Die bedeutendste Schöpfung auf der Erde war der Mensch. Er wurde als Ebenbild Gottes erschaffen, das heißt, er konnte Eigenschaften Gottes wie Liebe und Weisheit widerspiegeln. Gott erschuf den ersten Menschen aus den Bestandteilen des Erdbodens. Er nannte ihn Adam und ließ ihn in einem Paradies leben, dem Garten Eden. Diesen Park mit prächtigen, ertragreichen Bäumen hatte Gott angelegt.

      Gott hatte den Menschen nicht zum Alleinsein geschaffen. Also machte er aus einer Rippe von Adam eine Frau und führte sie zu ihm. Sie erhielt den Namen Eva. Tief bewegt sprach Adam die poetischen Worte: „Dies ist endlich Bein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch.“ Gott erklärte: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und er soll fest zu seiner Frau halten, und sie sollen e i n Fleisch werden“ (1. Mose 2:22-24; 3:20).

      Adam und Eva bekamen von Gott zwei Gebote. Erstens sollten sie sich um die Erde kümmern, sie gut pflegen und sie mit ihren Nachkommen bevölkern. Zweitens durften sie von einem bestimmten Baum in dem riesigen Garten nicht essen — dem „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ (1. Mose 2:17). Würden sie davon essen, müssten sie sterben. Durch diese Gebote hatten sie die Möglichkeit, Gott zu beweisen, dass sie seine Regierung anerkannten. Auch konnten sie so ihre Liebe und Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Sie hatten allen Grund, ihrem liebevollen Schöpfer zu gehorchen. Adam und Eva waren in jeder Hinsicht vollkommen. Wie die Bibel sagt, „sah Gott alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“ (1. Mose 1:31).

      Aus 1. Mose, Kapitel 1 und 2.

      • Was sagt die Bibel über die Erschaffung der Erde und der Menschen?

      • Was für ein Leben ermöglichte Gott Adam und Eva?

      • Was gebot Gott dem ersten Menschenpaar?

  • Das Paradies geht verloren
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Eva hält die verbotene Frucht in der Hand

      TEIL 2

      Das Paradies geht verloren

      Ein Engel lehnt sich gegen Gott auf und verleitet auch Adam und Eva zur Rebellion. Damit nehmen Sünde und Tod ihren Anfang.

      LANGE vor dem Erscheinen des Menschen erschuf Gott viele Geistwesen oder Engel. Einer von ihnen lehnte sich gegen Gott auf und wurde so zum Teufel oder auch Satan. Er verführte Eva dazu, von dem verbotenen Baum im Garten Eden zu essen.

      Satan brachte eine Schlange zum Sprechen und redete Eva ein, sie und ihr Mann müssten nicht sterben, wenn sie von der verbotenen Frucht essen würden. Damit warf er Gott vor, seine menschlichen Geschöpfe anzulügen und ihnen etwas Gutes vorzuenthalten. Dieser betrügerische Engel stellte den Ungehorsam gegenüber Gott als verlockenden Lebensweg hin, der Freiheit und Erleuchtung versprach. Das war eine glatte Lüge, die erste Lüge auf der Erde. In Wirklichkeit griff Satan damit Gottes Stellung als Höchster an und stellte die Fragen in den Raum: Hat Gott überhaupt das Recht, über seine Geschöpfe zu bestimmen? Ist seine Regierung gerecht? Ist sie für seine Geschöpfe gut?

      Eva glaubte der Lüge Satans. Die Früchte erschienen ihr mit einem Mal verlockend und sie aß davon. Später überredete sie auch ihren Mann dazu. So wurden Adam und Eva zu Sündern. Diese scheinbar harmlose Tat war nichts anderes als eine Rebellion. Als sie Gottes Gebot übertraten, wussten sie genau, was sie taten. Sie lehnten sich gegen ihren Schöpfer auf, dem sie alles zu verdanken hatten. Er hatte ihnen immerhin ein Leben unter vollkommenen Bedingungen geschenkt.

      Der Same „wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen“ (1. Mose 3:15)

      Gott zog die Rebellen zur Rechenschaft. Doch schon damals versprach er einen Befreier, der als „Same“ oder Nachkomme bezeichnet wurde. Dieser Befreier sollte Satan, den Drahtzieher hinter der Schlange, eines Tages vernichten. An Adam und Eva vollstreckte Gott die Todesstrafe nicht sofort, damit sie Kinder zeugen konnten. Das war ein Ausdruck des Mitgefühls Gottes gegenüber diesen Kindern. Sie standen nicht ohne Hoffnung da, denn der versprochene Befreier sollte die tragischen Folgen der Rebellion rückgängig machen. Wie er seine Rolle erfüllen sollte und wer das überhaupt sein würde, enthüllte die Heilige Schrift nach und nach.

      Gott vertrieb Adam und Eva aus dem Paradies. Es war schweißtreibende Arbeit, den Boden außerhalb des Gartens Eden zu bebauen. Eva wurde schwanger und brachte Kain zur Welt. Danach bekam das erste Menschenpaar noch weitere Söhne und Töchter, darunter Abel und Seth, von dem Noah abstammte.

      Aus 1. Mose, Kapitel 3 bis 5; Offenbarung 12:9.

      • Was war die erste Lüge, und von wem kam sie?

      • Warum verloren Adam und Eva das Paradies?

      • Was versprach Gott, als er die Rebellen zur Rechenschaft zog?

      UNVOLLKOMMENHEIT UND TOD

      Als Gott Adam und Eva erschuf, waren sie vollkommen und hätten für immer im Paradies leben können. Dadurch dass sie sich gegen Gott auflehnten, sündigten sie und verloren ihre Vollkommenheit. Sie zerstörten ihre Beziehung zu Jehova, von dem das Leben stammte. Von nun an waren sie und damit auch ihre Nachkommen der Sünde und dem Tod ausgeliefert (Römer 5:12).

  • Die Sintflut
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Starker Regen und große Wassermassen lassen die Arche treiben

      TEIL 3

      Die Sintflut

      Gott vernichtet eine schlechte Welt. Nur Noah und seine Familie bleiben am Leben.

      DIE Menschheit vermehrte sich und die Auswirkungen von Sünde und Unvollkommenheit waren immer deutlicher zu spüren. Ein einsamer Prophet namens Henoch warnte davor, dass Gott eines Tages die Bösen vernichten würde. Doch statt sich zu bessern, wurden die Menschen nur noch schlechter. Außerdem wandten sich eine Anzahl Engel von Gott ab und verließen ihren Platz im Himmel. Sie verwandelten sich aus Sexgier in Menschen und nahmen sich Frauen. Das Ergebnis dieser unnatürlichen Beziehungen war eine „Kreuzung“: brutale Riesen, die Nephilim genannt wurden. Durch sie nahm Mord und Totschlag auf der Erde noch zu. Gott schmerzte es sehr, dass seine irdische Schöpfung so ruiniert wurde.

