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  • Licht für die Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“
    Weltweite Sicherheit unter dem „Fürsten des Friedens“
    • Kapitel 5

      Licht für die Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“

      1. Welche bemerkenswerte Hochzeit sagte der „Fürst des Friedens“ für die Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ voraus, und in welchem Gleichnis?

      IN DER Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ würden, wie der „Fürst des Friedens“ gemäß Matthäus 24:38 sagte, ‘Männer heiraten und Frauen verheiratet werden’. Doch während derselben Zeit beginnt im Himmel die größte aller Hochzeiten. Es ist die Hochzeit, von der Jesu Gleichnis von den zehn Lampenträgerinnen, den zehn Jungfrauen, handelt (Matthäus 24:3; 25:1-12).

      2. (a) Zu welcher Tageszeit findet diese sinnbildliche Hochzeit statt? (b) Was folgt auf die Trauung, und wie wird für Licht gesorgt?

      2 Das Gleichnis spielt im Nahen Osten. Die Hochzeit findet spät am Abend statt und zieht sich bis Mitternacht hin. Zuerst erfolgt die Trauung der Braut und ihres Bräutigams, und danach bewegt sich der Festzug zu dem Haus, in dem die Feier stattfindet. Der Weg wird nicht von Straßenlaternen erleuchtet. Für Licht sorgen die Festteilnehmer, und Beobachter können sich den Festzug ansehen und die Neuvermählten beglückwünschen.

      3, 4. (a) Wer interessiert sich für den darauf folgenden Festzug, und welche Vorbereitungen treffen sie? (b) Die Erfüllung dieses Gleichnisses liefert einen zusätzlichen Beweis für welche Tatsache? (c) Wir können uns freuen, wenn wir was tun?

      3 Jungfrauen sind entsprechend ihrer weiblichen Neigung an der Hochzeit interessiert. Daher warten unterwegs zehn Jungfrauen auf den Hochzeitszug. Sie möchten bei diesem Anlaß für Licht sorgen und bringen deshalb alle eine angezündete Handlampe mit, doch nur fünf von ihnen haben einen Notvorrat an Öl bei sich. Diese fünf sind verständige Jungfrauen. An der Erfüllung dieses Gleichnisses sollten wir heute interessiert sein, denn wie Jesus Christus zeigte, ist sie eine Bestätigung dafür, daß wir in der Zeit des Abschlusses des gegenwärtigen, alten Systems leben (Matthäus 25:13).

      4 Wir können uns freuen, wenn wir verständig sind und erkennen, daß diese Hochzeit aller Hochzeiten wirklich stattfindet und sich die damit verbundenen Merkmale erfüllen. Wer sind heute die Begünstigten, die zur Hochzeitsfeier zugelassen werden? Irgend jemand von uns? Wir werden sehen.

      5. Worin unterschieden sich diejenigen, die die „zehn Jungfrauen“ bildeten, und was geschah, als der Bräutigam ausblieb?

      5 Jesu Gleichnis von den zehn Jungfrauen hat mit dem „Königreich der Himmel“ zu tun, der Weltregierung, durch die die ganze Menschheit gesegnet werden soll. Daher sagte Jesus Christus: „Das Königreich der Himmel [wird] zehn Jungfrauen gleich werden, die ihre Lampen nahmen und auszogen, dem Bräutigam entgegen. Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren verständig. Denn die törichten nahmen wohl ihre Lampen, nahmen aber kein Öl mit sich, die verständigen dagegen nahmen samt ihren Lampen Öl in ihren Behältern mit. Während der Bräutigam noch ausblieb, nickten sie alle ein und begannen zu schlafen“ (Matthäus 25:1-5).

      6. (a) Wen stellen die zehn Jungfrauen dar? (b) Warum ist im Gleichnis nicht von einer Braut die Rede?

      6 Wen stellen diese zehn Jungfrauen dar? Sie stellen die voraussichtlichen Glieder der Braut Jesu Christi, des geistigen Bräutigams, dar. Zweifellos ist deshalb in Jesu Gleichnis nicht von einer Braut die Rede; es erscheint nur der Bräutigam. So entsteht bei der Erklärung kein Mißverständnis — etwa daß die Jungfrauen eine andere Klasse versinnbildlichten.

      7. In welcher Zeit hatte es den Anschein, daß der Bräutigam ausblieb, als er kommen sollte, um die Braut abzuholen, und warum?

