Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm 1989 | 1. August
    • Fragen von Lesern

      ◼ Warum werden in Klagelieder 4:10 Mütter, die ihre eigenen Kinder aßen, als „mitleidige Frauen“ bezeichnet?

      Jeremia beschrieb die verzweifelte Lage der Juden während der Belagerung Jerusalems durch die Babylonier im Jahre 607 v. u. Z. mit den Worten: „Ja die Hände mitleidiger Frauen haben ihre eigenen Kinder gekocht. Sie sind einem wie Brot der Tröstung geworden beim Zusammenbruch der Tochter meines Volkes“ (Klagelieder 4:10).

      Jahrhunderte zuvor hatte Moses die Israeliten bereits darauf aufmerksam gemacht, daß ihre Zukunft entweder durch „Segen“ oder durch „Fluch“ gekennzeichnet wäre. Sie würden sich der Segnungen erfreuen, wenn sie Gottes Gebote hielten, aber Leiden über sich bringen, wenn sie seine gerechten Wege verließen. Eine der schrecklichen Folgen wäre, daß die Israeliten sogar ihre eigenen Kinder essen würden (5. Mose 28:1, 11-15, 54, 55; 30:1; 3. Mose 26:3-5, 29). Das geschah tatsächlich, als Jehova die treulose, ungehorsame Nation in die Hand der Babylonier gab.

      In Klagelieder 4:10 spielte der Prophet Jeremia auf die hinlänglich bekannte Tatsache an, daß eine Mutter gegenüber ihren Kindern natürlicherweise als mitfühlende, mitleidige Beschützerin handelt (1. Könige 3:26, 27; 1. Thessalonicher 2:7). Aber die Hungersnot in dem belagerten Jerusalem war so groß und es verhungerten so viele Menschen, daß sich Mütter, die normalerweise mitleidig gewesen wären, wie Kannibalen verhielten, indem sie ihre Kinder kochten und aßen. (Vergleiche Klagelieder 2:20.)

      Zu einer ähnlichen Situation kam es, nachdem die Juden den Messias verworfen hatten, der warnend auf eine bevorstehende Belagerung Jerusalems hingewiesen hatte (Matthäus 23:37, 38; 24:15-19; Lukas 21:20-24). Der Historiker Josephus beschrieb die Greuel der Belagerung (70 u. Z.) unter anderem wie folgt: „Maria, die Tochter des Eleazar, ... schlachtete ... [ihr] Kind, briet es und aß die eine Hälfte auf; die andere deckte sie zu und verwahrte sie“ (Der Jüdische Krieg, übersetzt von Hermann Endrös, 6. Buch, 3. Kapitel).

      Die Gesetze und Wege Gottes zu verlassen ist wirklich nicht weise.

  • „Laß deine Hand nicht ruhen“
    Der Wachtturm 1989 | 1. August
    • „Laß deine Hand nicht ruhen“

      Aus Gehorsam gegenüber dem Gebot Jesu Christi, „diese gute Botschaft vom Königreich“ zu verkündigen, suchen Jehovas Zeugen regelmäßig ihre Mitmenschen auf (Matthäus 24:14). Einige hören zu und reagieren positiv auf die Königreichsbotschaft, andere dagegen nicht. Dessenungeachtet rät uns Prediger 11:6: „Am Morgen säe deinen Samen, und bis zum Abend laß deine Hand nicht ruhen; denn du weißt nicht, wo dies Erfolg haben wird, entweder hier oder dort, oder ob beides gleicherweise gut sein wird.“

      Den Königreichssamen regelmäßig im Haus-zu-Haus-Dienst zu säen kann Gutes bewirken. Eine Frau zog beispielsweise von Hamilton (Kanada) nach Minneapolis (Minnesota, USA). Dort wurde sie von Zeugen Jehovas aufgesucht, die in ihrem öffentlichen Predigtdienst tätig waren. Sie schrieb:

      An die Brüder und Schwestern in Hamilton

      Das ist ein offener Brief an alle, die in Hamilton Zeugnis geben. Im Laufe der Jahre habe ich viele von Euch in Eurem Dienst gesehen. Ihr habt manchen Samen in mir gesät, und ich möchte Euch allen danken. Als ich vor einem Jahr nach Minneapolis zog, kamen wieder zwei Zeugen an meine Tür. Diesmal war ich bereit. Ich habe erfahren, daß Euer Dienst manchmal entmutigend sein kann, und daher möchte ich Euch wissen lassen, daß Ihr das Herz von wenigstens einem Schaf berührt habt. Ihr habt dazu beigetragen, eine Grundlage zu legen, auf der andere bauen konnten. Mit mir wird jetzt zweimal in der Woche ein Bibelstudium durchgeführt, aber vor mir liegt immer noch ein langer Weg.

      Ich möchte Euch sagen, daß mein Leben nun Sinn und Zweck hat, was vorher nicht der Fall war.

      Ich danke Euch allen.

      Laurie M.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen