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Was bedeutet es, den wahren Gott zu kennen?Wird es je eine Welt ohne Krieg geben?
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Hat der Mensch eine unsterbliche Seele?
15—17. (a) Was lehrt die Bibel über den Tod und die Seele? (Siehe Kasten, Seite 22.) (b) Welche Hoffnung gibt es nach der Bibel für die Verstorbenen?
15 Wurden die Lehren und die Glaubensansichten der Juden während dieser Epoche beeinflußt? Die Encyclopaedia Judaica gibt offen zu: „Die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele drang wahrscheinlich unter griechischem Einfluß in die jüdische Religion ein.“8 Die Hebräischen Schriften lehren klar und deutlich, daß Gott von Anfang an wollte, daß die Menschen für immer in vollkommener Gesundheit auf der Erde leben. (Siehe Seite 11, 12, Absatz 2 bis 4.) In 1. Mose 2:7 (Zu) lesen wir: „Da bildete der Ewige, Gott, den Menschen aus Staub von dem Erdboden, und blies in seine Nase Hauch des Lebens, und es ward der Mensch zu einem Leben-Atmenden [„einer lebenden Seele“, JP].“ Man beachte, daß der Text nicht besagt, dem Menschen sei eine Seele gegeben worden, sondern daß er eine Seele ward. Adam, der erste Mensch, wurde wegen seines Ungehorsams und seiner Auflehnung gegen Gott zum Tod verurteilt. Adam, die menschliche Seele, starb daher. Nichts von ihm lebte in einem anderen Bereich weiter. Die Vorstellung von einer unsterblichen Seele ist somit keine biblische Lehre.c Die Bibel sagt deutlich: „Die Seele, die sündigt, sie soll sterben“ (Hesekiel 18:4).
16 Was die Bibel über den Zustand der Toten offenbart, läßt sich mit ihrer Lehre von der Sterblichkeit der Seele in Einklang bringen. In Prediger, Kapitel 9, in den Versen 5 und 10 lesen wir: „Die Lebenden kennen die, die sterben, die Toten aber kennen nichts . . . Denn es gibt nicht Schaffen noch Planen, nicht Kenntnis noch Weisheit in Scheol [dem allgemeinen Grab der Menschheit], dahin du gehst.“ (Vergleiche Psalm 146:3, 4.) Der Tod ist eine Strafe Gottes (1. Mose 2:17). Er ist das Gegenteil von Leben, nicht eine andere Form von Leben. Wir sollten deshalb nicht überrascht sein, daß in der Bibel nirgends etwas von einem Höllenfeuer als Strafort (Gē Hinnóm) gesagt wird. Auch diese Vorstellung stammt aus der griechischen Philosophie und ist eine heidnische Lehre. Über den mystischen Glauben der Juden an eine Reinkarnation heißt es in der New Standard Jewish Encyclopedia: „Der Begriff scheint in Indien aufgekommen zu sein. . . . In der Kabbala [der jüdischen Geheimlehre] taucht er zum erstenmal im Buch Bahir auf, und vom Sohar an wurde er von Mystikern allgemein übernommen; im Glauben und in der Literatur der Chassidim spielt er eine wichtige Rolle.“9
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Was bedeutet es, den wahren Gott zu kennen?Wird es je eine Welt ohne Krieg geben?
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c Im biblischen Hebräisch lautet das mit „Seele“ wiedergegebene Wort néphesch. Unter dem hebräischen Wort neschamáh verstehen die Juden heute jedoch oft den Teil des Menschen, der nach dem Tod weiterexistiert. Ein gründliches Studium der Bibel läßt jedoch erkennen, daß das Wort neschamáh nie diese Bedeutung hatte; es bezeichnet lediglich die Atmung oder ein atmendes Geschöpf — einen Menschen oder ein Tier (1. Mose 7:22; 5. Mose 20:16; Josua 10:39, 40; 11:11; Jesaja 2:22).
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Was bedeutet es, den wahren Gott zu kennen?Wird es je eine Welt ohne Krieg geben?
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WAS DIE RABBINER GESAGT HABEN:
„Im siebten Himmel sind . . . die Geister und die Seelen derer, die zukünftig erschaffen werden“ (Chagiga 12 b, Talmud).
„Am Vorabend des Sabbaths erhalte der Mensch eine erweiterte Seele, die man ihm beim Ausgange des Sabbaths abnimmt“ (Taʽanit 27 b, Talmud).
„Zwölf Monate [nach dem Tod] bleibt der Körper erhalten, und die Seele steigt auf und ab“ (Sabbath 152 b, Talmud).
„Das Gewürm sei für den Toten so schmerzhaft, wie eine Nadel im Fleische eines Lebenden“ (Sabbath 13 b, Talmud).
„Wenn man eine Halakha im Namen [eines Toten] in dieser Welt spricht, so murmeln seine Lippen im Grabe“ (Synhedrin 90 b, Talmud).
„So ist man in dieser Religion [im Judentum] fest überzeugt, dass die Seele nach Auflösung des Körpers fortdauere“ (Der Kusari 1:103, Jehuda Halevi, ein Rabbiner aus dem 12. Jahrhundert).
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