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  • Warum ist das Leben voller Ungerechtigkeit?
    Erwachet! 1986 | 8. Juli
    • Was sagt die Bibel?

      Warum ist das Leben voller Ungerechtigkeit?

      EIN nicht angemeldetes Auto rast die Straße hinunter. Am Steuer sitzt ein Siebzehnjähriger ohne Fahrerlaubnis, zu alledem ist er noch betrunken. Ohne Vorwarnung bohrt sich das rasende Fahrzeug in das Heck eines langsameren Wagens und schiebt ihn 70 Meter weit vor sich her, bevor er in Flammen aufgeht. Auf dem Rücksitz des langsameren Fahrzeugs verbrennen ein Vater und seine 13jährige Tochter, die eingeschlafen war, fast in einem Nu. Die Mutter auf dem Beifahrersitz wird von ihrem Sohn aus dem in Flammen stehenden Wrack befreit. Sie hat an beiden Beinen schwere Verbrennungen erlitten. Wenige Stunden später erliegt sie ihren Verletzungen. Als einziger der Familie überlebt der 21jährige Sohn — er hatte auf dem Fahrersitz gesessen.

      Die Strafe für den schuldigen Fahrer: 300 Stunden sozialer Dienst, 3 000 Dollar Geldstrafe und 3 Jahre Bewährung.

      Nach der Verkündung dieses Urteils sagte der Sohn: „Es ist für mich ein himmelschreiendes Unrecht, daß der Staat Millionen Dollar für Programme zur Bekämpfung von Alkohol am Steuer ausgeben kann, aber außerstande ist, eine angemessene Strafe zu verhängen, wenn jemand zu Tode gekommen ist.“ Das ist nur ein Beispiel für die zahlreichen Fehlurteile der Justiz, über die in der Zeitung Sydney Morning Herald unter der sardonischen Rubrik „Gerechtigkeit im Straßenverkehr“ regelmäßig berichtet wird.

      Vielleicht hat man auch dich ungerecht behandelt — beispielsweise vor Gericht oder bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche.

      Ungerechtigkeit — ein weltweites Problem

      Soziale Ungleichheiten gibt es weit und breit, ganz gleich, wohin man sieht. Warum ist zum Beispiel in manchen Ländern das Nahrungsangebot so reichlich, daß Verschwendung und Überernährung die Regel sind, wohingegen in anderen Ländern Millionen Menschen unterernährt sind oder sogar verhungern? Im Juli 1983 zeichnete die Welternährungsorganisation ein düsteres Zukunftsbild von der dringend nötigen Versorgung von Millionen Menschen mit Getreide, wenn diese nicht dem Hungertod preisgegeben werden sollten. Doch der Hunger kam, wie die Ereignisse in Äthiopien im Jahre 1985 zeigten.

      Betrachten wir eine weitere Ungerechtigkeit: Manche können es sich leisten, in einer Villa zu leben, während Millionen ihrer Mitmenschen so arm sind, daß sie ihr Leben in menschenunwürdigen Wohnungen fristen müssen, viele davon in abbruchreifen Behausungen oder primitiven Hütten. Gemäß dem New Book of World Rankings für 1984 „lebt ein Viertel der Erdbevölkerung — etwa eine Milliarde — in so tiefer menschenunwürdiger Armut, daß sich die meisten Menschen der westlichen Zivilisation keinen Begriff davon machen können“.

      In einer Vielzahl von Ländern gibt es zwar genügend Wohnungen, aber zuwenig Wasser. Dort müssen die Frauen das Wasser meist aus einem Brunnen oder einem Fluß holen — gelegentlich aus kilometerweiter Entfernung. In einem Land haben 99,7 Prozent der Wohnungen kein Leitungswasser. In weiteren 5 Ländern fehlt bei über 95 Prozent ein Wasseranschluß. Und in 50 anderen Ländern sind nur 50,6 bis 88,9 Prozent der Wohnungen an das Wasserleitungsnetz angeschlossen.

