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  • Teilst du Jehovas Empfinden für Gerechtigkeit?
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2017 | April
    • 1, 2. (a) Welches Unrecht widerfuhr Naboth und seinen Söhnen? (b) Mit welchen beiden Eigenschaften beschäftigen wir uns jetzt?

      EIN Vater wird zu Unrecht eines schweren Vergehens beschuldigt. Zeugen, die als Nichtsnutze bekannt sind, sagen falsch gegen ihn aus, woraufhin der unschuldige Mann verurteilt wird. Familie und Freunde sind völlig entsetzt. Gerechtigkeitsliebende Menschen überkommt ein Gefühl der Ohnmacht, als sie Zeugen der Hinrichtung dieses Mannes und seiner Söhne werden. Das ist keine erfundene Geschichte. Genau das erlebte ein treuer Diener Jehovas, der während der Regierung König Ahabs von Israel lebte: Naboth (1. Kö. 21:11-13; 2. Kö. 9:26).

  • Teilst du Jehovas Empfinden für Gerechtigkeit?
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2017 | April
    • EIN FALL VON RECHTSVERDREHUNG

      3, 4. Was für ein Mensch war Naboth, und warum war er nicht bereit, seinen Weingarten zu verkaufen?

      3 Naboth lebte zu einer Zeit, in der die meisten Israeliten dem schlechten Beispiel König Ahabs und seiner Frau, der bösen Königin Isebel, folgten. Diese Baalsanbeter hatten weder Respekt vor Jehova noch Wertschätzung für seine Maßstäbe. Ganz anders Naboth. Ihm war sein Verhältnis zu Jehova mehr wert als sein Leben.

      4 Lies 1. Könige 21:1-3. Als Ahab Naboth anbot, seinen Weingarten abzukaufen oder ihm im Tausch einen besseren dafür zu geben, lehnte Naboth ab. Warum? Er erklärte respektvoll: „Es ist im Hinblick auf Jehovas Standpunkt für mich undenkbar, dass ich dir den Erbbesitz meiner Vorväter gebe.“ Naboth lehnte ab, weil das Gesetz Jehovas einem Israeliten verbot, das Stammeserbe dauerhaft zu verkaufen (3. Mo. 25:23; 4. Mo. 36:7). Naboth hatte also wirklich Jehovas Sicht der Dinge.

      5. Welche Rolle spielte Isebel bei der Ermordung von Naboth?

      5 Als Naboth das Angebot ablehnte, ließen sich König Ahab und seine Frau leider zu einer Reihe von verwerflichen Taten hinreißen. Isebel fädelte die Falschaussage der Zeugen ein, um doch den Weingarten für ihren Mann zu bekommen. Daraufhin wurden Naboth und seine Söhne hingerichtet. Wie würde Jehova auf dieses himmelschreiende Unrecht reagieren?

      GOTT URTEILT GERECHT

      6, 7. Woran wird deutlich, dass Jehova das Recht liebt, und warum muss das für Naboths Verwandte und Freunde tröstend gewesen sein?

      6 Umgehend sandte Jehova Elia zu Ahab. Völlig zu Recht bezichtigte Elia Ahab des Mordes und Diebstahls. Wie fiel Jehovas Urteil aus? Ahab, seiner Frau und seinen Söhnen sollte das Gleiche widerfahren wie Naboth und seinen Söhnen (1. Kö. 21:17-25).

      7 Ahabs Mordtaten lösten bei Naboths Angehörigen und Freunden tiefe Trauer aus. Doch bestimmt war es für sie ein kleiner Trost, dass Jehova dieses Unrecht nicht entgangen war und er sich sofort der Missetat annahm. Ihre Demut und ihr Vertrauen auf Jehova sollten allerdings schon bald auf die Probe gestellt werden, denn es kam zu einer unerwarteten Wende der Ereignisse.

      8. Wie reagierte Ahab auf Jehovas Urteil, und was hatte das zur Folge?

      8 Als Ahab hörte, wie Jehovas Urteil über ihn ausgefallen war, zerriss er seine Kleider und legte Sacktuch an; „und er ging daran zu fasten und lag fortwährend in Sacktuch und ging gedrückt umher.“ Ahab demütigte sich. Wozu führte das? Jehova sagte zu Elia: „Darum, dass er sich meinetwegen gedemütigt hat, werde ich das Unglück nicht in seinen eigenen Tagen bringen. In den Tagen seines Sohnes werde ich das Unglück über sein Haus bringen“ (1. Kö. 21:27-29; 2. Kö. 10:10, 11, 17). Ahab wurde von Jehova, „dem Prüfer der Herzen“, ein Maß an Barmherzigkeit erwiesen (Spr. 17:3).

      DEMUT — EIN SCHUTZ

      9. Erkläre am Beispiel von Naboths Familie und Freunden, wie uns Demut schützen kann, wenn uns Unrecht widerfährt.

      9 Wie berührte es Naboths Familie und Freunde, dass Jehova Ahab gegenüber barmherzig war? Es mag ihren Glauben auf die Probe gestellt haben, weil es so aussah, als wäre die Strafe aufgehoben worden. Wenn dem so war, wäre Demut ein Schutz für sie gewesen und hätte sie veranlasst, Jehova weiter treu zu dienen und davon überzeugt zu sein, dass er nicht ungerecht sein kann. (Lies 5. Mose 32:3, 4.) Wenn Jehova die Gerechten auferwecken wird, wird Naboth, seinen Söhnen und ihren Familien vollkommenes Recht widerfahren (Hiob 14:14, 15; Joh. 5:28, 29). Ein demütiger Mensch wird daran denken, dass „der wahre Gott . . . jederlei Werk ins Gericht über alles Verborgene bringen [wird] im Hinblick darauf, ob es gut ist oder böse“ (Pred. 12:14). Verkündet Jehova ein Urteil, berücksichtigt er demnach auch Tatsachen, die uns unbekannt sind. Demut schützt also Unschuldige vor dem geistigen Ruin.

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