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Gesundheit für alle — ein grundlegendes ErfordernisErwachet! 1987 | 8. Mai
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In den fortschrittlichen Ländern stellen der Sittenverfall, die Umweltverschmutzung und schädliche Abfallstoffe eine wachsende Bedrohung für das Leben dar.
Die regionale Behörde der WHO in Europa sieht für das Jahr 2000 statt Gesundheit für alle eine mögliche Krise voraus. Sie sponserte das 1983 erschienene Buch Health Crisis 2000 von Peter O’Neill, in dem von der bedrückenden Erkenntnis gesprochen wird, daß eine Unmenge von „neuen Krankheiten“ die zivilisierte Welt befallen haben. Worin bestehen sie? Es handelt sich um umwelt- und milieubedingte Krankheiten wie Krebs, Herzkrankheiten, Drogenabhängigkeit, psychische und sexuell übertragbare Krankheiten, „den selbstzerstörerischen Trieb des Rauchers und des Trinkers“ und „die ‚Verkehrsunfallepidemie‘, die Menschenleben kostet und an den finanziellen Mitteln zehrt“. Diese „Krankheiten der wohlhabenden Gesellschaft“ breiten sich auch in ärmeren Ländern aus.
Aktuelle Probleme
Werfen wir einen Blick auf einige der aktuellen Probleme:
KREBS: Er steht unter den Todesursachen in den Vereinigten Staaten an zweiter Stelle. Jeder vierte Amerikaner erkrankt daran. Weltweit leiden wahrscheinlich 40 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Es gibt immer mehr krebserzeugende Stoffe.
UMWELTVERSCHMUTZUNG: Gefährliche Produkte und schädliche Abfallstoffe belasten die Umwelt. In Nahrungsmitteln werden Pestizide nachgewiesen. Flüsse und Seen sind verschmutzt. Manchenorts ist sogar das Grundwasser, das aus Brunnen geschöpft wird, verseucht.
DROGENABHÄNGIGKEIT: In dem Buch Health Crisis 2000 wird die Drogenabhängigkeit als „langsames Abgleiten in die Hölle“ bezeichnet. Es heißt darin, daß der zerstörerische Prozeß im Sinn und im Körper Jugendlicher so furchtbar und die Rehabilitation so langwierig und schwierig für den Betroffenen und die Helfer sei, daß dieses Gebiet eine besondere Untersuchung verdiene.
SEXUELL ÜBERTRAGBARE KRANKHEITEN: Mit dem Sittenverfall hat die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten den Punkt erreicht, daß man von einer Pandemie sprechen kann — einer Epidemie großen Ausmaßes. Das Magazin World Health sagt: „Die Ausbreitung dieser Krankheiten in der Bevölkerung ist so fortgeschritten, daß jeder sexuell aktive Mensch [wer mehrere Sexualpartner hat] das Risiko einer Infektion eingeht.“
ALKOHOLMISSBRAUCH: Vielerorts gesellen sich Frauen, Jugendliche und sogar Kinder zu den Reihen der Alkoholiker. Alkohol ist, wie es heißt, bei 40 Prozent aller Verkehrsunfälle mit im Spiel. Selbst wer nur aus Geselligkeit trinkt, kann, wenn er meint, er müsse sich am Steuer behaupten, eine Familie auseinanderreißen.
MODERNES REISEN: Der Komfort des modernen Reisens hat die schnelle, weltweite Ausbreitung von Epidemien ermöglicht. Aids und gegen Penizillin resistente Arten der Gonorrhö sind durch Reisende in die ganze Welt getragen worden. Man sagt von diesen Krankheiten, sie seien „durch die für das 20. Jahrhundert charakteristische hohe Mobilität innerhalb der Bevölkerung begünstigt worden“.
BEVÖLKERUNG: Die Bevölkerungsexplosion und die enorme Abwanderung der Landbevölkerung in bereits überfüllte Städte vergrößern die Gesundheitsprobleme der Welt noch. Im Jahre 1983 gab es 26 Städte mit einer Bevölkerung von mindestens fünf Millionen. Bis zum Jahr 2000 wird es womöglich 60 solche Städte geben. Wie das Magazin World Health schreibt, sei es möglich, daß dann eine Milliarde Menschen „in äußerster Armut in städtischen Gebieten lebt“. Robert McNamara, ehemaliger Präsident der Weltbank, warnte: „Wenn die Städte nicht allmählich konstruktiver mit der Armut verfahren, wird die Armut allmählich destruktiver mit den Städten verfahren.“
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Wie steht es mit deiner Gesundheit?Erwachet! 1987 | 8. Mai
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Die US-Regierung bezeichnet das Zigarettenrauchen als „die in den Vereinigten Staaten am leichtesten zu vermeidende Ursache für Krankheiten und einen frühen Tod“. Todesfälle aufgrund von Krebs sind unter männlichen Rauchern sechsmal häufiger als unter männlichen Nichtrauchern. Die Bibel sagt: „Laßt uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und Geistes“ (2. Korinther 7:1). Jehovas Zeugen wenden diesen Text schon seit langem auch auf das Rauchen an. Sie haben also in ihren Reihen eine Hauptursache für eine der schrecklichsten Krankheiten der Welt beseitigt.
Alkoholmißbrauch und Trunkenheit führen nicht nur zu Leberzirrhose, sondern auch zu Konflikten, Streit und Gewalttätigkeit sowie zu der modernen Epidemie tödlicher Autounfälle. Kann die Bibel auf diesem Gebiet helfen?
Sie fordert zu Mäßigkeit im Genuß alkoholischer Getränke auf und sagt: „Weder ... Trunkenbolde, noch Schmäher ... werden Gottes Königreich ererben. Und doch waren das einige von euch.“ Auch heißt es in Gottes Wort: „Der Wein ist ein Spötter, berauschendes Getränk ist ungestüm, und jeder, der davon irregeht, ist nicht weise“ (1. Korinther 6:9-11; Sprüche 20:1). Ist dieser gesundheitsfördernde Rat nicht einleuchtend?
Der Mißbrauch von Rauschgift ist heute unter Jugendlichen zu einem ernsten Problem geworden. Das Buch Health Crisis 2000 schreibt darüber: „Es wird viel Geld für die Bekämpfung des illegalen Drogenhandels ausgegeben, während man nur wenig Mittel dafür einsetzt, unter unserer gefährdeten Jugend die Abhängigkeit überhaupt zu verhüten.“ Jehovas Zeugen wenden in bezug auf bewußtseinsverändernde Drogen denselben Grundsatz an, der auch für Tabak gilt (2. Korinther 7:1). Die Eltern geben in dieser Hinsicht ein gutes Beispiel und regen ihre Kinder zur Nachahmung an; so beugt man dem Drogenmißbrauch auf lange Sicht vor.
Sexuell übertragbare Krankheiten, wie zum Beispiel Gonorrhö und Aids, stellen eine wachsende Bedrohung für alle dar, die mehrere Sexualpartner haben.
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