      Einige Zeit nach dem Tod Henochs lebte Noah. Er war anders als seine Zeitgenossen. Zusammen mit seiner Familie bemühte er sich, so zu leben, wie es Gott gefiel. Als Gott beschloss, die Bösen durch eine weltweite Überschwemmung zu vernichten, wollte er Noah und die Tierwelt am Leben erhalten. Deswegen gebot er ihm, eine Arche zu bauen. In diesem großen rechteckigen Kasten sollten Noah, seine Familie und viele Tierarten überleben. Noah machte sich an die Arbeit. In den Jahrzehnten, in denen er die Arche baute, war er auch ein „Prediger der Gerechtigkeit“ (2. Petrus 2:5). Er warnte vor der Sintflut, stieß aber auf taube Ohren. Dann war es so weit: Noah ging mit seiner Familie und den Tieren in die Arche. Gott schloss die Tür und es begann zu regnen.

      Es goss 40 Tage und 40 Nächte in Strömen, bis die ganze Erde überschwemmt war. Die Bösen waren von der Erdoberfläche verschwunden. Ganz allmählich ging das Wasser zurück und nach einigen Monaten setzte die Arche auf einem Berg auf. Ein Jahr nach Flutbeginn konnten Mensch und Tier die Arche sicher verlassen. Noah brachte Jehova aus Dankbarkeit ein Opfer dar. Daraufhin sicherte Gott ihm und seiner Familie zu, dass er nie wieder durch eine Flut alles Leben auf der Erde auslöschen würde. Als Garantie brachte Gott den Regenbogen ins Dasein, der immer wieder an sein Versprechen erinnern sollte.

      Nach der Sintflut gab Gott den Menschen weitere Gebote. Sie durften zwar Tierfleisch essen, aber kein Blut zu sich nehmen. Außerdem gebot er ihnen, die ganze Erde zu bevölkern. Doch die Menschen lehnten sich dagegen auf. Sie wollten sich nicht über die Erde verteilen, sondern folgten einem Anführer mit Namen Nimrod und bauten in der Stadt Babel (später Babylon genannt) einen hohen Turm. Gott vereitelte ihre Absichten, indem er ihre gemeinsame Sprache verwirrte und sie in unterschiedlichen Sprachen sprechen ließ. Da sie sich jetzt nicht mehr verständigen konnten, hörten sie mit dem Turmbau auf und zogen in alle Himmelsrichtungen.

      Aus 1. Mose, Kapitel 6 bis 11; Judas 14, 15.

      • Warum wurden die Zustände auf der Erde immer schlimmer?

      • Wie bewies Noah, dass er Gott treu war?

      • Was verbot Gott den Menschen nach der Sintflut?

      SIE WANDELTEN MIT GOTT

      Die meisten Nachkommen von Adam und Eva wollten sich Jehova nicht unterordnen. Es gab aber auch Ausnahmen. Abel, ein Sohn Adams und Evas, war der Erste, der Gott treu diente. Auch Henoch und Noah wandelten mit Gott, das heißt, sie wählten einen Lebensweg, der Jehova gefiel (1. Mose 5:22; 6:9). Die Bibel enthält viele Berichte über Männer und Frauen, die sich gern von Gott leiten ließen.

  • Der Bund mit Abraham
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Abraham blickt zum Sternenhimmel

      TEIL 4

      Der Bund mit Abraham

      Abraham hat einen starken Glauben und gehorcht Gott. Jehova verspricht, ihn zu segnen und ihm viele Nachkommen zu schenken.

      SEIT der Sintflut sind 350 Jahre vergangen. Der Patriarch Abraham lebt in der reichen Stadt Ur. Er ist ein tiefgläubiger Mann. Doch sein Glaube wird auf eine harte Probe gestellt.

      Jehova forderte ihn auf, seine Heimat im heutigen Irak zu verlassen und in ein fremdes Land zu ziehen. Abraham war sofort dazu bereit. Zusammen mit seiner Frau Sara, seinem Neffen Lot und seiner ganzen Hausgemeinschaft machte er sich auf eine lange Reise. Er kam schließlich nach Kanaan und führte dort ein Nomadenleben. Jehova schloss einen Bund mit ihm. Er versprach, eine große Nation aus ihm zu machen. Seinen Nachkommen sollte das Land Kanaan gehören. Außerdem würden durch ihn alle Familien der Erde gesegnet werden.

      Abraham und Lot ging es gut. Ihre Schaf- und Rinderherden wurden immer größer. Selbstlos überließ Abraham seinem Neffen die Wahl, wo er sich ansiedeln wollte. Lot entschied sich für den fruchtbaren Bezirk des Jordan und zog in die Nähe der Stadt Sodom. Die Männer dort waren allerdings sehr unmoralisch. Sie sündigten schwer gegen Gott.

      Jehova hatte Abraham einmal versichert, seine Nachkommenschaft werde so zahlreich sein wie die Sterne am Himmel. Abraham glaubte diesem Versprechen. Doch seine geliebte Sara blieb kinderlos. Als Abraham dann 99 Jahre alt war und seine Frau fast 90, sagte Gott ihnen, dass sie einen Sohn bekommen würden. Und tatsächlich: Sara wurde die Mutter von Isaak. Abraham hatte zwar noch mehr Kinder, aber der Befreier, der im Garten Eden angekündigt worden war, sollte von Isaak abstammen.

      Lot wohnte mittlerweile mit seiner Familie in Sodom, ließ sich jedoch von den perversen Bewohnern nicht verderben. Jehova beschloss, Sodom zu vernichten. Vorher schickte er Engel zu dem gerechten Lot, um ihn zu warnen. Er und seine Familie sollten die Stadt verlassen und sich auf der Flucht nicht mehr umschauen. Dann ließ Gott auf Sodom und die ebenso unmoralische Nachbarstadt Gomorra Feuer und Schwefel regnen. Alle Bewohner kamen um. Nur Lot und seine zwei Töchter überlebten. Lots Frau hatte zurückgeschaut — wahrscheinlich weil sie ihrem Besitz nachtrauerte. Sie musste sterben.

      Aus 1. Mose 11:10 bis 19:38.

      • Warum zog Abraham nach Kanaan?

      • Was für einen Bund schloss Jehova mit Abraham?

      • Warum vernichtete Jehova Sodom und Gomorra?

      WENN GOTT EINEN BUND SCHLIESST

      In biblischer Zeit war ein Bund ein Vertrag oder eine offizielle Abmachung. Durch verschiedene Bünde oder feierliche Versprechen wies Jehova, angefangen im Garten Eden, auf einen Befreier hin. Der Bund mit Abraham ließ erkennen, dass der Befreier von Abraham abstammen würde. Spätere Bünde warfen immer mehr Licht darauf, wer dieser Nachkomme sein sollte.

  • Gott segnet Abraham und seine Familie
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Abraham ist kurz davor, Isaak zu opfern

      TEIL 5

      Gott segnet Abraham und seine Familie

      Abrahams Familie wächst. Gott beschützt Joseph in Ägypten.

      JEHOVA wusste, dass derjenige, den er über alles liebte, eines Tages leiden und sterben müsste. Darauf wies die Prophezeiung aus 1. Mose 3:15 hin. Wie könnte Gott den Menschen begreiflich machen, was für ein enormes Opfer das für ihn sein würde? Durch ein Beispiel, in das sie sich hineinversetzen konnten: Gott bat Abraham, seinen geliebten Sohn Isaak zu opfern.