      Das sind nur einige der Ungleichheiten, unter denen die Menschheit heute leidet. Aber weshalb bestehen so krasse Unterschiede? Warum läßt Gott das so lange zu? Wird er jemals dagegen einschreiten?

      Gott haßt Parteilichkeit

      Wie gut, daß der allmächtige Gott Jehova als ein Gott beschrieben wird, der „nicht parteiisch ist“, als „ein Gott der Treue, bei dem es keine Ungerechtigkeit gibt“ (Apostelgeschichte 10:34, 35; 5. Mose 32:4). Vor Tausenden von Jahren ließ Gott erkennen, wie sehr er Parteilichkeit und Ungerechtigkeit verabscheut. Wodurch? Dadurch, daß er in sein Gesetz Bestimmungen aufnahm, gemäß denen jede Art von Diskriminierung und Ungerechtigkeit verboten war. Es kam einer Verletzung der göttlichen Maßstäbe gleich, Begüterte und Einflußreiche Geringen und Benachteiligten vorzuziehen. In dem Gesetz, das er seinem auserwählten Volk in alter Zeit gab, heißt es: „Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht. Du sollst den Geringen nicht mit Parteilichkeit behandeln, und du sollst die Person eines Großen nicht bevorzugen. Mit Gerechtigkeit solltest du deinen Genossen richten“ (3. Mose 19:15). Selbst die Mißhandlung von Tieren wurde verurteilt (2. Mose 23:3-5; 5. Mose 22:10; 25:4; Sprüche 12:10).

      Ist denn nicht zu erwarten, daß Gott gegen die überhandnehmende Ungerechtigkeit von heute einschreiten wird, wenn ihm doch so viel daran liegt, der Ungerechtigkeit in den zwischenmenschlichen Beziehungen und der Rücksichtslosigkeit im Umgang mit Tieren ein Ende zu machen?

      Die Ursache der Ungerechtigkeit

      Die Bibel entlarvt Satan, den Teufel, Gottes Erzgegner, als den Verursacher der Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Satan legte zu Beginn der Menschheitsgeschichte den Grund für alle Ungleichheit. Seither schürt er die Flammen der Ungleichheit in der Hoffnung, Jehova und seine gerechte Verfahrensweise mit seinen Geschöpfen herabzuwürdigen (1. Mose 3:4, 5; Johannes 8:44; Offenbarung 12:9).

      In den „letzten Tagen“ dieser ungerechten Zivilisation sollte Satan gemäß der biblischen Vorhersage in zunehmendem Maße Kummer und Leid über die Menschen in allen Teilen der Welt bringen. Warum? Er weiß, daß ihm nicht mehr viel Zeit verbleibt. Es gibt daher keinen Grund, angesichts der Zunahme der Ungerechtigkeit und anderer Arten der Unterdrückung unnötigerweise beunruhigt zu sein. Man sollte vielmehr erkennen, daß solche Ereignisse das Zeichen bilden, das einen unmittelbar bevorstehenden radikalen Systemwechsel anzeigt (Offenbarung 12:12; Daniel 12:4; 2. Timotheus 3:1).

      Beseitigung der Ungerechtigkeit

      Auf die Ausrottung der Ungerechtigkeit zu hoffen scheint vergeblich zu sein — ein Wunschdenken. Das wäre der Fall, wenn es dem Menschen überlassen bliebe, für Recht und Ordnung zu sorgen. Doch das endgültige Ende der Ungerechtigkeit ist in Sicht! Jehova Gott kann und wird die Hauptursache beseitigen: den Teufel samt dem von ihm beherrschten korrupten System der Dinge (Römer 16:20; 1. Johannes 2:15-17).

