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HondurasJahrbuch der Zeugen Jehovas 1993
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Jedoch kam 1954 ein weiterer Schlag, der das Werk mehrere Jahre lang behinderte. Dem im September 1953 ernannten Zweigdiener mußte die Gemeinschaft entzogen werden. Sein Fehltritt wirkte sich auch auf andere nachteilig aus. Einige wußten über seine sündige Handlungsweise schon Bescheid, bevor sie ans Tageslicht kam, aber statt mutig etwas zu unternehmen, drückten sie beide Augen zu und strauchelten dann ebenfalls. (Vergleiche 3. Mose 5:1.) Anderen tat es leid, daß er ausgeschlossen worden war, denn er war bei den Brüdern sehr beliebt gewesen. Später wurde er glücklicherweise wiederaufgenommen und hat seitdem in Treue gedient.
Der Schaden war dennoch nicht rückgängig zu machen, und nun lag es an Aldo Muscariello, dem neuen Zweigdiener, mit dieser Situation fertig zu werden. Er entdeckte noch weitere Faktoren, die für den Rückgang verantwortlich waren. Viele Verkündiger und Missionare hatten die Personen, mit denen sie die Bibel studierten, etwas voreilig als Verkündiger gezählt und sogar ohne deren Wissen für sie einen Bericht abgegeben. Das Zweigbüro erklärte, diese Personen müßten zuerst die Voraussetzungen erfüllen, bevor sie sich den Reihen der Verkündiger anschließen könnten.
Bruder Muscariello war von Honduras, einem Land voller Gegensätze, fasziniert: Hier teilen sich Rinder und Lastesel die Straßen mit Autos und Lkws; hier stehen strohgedeckte Hütten neben modernen Häusern; hier folgt der Regenzeit als einzige Alternative die heiße und staubige Trockenzeit. An einem Abend studierte Bruder Muscariello mit einer Familie bei Kerzenlicht in einer Ziegelhütte an den Hängen Tegucigalpas, die aus einem Raum bestand und einen Lehmboden hatte, am nächsten Abend in einem geräumigen, hell beleuchteten Zimmer der Botschaft Guatemalas.
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HondurasJahrbuch der Zeugen Jehovas 1993
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Während eines Besuches auf Roatán stellte Lloyd Aldrich, der Zweigdiener der 60er Jahre, fest, daß die Inselbewohner religiös, kontaktfreudig, ungezwungen und auch gemütlich sind. Mit Interesse bemerkte er, daß die Zuhörer bei einem öffentlichen Vortrag die mitunter rhetorisch gemeinten Fragen des Redners laut beantworteten.
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