      Abraham hatte einen starken Glauben. Obwohl der versprochene Befreier von Isaak abstammen sollte, war Abraham bereit, seinen Sohn zu opfern. Er war davon überzeugt, dass Gott ihn auferwecken könnte. Doch in dem Augenblick, als er Isaak töten wollte, hielt ein Engel Gottes ihn davon ab. Gott sprach dem treuen Patriarchen seine Anerkennung dafür aus, dass er sein Liebstes geopfert hätte, und wiederholte sein früheres Versprechen.

      Später hatte Isaak zwei Söhne: Esau und Jakob. Im Gegensatz zu Esau war Jakob ein gottesfürchtiger Mann. Dafür wurde er belohnt. Gott änderte seinen Namen auf Israel ab. Auf seine zwölf Söhne gingen die Stämme der Israeliten zurück. Wie wurde diese Familie zu einer großen Nation?

      Eine bedeutende Entwicklung kam ins Rollen, als die Söhne Israels auf ihren jüngeren Bruder Joseph eifersüchtig wurden und ihn als Sklaven verkauften. Er kam nach Ägypten. Dort segnete Gott diesen treuen und mutigen jungen Mann. Er machte zunächst zwar viel durch, bekam dann aber von Pharao große Verantwortung übertragen. Das war gut so, denn einige Zeit später brach eine Hungersnot aus. Jakob schickte seine Söhne nach Ägypten, damit sie dort Nahrungsmittel kauften. Wie sich herausstellte, war Joseph für die Nahrungsmittelverteilung zuständig. Es kam zu einer dramatischen Familienzusammenführung. Den Brüdern Josephs tat das, was sie getan hatten, leid und Joseph verzieh ihnen. Er sorgte dafür, dass die ganze Familie nach Ägypten kommen konnte. Dort durften sie in einem fruchtbaren Land wohnen. Das alles hatte Gott so gelenkt, damit er seine Versprechen einhalten konnte.

      Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen

      Jakob verbrachte seine letzten Jahre in Ägypten. Seine Familie wurde immer größer. Auf dem Sterbebett sagte er voraus, dass der versprochene Befreier von seinem Sohn Juda abstammen und ein mächtiger Herrscher sein würde. Auch Joseph machte vor seinem Tod eine Prophezeiung: Gott würde eines Tages Jakobs Familie aus Ägypten herausführen.

      Aus 1. Mose, Kapitel 20 bis 50; Hebräer 11:17-22.

      • Wozu forderte Gott Abraham auf, und was machte er den Menschen dadurch begreiflich?

      • Wie kam Joseph nach Ägypten, und wie ging die Geschichte aus?

      • Was sagte Jakob auf dem Sterbebett vorher?

  • Hiob bleibt Jehova treu
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Hiob ist übersät mit entzündeten Beulen

      TEIL 6

      Hiob bleibt Jehova treu

      Satan stellt Hiobs Lauterkeit infrage. Er bezweifelt, dass Hiob Gott unter allen Umständen treu bleibt.

      GIBT es einen Menschen, der Gott treu bleibt, wenn er bis zum Äußersten auf die Probe gestellt wird und ihm diese Treue scheinbar keinen Gewinn bringt? Diese Frage wurde vor langer Zeit in den Raum gestellt. Alle Augen waren dabei auf Hiob, einen Verwandten Abrahams, gerichtet.

      Als die Israeliten noch in Ägypten wohnten, lebte Hiob in einer Gegend, die heute zu Arabien gehört. In dieser Zeit traten einmal die Engel im Himmel zusammen. Auch der rebellische Engel Satan stellte sich vor Gott. Bei dieser Versammlung betonte Jehova, wie sehr er seinem Diener Hiob vertraute. Kein anderer Mensch sei so gottesfürchtig wie er. Satan behauptete dagegen, Hiobs Treue sei nur darauf zurückzuführen, dass Gott ihn beschütze und segne. Würde er alles verlieren, dann würde er Gott verfluchen.

      Die Engel sind vor Jehova versammelt, auch Satan ist anwesend

      Gott gestattete Satan, Hiob alles wegzunehmen — zuerst seinen Besitz und seine Kinder und dann auch noch seine Gesundheit. Hiob wusste nicht, dass Satan dahintersteckte. Ihm war unbegreiflich, warum Gott das alles zuließ. Doch er sagte sich von Jehova nie los.

      Hiob bekam Besuch von drei falschen Freunden. Ihre langen Reden füllen im Bibelbuch Hiob viele Seiten. Sie wollten Hiob weismachen, Gott bestrafe ihn für irgendwelche geheimen Sünden. Auch meinten sie, Gott liege nichts an seinen Dienern und er vertraue ihnen nicht. Hiob widersprach ihnen. Voller Überzeugung erklärte er, er werde Gott bis in den Tod treu bleiben.

      Hiob war allerdings zu sehr darauf bedacht, sich selbst zu rechtfertigen. Elihu, ein junger Mann, hatte sich die ganze Debatte angehört und meldete sich nun zu Wort. Er wies darauf hin, dass die Rechtfertigung Jehovas weit wichtiger ist als die irgendeines Menschen. Das führte er Hiob deutlich vor Augen. Doch er wies auch die falschen Freunde scharf zurecht.

      Danach ergriff Jehova das Wort. Er half Hiob, die Dinge richtig einzuordnen. Am Beispiel vieler Wunder in der Natur verdeutlichte er, wie klein der Mensch im Vergleich zu Gott ist. Hiob ließ sich demütig korrigieren. Jehova, der „voll inniger Zuneigung und barmherzig“ ist, machte Hiob wieder gesund, schenkte ihm doppelt so viel Besitz wie vorher und segnete ihn mit zehn Kindern (Jakobus 5:11). Durch seine unerschütterliche Treue widerlegte Hiob Satans Behauptung, die Menschen würden sich von Gott lossagen, sobald sie auf eine harte Probe gestellt würden.

      Aus dem Bibelbuch Hiob.

      • Was behauptete Satan von Hiob?

      • Was wurde dadurch bewiesen, dass Hiob Jehova treu blieb?

      DIE GROSSEN STREITFRAGEN

      Als Satan behauptete, der durch und durch integre Hiob diene Gott nur aus Egoismus, unterstellte er praktisch allen Dienern Gottes selbstsüchtige Motive und stellte die Treue des Menschen zu Jehova infrage. Seine Behauptung steht in Zusammenhang mit der Hauptstreitfrage, die im Garten Eden aufgeworfen wurde: Ist Jehova zu Recht der höchste Herrscher? Ist seine Regierungsweise gut für seine Geschöpfe? Wie aus dem Bibelbuch Hiob hervorgeht, können Engel und Menschen durch ihre Treue zu Gott dazu beitragen, dass die Souveränität Jehovas gerechtfertigt wird.

  • Gott befreit die Israeliten
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Moses hält die zwei Steintafeln mit den Zehn Geboten

      TEIL 7

      Gott befreit die Israeliten

      Jehova bringt Plagen über Ägypten. Moses führt die Israeliten aus diesem Land und gibt Gottes Gesetze an sie weiter.