      7 Die Hochzeit, die Vereinigung der voraussichtlichen Glieder der Brautklasse mit ihrem himmlischen Bräutigam, fand nicht, wie erwartet worden war, am Ende der „bestimmten Zeiten der Nationen“, im Jahre 1914, statt (Lukas 21:24). Folglich hatte es für die Glieder der Brautklasse den Anschein, als ob sich der Bräutigam verspätet hätte, obwohl seine Gegenwart in seinem himmlischen Königreich 1914 begonnen hatte. Die traurigen Jahre des Ersten Weltkriegs waren für die Jungfrauenklasse aufgrund ihrer Erlebnisse wie eine stockfinstere Nacht.

      8. (a) Wie kam es, daß die Jungfrauen, bildlich gesprochen, einnickten und zu schlafen begannen? (b) Wozu war der Bräutigam zum Tempel gekommen, und warum war dies für die Brautklasse von Interesse?

      8 Bildlich gesprochen, nickten die Jungfrauen ein und begannen zu schlafen. Das öffentliche Predigen der guten Botschaft von Christi bevorstehender Tausendjahrherrschaft, durch die die ganze Menschheit gesegnet werden soll, wurde praktisch eingestellt. Mit dem letzten Jahr des Ersten Weltkriegs begann für die sinnbildlichen Jungfrauen eine kritische Zeit des Gerichts, weil der herrschende König Jesus Christus zum geistigen Tempel gekommen war. Er begann dort zu richten, um diejenigen zu reinigen, die dazu bestimmt worden waren, Jehova Gott im Tempel zu dienen (Maleachi 3:1-3). Das war die Zeit seines Offenbarwerdens, zu der er als himmlischer Bräutigam die bewährten Glieder der Brautklasse, die damals bereits verstorben waren, zu sich in den Himmel nehmen sollte.

      9. Wann war für die Jungfrauenklasse die Zeit herbeigekommen, aus der Untätigkeit aufgeweckt zu werden, und warum?

      9 Im Jahre 1919, nach der Freilassung von acht führenden Mitgliedern der Watch Tower Bible and Tract Society, die ungerechterweise inhaftiert worden waren, war für die Glieder der Jungfrauenklasse, die noch auf der Erde lebten, die Zeit herbeigekommen, aus ihrer Untätigkeit aufgeweckt zu werden. Das Werk, weltweit Licht zu spenden, lag vor ihnen. Es war für sie an der Zeit, mit angezündeten Lampen den Bräutigam zu empfangen, der zum geistigen Tempel gekommen war. All das geschah, damit Menschen aus allen Nationen zum „Haus Jehovas“ strömen konnten, das sozusagen über die Gipfel der Berge erhöht worden war (Jesaja 2:1-4).

      Ihre Lampen in Ordnung bringen

      10. Was stellt das Öl dar, das den Behältern der verständigen Jungfrauen entnommen wurde?

      10 Die verständigen Glieder der Jungfrauenklasse hatten in ihren Behältern lichtspendenden Brennstoff zum Nachfüllen mitgebracht. Unverzüglich füllten sie ihre Lampen wieder auf. Der flüssige Brennstoff, der Licht spenden sollte, stellt Jehovas erleuchtendes Wort und seinen heiligen Geist dar. Was stellt somit das Öl dar, das den Behältern der verständigen Jungfrauen entnommen wurde? Es ist ein Sinnbild der vorhandenen Menge von Jehovas Geist, der Licht auf Gottes geschriebenes Wort wirft und den der gesalbte Überrest der geistgezeugten Jünger des Bräutigams in sich hatte, als das Nachkriegswerk beginnen sollte, nämlich weltweit Licht in bezug auf das „Königreich der Himmel“ zu spenden.

      11. Worum handelte es sich bei den symbolischen Behältern, die das Öl enthielten?

      11 Die Behälter stellen die sinnbildlichen verständigen Jungfrauen selbst dar, die das symbolische Öl der Erleuchtung besaßen. Das bedeutet nicht, daß die Jungfrauenklasse erst damals mit Jehovas Geist gesalbt wurde. Nein, die Jungfrauen salben sich nicht selbst mit Geist. Jehova salbt sie (Jesaja 61:1, 2; Lukas 4:16-21).

      12. (a) Welche Prophezeiung Joels sollte sich an den verständigen Jungfrauen erfüllen? (b) Wann war für diese die Zeit gekommen, mit Hilfe ihrer Lampen Licht zu spenden?

