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HondurasJahrbuch der Zeugen Jehovas 1993
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Mitte 1946 besuchte Nathan H. Knorr Honduras, um ein Zweigbüro einzurichten und dem Werk eine organisatorische Grundlage zu geben. Im selben Jahr reiste der Zweigdiener (Zweigaufseher) und Absolvent der dritten Gileadklasse, Donald Burt, ins Landesinnere, um sich von den Bedürfnissen und Lebensumständen für zukünftige Sonderpioniere ein Bild zu machen.
Darlean Mikkelsen gehörte zu den ersten sieben Missionaren. Nachdem sie die dritte Klasse der Gileadschule absolviert hatte, erhielt sie im Februar 1946 ihre Zuteilung nach Tegucigalpa, der Hauptstadt von Honduras. Sie konnte den Namen der Stadt nicht einmal aussprechen und mußte deshalb ein Wörterbuch zu Rate ziehen! Sie erfuhr, daß „Tegucigalpa“ in Lenka, einer indianischen Sprache, „Silberhügel“ bedeutet. Einst trotteten hier von den Bergwerken Gespanne mit jeweils 15 bis 20 mit Silber beladenen Lasteseln in die Stadt hinunter. Bei der Ankunft Darleans bestand der Flughafen einzig und allein aus einer Holzhütte und einer ganz kurzen Start- und Landebahn. Sie war aber erleichtert, daß die Hauptstadt moderner war, als sie gedacht hatte.
Unter jenen ersten Missionaren waren auch Loverna Grell und ihre Tochter Ethel. Gleich bei ihrer Ankunft erfuhr Loverna zu ihrem großen Erstaunen, daß der nächste Tag ihr „Kochtag“ war. In Missionarheimen ist es üblich, daß sich alle — ob verheiratet oder ledig — beim Kochen abwechseln. Für Loverna war das gar nicht so leicht; die meisten Früchte und Gemüsesorten waren ihr völlig unbekannt, und genauso fremd war ihr die Sprache, in der sie mit den Händlern verhandeln mußte.
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HondurasJahrbuch der Zeugen Jehovas 1993
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Der Höhepunkt des Jahres 1949 war der Besuch von N. H. Knorr und Roger Morgan anläßlich der Hauptversammlung in Tegucigalpa.
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