      DIE Israeliten hatten es viele Jahre lang gut in Ägypten und wurden immer zahlreicher. Doch dann kam ein Pharao an die Macht, der Joseph nicht kannte. Der grausame Herrscher befürchtete, die Israeliten würden übermächtig werden. Also machte er sie zu Sklaven und befahl außerdem, alle neugeborenen Jungen in den Nil zu werfen. Eine mutige Mutter legte ihren Sohn in ein Körbchen und versteckte es im Schilf. Pharaos Tochter entdeckte den Kleinen, nannte ihn Moses und zog ihn am Königshof groß.

      Mit 40 Jahren tötete Moses einen ägyptischen Sklaventreiber, der einen Israeliten schlug. Danach floh er aus Ägypten und suchte in einem fernen Land Zuflucht. Als Moses 80 Jahre alt war, schickte ihn Jehova nach Ägypten zurück. Dort sollte er vor Pharao erscheinen und von ihm verlangen, das Volk Gottes freizulassen.

      Das lehnte Pharao kategorisch ab. Deswegen brachte Gott zehn Plagen über Ägypten. Jedes Mal wenn Moses vor Pharao trat, hätte dieser die nächste Plage verhindern können. Doch er verachtete Moses und dessen Gott Jehova und blieb uneinsichtig. Bei der zehnten Plage sollten alle Erstgeborenen im Land sterben. Nur bei den Familien, die Jehova gehorcht und das Blut eines Opferlamms an ihren Türrahmen gestrichen hatten, ging der von Gott geschickte Todesengel vorüber. Zum Gedenken an diese wunderbare Befreiung feierten die Israeliten jedes Jahr das Passahfest.

      Nach dem Tod seines erstgeborenen Sohnes befahl Pharao den Israeliten, das Land zu verlassen. Sofort wurde der Auszug aus Ägypten organisiert. Später änderte Pharao allerdings seine Meinung und setzte den Israeliten mit vielen Soldaten und Streitwagen nach. Jetzt saßen die Israeliten am Ufer des Roten Meeres scheinbar in der Falle. Doch Jehova teilte das Wasser und sie konnten trockenen Fußes ans andere Ufer gelangen. Als die Ägypter ihnen hinterherjagten, stürzten die Wasserwände ein und begruben Pharao und seine Soldaten.

      Später lagerten die Israeliten am Berg Sinai. Dort schloss Jehova einen Bund mit ihnen. Durch Moses gab er ihnen Gesetze, die sie in praktisch allen Lebenslagen schützen und anleiten sollten. Gott würde mit ihnen sein, solange sie ihn als den Höchsten achteten. Außerdem sollte durch das Volk Israel der ganzen Menschheit Segen zufließen.

      Doch die Israeliten enttäuschten Gott durch ihren Unglauben. Deswegen ließ er sie 40 Jahre in der Wüste umherwandern. Danach starb Moses. Sein Nachfolger wurde Josua, ein treuer Mann. Jetzt war Israel so weit, in das Land einzuziehen, das Gott Abraham versprochen hatte.

      Aus 2. Mose; 3. Mose; 4. Mose; 5. Mose; Psalm 136:10-15; Apostelgeschichte 7:17-36.

      • Wie kam es, dass Moses die Israeliten befreite?

      • Warum feierten die Israeliten das Passah?

      • Wie befreite Jehova die Israeliten aus der Sklaverei?

      DAS GRÖSSTE GEBOT

      Die in 2. Mose 20:1-17 aufgezeichneten Zehn Gebote sind wahrscheinlich die bekanntesten der 600 Gesetze, die Moses gegeben wurden. Doch als Jesus Christus einmal gefragt wurde, welches Gebot das größte sei, sagte er: „Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn und mit deiner ganzen Kraft“ (Markus 12:28-30; 5. Mose 6:5).

  • Die Israeliten erobern Kanaan
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Josua erhebt ein Kriegsgeschrei und die Priester blasen die Widderhörner

      TEIL 8

      Die Israeliten erobern Kanaan

      Josua führt die Israeliten bei der Eroberung Kanaans an. Jehova setzt Richter ein, die das Volk von Unterdrückern befreien.

      JAHRHUNDERTE vor dem Einzug der Israeliten in Kanaan hatte Jehova dieses Land den Nachkommen Abrahams versprochen. Jetzt nahmen sie unter der Führung Josuas das Gelobte Land in Besitz.

      Gott hatte den Untergang der Kanaaniter bestimmt. Sie hatten das Land mit widerlichen Sexpraktiken und grausamen Mordtaten verdorben. Deshalb sollten ihre Städte dem Erdboden gleichgemacht werden.

      Vor dem Einzug in das Land sandte Josua zwei Kundschafter aus. In Jericho baten sie eine Frau mit Namen Rahab um eine Unterkunft. Rahab nahm die Kundschafter bei sich auf und beschützte sie, obwohl sie wusste, dass die Männer Israeliten waren. Da sie gehört hatte, wie Jehova seinem Volk zu Hilfe gekommen war, glaubte sie an den Gott der Israeliten. Die beiden Männer sollten ihr schwören, dass sie und ihre Familie bei der Einnahme Jerichos verschont blieben.

      Als die Israeliten nach Kanaan kamen, um Jericho einzunehmen, ließ Jehova die Stadtmauer einstürzen. Josuas Soldaten stürmten in die Stadt und zerstörten sie. Rahab und ihre Familie blieben am Leben. In einem sechsjährigen Feldzug eroberte Josua zügig große Abschnitte des Gelobten Landes. Danach wurde das Gebiet unter den israelitischen Stämmen aufgeteilt.

      Karte vom Land Kanaan

      Am Ende seines langen Lebens rief Josua die Israeliten zusammen. Er erinnerte sie an alles, was Jehova für ihre Vorfahren getan hatte, und forderte sie eindringlich auf, Gott zu dienen. Nach dem Tod Josuas und seiner treuen Freunde wandten sich die Israeliten jedoch von Jehova ab und beteten Götzen an. Ungefähr 300 Jahre lang setzten sie sich immer wieder über Gottes Gebote hinweg. Jehova ließ in dieser Zeit zu, dass sie von ihren Feinden, beispielsweise den Philistern, unterdrückt wurden. Doch wenn sie ihn dann um Hilfe anflehten, setzte er einen Richter ein, um sie zu befreien. Es gab insgesamt zwölf solcher Richter.

      Die Richterzeit begann mit Othniel und endete mit Simson, dem stärksten Menschen aller Zeiten. Die spannenden Berichte im Bibelbuch Richter machen immer wieder deutlich: Gehorsam gegenüber Jehova bringt Segen, Ungehorsam führt ins Unglück.

      Aus Josua; Richter; 3. Mose 18:24, 25.

      • Warum verschonte Jehova Rahab und ihre Familie?

      • Was taten die Israeliten nach dem Tod Josuas?

      • Was wird im Bibelbuch Richter immer wieder deutlich?

  • Die Israeliten verlangen einen König
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Sauls Heer steht im Hintergrund, während David seine Schleuder schwingt

      TEIL 9

      Die Israeliten verlangen einen König

      Saul, der erste König Israels, verliert Gottes Anerkennung. Mit seinem Nachfolger David schließt Gott einen Bund für ein ewiges Königreich.