      12 Die verständigen Jungfrauen wurden in dem ihnen übertragenen gewaltigen Werk, weltweit Licht in bezug auf das „Königreich der Himmel“ zu spenden, dadurch unterstützt, daß sich Joel 2:28, 29 an ihnen erfüllte. Der Apostel Petrus zitierte jene Verse, als er sagte: „ ‚Und in den letzten Tagen‘, spricht Gott, ‚werde ich etwas von meinem Geist auf Fleisch von jeder Art ausgießen, und eure Söhne und eure Töchter werden prophezeien, und eure jungen Männer werden Visionen sehen, und eure alten Männer werden Träume haben‘ “ (Apostelgeschichte 2:17). Von 1919 an sollten die verständigen Glieder der sinnbildlichen Jungfrauenklasse ihre Lichtquelle, ihre symbolische Lampe (sie selbst), erheben. Das taten sie, um all denen Licht zu spenden, die noch in geistiger Finsternis waren. Durch das Leben, das sie unter dem Einfluß des Wortes und des Geistes Gottes führen, werden sie „Lichtspender in der Welt“ (Philipper 2:15). So begannen sie, den Fußstapfen des Bräutigams zu folgen, während er sich darauf vorbereitete, alle Glieder der Brautklasse nach ihrem Tod auf der Erde zu sich in das himmlische Königreich zu nehmen (Matthäus 5:14-16).

      Die Folgen geistiger Torheit

      13. Wie reagierten die verständigen Jungfrauen auf die Bitte der törichten Jungfrauen?

      13 Wie verhält es sich nun mit den törichten Gliedern der Jungfrauenklasse? Jesus sagt weiter: „Die törichten sagten zu den verständigen: ‚Gebt uns etwas von eurem Öl, denn unsere Lampen sind daran, zu erlöschen.‘ Da antworteten die verständigen und sprachen: ‚Vielleicht mag es nicht ganz für uns und euch genügen. Geht statt dessen hin zu denen, die es verkaufen, und kauft für euch selbst‘ “ (Matthäus 25:8, 9).

      14. Warum waren die Jungfrauen, die ihr Öl nicht mit den anderen teilen wollten, nicht selbstsüchtig, sondern verständig?

      14 Die Jungfrauen, die es ablehnten, mit den törichten zu teilen, waren nicht selbstsüchtig, sondern verständig. Sie hielten daran fest, ihr ursprüngliches, gutgemeintes Vorhaben zu verwirklichen, nämlich die dunkle Umgebung zugunsten des Bräutigams zu erhellen. Sie waren keineswegs verpflichtet, einen Kompromiß einzugehen, ihre eigene Menge des heiligen Geistes Jehovas zu vermindern, um den in geistiger Hinsicht törichten Jungfrauen zu Diensten zu sein. Die törichten hatten sich nicht darauf vorbereitet, die Dienstvorrechte, die sich 1919 für sie auftaten, sogleich wahrzunehmen.

      15. (a) Wer von der Jungfrauenklasse offenbarte eine Neigung zu geistiger Torheit, als die Friedenszeit begann? (b) Warum konnten die verständigen Jungfrauen den in geistiger Hinsicht unvernünftigen, törichten Jungfrauen nicht helfen?

      15 Als die Friedenszeit begann, offenbarten einige, die bekannten, Gott hingegebene, getaufte Gefährten zu sein, geistige Torheit. Nach dem Tod des ersten Präsidenten der Watch Tower Society, Charles Taze Russell, ließen sie sich nicht völlig von dem Geist der Entwicklungen erfassen, die sich an Jehovas sichtbarem Werkzeug unter dessen neuem Präsidenten, J. F. Rutherford, vollzogen. Ihr Herz war in Wirklichkeit nicht in Übereinstimmung mit der angewandten Verfahrensweise. Sie bekundeten keine Wertschätzung dafür, wie Jehova mit seinem Volk handelte. Daher konnten diejenigen, die verständigen Jungfrauen glichen, diesen törichten, die sich ihnen immer mehr entfremdeten, nicht den Geist echter, von Herzen kommender Zusammenarbeit einflößen.

