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Der Buddhismus — Die Suche nach Erleuchtung ohne GottDie Suche der Menschheit nach Gott
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21. (a) Wer spielte bei der Ausbreitung des Buddhismus eine wichtige Rolle? (b) Wie wirkten sich seine Bemühungen aus?
21 Im 3. Jahrhundert v. u. Z., etwa 200 Jahre nach Buddhas Tod, regierte der größte Förderer des Buddhismus, Kaiser Aschoka, und brachte den größten Teil Indiens unter seine Herrschaft. Das durch seine Eroberungen verursachte Gemetzel und die Umwälzungen betrübten ihn, und so nahm er den Buddhismus an und gewährte ihm staatliche Unterstützung. Er errichtete religiöse Monumente, berief Konzile ein und ermahnte die Leute, den Lehren Buddhas gemäß zu leben. Aschoka schickte auch buddhistische Missionare in alle Teile Indiens sowie nach Sri Lanka, Syrien, Ägypten und Griechenland. Der Buddhismus, einst eine indische Sekte, wurde hauptsächlich zufolge der Bemühungen Aschokas zu einer Weltreligion. Zu Recht wird dieser von einigen als der zweite Stifter des Buddhismus angesehen.
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23. Was geschah in Indien mit dem Buddhismus?
23 Während der Buddhismus in anderen Ländern immer mehr an Einfluß gewann, geriet er in Indien nach und nach in Verfall. Die Mönche waren so sehr mit Philosophie und Metaphysik beschäftigt, daß sie den Kontakt mit den Laienanhängern verloren. Auch der Verlust der königlichen Schirmherrschaft sowie die Annahme hinduistischen Gedankenguts und hinduistischer Bräuche beschleunigten den Niedergang des Buddhismus in Indien. Sogar buddhistische heilige Stätten wie Lumbini, wo Gautama geboren wurde, und Bodh Gaya, wo er „Erleuchtung“ erlangte, verfielen. Bis zum 13. Jahrhundert war der Buddhismus aus Indien, seinem Ursprungsland, so gut wie verschwunden.
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