-
Studie 4 — Die Bibel und ihr Kanon„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
-
-
3. Wie bezeugten die Schreiber der Bibel, daß sie Gottes inspiriertes Wort ist?
3 Sie ist das Wort Gottes. Wenn auch verschiedene Männer inspiriert wurden, die Bibel zu schreiben, und weitere sie aus den Ursprachen in die heutigen Schriftsprachen übersetzt haben, so ist die Bibel im eigentlichen Sinne doch Gottes Wort, seine inspirierte Offenbarung an die Menschen. Die inspirierten Schreiber selbst sahen es so an; ein Beweis dafür ist ihr Gebrauch von Redewendungen wie „Äußerung des Mundes Jehovas“ (5. Mo. 8:3), „Reden Jehovas“ (Jos. 24:27), „Gebote Jehovas“ (Esra 7:11), „Gesetz Jehovas“ (Ps. 19:7), „Wort Jehovas“ (Jes. 38:4), ‘Äußerung Jehovas’ (Mat. 4:4) und „Jehovas Wort“ (1. Thes. 4:15).
-
-
Studie 4 — Die Bibel und ihr Kanon„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
-
-
6. Welches sind einige der Merkmale, mit deren Hilfe man die Kanonizität eines Buches bestimmt?
6 Festlegung der Kanonizität. Welches sind einige der göttlichen Maßstäbe für die Kanonisierung der 66 Bücher der Bibel? Vor allem müssen die Urkunden von Jehovas Tun in Verbindung mit der Erde handeln; sie müssen die Menschen veranlassen, ihn anzubeten, und sie müssen hohe Achtung vor seinem Namen und vor seinem Werk und seinem Vorsatz hinsichtlich der Erde einflößen. Sie müssen von Inspiration zeugen, das heißt, sie müssen davon zeugen, daß sie ein Produkt des heiligen Geistes sind (2. Pet. 1:21). Sie dürfen weder Aberglauben noch Menschenverehrung fördern, sondern müssen vielmehr dazu bewegen, Gott zu lieben und ihm zu dienen. In keiner einzelnen Schrift darf etwas sein, was der inneren Harmonie der übrigen inspirierten Schriften widerspräche, sondern jedes Buch muß mit den anderen übereinstimmen und so beweisen, daß der eigentliche Urheber Jehova Gott ist. Ferner sollte man erwarten, daß die Schriften bis in die kleinste Einzelheit genau sind. Außer diesen wesentlichen Punkten gibt es noch andere Merkmale der Inspiration und damit der Kanonizität — gemäß der Art des Inhalts eines jeden Buches; in den einleitenden Absätzen zu jedem Bibelbuch sind sie behandelt worden. Besondere Umstände, die mit den Hebräischen Schriften oder den Christlichen Griechischen Schriften zusammenhängen, trugen ebenfalls zur Festlegung des Bibelkanons bei.
-
-
Studie 4 — Die Bibel und ihr Kanon„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
-
-
8. Wie wird die Kanonizität der prophetischen Bücher der Bibel festgestellt?
8 Die Hebräischen Schriften sind besonders reich an Prophezeiungen. Jehova selbst ließ durch Moses sagen, woran man erkennt, daß eine Prophezeiung echt ist, ob sie tatsächlich von Gott stammt oder nicht, und das trug dazu bei, daß man die Kanonizität eines prophetischen Buches feststellen konnte (5. Mo. 13:1-3; 18:20-22). Eine Untersuchung jedes der prophetischen Bücher der Hebräischen Schriften in Verbindung mit den übrigen Bibelbüchern sowie mit der Weltgeschichte beweist außer Zweifel, daß die Propheten „das Wort“ im Namen Jehovas geredet hatten, daß das Wort ‘eintraf oder sich bewahrheitete’ — entweder vollständig oder aber im kleinen oder teilweise, wenn es mit Dingen zu tun hatte, die noch in der Zukunft liegen — und daß es das Herz des Volkes Gott zuwandte. Eine Prophezeiung, die diesen Erfordernissen gerecht wurde, war erwiesenermaßen echt und inspiriert.
9. Welcher wichtige Faktor muß im Sinn behalten werden, wenn man sich mit der Frage des Bibelkanons beschäftigt?
9 Die Tatsache, daß Jesus und die inspirierten Schreiber der Christlichen Griechischen Schriften aus vielen Büchern der Hebräischen Schriften zitierten, ist ein direkter Beweis für die Kanonizität dieser Bücher; das gilt allerdings nicht für alle; zum Beispiel gilt es nicht für Esther und Prediger. Bei der Betrachtung der Kanonizitätsfrage muß ein weiterer höchst wichtiger Faktor im Sinn behalten werden, einer, der sich auf den gesamten Bibelkanon bezieht. Wenn man bedenkt, daß Jehova Menschen inspiriert hat, seine göttlichen Mitteilungen zur Erbauung und Ermunterung sowie zur Unterweisung in seiner Anbetung und seinem Dienst niederzuschreiben, so wäre auch vernünftigerweise anzunehmen, daß er das Zusammenstellen der inspirierten Schriften und das Festlegen des Bibelkanons ebenfalls lenken und leiten würde. Er würde das tun, so daß es keinen Zweifel darüber gäbe, was sein Wort der Wahrheit bildete und was die für immer bleibende Meßschnur für die wahre Anbetung wäre. Nur so könnte Menschen auf der Erde weiterhin ‘eine neue Geburt durch das Wort Gottes’ zuteil werden, und nur so könnten sie bezeugen, daß ‘das von Jehova Gesagte für immer bleibt’ (1. Pet. 1:23, 25).
-