      16. Wie wurde bewirkt, daß die geistige Unvernunft oder Torheit offenbar wurde?

      16 Es wurde geistige Torheit offenbar. Wodurch? Dadurch, daß die törichten Jungfrauen zur entscheidenden Zeit kein symbolisches Öl hatten, nämlich dann, als geistiges Licht dringend benötigt wurde, da sich neue Entwicklungen vollzogen, die bewiesen, daß der Bräutigam gegenwärtig war. Bildlich gesprochen, war es also an der Zeit, mit der strahlend hell leuchtenden Lampe hinauszugehen, ihm entgegen. Aber diejenigen, die den törichten Jungfrauen glichen, deren Lampen ausgingen, trennten sich statt dessen von den verständigen.

      17. Welchen nicht wiedergutzumachenden Verlust erleiden diejenigen, die durch die törichten Jungfrauen dargestellt werden, wie in Matthäus 25:10 angedeutet wird?

      17 Wer bekennt, zur Klasse der Jungfrauen zu zählen, und sich das unvergleichliche Vorrecht und die einmalige Gelegenheit entgehen läßt, Jesus Christus, den geistigen Bräutigam, willkommen zu heißen, erleidet einen nicht wiedergutzumachenden Verlust. Das ist bei den törichten der neuzeitlichen Jungfrauen der Fall, was in Jesu Gleichnis durch die weiteren Worte angedeutet wird: „Während sie hingingen, um zu kaufen, traf der Bräutigam ein, und die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm hinein zum Hochzeitsfest; und die Tür wurde verschlossen“ (Matthäus 25:10).

      18. (a) Welches Vorrecht nehmen die törichten Jungfrauen in diesem Jahrhundert nicht wahr? (b) Warum kommen die törichten zu spät, um sich dem Hochzeitszug anzuschließen und zum Hochzeitsfest hineinzugehen?

      18 Welch ein tragisches Erlebnis für die neuzeitlichen törichten Jungfrauen! Heute, in der dunkelsten Zeit der ganzen Menschheitsgeschichte, beteiligen sie sich nicht an dem Werk, durch das denen Licht gespendet wird, die in geistiger Finsternis sitzen und Gefahr laufen, im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, das Leben zu verlieren! (Offenbarung 16:14). Da sie kein Öl in ihren sinnbildlichen Lampen hatten und ihren Pfad nicht erhellen konnten, mußten sie sich in der Finsternis um Mitternacht auf den Weg machen. Deshalb kommen sie nicht rechtzeitig, um im freudigen Festzug den Fußstapfen des Bräutigams zu folgen und durch die Tür zum hell erleuchteten Hochzeitsfest hineinzugehen. Sie haben ihre Kennzeichnung als seine Nachfolger verloren, die die Aussicht haben, mit ihm im himmlischen Königreich vermählt zu werden. Sie werden zur festgesetzten Zeit nicht als „bereit“ erfunden. Welch ein warnendes Beispiel sie doch für uns sind!

      19. Was können wir erwarten, wenn wir diese Sache bis zum Ende verfolgen?

      19 Diese schmerzliche Tatsache wird sehr deutlich im Schlußteil des Gleichnisses beschrieben, das Jesus Christus, der Bräutigam, besonders für uns erzählte, die wir in der Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ leben. Verfolgen wir also nun die Sache weiter; dadurch wird uns Licht zuteil, das uns Freude bereitet, wie wir im nächsten Kapitel sehen werden.

  • Während des „Abschlusses des Systems der Dinge“ wachen
    Weltweite Sicherheit unter dem „Fürsten des Friedens“
    • Kapitel 6

      Während des „Abschlusses des Systems der Dinge“ wachen

      1. Warum müssen wir beharrlich wachen?

      DIE Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ ist schon weit vorgerückt, doch wir ‘kennen weder den Tag noch die Stunde’, wo die Zeit, in der lebensrettendes Licht leuchtet, zu Ende sein wird. Deshalb sagte Jesus: „Wacht daher beharrlich, denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde“ (Matthäus 24:3; 25:13).

      2. Welche enttäuschende Erfahrung sollte man vermeiden?

      2 Es wäre wirklich enttäuschend, zu spät zu einem Hochzeitsfest einzutreffen und die Tür verschlossen vorzufinden. Doch gerade diese Erfahrung ist der großen Mehrheit angeblicher Christen in naher Zukunft beschieden. Der „Fürst des Friedens“ veranschaulicht dies durch folgende Worte: „Danach kamen auch die übrigen Jungfrauen und sprachen: ‚Herr, Herr, öffne uns!‘ Er gab zur Antwort: ‚Ich sage euch die Wahrheit: Ich kenne euch nicht‘ “ (Matthäus 25:11, 12).

