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Jehovas Gabe des heiligen GeistesDer Wachtturm 1992 | 1. Februar
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17, 18. Welches sind einige der wunderbaren Wirkungen des Geistes in christlicher Zeit, und wozu dienten sie?
17 Im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung gab es ebenfalls wunderbare Wirkungen des Geistes Gottes. Der Geist inspirierte zum Prophezeien (1. Korinther 14:1, 3). In Erfüllung der Verheißung Jesu, der heilige Geist werde seine Jünger an alle Dinge erinnern, die er gesagt habe, und sie über weitere Einzelheiten der Wahrheit belehren, wurden unter dem Einfluß des heiligen Geistes mehrere Bücher geschrieben (Johannes 14:26; 15:26, 27; 16:12, 13). Und es geschahen Wunder, auf die wir im folgenden Artikel noch näher eingehen werden. Ja, das erste Jahrhundert begann sozusagen mit einem höchst erstaunlichen Wunder. Um das Jahr 2 v. u. Z. sollte ein besonderes Kind geboren werden, daran zu erkennen, daß dessen junge Mutter eine Jungfrau war. Wie war das möglich? Durch den heiligen Geist. Der Bericht lautet: „Mit der Geburt Jesu Christi ... verhielt es sich so: Als seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, fand es sich, daß sie vor ihrer Vereinigung durch heiligen Geist schwanger war“ (Matthäus 1:18; Lukas 1:35, 36).
18 Als Jesus erwachsen war, trieb er Dämonen aus, heilte Kranke und weckte sogar Tote auf — alles in der Kraft des heiligen Geistes. Einige seiner Nachfolger vollbrachten ebenfalls Wunder und Machttaten. Diese besonderen Fähigkeiten waren Gaben des Geistes. Wozu dienten sie? Wie schon die Wunder in früherer Zeit förderten sie Gottes Vorsätze und offenbarten seine Macht. Außerdem bewiesen sie, daß Jesus zu Recht sagte, er sei von Gott ausgesandt worden; und später bewiesen sie, daß die Christenversammlung des ersten Jahrhunderts die von Gott auserwählte Nation war (Matthäus 11:2-6; Johannes 16:8; Apostelgeschichte 2:22; 1. Korinther 12:4-11; Hebräer 2:4; 1. Petrus 2:9).
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‘Im Namen des heiligen Geistes’Der Wachtturm 1992 | 1. Februar
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‘Im Namen des heiligen Geistes’
„Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen ... des heiligen Geistes“ (MATTHÄUS 28:19).
1. Welchen neuen Ausdruck gebrauchte Johannes der Täufer in Verbindung mit dem heiligen Geist?
ALS Johannes der Täufer im Jahre 29 unserer Zeitrechnung in Israel tätig war, um den Weg für den Messias zu bereiten, kündigte er im Verlauf seines Wirkens hinsichtlich des heiligen Geistes etwas Neues an. Den Juden war natürlich bekannt, was die Hebräischen Schriften über den Geist sagen. Folgende Erklärung des Johannes mag sie allerdings überrascht haben: „Ich für meinen Teil taufe euch mit Wasser, weil ihr bereut; der aber nach mir kommt, ... wird euch mit heiligem Geist ... taufen“ (Matthäus 3:11). ‘Taufe mit heiligem Geist’ war für sie ein neuer Ausdruck.
2. Welchen neuen Ausdruck in Verbindung mit dem heiligen Geist führte Jesus ein?
2 Derjenige, der kommen sollte, war Jesus. Aber solange Jesus auf der Erde lebte, taufte er tatsächlich niemanden mit heiligem Geist, obwohl er wiederholt von diesem sprach. Nach seiner Auferstehung nahm er dann in noch anderer, neuer Weise Bezug auf den heiligen Geist. Er sagte zu seinen Jüngern: „Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes“ (Matthäus 28:19). Der Ausdruck „im Namen“ bedeutet „in Anerkennung“. Die Wassertaufe in Anerkennung des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes unterschied sich von der Taufe mit heiligem Geist. Es handelte sich ebenfalls um einen neuen Ausdruck in Verbindung mit dem heiligen Geist.
In heiligem Geist getauft
3, 4. (a) Wann wurden erstmals Menschen in heiligem Geist getauft? (b) Wie wirkte der heilige Geist zu Pfingsten 33 u. Z. in bezug auf die Jünger Jesu zusätzlich zur Taufe?
3 Was die Taufe in heiligem Geist betraf, versprach Jesus seinen Jüngern unmittelbar vor seiner Himmelfahrt: „Ihr ... werdet nicht viele Tage nach diesem in heiligem Geist getauft werden“ (Apostelgeschichte 1:5, 8). Jene Verheißung erfüllte sich bald darauf. Heiliger Geist kam auf etwa 120 Jünger herab, die in Jerusalem in einem Obergemach versammelt waren, als Jesus vom Himmel aus erstmals in heiligem Geist taufte (Apostelgeschichte 2:1-4, 33). Was wurde dadurch bewirkt? Die Jünger wurden ein Teil des geistigen Leibes Christi. Wie der Apostel Paulus schrieb, ‘wurden sie alle durch e i n e n Geist zu e i n e m Leib getauft’ (1. Korinther 12:13). Gleichzeitig wurden sie zu künftigen Königen und Priestern des himmlischen Königreiches Gottes gesalbt (Epheser 1:13, 14; 2. Timotheus 2:12; Offenbarung 20:6). Der heilige Geist diente auch als erstes Siegel und Unterpfand dieses herrlichen künftigen Erbes. Aber das war noch nicht alles (2. Korinther 1:21, 22).
4 Nur wenige Jahre zuvor hatte Jesus zu Nikodemus gesagt: „Wenn jemand nicht wiedergeboren wird, kann er das Königreich Gottes nicht sehen. ... Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen“ (Johannes 3:3, 5). Nun waren 120 Menschen wiedergeboren worden. Durch den heiligen Geist waren sie als geistige Söhne Gottes, Brüder Christi, angenommen worden (Johannes 1:11-13; Römer 8:14, 15). Dieses Wirken des heiligen Geistes übertrifft in seiner Einzigartigkeit jedes Wunder. Und der heilige Geist wurde — im Gegensatz zu den damaligen Wundern — nach dem Tod der Apostel nicht weggetan, sondern wirkt auf diese Weise bis in unsere Tage. Jehovas Zeugen haben das Vorrecht, in ihrer Mitte die letzten geistgetauften Glieder des Leibes Christi zu haben, die als ein „treuer und verständiger Sklave“ dienen, der geistige Speise zur rechten Zeit austeilt (Matthäus 24:45-47).
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