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Wessen Führung kann man vertrauen?Erwachet! 1996 | 8. November
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„ES IST Zeit zu gehen!“ sagt der Vater zu seinem fünfjährigen Sohn. Er streckt die Hand aus, und unverzüglich greift sein Sohn danach und umschließt die Finger des Vaters mit seiner kleinen Hand. Wo immer es auch hingehen wird, der Junge vertraut der Führung seines Vaters und folgt ihm voll Zuversicht. Komme, was da wolle, der Kleine wird seinen festen Griff nicht lockern.
Würden wir uns in der heutigen Zeit, die sich durch unsichere wirtschaftliche, politische und persönliche Verhältnisse auszeichnet, nicht über die führende Hand jemandes freuen, dem wir vorbehaltlos vertrauen könnten? Es ist jedoch so, daß skrupellose Leute die Unerfahrenheit anderer ausnutzen. Aus gutem Grund sollten wir daher achtgeben, wem wir vertrauen. Vielleicht wurden wir schon einmal bitter enttäuscht, als wir uns auf jemandes Führung verließen, der unsere Hoffnungen dann aber nicht erfüllte.
Dennoch werden wir in der Bibel ermutigt, unser Vertrauen auf Gott zu setzen. Der Prophet Jesaja schrieb: „Denn ich, Jehova, dein Gott, ergreife deine Rechte, der zu dir spricht: ‚Fürchte dich nicht. Ich selbst will dir helfen‘“ (Jesaja 41:13). Und der Apostel Petrus gab den Rat: „Erniedrigt euch daher unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch zur gegebenen Zeit erhöhe, wobei ihr all eure Sorge auf ihn werft, denn er sorgt für euch“ (1. Petrus 5:6, 7).
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Wessen Führung kann man vertrauen?Erwachet! 1996 | 8. November
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Kommen wir noch einmal auf das Beispiel eines Kindes zurück, das die Hand seines Vaters festhält. Was tut ein Kind, wenn es Angst bekommt? Statt die Hand des Vaters loszulassen oder den Griff zu lockern, umklammert die kleine Hand die Finger des Vaters um so fester. Dadurch zeigt das Kind sein unerschütterliches Vertrauen in die sichere Führung des Vaters und in seine Fähigkeit, schwierige Situationen zu meistern.
Auf uns übertragen, heißt das: Wenn wir Sorgen haben, müssen wir uns sozusagen um so mehr festhalten und noch stärker auf Gottes Führung vertrauen. Gottes Wort, die Bibel, kann uns zum Licht werden (Psalm 119:105). Denken wir daran, daß mit Vertrauen auch Geduld einhergeht. Deshalb sollten wir Jehova Zeit lassen, Probleme zu lösen, selbst wenn wir eine Zeitlang vielleicht nicht völlig verstehen, warum er uns in eine bestimmte Richtung führt. Ja, wir können Gottes Führung vertrauen (2. Mose 15:2, 6; 5. Mose 13:4; Jesaja 41:13).
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