      3. (a) Wofür kam im Jahre 1919 die Zeit? (b) Sind die Vertreter der Religionsgemeinschaften der Christenheit in der Lage gewesen, für das benötigte geistige Öl zu sorgen?

      3 Seit 1919 ist es möglich, von verständigen „Jungfrauen“ mit Hilfe des „Öls“ (Jehovas Wort und sein heiliger Geist) geistig erleuchtet zu werden. Törichte versuchen jedoch, geistiges Öl von Personen in der Christenheit zu kaufen, die vorgeben, es zu verkaufen (Matthäus 25:9). Die Vertreter der Religionsgemeinschaften der Christenheit haben jedoch nicht die richtige Art Öl. Sie sind nicht in der Lage, Licht zu spenden in bezug auf die Gegenwart Jesu Christi als himmlischer Bräutigam. Sie erwarten, bei ihrem Tod sogleich zu Christus in den Himmel zu kommen, ohne sich in der heutigen Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ an dem Werk des Lichtspendens beteiligt zu haben.

      4. Was haben die durch die törichten Jungfrauen Dargestellten bis heute nicht getan, und warum nicht?

      4 Andererseits gibt es Personen, die wie geistige Jungfrauen bewiesen haben, daß sie für das Nachkriegswerk, weltweit Licht in bezug auf „das Königreich“ zu spenden, einen Vorrat an „Öl“ des heiligen Geistes und des Wortes Gottes haben (Matthäus 24:14). Die in Jesu Gleichnis als törichte Jungfrauen dargestellten Personen beteiligen sich nicht an diesem Werk, indem sie das Licht auf diese international bedeutsame gute Botschaft scheinen lassen. Sie hatten nicht das „Öl“, das erleuchtende Wort Gottes und seinen heiligen Geist, und der als Richter im geistigen Tempel tätige Bräutigam erkannte das. Es erwies sich, daß ihr Herz nicht bei dem Nachkriegswerk war, das 1919 sofort von den christlichen Jungfrauen begonnen wurde, die sich als verständig erwiesen und erkannten, welche Zeit angebrochen und welches Werk zu verrichten war.

      5. Woran beteiligen sich die törichten Jungfrauen nicht, obwohl dies für ihre Vereinigung mit dem Bräutigam und König unerläßlich wäre?

      5 Dadurch, daß sich die törichten Jungfrauen von denen trennten, die Jehovas sichtbare Organisation unterstützten, beteiligten sie sich nicht an dem weltweiten Königreichszeugnis. Sie erwarben schließlich „Öl“ religiöser Erleuchtung, doch handelte es sich dabei nicht um die richtige Art Öl. Es spendete nicht zur richtigen Zeit Licht für das richtige Ereignis. Daher predigen sie auch nicht die Königreichsbotschaft und „den Tag der Rache seitens unseres Gottes“ (Jesaja 61:1-3). Sie jubeln nicht wie der gesalbte Überrest der Jungfrauenklasse dem Bräutigam und König zu.

      Die Auswirkung des Lampenlichts um Mitternacht

      6, 7. (a) Was ereignete sich Mitte der 1930er Jahre, was erkennen ließ, daß es genug Jungfrauen gab, um die Zahl der Brautklasse zu vervollständigen? (b) Auf welche Klasse, die nun eingesammelt werden sollte, wurde aufmerksam gemacht?

      6 Mitte der 1930er Jahre ereignete sich etwas Bemerkenswertes. Es deutete darauf hin, daß die Vollzahl der Glieder der geistigen Braut Christi erreicht war, das heißt, daß es auf der Erde genug geistgezeugte Jünger des Bräutigams gab, die die Vollzahl seiner himmlischen Braut bilden konnten.

      7 Damals, von 1935 an, wurde die Aufmerksamkeit auf eine andere Klasse schafähnlicher Jünger Jesu gelenkt. Es handelte sich um die Klasse, auf die die Öffentlichkeit im Ersten Weltkrieg aufmerksam gemacht wurde. Am 24. Februar 1918 wurde vor einer neugierigen und möglicherweise zweifelnden Zuhörerschaft ein Vortrag über das Thema „Millionen jetzt Lebender werden nie sterben!“ gehalten. Bei dem Kongreß der Zeugen Jehovas in Washington (D. C.) im Jahre 1935 wurden positive Schritte zur Einsammlung dieser Millionen „anderer Schafe“ Christi in eine geeinte „Herde“ unter Jesus Christus, dem „e i n e n Hirten“, eingeleitet (Johannes 10:16). Es wurde darauf hingewiesen, daß es sich bei der in Offenbarung 7:9-17 vorausgesagten Gruppe um einen Teil dieser „anderen Schafe“ handelt.