      NACH Simsons Tod amtierte Samuel als Prophet und Richter in Israel. Die Israeliten bedrängten ihn immer wieder, weil sie wie die anderen Völker einen König haben wollten. Obwohl sie Jehova dadurch kränkten, gebot er Samuel, auf ihre Bitte einzugehen. Gott wählte Saul, einen demütigen Mann, als König aus. Später wurde Saul allerdings stolz und ungehorsam und verlor daher Jehovas Anerkennung. Jehova sagte zu Samuel, er solle den jungen David zum König bestimmen. Es dauerte aber noch Jahre, bis David den Thron bestieg.

      Wahrscheinlich war er noch keine 20, als er einmal seine Brüder besuchte, die im Heer Sauls dienten. Im Lager bekam David mit, dass alle Soldaten vor dem Riesen Goliath Angst hatten. Dieser feindliche Soldat verspottete sie und ihren Gott. David war empört und nahm die Herausforderung an, gegen Goliath zu kämpfen. Ausgerüstet mit nur einer Schleuder und ein paar Steinen trat er seinem fast drei Meter großen Kontrahenten gegenüber, der sich über ihn lustig machte. David entgegnete, er sei viel besser ausgerüstet als der Riese, da er im Namen Jehovas komme. David brachte ihn mit einem einzigen Stein zu Fall und schlug ihm mit dessen eigenem Schwert den Kopf ab. Die Philister bekamen es mit der Angst zu tun und flohen.

      Beeindruckt vom Mut dieses jungen Mannes setzte Saul ihn über das Heer. Mit der Zeit wurde er aber auf Davids Erfolge rasend eifersüchtig. David musste um sein Leben fürchten und war jahrelang vor Saul auf der Flucht. Trotzdem blieb er dem von Jehova eingesetzten König treu. Schließlich starb Saul in einer Schlacht und einige Zeit danach wurde David König, wie es Jehova versprochen hatte.

      „Ich werde den Thron seines Königreiches gewiss bis auf unabsehbare Zeit festigen“ (2. Samuel 7:13)

      König David hatte den Herzenswunsch, Jehova einen Tempel zu bauen. Gott sagte ihm aber, dass dies einer seiner Nachkommen tun würde. Wie sich herausstellte, war dieser Nachkomme Davids Sohn Salomo. Doch Gott belohnte auch David. Er schloss einen bedeutenden Bund mit ihm. Davids Dynastie sollte etwas ganz Besonderes werden. Aus ihr würde der im Garten Eden versprochene Befreier hervorgehen — der von Gott auserwählte Messias oder „Gesalbte“. Wie Jehova sagte, sollte der Messias an der Spitze einer Regierung stehen, die ewig Bestand haben wird.

      Aus tiefer Dankbarkeit trug David viel Baumaterial sowie Unmengen an Gold und Silber für den Tempelbau zusammen. Er komponierte auch viele religiöse Lieder (Psalmen), die heute in Gottes Wort aufgezeichnet sind. Kurz vor seinem Tod sagte David: „Der Geist Jehovas war es, der durch mich redete, und sein Wort war auf meiner Zunge“ (2. Samuel 23:2).

      Aus 1. Samuel; 2. Samuel; 1. Chronika; Jesaja 9:7; Matthäus 21:9; Lukas 1:32; Johannes 7:42.

      • Warum wurde David von Jehova zum Nachfolger König Sauls bestimmt?

      • Welche Eigenschaften hatte David, schon bevor er König wurde?

      • Was wird über den Befreier gesagt, der von David abstammen sollte?

  • Der weise König Salomo
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Die Königin von Scheba erscheint vor dem Thron Salomos

      TEIL 10

      Der weise König Salomo

      Jehova schenkt König Salomo große Weisheit. Unter seiner Regierung herrscht Frieden ohnegleichen und den Israeliten geht es so gut wie noch nie.

      AN DER 40-jährigen Regierung König Salomos konnte man sehr schön sehen, wie gut es sich auswirkt, wenn ein Herrscher und sein ganzes Volk Jehova als den Höchsten anerkennen und seine Gebote halten.

      Bevor David starb, bestimmte er seinen Sohn Salomo zum Thronfolger. Salomo wurde in einem Traum von Gott aufgefordert, eine Bitte zu äußern. Er wünschte sich Weisheit, um ein verständiger und gerechter König zu sein. Über diese Bitte freute sich Jehova. Er schenkte Salomo ein weises, verständiges Herz. Darüber hinaus versprach Gott ihm Reichtum, Ruhm und ein langes Leben, solange er ihm gehorchen würde.

      Salomo wurde für seine weisen Entscheidungen berühmt. Einmal stritten sich zwei Frauen um einen neugeborenen Jungen. Beide behaupteten steif und fest, die Mutter zu sein. Salomo befahl, das Baby in zwei Teile zu schneiden und jeder Frau eine Hälfte zu geben. Die eine Frau war einverstanden. Doch die richtige Mutter protestierte und wollte das Kind lieber der anderen überlassen. Da stand für Salomo fest, dass sie die Mutter war, und er gab ihr das Kind. Dieses weise Urteil sprach sich im ganzen Land herum. Die Israeliten erkannten, dass Salomos Weisheit von Gott stammte.

      Eine der größten Leistungen Salomos war der Bau des prachtvollen Tempels Jehovas in Jerusalem. Er war das Hauptheiligtum der Israeliten. Bei der Einweihung betete Salomo: „Siehe! Die Himmel selbst, ja die Himmel der Himmel, können dich nicht fassen, wie viel weniger dann dieses Haus, das ich gebaut habe!“ (1. Könige 8:27).

      Salomos Ruf breitete sich bis nach Arabien aus. Die Königin von Scheba kam extra angereist, um Salomos Herrlichkeit und Reichtum mit eigenen Augen zu sehen. Außerdem wollte sie seine Weisheit testen. Tief beeindruckt davon, wie verständig Salomo war und wie gut es den Israeliten ging, pries sie Jehova für diesen weisen König. Da Jehova seinen Segen gab, herrschte unter der Regierung Salomos so großer Wohlstand und Frieden wie zu keinem anderen Zeitpunkt in der Geschichte Israels.

      Leider ließ sich Salomo mit der Zeit nicht mehr von der Weisheit Jehovas leiten. Er übertrat Gottes Gebot und heiratete mehrere Hundert Frauen, von denen viele andere Götter verehrten. Seine Frauen machten ihn nach und nach von Jehova abspenstig und verführten ihn zum Götzendienst. Jehova teilte Salomo mit, dass ihm ein Teil seines Königreiches entrissen wird. Der andere Teil blieb nur deswegen in seiner Familie, weil sein Vater David von Jehova ein Versprechen erhalten hatte. Trotz Salomos Untreue hielt Jehova an dem Bund mit David fest.

      Aus 1. Könige, Kapitel 1 bis 11; 2. Chronika, Kapitel 1 bis 9; 5. Mose 17:17.

      • Wie reagierte Gott auf Salomos Bitte?

      • Worin zeigte sich Salomos Weisheit?

      • Warum wurde Salomo Jehova untreu, und was für Folgen hatte das?

  • Tröstende und lehrreiche Lieder
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • David spielt auf seiner Harfe und singt

      TEIL 11

      Tröstende und lehrreiche Lieder

      David und andere Lyriker komponieren religiöse Lieder. 150 davon bilden das Buch der Psalmen.

