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  • Gleichnisse
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • 5. Gleichnisse können ferner bewirken, dass jemand dies oder jenes tut, wodurch er sein wahres Gesicht zeigt und so verrät, ob er ein wahrer Diener Gottes ist oder nicht. Als Jesus sagte: „Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben“, „wandten sich viele seiner Jünger ab, den hinter ihnen liegenden Dingen zu, und gingen nicht mehr mit ihm“. Auf diese Weise sonderte Jesus diejenigen aus, die nicht wirklich von Herzen gläubig waren (Joh 6:54, 60-66).

  • Gleichnisse
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • Zwecke. Wie aus dem Vorangehenden zu ersehen ist, besteht der Hauptzweck aller Gleichnisse darin, zu lehren. Die biblischen Gleichnisse dienen aber noch anderen Zwecken:

      1. Da es manchmal notwendig ist, intensiv nachzudenken, um den tieferen, zu Herzen gehenden Sinn eines Gleichnisses zu erfassen, wenden sich Personen ab, die Gott nicht lieben, sondern nur ein oberflächliches Interesse haben und daher nicht wollen, dass die Wahrheit in ihr Herz dringt (Mat 13:13-15). Solche Personen sucht Gott nicht zu gewinnen. Gleichnisse veranlassten demütige Personen, um weitere Erklärungen zu bitten; die stolzen taten dies nicht. Jesus sagte: „Wer Ohren hat, höre zu!“ Der größte Teil der Volksmengen, die Jesus zugehört hatten, gingen ihres Weges, aber die Jünger kamen zu ihm und baten ihn um eine Erklärung (Mat 13:9, 36).

      2. Gleichnisse verbergen Wahrheiten vor denen, die sie missbrauchen könnten und die Gottes Diener in eine Falle locken möchten. Jesus beantwortete die Fangfrage der Pharisäer mit dem Gleichnis von der Steuermünze, das er mit den Worten abschloss: „Zahlt daher Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott.“ Seine Feinde konnten das Gleichnis anwenden, wie sie wollten; seine Jünger aber erkannten genau, dass es dabei um den Grundsatz der Neutralität ging (Mat 22:15-21).

      3. Da es dem Zuhörer überlassen bleibt, die Grundsätze eines Gleichnisses auf sich anzuwenden, mag es für ihn nicht nur eine deutliche Warnung und ein Tadel sein, sondern es kann ihn auch entwaffnen, sodass er nichts mehr zu erwidern weiß. Man könnte darauf das Sprichwort anwenden: „Wem der Schuh passt, der zieht ihn an.“ Als die Pharisäer Jesus kritisierten, weil er mit Steuereinnehmern und Sündern aß, erwiderte er: „Gesunde benötigen keinen Arzt, wohl aber die Leidenden. Geht also hin und lernt, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer.‘ Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder“ (Mat 9:11-13).

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    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • In den Griechischen Schriften. Auch die Christlichen Griechischen Schriften sind voll von anschaulichen Gleichnissen. Jesus Christus, von dem gesagt wurde: „Nie hat ein anderer Mensch auf diese Weise geredet“, hatte ein größeres Wissen, aus dem er schöpfen konnte, als irgendein Mensch, der je gelebt hat (Joh 7:46). Durch ihn hat Gott alles gemacht (Joh 1:1-3; Kol 1:15-17). Er war mit der ganzen Schöpfung innig vertraut. Deshalb waren seine Vergleiche äußerst passend, und seine Darstellung menschlicher Gefühlsregungen verriet ein tiefes Verständnis. Er glich dem Weisen der alten Zeit, der sagte: „Und außer der Tatsache, dass der Versammler weise geworden war, lehrte er auch das Volk fortwährend Erkenntnis, und er stellte Erwägungen und gründliche Nachforschungen an, damit er viele Sprüche in gute Form bringe. Der Versammler suchte die gefälligen Worte zu finden und die richtigen Worte der Wahrheit niederzuschreiben“ (Pr 12:9, 10).

      Jesus bezeichnete seine Jünger passenderweise als „das Salz der Erde“ und als „das Licht der Welt“ (Mat 5:13, 14). Er forderte sie auf, „aufmerksam die Vögel des Himmels“ zu beobachten und „eine Lektion von den Lilien des Feldes“ zu lernen (Mat 6:26-30). Er verglich sich mit einem Hirten, der bereit war, für seine Schafe zu sterben (Joh 10:11-15). An Jerusalem richtete er die Worte: „Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel versammelt! Ihr aber habt nicht gewollt“ (Mat 23:37). Zu den heuchlerischen geistlichen Führern sagte er: „Blinde Leiter, die ihr die Mücke aussiebt, das Kamel aber hinunterschluckt!“ (Mat 23:24). Über jemand, der andere zum Straucheln bringt, sagte er: „Es wäre vorteilhafter für ihn, wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde“ (Luk 17:1, 2).

      Einige der von Jesus geäußerten Gleichnisse waren kurze, kernige Aussprüche, die mit den Sprichwörtern in den Hebräischen Schriften verglichen werden könnten; die meisten waren aber länger und hatten den Charakter einer Erzählung. Jesus entnahm den Stoff für seine Gleichnisse meistens seiner natürlichen Umgebung, dem Alltagsleben, gelegentlich auftretenden Vorkommnissen oder nicht unüblichen Situationen sowie dem Tagesgeschehen, das seinen Zuhörern gut bekannt war.

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