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Lerne von Jesu jüngerem BruderDer Wachtturm (Studienausgabe) 2022 | Januar
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JAKOBUS BLIEB DEMÜTIG
Jakobus reagierte demütig, als Jesus ihm erschien, und war von da an ein treuer Nachfolger von ihm (Siehe Absatz 5-7)
5. Wie reagierte Jakobus, als ihm der auferstandene Jesus erschien?
5 Wann wurde Jakobus ein treuer Nachfolger von Jesus? Der auferstandene Jesus erschien Jakobus, „dann allen Aposteln“ (1. Kor. 15:7). Dieses Treffen war ein Wendepunkt für Jakobus. Als die Apostel in einem Obergeschoss in Jerusalem auf den versprochenen heiligen Geist warteten, war Jakobus mit dabei (Apg. 1:13, 14). Später gehörte er sogar zur leitenden Körperschaft (Apg. 15:6, 13-22; Gal. 2:9). Und einige Zeit vor dem Jahr 62 schrieb er einen inspirierten Brief an gesalbte Christen, der für uns alle wertvoll ist, ob wir zu den Gesalbten gehören oder nicht (Jak. 1:1). Wie der jüdische Geschichtsschreiber Josephus berichtet, wurde Jakobus auf Befehl des Hohen Priesters Ananias des Jüngeren hingerichtet. Jakobus blieb Jehova bis zum Ende seines irdischen Lebens treu.
6. Wie unterschied sich Jakobus von den religiösen Führern?
6 Jakobus war demütig. Wieso kann man das sagen? Weil er im Gegensatz zu vielen religiösen Führern schließlich an Jesus glaubte. Als er mit dem unwiderlegbaren Beweis konfrontiert wurde, dass Jesus der Sohn Gottes ist, überzeugte ihn das. Ganz anders die Oberpriester in Jerusalem. Sie konnten zum Beispiel die Auferweckung von Lazarus nicht leugnen. Doch statt anzuerkennen, dass Jesus von Gott kam, wollten sie sowohl ihn als auch Lazarus umbringen (Joh. 11:53; 12:9-11). Später, als Jesus dann selbst von den Toten auferweckt worden war, versuchten sie diese Tatsache vor dem Volk zu verheimlichen (Mat. 28:11-15). Aus Stolz lehnten sie den Messias ab.
7. Warum müssen wir Stolz bekämpfen?
7 Die Lehre: Bekämpfe Stolz und sei bereit dazuzulernen. So wie bestimmte Krankheiten dazu führen können, dass die Arterien verhärten und die Funktion des Herzens beeinträchtigt wird, kann Stolz unser sinnbildliches Herz verhärten. Es spricht dann nicht mehr auf Jehovas Anleitung an. Die Pharisäer ließen ihr Herz so hart werden, dass das, was Gottes Geist ihnen vor Augen führte, nicht mehr zu ihnen durchdrang (Joh. 12:37-40). Damit schlugen sie einen gefährlichen Weg ein, der sie vom ewigen Leben wegführte (Mat. 23:13, 33). Lassen wir uns deshalb unbedingt weiter von Gottes Wort und dem heiligen Geist formen – in unserer Persönlichkeit, unserem Denken und bei unseren Entscheidungen (Jak. 3:17). Da Jakobus demütig war, ließ er sich von Jehova schulen. Und wie wir noch sehen werden, machte gerade seine Demut ihn zu einem guten Lehrer.
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Lerne von Jesu jüngerem BruderDer Wachtturm (Studienausgabe) 2022 | Januar
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13. Was gab Jakobus offen zu? (Jakobus 3:2).
13 Jakobus hielt sich nicht für etwas Besseres. Jakobus dachte nicht, er sei wegen seiner Herkunft oder seiner Verantwortung etwas Besonderes oder stehe über seinen Brüdern und Schwestern. Er bezeichnete seine Mitchristen als „meine lieben Brüder“ (Jak. 1:16, 19; 2:5). Auch vermittelte er nicht den Eindruck, perfekt zu sein. Jakobus schloss sich selbst mit ein, als er sagte: „Schließlich machen wir ja alle oft Fehler.“ (Lies Jakobus 3:2.)
14. Warum ist es gut, mit Fehlern offen umzugehen?
14 Die Lehre: Vergiss nicht, dass wir alle Sünder sind. Wir dürfen nicht denken, wir wären unseren Bibelschülern irgendwie überlegen. Wenn der Studierende den Eindruck hat, wir würden keine Fehler machen, bekommt er vielleicht das Gefühl, er könnte Gottes Erwartungen nie entsprechen. Geben wir offen zu, dass es für uns nicht immer leicht war, biblische Grundsätze in die Praxis umzusetzen. Und erzählen wir, wie Jehova uns geholfen hat, uns zu ändern. Das gibt ihm die Zuversicht, dass er es auch schaffen kann.
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