      DAS längste Bibelbuch ist eine Zusammenstellung heiliger Lieder, die über einen Zeitraum von rund 1 000 Jahren entstanden sind. Das Buch der Psalmen enthält einige der innigsten und bewegendsten Worte des Glaubens, die je aufgeschrieben wurden. Die Loblieder umfassen ein breites Spektrum von Gefühlen: Freude und Dankbarkeit bis hin zu Trauer, Kummer und Reue. Die Psalmenschreiber müssen ein enges Verhältnis zu Gott gehabt haben, das sich durch großes Vertrauen auszeichnete. Gehen wir kurz auf einige ihrer Themen ein.

      Als der Höchste verdient Jehova Anbetung und Lobpreis. In Psalm 83:18 heißt es: „Du, dessen Name Jehova ist, du allein, bist der Höchste über die ganze Erde.“ In einigen Psalmen wird Gottes Schöpfung gepriesen — der Sternenhimmel, die Vielfalt des Lebens auf der Erde und das Wunder des menschlichen Körpers (Psalm 8, 19, 139, 148). Andere verherrlichen Jehova als den Gott, der alle, die treu zu ihm stehen, retten und beschützen kann (Psalm 18, 97, 138). In wieder anderen Psalmen wird er als gerechter Gott beschrieben, der die Unterdrückten befreit und die Bösen bestraft (Psalm 11, 68, 146).

      Jehova steht allen bei, die ihn lieben, und tröstet sie. Am bekanntesten ist wohl der 23. Psalm, den David verfasst hat. Darin wird Jehova mit einem liebevollen Hirten verglichen, der für seine Schafe sorgt, sie führt und beschützt. Psalm 65:2 erinnert Gottes Diener daran, dass Jehova der „Hörer des Gebets“ ist. Viele, die große Fehler gemacht haben, bekommen durch Psalm 39 und 51 wieder neuen Mut. Mit tief empfundenen Worten drückt David seine Reue über seine schweren Fehler aus und seine Zuversicht, dass Jehova ihm vergibt. Psalm 55:22 fordert dazu auf, alle Sorgen bei Jehova abzuladen und sich ganz auf ihn zu verlassen.

      Jehova wird durch das Königreich des Messias die Welt verändern.Eine Anzahl Passagen in den Psalmen deutet auf den Messias hin, den vorausgesagten König. In Psalm 2 heißt es beispielsweise, er werde die bösen Nationen, die sich ihm widersetzen, auslöschen. Und gemäß Psalm 72 wird er Hunger, Ungerechtigkeit und Unterdrückung aufhören lassen. Psalm 46:9 sagt, Gott werde unter dem Königreich des Messias allen Kriegen ein Ende machen und sämtliche Kriegswaffen vernichten. In Psalm 37 ist zu lesen, dass die Bösen eines Tages beseitigt werden und die Gerechten für immer in Frieden auf der Erde leben werden.

      Aus dem Bibelbuch der Psalmen.

      • Wie unterstreichen die Psalmen, dass Jehova zu Recht der höchste Herrscher ist?

      • Welche Psalmen zeigen, wie Gott denen, die ihn lieben, beisteht und sie tröstet?

      • Wie wird Jehova die Welt verändern?

      DAS LIED DER LIEDER

      Im Hohen Lied erzählt König Salomo, dass man Liebe nicht erzwingen kann, auch wenn man alle Schätze der Welt besitzt. Er beschreibt seine vergeblichen Versuche, das Herz einer anmutigen Jungfrau zu erobern, die aber einen jungen Hirten liebt. Das Bibelbuch zeigt auch, dass man der Versuchung zur Unmoral widerstehen kann. Das Mädchen und ihr Liebster haben leidenschaftliche Gefühle, aber sie üben Selbstbeherrschung. Ihre Keuschheit und Treue sind bewundernswert.

  • Weisheiten fürs tägliche Leben
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Menschen in biblischer Zeit, die Getreide sammeln

      TEIL 12

      Weisheiten fürs tägliche Leben

      Das Bibelbuch Sprüche besteht aus Lebensweisheiten, die von Gott stammen. Die meisten dieser Sprichwörter hat Salomo verfasst.

      WENN Jehova ein weiser Herrscher ist, dann müsste man das auch an seinen Richtlinien erkennen. Sind seine Ratschläge gut? Sind sie praktisch und führen sie zu einem sinnvollen Leben? Der weise König Salomo verfasste Hunderte von Sprichwörtern. Sie berühren so gut wie jeden Lebensbereich. Sehen wir uns einige Beispiele an.

      Vertrauen auf Gott. Ein gutes Verhältnis zu Jehova ist ohne Vertrauen nicht denkbar. Salomo schrieb: „Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand. Beachte ihn auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerademachen“ (Sprüche 3:5, 6). Gott zu vertrauen heißt, sich von ihm leiten zu lassen und ihm zu gehorchen. Das ist der Weg zu einem wirklich sinnvollen Leben. Wer so handelt, erfreut Jehovas Herz und liefert ihm eine Antwort auf die Anklagen seines Gegners Satan (Sprüche 27:11).

      Umgang mit anderen. Gottes Ratschläge für Familien sind zeitlos. „Freue dich mit der Ehefrau deiner Jugend“, sagt Gott zu Ehemännern und fordert sie damit auf, ihrer Frau treu zu sein (Sprüche 5:18-20). Die Sprüche stimmen auch ein Loblied auf die tüchtige Ehefrau an, die von ihrem Mann und ihren Kindern bewundert wird (Sprüche, Kapitel 31). Kindern wird ans Herz gelegt, den Eltern zu gehorchen (Sprüche 6:20). Die Sprüche betonen außerdem, wie wichtig Freundschaften sind. Sich von anderen abzusondern fördert Egoismus (Sprüche 18:1). Da Freunde einen guten oder einen schlechten Einfluss haben können, sollte man sie sich gut aussuchen (Sprüche 13:20; 17:17).

      Umgang mit der eigenen Person. Die Sprüche sind eine wahre Fundgrube für Lebensweisheiten, die positive Empfindungen fördern. Sie warnen vor zerstörerischen Gefühlen, vor Alkoholmissbrauch und raten dazu, fleißig zu sein (Sprüche 6:6; 14:30; 20:1). Auch machen sie darauf aufmerksam, wie verheerend es sich auswirkt, etwas rein menschlich zu beurteilen und dabei Gott außer Acht zu lassen (Sprüche 14:12). Und sie fordern dazu auf, das Herz vor schädlichen Einflüssen zu schützen, denn aus ihm „sind die Quellen des Lebens“ (Sprüche 4:23).

      Millionen Menschen auf der ganzen Welt können bestätigen, dass man ein besseres Leben führt, wenn man diese Ratschläge beherzigt. Ist das nicht Grund genug, sich Jehova als Herrscher zu wünschen?

      Aus dem Bibelbuch Sprüche.

      • Was gibt uns das Bibelbuch Sprüche an die Hand?

      • Was sagen die Sprüche über das Vertrauen auf Gott, den Umgang mit anderen und den Umgang mit der eigenen Person?