      Außerdem gab Jesus zu erkennen, daß sich die „letzten Tage“ — die weltweite Ungerechtigkeit ist eines der Merkmale dieses Zeitabschnitts — nur über e i n e Generation erstrecken werden (Matthäus 24:3, 34). Demnach wird Gott noch zu Lebzeiten einiger, die 1914 am Leben waren, dafür sorgen, daß auf der ganzen Erde Recht herrschen und Ungerechtigkeit für immer beseitigt werden wird. Sein gerechter König, Jesus Christus, „wird nicht nach dem bloßen Augenschein richten noch einfach gemäß dem zurechtweisen, was seine Ohren hören. Und mit Gerechtigkeit wird er die Geringen richten.“ „Das Recht wird er für die Nationen hervorbringen“ (Jesaja 11:3, 4; 42:1).

  • Warum ist das Leben voller Ungerechtigkeit?
    Erwachet! 1986 | 8. Juli
    • Warum ist das Leben voller Ungerechtigkeit?

      EIN nicht angemeldetes Auto rast die Straße hinunter. Am Steuer sitzt ein Siebzehnjähriger ohne Fahrerlaubnis, zu alledem ist er noch betrunken. Ohne Vorwarnung bohrt sich das rasende Fahrzeug in das Heck eines langsameren Wagens und schiebt ihn 70 Meter weit vor sich her, bevor er in Flammen aufgeht. Auf dem Rücksitz des langsameren Fahrzeugs verbrennen ein Vater und seine 13jährige Tochter, die eingeschlafen war, fast in einem Nu. Die Mutter auf dem Beifahrersitz wird von ihrem Sohn aus dem in Flammen stehenden Wrack befreit. Sie hat an beiden Beinen schwere Verbrennungen erlitten. Wenige Stunden später erliegt sie ihren Verletzungen. Als einziger der Familie überlebt der 21jährige Sohn — er hatte auf dem Fahrersitz gesessen.

      Die Strafe für den schuldigen Fahrer: 300 Stunden sozialer Dienst, 3 000 Dollar Geldstrafe und 3 Jahre Bewährung.

      Nach der Verkündung dieses Urteils sagte der Sohn: „Es ist für mich ein himmelschreiendes Unrecht, daß der Staat Millionen Dollar für Programme zur Bekämpfung von Alkohol am Steuer ausgeben kann, aber außerstande ist, eine angemessene Strafe zu verhängen, wenn jemand zu Tode gekommen ist.“ Das ist nur ein Beispiel für die zahlreichen Fehlurteile der Justiz, über die in der Zeitung Sydney Morning Herald unter der sardonischen Rubrik „Gerechtigkeit im Straßenverkehr“ regelmäßig berichtet wird.

      Vielleicht hat man auch dich ungerecht behandelt — beispielsweise vor Gericht oder bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche.

      Ungerechtigkeit — ein weltweites Problem

      Soziale Ungleichheiten gibt es weit und breit, ganz gleich, wohin man sieht. Warum ist zum Beispiel in manchen Ländern das Nahrungsangebot so reichlich, daß Verschwendung und Überernährung die Regel sind, wohingegen in anderen Ländern Millionen Menschen unterernährt sind oder sogar verhungern? Im Juli 1983 zeichnete die Welternährungsorganisation ein düsteres Zukunftsbild von der dringend nötigen Versorgung von Millionen Menschen mit Getreide, wenn diese nicht dem Hungertod preisgegeben werden sollten. Doch der Hunger kam, wie die Ereignisse in Äthiopien im Jahre 1985 zeigten.

      Betrachten wir eine weitere Ungerechtigkeit: Manche können es sich leisten, in einer Villa zu leben, während Millionen ihrer Mitmenschen so arm sind, daß sie ihr Leben in menschenunwürdigen Wohnungen fristen müssen, viele davon in abbruchreifen Behausungen oder primitiven Hütten. Gemäß dem New Book of World Rankings für 1984 „lebt ein Viertel der Erdbevölkerung — etwa eine Milliarde — in so tiefer menschenunwürdiger Armut, daß sich die meisten Menschen der westlichen Zivilisation keinen Begriff davon machen können“.

