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  • Die neuzeitlichen Bewahrer der Lauterkeit versammeln sich
    Der Wachtturm 1986 | 15. Januar
    • Der Chefredakteur einer in Montreal (Kanada) erscheinenden Zeitung schrieb unter der Überschrift „Begegnen wir doch den Jehova-Leuten auch mit einem Lächeln“: „In weniger als zwei Stunden klopften sie vorgestern in unserer Gegend an 800 000 Türen. Eine Art geistiger Massenproselytenmacherei, die vielleicht ein wenig beunruhigt, aber eigentlich nicht unangenehm ist. ... Wenn Sie zu Hause Besucher empfangen, nehmen Sie ja auch gern eine kleine Störung in Kauf und räumen ihnen Zeit ein. ... Wenn wir also auch nicht den Glauben der Zeugen Jehovas teilen, würden wir uns doch wohler fühlen, wenn wir einige Tage etwas an ihrer Gelassenheit teilhätten. Diese friedlichen Menschen haben es sich erwählt, in Montreal zusammenzukommen; laßt noch mehr von ihnen kommen, ja Zehntausende.“

  • Die neuzeitlichen Bewahrer der Lauterkeit versammeln sich
    Der Wachtturm 1986 | 15. Januar
    • [Kasten auf Seite 30]

      Der Kongreß in Montreal — etwas Besonderes

      Vom Programm her gesehen, unterschied sich der Bezirkskongreß „Bewahrer der Lauterkeit“, der im Olympiastadion von Montreal abgehalten wurde, nicht von den anderen Kongressen dieser Serie. Doch in gewisser Hinsicht war er etwas Besonderes. Es war unter anderem der erste einer Reihe von Kongressen, die sich durch ihre Größe oder andere Gegebenheiten auszeichneten.

      Größe: Insgesamt 78 804 Personen aus dem Osten Kanadas und dem Nordosten der Vereinigten Staaten kamen zusammen. Es war glaubensstärkend, unter so vielen Bewahrern der Lauterkeit zu sein, die aufmerksam zuhörten, sangen und sich im Gebet vereinten. Das war wirklich etwas Besonderes.

      Taufe: Große Freude herrschte, als sich 1 004 Personen, die sich Gott hingegeben hatten, von ihren Plätzen erhoben, weil sie den Wunsch hatten, getauft zu werden. Es war ein sichtbarer Beweis für das Wachstum, das heute in unseren Reihen zu beobachten ist.

      Sprachen: Die Ansprachen wurden in 11 Sprachen gehalten — Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Koreanisch, Portugiesisch, Spanisch, Ukrainisch und Ungarisch. Im Stadionrund waren die Lautsprecher so angebracht, daß die Delegierten im französischen Sektor und die im englischen Sektor das Programm in der jeweiligen Sprache verfolgen konnten.

      Wohnwagenstadt: Das war ein weiteres besonderes Merkmal. Um für Delegierte, die mit Wohnwagen, Wohnmobilen oder Zelten anreisten, Platz zu haben, bemühte man sich bereits im Dezember 1984 um die Erlaubnis, den nahen Maisonneuve-Park, der dem Stadion gegenüberliegt, zu benutzen. Als man sich mit dem Wunsch, den Park zu mieten, an die Vertreter der Behörden wandte, erntete man verständlicherweise Gelächter. Das hatte es noch nie gegeben, daß ein ganzer Stadtpark gemietet worden war. Letztlich wurde jedoch die Erlaubnis erteilt. Ausschlaggebend war dabei der gute Ruf der Zeugen Jehovas.

      Schließlich wurden 4 300 Stellplätze belegt, und fast 20 000 Kongreßbesucher konnten auf den Rasenflächen des Parks unter schattigen Bäumen untergebracht werden. Und in welchem Zustand befand sich der Park, nachdem dort etwa eine Woche lang so viele Menschen „gewohnt“ hatten? Die erstaunten Beamten konnten nirgendwo eine ernsthafte Beschädigung feststellen. Aus diesem Grund wurde die fünfstellige Summe zurückgezahlt, die als Sicherheit für Schadensfälle hinterlegt worden war.

      Die Anwesenheit von Gliedern der leitenden Körperschaft: Auch in dieser Hinsicht war der Kongreß in Montreal etwas Besonderes. Jehovas Zeugen vermeiden zwar jeglichen Personenkult, aber zweifellos teilten viele die Gefühle eines Bruders, der seine Wertschätzung wie folgt zum Ausdruck brachte: „Die Anwesenheit von sieben Gliedern der leitenden Körperschaft, von denen ich einige nie zuvor gesehen oder gehört hatte, war sehr ermunternd.“ Eine solche Gemeinschaft bewirkt einen geistigen „Austausch von Ermunterung“ (Römer 1:11, 12).

      Eine gute Aufnahme: Die Behörden und die Öffentlichkeit begegneten Jehovas Zeugen auf lobenswerte, faire Art und Weise. Das war besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, daß es noch gar nicht so lange her ist, daß der frühere Premierminister von Quebec, Maurice Duplessis, öffentlich einen „gnadenlosen Krieg gegen Jehovas Zeugen“ erklärt hatte, den er so lange führen wollte, bis es keine Zeugen mehr gebe. Mit gutem Grund bemerkte daher ein Zeitungsreporter: „Man stelle sich einmal vor: Gestern befanden sich genau 74 846 Zeugen im Stadion. Maurice Duplessis, der die Bewegung verboten hatte, muß sich im Grab umgedreht haben.“

      Es war zwar nicht das erstemal, daß Jehova Bewahrer der Lauterkeit so überströmend gesegnet hat, aber in vielfacher Hinsicht war der Kongreß in Montreal doch etwas Besonderes.

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