      PREDIGER

      Wie findet man Erfüllung im Leben? Salomo hatte die besten Voraussetzungen, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Er besaß Reichtum, Weisheit und Macht wie kaum ein anderer und konnte herausfinden, ob ihn das wirklich glücklich machte. Er genoss seine Besitztümer, heiratete viele schöne Frauen und konnte sich mit allem die Zeit vertreiben, was sein Herz begehrte. Er schuf gewaltige Bauwerke und erwarb sich große Bildung. Was musste er feststellen? „Alles ist Nichtigkeit.“ Doch dann gelangte er zu einer tiefen Einsicht: „Der Abschluss der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den wahren Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze Pflicht“ (Prediger 12:8, 13).

  • Gute und schlechte Könige
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Ein junger israelitischer König

      TEIL 13

      Gute und schlechte Könige

      Israel ist geteilt. Im Laufe der Zeit regieren viele Könige über die Israeliten. Die meisten von ihnen sind Gott nicht treu. Jerusalem wird von den Babyloniern zerstört.

      WIE von Jehova vorausgesagt, wurde Israel geteilt, weil Salomo die Anbetung des wahren Gottes aufgegeben hatte. Da sein Sohn Rehabeam ein rücksichtsloser König war, lehnten sich zehn Stämme gegen ihn auf und gründeten das Nordreich Israel. Nur zwei Stämme hielten treu zu dem König, der auf Davids Thron in Jerusalem saß. Sie bildeten das Südreich Juda.

      Beide Königreiche erlebten stürmische Zeiten, was hauptsächlich daran lag, dass die meisten Könige Gott nicht gehorchten. Israel erging es noch schlimmer als Juda, weil dort schon von Anfang an Götzendienst getrieben wurde. Obwohl Propheten wie Elia und Elisa große Wunder wirkten und sogar Tote auferweckten, geriet das Nordreich Israel immer wieder auf Abwege. Schließlich ließ Gott zu, dass es von den Assyrern vernichtet wurde.

      Juda überlebte Israel um etwas mehr als hundert Jahre. Nur ein paar Könige von Juda hörten auf die Warnungen der Propheten Gottes und versuchten, das Volk wieder zur Anbetung Jehovas zurückzuführen. König Josia bekämpfte beispielsweise den Götzendienst und ließ den Tempel renovieren. Als man dabei das Original des Gesetzes fand, das Gott Moses gegeben hatte, war Josia tief bewegt und ging noch entschlossener gegen den Götzendienst vor.

      Leider waren die Nachfolger Josias keine guten Könige und so traf das Strafgericht Gottes auch Juda. Jehova ließ zu, dass die Babylonier Juda eroberten. Sie zerstörten Jerusalem und den Tempel. Die Überlebenden kamen in die Gefangenschaft nach Babylon. Gott hatte vorausgesagt, dass die Gefangenschaft 70 Jahre dauern würde. Die ganze Zeit lag Juda verwüstet da. Doch dann konnten die Juden wie versprochen wieder in ihre Heimat zurückkehren.

      Bis der angekündigte Befreier, der Messias, kommen würde, sollte kein Nachkomme Davids mehr König werden. Die meisten Nachfolger Davids hatten den traurigen Beweis dafür geliefert, dass kein unvollkommener Mensch ein wirklich guter Regent sein kann. Nur der Messias wäre dazu in der Lage. Zu dem letzten König der Dynastie Davids sagte Jehova deshalb: „Heb ab die Krone.“ Und über das Königreich, für das diese Krone stand, sagte er: „Es wird gewiss niemandes werden, bis der kommt, der das gesetzliche Recht hat, und ihm will ich es geben“ (Hesekiel 21:26, 27).

      Aus 1. Könige; 2. Könige; 2. Chronika, Kapitel 10 bis 36; Jeremia 25:8-11.

      • Warum wurde Israel geteilt, und wie erging es den beiden Königreichen?

      • Was geschah mit der Dynastie Davids, und warum?

      • Was erfahren wir aus dem Bibelbuch Jona über Jehova? (Siehe Kasten.)

      JONA

      Als Israel in zwei Königreiche geteilt war, erhielt der Prophet Jona von Gott einen besonderen Auftrag. Er sollte die gewalttätigen Einwohner des fernen Ninive vor dem Strafgericht Gottes warnen. Doch Jona bestieg ein Schiff und machte sich genau in die andere Richtung davon. Gott schickte einen großen Fisch, der Jona verschluckte. Im Inneren des Fisches betete Jona. Daraufhin veranlasste Jehova den Fisch, ihn an Land zu spucken. Durch dieses Wunder führte er Jona vor Augen, wie wichtig Gehorsam ist.

      Jona ging nun nach Ninive, um seinen Auftrag auszuführen. Er warnte die Niniviten. Als sie bereuten, hielt Jehova aus Mitgefühl das Strafgericht zurück. Das ärgerte Jona. Deshalb musste ihm Jehova eine weitere Lektion erteilen. Er wirkte ein zweites Wunder, um Jona Mitgefühl beizubringen. Worin bestand das Wunder? Es lohnt sich, diesen spannenden Bericht einmal nachzulesen.

  • Gott spricht durch seine Propheten
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Ein Prophet Gottes überbringt eine Botschaft

      TEIL 14

      Gott spricht durch seine Propheten

      Jehova setzt Propheten ein. Sie sprechen über Gottes Strafgerichte, die Rückkehr zur richtigen Anbetung und den Messias.

      IN DER Zeit der Könige von Israel und Juda trat eine besondere Gruppe von Männern in den Vordergrund: die Propheten. Mutig und voller Glauben verkündigten sie die Aussprüche Gottes. Wenden wir uns vier wichtigen Themen zu, über die sie prophezeiten.

      1. Die Zerstörung Jerusalems. Gottes Propheten — vor allem Jesaja und Jeremia — warnten schon zu einem frühen Zeitpunkt vor der Zerstörung und Verödung Jerusalems. Anschaulich schilderten sie, warum sich die Stadt den Zorn Gottes zugezogen hatte. Ihre Bewohner trieben Götzendienst, sie waren unmoralisch und gewalttätig. Jerusalem wurde dem Anspruch, die Stadt Jehovas zu sein, nicht mehr gerecht (2. Könige 21:10-15; Jesaja 3:1-8, 16-26; Jeremia 2:1 bis 3:13).

      2. Die Rückkehr zur richtigen Anbetung. Nach der 70-jährigen Gefangenschaft sollten die Israeliten aus Babylon befreit werden. Sie dürften in ihre menschenleere Heimat zurückkehren und in Jerusalem den Tempel Jehovas wieder aufbauen (Jeremia 46:27; Amos 9:13-15). Rund 200 Jahre zuvor prophezeite Jesaja den Sturz Babylons und sogar den Namen des Eroberers — Cyrus. Er würde die Israeliten freilassen, damit sie Jehova wieder richtig anbeten könnten. Sogar Einzelheiten über Cyrus’ ungewöhnliche Strategie sagte Jesaja voraus (Jesaja 44:24 bis 45:3).

