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  • Uns voll und ganz in der großen „Ernte“ einsetzen
    Der Wachtturm 2010 | 15. Juli
    • 8, 9. (a) Wie lässt sich Jesu Gleichnis von den Talenten zusammenfassen? (b) Wem dürfte dieses Gleichnis ganz besonders Mut machen?

      8 Damit wir uns voll und ganz in der „Ernte“ einsetzen können, brauchen wir noch eine weitere Eigenschaft: Fleiß. Das machte Jesus im Gleichnis von den Talenten deutlich.a Es handelt von einem Hausherrn, der ins Ausland reiste und sein Vermögen vorher drei Sklaven anvertraute. Dem ersten und zweiten Sklaven gab er fünf beziehungsweise zwei Talente, dem dritten ein Talent. Die ersten beiden waren fleißig und machten gleich nach seiner Abreise „Geschäfte damit“. Der dritte hingegen war „träge“ und vergrub sein Talent in der Erde. Als der Herr zurückkam, belohnte er die fleißigen Sklaven, indem er sie „über vieles“ setzte. Dem anderen aber nahm er sein Talent weg und warf ihn hinaus (Mat. 25:14-30).

      9 Dir an den beiden fleißigen Sklaven aus Jesu Gleichnis ein Beispiel zu nehmen und dein Bestes zu geben, um Menschen für die Nachfolge Jesu zu begeistern — das ist ganz bestimmt auch dein Herzenswunsch! Wenn nun aber deine Umstände dem, was du momentan tun kannst, enge Grenzen setzen? Vielleicht zwingt dich die wirtschaftliche Lage, viele Stunden hart zu arbeiten, um deine Familie zu versorgen. Oder du bist nicht mehr der Jüngste und spürst, dass die Kräfte und die Gesundheit langsam nachlassen. Wenn dir das so geht, dann steckt in dem Gleichnis von den Talenten eine Mut machende Botschaft für dich.

      10. (a) Woran zeigt sich, dass der Herr im Gleichnis nicht zu viel von seinen Sklaven verlangte? (b) Inwiefern macht dir dieser Gedanke Mut?

      10 Der Herr im Gleichnis war sich offensichtlich bewusst, dass nicht alle Sklaven das gleiche Potenzial hatten. Deutlich wird das daran, dass er die Talente „einem jeden nach seiner eigenen Fähigkeit“ anvertraute (Mat. 25:15). Wie erwartet erzielte der erste Sklave bedeutend mehr Gewinn als der zweite. Trotzdem honorierte der Herr die fleißigen Bemühungen aller beider Sklaven, indem er sie als „gut und treu“ bezeichnete und ihnen die gleiche Belohnung schenkte (Mat. 25:21, 23). Genauso kennt der „Herr der Ernte“, Jehova Gott, deine Umstände ganz genau und weiß, wie viel du für ihn tun kannst. Er wird es auf keinen Fall versäumen, deinen von ganzem Herzen kommenden Dienst zu würdigen und dich entsprechend zu belohnen (Mar. 14:3-9; lies Lukas 21:1-4).

      11. Erkläre bitte an einem Beispiel, wie reich man belohnt wird, wenn man sich auch unter schwierigen Umständen fleißig bei der „Ernte“ einsetzt.

      11 Dass man keine idealen Umstände haben muss, um Jehova fleißig zu dienen, zeigt das Beispiel von Selmira, einer Schwester in Brasilien. Vor 20 Jahren wurde ihr Mann bei einem Raubüberfall erschossen, sodass sie vor der Herausforderung stand, ihre drei Kinder allein großzuziehen. Sie hatte nicht nur einen langen Arbeitstag als Hausangestellte, sondern auch einen anstrengenden Weg in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln. Allen Schwierigkeiten zum Trotz schaffte sie es aber, sich so gut zu organisieren, dass sie allgemeiner Pionier sein konnte. Zwei ihrer Kinder wurden später ebenfalls Pionier. Selmira erzählt: „Im Lauf der Jahre durfte ich über 20 Personen helfen, die Wahrheit kennenzulernen. Sie sind damit ein Teil meiner ‚Familie‘ geworden, und ihre treue Liebe und Freundschaft ist mir so kostbar, dass es mit Gold nicht aufzuwiegen wäre.“ Die fleißigen Bemühungen dieser lieben Schwester sind vom „Herrn der Ernte“ ganz eindeutig sehr belohnt worden!

      12. Welche Möglichkeiten gibt es, im Predigtdienst Fleiß zu zeigen?

      12 Kannst du wegen deiner Umstände momentan nicht mehr Zeit im Predigtdienst einsetzen, dann überlege doch einmal, ob du deinen Einsatz bei der „Erntearbeit“ dadurch steigern könntest, dass du deinen Dienst produktiver gestaltest. Bemühst du dich gewissenhaft, die praktischen Vorschläge umzusetzen, die jede Woche in der Dienstzusammenkunft gemacht werden, bekommst du mehr und mehr Übung und „entdeckst“ vielleicht sogar neue Formen des Zeugnisgebens (2. Tim. 2:15). Eventuell könntest du auch weniger wichtige Aktivitäten auf eine andere Zeit verlegen oder ganz darauf verzichten, um regelmäßig das Programm der Versammlung für den Predigtdienst zu unterstützen (Kol. 4:5).

      13. Was ist die wichtigste Voraussetzung, um fleißig zu sein und zu bleiben?

      13 Vergessen wir nicht: Fleiß erwächst gewöhnlich aus tiefer Dankbarkeit (Ps. 40:8). Der dritte Sklave in Jesu Gleichnis hielt seinen Herrn für streng und unvernünftig und hatte Angst vor ihm. Deshalb vergrub er sein Talent, statt damit das Vermögen seines Herrn zu vermehren. Damit sich bei uns keine solche Nachlässigkeit einschleicht, ist es wichtig, dass wir eine enge Freundschaft zum „Herrn der Ernte“, Jehova Gott, aufbauen und pflegen. Reserviere dir Zeit dafür, dich intensiv mit seinen anziehenden Eigenschaften wie Liebe, Geduld und Barmherzigkeit zu beschäftigen und darüber nachzudenken. Dann wird dich dein Herz drängen, im Dienst für ihn dein Bestes zu geben (Luk. 6:45; Phil. 1:9-11).

  • Uns voll und ganz in der großen „Ernte“ einsetzen
    Der Wachtturm 2010 | 15. Juli
    • a In diesem Gleichnis geht es in erster Linie darum, wie Jesus mit seinen gesalbten Nachfolgern verfährt. Die darin enthaltenen Grundsätze treffen jedoch auf alle Christen zu.

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