      8. Welche Verpflichtung, die die verständigen Jungfrauen nicht erwartet hatten, wurde ihnen 1935 übertragen?

      8 Dem Überrest der „kleinen Herde“ wurde nun die Verpflichtung übertragen, mit der Einsammlung dieser „großen Volksmenge“ „anderer Schafe“ zu beginnen, denn die Anzahl verständiger Jungfrauen, die benötigt wurden, um Jesu Braut zu vervollständigen, war nun erreicht (Lukas 12:32). Diese Jungfrauen wurden aber nicht sogleich in den Himmel aufgenommen. Sie sollen erst in das himmlische Festgemach eingelassen werden, wenn sie als Zeugen ihres Gottes, Jehova, ihren irdischen Lauf vollendet und die Lauterkeit bewahrt haben. Da sie bis 1935 das Werk des Lichtspendens treu verrichtet hatten, wurde ihnen ein besonderes Vorrecht zuteil, das sie sich vor der Mitte der 1930er Jahre nicht hätten träumen lassen.

      9. Wie hat sich die Zahl der noch übrigen verständigen Jungfrauen bis heute verändert?

      9 Inzwischen ist seit 1935 über ein halbes Jahrhundert vergangen, und während dieser Jahre ist die Zahl der zur Klasse der verständigen Jungfrauen Gehörenden zurückgegangen. Das Zeugniswerk hat sich jedoch weltweit ausgedehnt, ja es erstreckt sich auf mehr als 200 verschiedene Länder und Territorien. Bis heute hat die Jungfrauenklasse so sehr abgenommen, daß sie nur etwa 9 000 Glieder zählt.

      Hilfreiche Gefährten der Lichtträger

      10. Kann der Überrest der verständigen Jungfrauen angesichts des ungeheuren Werkes dem Bedarf an Arbeitern gerecht werden?

      10 Der gesalbte Überrest der sinnbildlichen Jungfrauen fällt im Vergleich zu den mehr als drei Millionen Königreichsverkündigern, die mit den über 49 000 Versammlungen der Zeugen Jehovas auf der ganzen Erde verbunden sind, zahlenmäßig fast kaum noch ins Gewicht. Wie könnten sich die wenigen Glieder des gesalbten Überrestes des Zeugniswerkes in mehr als 200 Ländern und Territorien annehmen, wo sich diese Tausende von Versammlungen befinden? Es wäre ihnen nicht möglich.

      11. (a) Was wurde durch die Kenntlichmachung des „treuen und verständigen Sklaven“ unter denen bewirkt, die vorgaben, Jungfrauen zu sein? (b) Was können diejenigen, die zur Klasse des „bösen Sklaven“ gehören, nicht erkennen, weil sie nicht genügend geistiges Licht haben?

      11 Sie dienen natürlich schriftgemäß in der vorhergesagten Stellung des „treuen und verständigen Sklaven“, den der Herr, der Bräutigam, als treu erfand, als er zum Tempel kam, um zu richten. Damals begann die Trennung zwischen den verständigen und den törichten Jungfrauen der sinnbildlichen Jungfrauenklasse. Diejenigen, die zur Klasse des „bösen Sklaven“ gerechnet wurden, haben nicht das Öl (Gottes erleuchtendes Wort und seinen heiligen Geist) in ihren Behältern, um ihre Lampen anzünden zu können. Daher haben sie nicht genügend geistiges Licht, um die „große Volksmenge“ „anderer Schafe“ zu erkennen, die bereits seit 1935 als Teil der „e i n e n Herde“ eingesammelt wird (Matthäus 24:45-51).

      12. Wer ist zu unzertrennlichen Gefährten des Überrestes der Brautklasse geworden?

      12 Seit dem Zweiten Weltkrieg erfüllt sich die für die Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ gegebene Prophezeiung Jesu hauptsächlich aufgrund der Rolle, die die aus „anderen Schafen“ bestehende „große Volksmenge“ spielt. Das Licht der angezündeten Lampen des Überrestes hat die Augen ihres Herzens erleuchtet, und es ist ihnen geholfen worden, dieses Licht auf andere widerzustrahlen, die sich noch in der Finsternis der Welt befinden. (Vergleiche Epheser 1:18.) Sie haben Millionen Erdbewohnern geholfen, die Gegenwart des Bräutigams und Königs zu erkennen, während der Tag seiner Hochzeit mit der vollständigen Brautklasse näher rückt. Sie sind zu unzertrennlichen Gefährten des Überrestes der Brautklasse geworden.

