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Jeder kann informell Zeugnis geben!Königreichsdienst 2010 | August
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3. Wie können wir Schüchternheit überwinden?
3 Wie damit anfangen? Vielen von uns fällt es schwer, mit einem Fremden ein Gespräch zu beginnen. Manchmal ist es uns schon bei einem Bekannten peinlich, auf die Wahrheit zu sprechen zu kommen. Sicher fällt es uns leichter, wenn wir über die Güte Jehovas nachdenken, über die geistigen Schätze, die er seinen Dienern gibt, und über die aussichtslose Lage der Menschen um uns herum (Jona 4:11; Ps. 40:5; Mat. 13:52). Wir können außerdem um Freimut beten (1. Thes. 2:2). Ein Gileadabsolvent sagte einmal: „Ich habe oft festgestellt, dass das Gebet eine Hilfe ist, wenn es mir schwerfällt, die Menschen anzusprechen.“ Ein kurzes, stilles Gebet wird uns weiterhelfen, wenn wir zögern jemand anzusprechen (Neh. 2:4).
4. Was könnten wir uns vornehmen, und warum ist das von Vorteil?
4 Wie schon der Name sagt, ist es beim informellen Zeugnisgeben nicht nötig, mit einer förmlichen Einleitung oder einer Schriftstelle anzufangen. Wenn wir ein Gespräch beginnen, sollten wir nicht denken, wir müssten gleich Zeugnis geben. Vielen fällt es dann leichter, im richtigen Moment auf die gute Botschaft zu sprechen zu kommen. Möchte der Angesprochene nicht mit uns reden, brauchen wir uns nicht aufzudrängen. Wir verabschieden uns höflich und gehen weiter.
5. Wie schafft es eine schüchterne Schwester, informell Zeugnis zu geben?
5 Eine schüchterne Schwester zum Beispiel lächelt beim Einkaufen auf dem Markt Leute freundlich an. Lächelt jemand zurück, macht sie eine kurze Bemerkung. Geht derjenige darauf ein, traut sie sich weiterzureden. Sie hört aufmerksam zu und versucht herauszufinden, welcher Aspekt der guten Botschaft für den Gesprächspartner besonders ansprechend ist. Auf diese Weise konnte sie schon oft Veröffentlichungen abgeben und sogar ein Bibelstudium anfangen.
6. Wie könnten wir spontan ein Gespräch beginnen?
6 Das Gespräch beginnen: Wie können wir ein Gespräch anfangen? Jesus begann seine Unterhaltung mit der Frau am Brunnen, indem er sie einfach um Wasser bat (Joh. 4:7). Genauso könnten wir mit einem freundlichen Gruß oder einer Frage beginnen. Kommt es zu einem Gespräch, ergibt sich vielleicht die Gelegenheit, einen biblischen Gedanken einzuflechten und Samen der Wahrheit zu säen (Pred. 11:6). Einige Verkündiger sind erfolgreich, indem sie eine interessante, neugierig machende Bemerkung fallen lassen, sodass jemand nachfragt. Im Wartezimmer eines Arztes könnte man zum Beispiel ein Gespräch mit dem Satz anfangen: „Ich freu mich auf die Zeit, wenn ich nie wieder krank werde!“
7. Warum ist es für einen guten Beobachter leichter, ein Gespräch zu starten?
7 Ein aufmerksamer Beobachter zu sein erleichtert es ebenfalls, ein Gespräch zu starten. Wenn wir einen Vater oder eine Mutter mit gut erzogenen Kindern sehen, könnten wir sie loben und fragen: „Wie schaffen Sie es, Ihre Kinder so gut zu erziehen?“ Eine Schwester achtet darauf, worüber sich ihre Arbeitskollegen unterhalten, und sucht dann nach interessanten Informationen zu diesen Themen. Als sie erfuhr, dass eine ihrer Kolleginnen heiraten wollte, gab sie ihr ein Erwachet! mit Tipps für die Planung einer Hochzeit. Das führte zu weiteren biblischen Gesprächen.
8. Wie können wir unsere Publikationen einsetzen, um ein Gespräch zu beginnen?
8 Man könnte auch so in unseren Publikationen lesen, dass andere es sehen können. Ein Bruder schlägt in einer Wachtturm- oder Erwachet!-Ausgabe einen Artikel mit einem interessanten Titel auf und liest darin. Bemerkt er, dass jemand in die Zeitschrift schaut, stellt er eine Frage oder macht eine kurze Bemerkung zu dem Artikel. Oft ergibt sich daraus ein Gespräch und er kann Zeugnis geben. Auch einfach eine Zeitschrift oder ein Buch dort liegen zu lassen, wo es die Neugier weckt, kann zu Fragen führen.
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Jeder kann informell Zeugnis geben!Königreichsdienst 2010 | August
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[Kasten auf Seite 5]
Wie man eine Unterhaltung beginnen kann
◼ Um Freimut beten
◼ Leute ansprechen, die einen freundlichen Eindruck machen und es nicht eilig haben
◼ Blickkontakt herstellen, lächeln und etwas von beiderseitigem Interesse ansprechen
◼ Gut zuhören
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