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Homosexualität — Was ist die Pflicht der Geistlichkeit?Erwachet! 1989 | 8. September
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Falsche Boten, gefährlicher Rat
Um es offen zu sagen: Die Bibel verurteilt Homosexualität. Keine beschönigenden Worte können Bibelstellen wie 3. Mose 18:22 und Römer 1:26, 27 ungeschrieben machen. (Siehe Kasten.) Ein Jesuitenpriester, der sich dem gegenwärtigen Trend, die Bibel außer acht zu lassen, angeschlossen hat, sagte über homosexuelle Beziehungen: „Für viele sind sie die einzige Möglichkeit, ein glückliches und sinnvolles Leben zu führen.“ Demselben Gedankengang folgend, bezeichnete ein anglikanischer Bischof die Homosexualität als „etwas, worauf Homosexuelle keinen Einfluß haben“. Aber in der Bibel heißt es von ehemaligen Homosexuellen im ersten Jahrhundert: „Und doch waren das einige von euch. Aber ihr seid reingewaschen worden“ (1. Korinther 6:9-11).
Einige entschuldigen den Verstoß gegen die biblischen Maßstäbe mit dem Hinweis auf die Liebe. Ein Priester sagte: „Liebe, besonders Liebe gegenüber dem Außenseiter und dem Ausgestoßenen, ist der entscheidende Prüfstein unseres religiösen Lebens.“ Er folgerte: „Die Homosexualität wäre für Christus nie ein Streitpunkt gewesen. Für ihn wäre ausschlaggebend gewesen: Leben diese Menschen, was immer sie sind, wirklich die Liebe aus?“
Aber die Bibel verwechselt Liebe nicht mit Sentimentalität. Die göttliche Liebe hält sich mit Gerechtigkeit die Waage und schließt Haß gegen das Böse ein. Die Bibel mahnt eindringlich: „O ihr, die ihr Jehova liebt, haßt das Böse“ (Psalm 97:10). Zu wahrer Liebe gehört auch Zucht, denn „wen Jehova liebt, den züchtigt er“ (Hebräer 12:6). Daher sind Diener Gottes verpflichtet, „durch die gesunde Lehre sowohl zu ermahnen als auch die Widersprechenden zurechtzuweisen“ (Titus 1:9). Und denken wir daran: Wenn ein Priester in alter Zeit seine Pflichten treu versah, „waren es [viele], die er von Vergehung zurückbrachte“ (Maleachi 2:5, 6).
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Homosexualität — Was ist die Pflicht der Geistlichkeit?Erwachet! 1989 | 8. September
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[Kasten auf Seite 13]
„Du sollst nicht bei einer männlichen Person ebenso liegen, wie du bei einer Frau liegst. Es ist eine Abscheulichkeit“ (3. Mose 18:22).
„Deshalb übergab Gott sie schändlichen sexuellen Gelüsten, denn sowohl ihre weiblichen Personen vertauschten den natürlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernatürlichen; und desgleichen verließen auch die männlichen Personen den natürlichen Gebrauch der weiblichen Person und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, Männliche mit Männlichen, indem sie unzüchtige Dinge trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen, die ihnen für ihre Verirrung gebührte“ (Römer 1:26, 27).
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