      13, 14. (a) Welche freudige Situation hinsichtlich der Gefährten des Überrestes wird in Offenbarung 7:9, 10 sinnbildlich beschrieben? (b) Welche unmittelbare Reaktion zeigte sich auf die Erklärung dieser Prophezeiung?

      13 Seit 1935 herrscht unter diesen Gefährten des Überrestes der Brautklasse Freude. Sie freuen sich nicht nur über die großartigen Vorrechte, die der Überrest bereits genießt, sondern auch über die gesegneten Vorrechte, die ihnen durch den Überrest der Brautklasse zuteil werden.

      14 Auf dem Kongreß in Washington (D. C.) im Jahre 1935 wurde dem Volk Jehovas das Verständnis über einen wunderbaren Schrifttext eröffnet, der für die Gefährten der Gesalbten, die „große Volksmenge“, eine herrliche Situation voraussagte. Stelle sie dir vor, wie sie „vor dem Thron [Jehovas] und vor dem Lamm“ stehen, „in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmzweige . . . [sind] in ihren Händen“! Horch, was sie laut rufen, damit es alle in der Öffentlichkeit hören: „Die Rettung verdanken wir unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm.“ (Offenbarung 7:9, 10)! Sie haben bereits Glauben an „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt“, ausgeübt und haben sich durch Jesus Christus Jehova Gott hingegeben und sich als Symbol dieser Hingabe taufen lassen (Johannes 1:29). Ja, 840 von ihnen ließen sich, nachdem sie am Freitag, den 31. Mai 1935 die Erklärung von Offenbarung 7:9-17 gehört hatten, am darauffolgenden Tag taufen.

      15. Wie viele haben sich seither taufen lassen, und wie werden sie in Offenbarung 7:14-17 dargestellt?

      15 Seit jenem Kongreß in Washington (1935) haben sich mehr als drei Millionen zu diesem Schritt entschlossen. Sie werden in weißen Gewändern dargestellt, weil sie sich in dem reinigenden Blut des Lammes gewaschen haben. Und sie haben die Aussicht, „aus der großen Drangsal“, die der ganzen Menschenwelt bevorsteht, „zu kommen“, denn sie werden während dieser Drangsal Gottes Schutz genießen (Matthäus 24:21, 22). Daher wird von ihnen gesagt, daß sie sich im geistigen Tempel Jehovas befinden und ihm dort zusammen mit dem Überrest der Jungfrauenklasse heiligen Dienst darbringen (Offenbarung 7:14-17).

      16. Wem wird aufrichtig gedankt für den Anteil an der Erfüllung von Matthäus 24:14?

      16 Der internationalen „großen Volksmenge“, die viele Sprachen spricht, gebührt daher aufrichtiger Dank für den überwältigenden Anteil, den sie an der Erfüllung der Prophezeiung des Bräutigams aus Matthäus 24:14 hat!

      „Und die Tür wurde verschlossen“

      17. (a) Wann wird die Tür zu den Hochzeitsfeierlichkeiten verschlossen sein? (b) Was müssen der Überrest der Jungfrauenklasse und die „große Volksmenge“ ihrer Gefährten jetzt tun?

      17 Wann genau der Überrest zu den Hochzeitsfeierlichkeiten eingegangen und die Tür dann verschlossen sein wird, ist nicht bekannt. Aber es ist zweifellos näher als je zuvor, und die Zeit läuft unaufhaltsam ab. Es war somit passend, daß Jesus sein Gleichnis von den Jungfrauen mit folgenden warnenden Worten abschloß: „Wacht daher beharrlich, denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde“ (Matthäus 25:13).

      18. (a) Mit wem identifizieren sich die törichten Jungfrauen heute? (b) Die Erfüllung welchen Teils des Gleichnisses Jesu werden sie in Kürze unweigerlich erleben?

