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Christus als aktiver Führer seiner VersammlungDer Wachtturm 1987 | 1. August
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Göttliche Mittel für aktive Leitung
3. Was verhieß Jesus seinen Jüngern zu senden, und woher wissen wir, daß er nicht von einer Person sprach?
3 Jesus sagte am Abend vor seinem Tod zu seinen treuen Aposteln: „Es ist zu eurem Nutzen, daß ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, wird der Helfer keinesfalls zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, will ich ihn zu euch senden“ (Johannes 16:7). Er wollte nicht eine Person, sondern eine aktive Kraft senden. Das machte er kurz vor seiner Himmelfahrt ganz deutlich, als er zu seinen versammelten Jüngern sagte: „Ich sende das auf euch herab, was von meinem Vater verheißen ist. Ihr aber, bleibt in der Stadt, bis ihr mit Kraft aus der Höhe bekleidet werdet“ (Lukas 24:49).
4. Wie wurde der heilige Geist von Pfingsten an gebraucht?
4 Jesu treue Jünger hielten sich bis Pfingsten im Gebiet von Jerusalem auf. An jenem Tag wurden sie „mit heiligem Geist erfüllt“, so wie es verheißen worden war. Petrus bestätigte dies folgendermaßen: „Da er [Jesus] nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und den verheißenen heiligen Geist vom Vater empfangen hat, hat er das ausgegossen, was ihr seht und hört“ (Apostelgeschichte 2:4, 33). Durch dieses Mittel zeugte Jehova jene ersten Christen als seine geistigen Söhne (Galater 4:6). Jesus empfing den Geist von seinem Vater auch als ein Mittel für die aktive Leitung seiner Versammlung auf der Erde von seiner himmlischen Stellung zur Rechten Gottes aus.
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Christus als aktiver Führer seiner VersammlungDer Wachtturm 1987 | 1. August
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10. Wie überwachte Christus persönlich das Predigtwerk?
10 Christus überwachte das Predigtwerk persönlich. Durch den heiligen Geist, den er von seinem Vater Jehova erhalten hatte, sandte er Paulus auf seine Missionsreisen, und durch den Geist bekundete er persönliches Interesse an diesen Unternehmungen. Wie wir lesen, „sprach der heilige Geist: ‚Sondert mir von allen Personen Barnabas und Saulus für das Werk aus, zu dem ich sie berufen habe.‘ ... Demgemäß begaben sich diese Männer, vom heiligen Geist ausgesandt, nach Seleukia hinab“, und von dort brachen sie zur ersten Missionsreise auf (Apostelgeschichte 13:2-4). Natürlich konnte der heilige Geist, Jehovas aktive Kraft, an sich weder ‘sprechen’ noch jemanden ‘aussenden’. Derjenige, der den heiligen Geist gebrauchte, um die Angelegenheiten zu leiten, war offensichtlich Christus, das Haupt der Versammlung.
11. Was geschah während der zweiten Missionsreise des Paulus, und wie zeigt das deutlich, daß Jesus durch den Geist das Predigtwerk leitete?
11 Dieser Gebrauch des Geistes durch Jesus bei seiner aktiven Führung der ersten Christen wird im Bericht über die zweite Missionsreise des Paulus deutlich gezeigt. Nachdem Paulus und seine Reisegefährten die auf der ersten Missionsreise gegründeten Versammlungen in Lykaonien (eine Gegend Kleinasiens) wieder besucht hatten, beabsichtigten sie offensichtlich, durch die römische Provinz Asien Richtung Westen weiterzuziehen. Warum konnten sie ihren Plan jedoch nicht verwirklichen? „Weil ihnen vom heiligen Geist verwehrt wurde, das Wort in dem Bezirk Asien zu reden“ (Apostelgeschichte 15:36, 40, 41; 16:1-6). Wer gebrauchte aber Jehovas heiligen Geist, um sie zu leiten? Der nächste Vers gibt die Antwort. Er zeigt, daß ‘der Geist Jesu es ihnen nicht zuließ’, auf ihrer Reise nach Norden in Bithynien zu predigen (Apostelgeschichte 16:7). Ja, Jesus Christus gebrauchte den Geist, den er von seinem Vater erhalten hatte, zur aktiven Leitung des Predigtwerkes. Er und sein Vater Jehova wollten, daß sich die gute Botschaft nach Europa ausbreitete, und daher erhielt Paulus eine entsprechende Vision (Apostelgeschichte 16:9, 10).