      In einer Vielzahl von Ländern gibt es zwar genügend Wohnungen, aber zuwenig Wasser. Dort müssen die Frauen das Wasser meist aus einem Brunnen oder einem Fluß holen — gelegentlich aus kilometerweiter Entfernung. In einem Land haben 99,7 Prozent der Wohnungen kein Leitungswasser. In weiteren 5 Ländern fehlt bei über 95 Prozent ein Wasseranschluß. Und in 50 anderen Ländern sind nur 50,6 bis 88,9 Prozent der Wohnungen an das Wasserleitungsnetz angeschlossen.

      Das sind nur einige der Ungleichheiten, unter denen die Menschheit heute leidet. Aber weshalb bestehen so krasse Unterschiede? Warum läßt Gott das so lange zu? Wird er jemals dagegen einschreiten?

      Gott haßt Parteilichkeit

      Wie gut, daß der allmächtige Gott Jehova als ein Gott beschrieben wird, der „nicht parteiisch ist“, als „ein Gott der Treue, bei dem es keine Ungerechtigkeit gibt“ (Apostelgeschichte 10:34, 35; 5. Mose 32:4). Vor Tausenden von Jahren ließ Gott erkennen, wie sehr er Parteilichkeit und Ungerechtigkeit verabscheut. Wodurch? Dadurch, daß er in sein Gesetz Bestimmungen aufnahm, gemäß denen jede Art von Diskriminierung und Ungerechtigkeit verboten war. Es kam einer Verletzung der göttlichen Maßstäbe gleich, Begüterte und Einflußreiche Geringen und Benachteiligten vorzuziehen. In dem Gesetz, das er seinem auserwählten Volk in alter Zeit gab, heißt es: „Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht. Du sollst den Geringen nicht mit Parteilichkeit behandeln, und du sollst die Person eines Großen nicht bevorzugen. Mit Gerechtigkeit solltest du deinen Genossen richten“ (3. Mose 19:15). Selbst die Mißhandlung von Tieren wurde verurteilt (2. Mose 23:3-5; 5. Mose 22:10; 25:4; Sprüche 12:10).

      Ist denn nicht zu erwarten, daß Gott gegen die überhandnehmende Ungerechtigkeit von heute einschreiten wird, wenn ihm doch so viel daran liegt, der Ungerechtigkeit in den zwischenmenschlichen Beziehungen und der Rücksichtslosigkeit im Umgang mit Tieren ein Ende zu machen?

      Die Ursache der Ungerechtigkeit

      Die Bibel entlarvt Satan, den Teufel, Gottes Erzgegner, als den Verursacher der Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Satan legte zu Beginn der Menschheitsgeschichte den Grund für alle Ungleichheit. Seither schürt er die Flammen der Ungleichheit in der Hoffnung, Jehova und seine gerechte Verfahrensweise mit seinen Geschöpfen herabzuwürdigen (1. Mose 3:4, 5; Johannes 8:44; Offenbarung 12:9).

      In den „letzten Tagen“ dieser ungerechten Zivilisation sollte Satan gemäß der biblischen Vorhersage in zunehmendem Maße Kummer und Leid über die Menschen in allen Teilen der Welt bringen. Warum? Er weiß, daß ihm nicht mehr viel Zeit verbleibt. Es gibt daher keinen Grund, angesichts der Zunahme der Ungerechtigkeit und anderer Arten der Unterdrückung unnötigerweise beunruhigt zu sein. Man sollte vielmehr erkennen, daß solche Ereignisse das Zeichen bilden, das einen unmittelbar bevorstehenden radikalen Systemwechsel anzeigt (Offenbarung 12:12; Daniel 12:4; 2. Timotheus 3:1).

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