      18 Deshalb werden die törichten Jungfrauen überrascht werden. Dadurch, daß sie sich von den verständigen Jungfrauen getrennt haben, sind sie ein Teil der verurteilten Welt geworden und haben sie sich unter alle anderen Religionsanhänger eingereiht, die sich draußen in der zunehmenden weltweiten Finsternis befinden. So erleben sie unweigerlich das, was Jesus Christus, der Bräutigam, in dem Gleichnis mit folgenden Worten beschrieb: „Danach kamen auch die übrigen Jungfrauen und sprachen: ‚Herr, Herr, öffne uns!‘ Er gab zur Antwort: ‚Ich sage euch die Wahrheit: Ich kenne euch nicht‘ “ (Matthäus 25:10-12).

      19. Wen stellen die törichten Jungfrauen dar, und warum werden sie unter Babylon die Große eingereiht?

      19 Für diese törichten Jungfrauen soll die Tür also nicht geöffnet werden. Sie stellen treffend diejenigen dar, die während der Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ nicht in das „Königreich der Himmel“ eingehen (Matthäus 24:3; 25:1). Weil sie an ihrer selbstgewählten Form der Religion festhalten — was dadurch angedeutet wird, daß sie zu Händlern gehen, um anderes Öl zu kaufen —, werden sie unter Babylon die Große eingereiht.

      20. (a) An wen werden sich die törichten Jungfrauen wenden und mit welcher Behauptung, wenn sie sehen, daß die „zehn Hörner“ des „wilden Tieres“ gegen Babylon die Große vorzugehen beginnen? (b) Warum werden sie dennoch vernichtet werden?

      20 Wenn das symbolische „wilde Tier“, auf dem die religiöse Hure reitet, sich mit seinen „zehn Hörnern“ gegen sie wendet, werden die törichten Jungfrauen daher unweigerlich das Schicksal Groß-Babylons teilen (Offenbarung 17:16). Wenn diese durch die fünf törichten Jungfrauen dargestellten Religionsanhänger sehen, daß die einflußreichen Mächte des politischen Elements beginnen, die babylonische Religion zu verwerfen, werden sie sich an den Bräutigam und König wenden und behaupten, zur Klasse des „Königreiches der Himmel“ zu gehören und es zu verdienen, mit den verständigen Jungfrauen zu den geistigen Hochzeitsfeierlichkeiten zugelassen zu werden. Zu ihrem Entsetzen wird Jesus Christus, der Bräutigam, den sie mit „Herr“ anreden, sie nicht als solche anerkennen, die es verdienen, in das himmlische Königreich Einlaß zu finden. Und da sie ohnehin nicht gehofft hatten, zusammen mit der „großen Volksmenge“ ewiges Leben auf der Erde zu erlangen, bleibt für diese törichten Religionsanhänger nur noch die Vernichtung zusammen mit Groß-Babylon, dem Weltreich der falschen Religion.

      21. (a) Wie verhalten sich angesichts dieser schrecklichen Aussicht die verständigen Jungfrauen und ihre Gefährten? (b) Auf welche Dienstvorrechte hoffen Glieder der „großen Volksmenge“?

      21 Welch eine schreckliche Aussicht für sie! Da sich der Überrest und die Schar seiner Gefährten dessen bewußt sind, werden sie ständig den Rat Jesu befolgen und ‘beharrlich wachen’. Stets mit heiligem Geist erfüllt, werden sie zur Verherrlichung Jehovas und Jesu Christi furchtlos das Licht leuchten lassen. Als Lohn ist ihnen die Freude gewiß. Und auf Glieder der „großen Volksmenge“ warten auf der „neuen Erde“ fürstliche Stellungen, die ihnen der verheiratete Bräutigam und König in Aussicht stellt (Jesaja 32:1; vergleiche Psalm 45:16).

      22. (a) Die Erfüllung des Gleichnisses von den Jungfrauen dient als eine Bestätigung wofür? (b) Wer wird sich über die Hochzeit des Bräutigams und Königs und seiner jungfräulichen Braut freuen?

      22 So dient diese erweiterte Erfüllung des Gleichnisses von den zehn Jungfrauen als eine Bestätigung dafür, daß wir in der Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ leben. Wie dankbar können wir doch sein, daß wir erleuchtet worden sind und diesen Beweis für die Nähe der Hochzeit Jesu Christi und seiner vollständigen Brautklasse erkennen! Sowohl der Himmel als auch die gerechte „neue Erde“ werden sich unbeschreiblich über diese himmlische Hochzeit freuen (Offenbarung 19:6-9).

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