Christus unterstützte Glieder der leitenden Körperschaft
12, 13. Welches Geschehnis zur Zeit des ersten Besuches des Paulus in Jerusalem als Christ zeigte, daß Christus die von den verantwortlichen Brüdern in jener Stadt getroffenen Entscheidungen unterstützte?
12 Als der Apostel Paulus zum erstenmal mit den Jüngern in Jerusalem in Berührung kam, zögerten sie verständlicherweise, mit ihm zusammenzutreffen. „Da kam ihm Barnabas zu Hilfe und führte ihn zu den Aposteln“ (Apostelgeschichte 9:26, 27). Paulus verbrachte 15 Tage mit dem Apostel Petrus. Er traf auch Jesu Halbbruder Jakobus, der damals einer der Ältesten der Versammlung Jerusalem war (Galater 1:18, 19). Nachfolgend wird in der Apostelgeschichte gezeigt, daß die Ältesten von Jerusalem zusammen mit den 12 Aposteln die leitende Körperschaft der Christenversammlung des ersten Jahrhunderts bildeten (Apostelgeschichte 15:2; 21:18).
13 Paulus gab bei seinem zweiwöchigen Aufenthalt in Jerusalem griechisch sprechenden Juden Zeugnis. „Diese aber unternahmen Versuche, ihn umzubringen.“ Lukas fügt hinzu: „Als die Brüder dies herausfanden, brachten sie ihn nach Cäsarea hinab und sandten ihn nach Tarsus weg“ (Apostelgeschichte 9:28-30). Wer stand jedoch hinter dieser weisen Entscheidung? Jahre später berichtete Paulus von jener Episode in seinem Leben und sagte, daß Jesus ihm erschienen war und ihn angewiesen hatte, Jerusalem schnell zu verlassen. Als Paulus einen Einwand erhob, sagte Jesus: „Geh deines Weges, denn ich werde dich zu Nationen in die Ferne senden“ (Apostelgeschichte 22:17-21). Christus beobachtete vom Himmel aus aufmerksam die Dinge und handelte sowohl durch die verantwortlichen Brüder in Jerusalem als auch auf direktem Wege, indem er zu Paulus sprach.
14. Welcher Vergleich zwischen dem Bericht in der Apostelgeschichte und dem Galaterbrief zeigt, daß Christus die Angelegenheiten bezüglich der Zusammenkunft der leitenden Körperschaft wegen der Frage der Beschneidung leitete?
14 Außerdem erkennt man beim aufmerksamen Lesen der Heiligen Schrift deutlich, daß Christus hinter der wichtigen Zusammenkunft der leitenden Körperschaft stand, die zur Klärung der Frage abgehalten wurde, ob Heidenchristen sich der Beschneidung unterziehen und das Gesetz Mose halten sollten oder nicht. Als die Streitfrage aufkam, so heißt es in der Apostelgeschichte, „ordnete man [zweifellos die verantwortlichen Glieder oder Ältesten der Versammlung Antiochia] an, daß Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieses Wortstreites zu den Aposteln und den älteren Männern nach Jerusalem hinaufgehen sollten“ (Apostelgeschichte 15:1, 2). Aber als Paulus von den Umständen berichtete, die dazu führten, daß er nach Jerusalem ging, um die Streitfrage der Beschneidung zu klären, sagte er: „Ich begab mich ... zufolge einer Offenbarung hinauf“ (Galater 2:1-3; vergleiche 1:12). Christus wollte als aktives Haupt der Versammlung, daß diese wichtige Lehrfrage von der gesamten sichtbaren leitenden Körperschaft geklärt wurde. Durch den heiligen Geist gab er dem Sinn dieser ergebenen Männer bei ihrem Entscheidungsprozeß Anleitung (Apostelgeschichte 15:28, 29).
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