      Die Juden verlassen das Babylonische Exil und kehren nach Jerusalem zurück

      3. Ankunft und Tod des Messias. Die Geburtsstadt des Messias sollte Bethlehem sein (Micha 5:2). Demütig würde er auf einem Esel in Jerusalem einziehen (Sacharja 9:9). Trotz seines sanften Wesens wäre er nicht beliebt. Viele würden ihn ablehnen (Jesaja 42:1-3; 53:1, 3). Er sollte einen grausamen Tod erleiden. Wäre es dann für immer aus mit dem Messias? Nein, denn sein Opfertod sollte der Sündenvergebung den Weg ebnen (Jesaja 53:4, 5, 9-12). Das könnte nur durch seine Auferstehung erreicht werden.

      4. Die Regierung des Messias über die Erde. Unvollkommene Menschen sind einfach nicht in der Lage, eine echte Friedensregierung zu schaffen. Der König und Messias dagegen sollte Friedefürst genannt werden (Jesaja 9:6, 7; Jeremia 10:23). Unter seiner Regierung würden die Menschen miteinander und sogar mit der Tierwelt in Frieden leben (Jesaja 11:3-7). Krankheiten würde es dann nicht mehr geben (Jesaja 33:24). Und selbst der Tod wäre für immer beseitigt (Jesaja 25:8). Verstorbene würden unter der Regierung des Messias zum Leben auf der Erde zurückkehren (Daniel 12:13).

      Aus Jesaja, Jeremia, Daniel, Amos, Micha und Sacharja.

      • Was verkündeten die Propheten Gottes?

      • Was sagten sie über die Zerstörung und den Wiederaufbau Jerusalems voraus?

      • Was prophezeiten sie über den Messias und seinen Tod?

      • Wie beschrieben sie die Regierung des Messias über die Erde?

  • Ein Prophet in Gefangenschaft blickt in die Zukunft
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Nebukadnezars Traum vom Standbild

      TEIL 15

      Ein Prophet in Gefangenschaft blickt in die Zukunft

      Daniel prophezeit über Gottes Königreich und das Kommen des Messias. Babylon wird erobert.

      SCHON vor der Zerstörung Jerusalems wurde das Königreich Juda von Babylon abhängig. In dieser Zeit kam Daniel, ein außergewöhnlich gottesfürchtiger Jugendlicher, zusammen mit anderen Juden als Gefangener nach Babylon. Sie hatten dort aber gewisse Freiheiten. Daniel wurde während seines langen Lebens in Babylon sehr gesegnet. Gott beschützte ihn sogar in einer Löwengrube. Auch erhielt er Visionen von der fernen Zukunft. Seine wichtigsten Prophezeiungen drehten sich um den Messias und dessen Regierung.

      Daniel erfährt, wann der Messias erscheint. Ihm wurde gesagt, wann das Volk Gottes mit „dem Messias, dem Führer“, rechnen könnte: 69 Jahrwochen nach dem Befehl, die Mauern Jerusalems wieder aufzubauen. Da eine Woche 7 Tage hat, dauert eine Jahrwoche 7 Jahre. 69 Jahrwochen dauern also 483 Jahre. Der Befehl zum Wiederaufbau wurde im Jahr 455 v. u. Z. gegeben, lange nach dem Tod Daniels. Zählt man von da an 483 Jahre weiter, kommt man in das Jahr 29 u. Z. Was in jenem Jahr geschah, steht auf der nächsten Seite. Daniel sah auch voraus, dass der Messias „abgeschnitten“, das heißt hingerichtet würde. Sein Tod sollte die Vergebung von Sünden ermöglichen (Daniel 9:24-26).

      Der Messias soll im Himmel König werden. Daniel gehörte zu den wenigen, die eine Vision vom Himmel empfingen. Darin sah er, dass „einer wie ein Menschensohn“ (der Messias) vor dem Thron Gottes erschien. Jehova verlieh ihm „Herrschaft und Würde und Königtum“. Gottes Königreich sollte für immer bestehen. Daniel erfährt ein weiteres wichtiges Detail: Der König würde zusammen mit anderen regieren, mit einer Gruppe, die als die „Heiligen des Allerhöchsten“ bezeichnet wird (Daniel 7:13, 14, 27).

      Gottes Königreich wird alle Regierungen beseitigen. Einmal hatte Nebukadnezar, der König von Babylon, einen Traum, den er nicht verstand. Doch Daniel konnte ihn mit Gottes Hilfe deuten. Der König hatte eine riesige Statue gesehen, deren Kopf aus Gold war. Die Brust und die Arme waren aus Silber, der Bauch und die Oberschenkel aus Kupfer, die Beine aus Eisen und die Füße teils aus Eisen, teils aus Ton. Dann wurde ein Stein aus einem Berg herausgehauen. Er traf die Statue an den unstabilen Füßen und zermalmte sie zu Staub. Wie Daniel erklärte, wird durch die Statue eine lange Folge von Weltmächten dargestellt — angefangen bei Babylon, für das der goldene Kopf steht. Zur Zeit der letzten regierenden Macht sollte Gottes Königreich in Aktion treten. Es würde alle Regierungen der heutigen schlechten Welt vernichten und dann für immer regieren (Daniel, Kapitel 2).

      Daniel erlebte im hohen Alter den Fall Babylons. König Cyrus nahm die Stadt ein, wie es vorausgesagt worden war. Nicht lange danach wurden die Juden endlich aus der Gefangenschaft befreit. Ihre Heimat war genau wie prophezeit 70 Jahre menschenleer. Unter der Anleitung von treuen Statthaltern, Priestern und Propheten bauten die Juden Jerusalem und den Tempel schließlich wieder auf. Doch was geschah nach den 483 Jahren?

      Aus dem Bibelbuch Daniel.

      • Was erfuhr Daniel über den Messias und das Königreich Gottes?

      • Was wird Gottes Königreich mit den heutigen Regierungen tun?

  • Zeitleiste
    Die Bibel: Was will sie uns sagen?
    • Zeitleiste

      1. „Im Anfang . . .“

      2. 4026 v. u. Z. Erschaffung Adams

      3. 3096 v. u. Z. Adams Tod

      4. 2370 v. u. Z. Sintflut

      5. 2018 v. u. Z. Abrahams Geburt

      6. 1943 v. u. Z. Bund mit Abraham

      7. 1750 v. u. Z. Joseph in Sklaverei verkauft

      8. vor 1613 v. u. Z. Hiobs Prüfungen

      9. 1513 v. u. Z. Auszug aus Ägypten

      10. 1473 v. u. Z. Josua führt Israeliten nach Kanaan

      11. 1467 v. u. Z. Kanaan größtenteils erobert

      12. 1117 v. u. Z. Saul wird König

      13. 1070 v. u. Z. Königreichsbund mit David

      14. 1037 v. u. Z. Salomo wird König

      15. 1027 v. u. Z. Tempel in Jerusalem fertig

      16. etwa 1020 v. u. Z. Hohes Lied geschrieben

      17. 997 v. u. Z. Teilung Israels

      18. etwa 717 v. u. Z. Sprüche zusammengestellt

      19. 607 v. u. Z. Jerusalem zerstört; Babylonische Gefangenschaft

      20. 539 v. u. Z. Cyrus erobert Babylon

      21. 537 v. u. Z. Juden kehren nach Jerusalem zurück

      22. 455 v. u. Z. Mauer Jerusalems wieder aufgebaut; Beginn der 69 Jahrwochen

      23. nach 443 v. u. Z. Maleachi stellt sein prophetisches Buch fertig

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen