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  • Pflanzt weiterhin — Jehova wird es wachsen lassen
    Der Wachtturm 1991 | 1. Mai
    • Zusammen mit drei anderen Sonderpionieren begann ich, die Stadt Cork zu bearbeiten. Es war nicht leicht, ein hörendes Ohr zu finden. Die Priester warnten in den Messen beständig vor uns und bezeichneten uns als „kommunistische Teufel“. Selbst die Zeitungen warnten vor unserer Tätigkeit.

      Eines Tages schnitt mir ein Friseur mit einem langen Rasiermesser die Haare. Im Verlauf der Unterhaltung fragte er mich, was ich denn in Cork tun würde. Meine Antwort versetzte ihn in solchen Zorn, daß er mich verfluchte. Seine Hand zitterte vor Wut, und ich sah mich schon mit dem Kopf unter dem Arm aus dem Geschäft gehen. Wie froh war ich doch, als ich es unbeschadet wieder verlassen konnte!

      Pöbelangriffe

      Manches Mal sahen wir uns Pöbelangriffen ausgesetzt, so zum Beispiel im März 1948. Wir waren im Haus-zu-Haus-Dienst tätig, als mein Partner, Fred Chaffin, von einer Pöbelrotte angegriffen wurde. Die Meute auf den Fersen, rannte er zu einer Bushaltestelle, wo er einen Busfahrer und einen Schaffner um Hilfe bat. Diese beteiligten sich jedoch statt dessen an den Tätlichkeiten. Fred rannte die Straße weiter hinauf und konnte sich schließlich hinter einer hohen Mauer verstecken, die das Grundstück des Pfarrers umgab.

      Inzwischen war ich zu meinem Fahrrad gegangen. Ich versuchte, auf einer Seitenstraße ins Stadtzentrum zu gelangen, aber als ich in die Hauptstraße einbog, wartete der Pöbel schon auf mich. Zwei Männer packten meine Tasche und warfen den Inhalt in die Luft. Dann begannen sie, mich zu schlagen und zu treten. Plötzlich erschien ein Mann — ein Polizist in Uniform. Er gebot dem Pöbel Einhalt und nahm mich und die Angreifer mit auf die Polizeiwache.

      Dieser Angriff bildete eine Grundlage zur „Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft“ (Philipper 1:7). Als der Fall vor Gericht kam, war der Polizist, der mich gerettet hatte, bereit auszusagen, obwohl er katholisch war, und sechs Personen wurden wegen Gewaltanwendung verurteilt. Der Fall zeigte, daß wir das Recht hatten, von Tür zu Tür zu gehen, und er war für andere, die Gewaltanwendung in Betracht ziehen mochten, ein abschreckendes Beispiel.

      Zunächst hatte man es für zu gefährlich gehalten, in Orte wie Cork Pionierinnen zu senden. Doch manchmal war es offensichtlich günstiger, wenn Schwestern bei interessierten Frauen vorsprachen. Daher hatte die Gesellschaft kurz vor diesem Angriff zwei eifrige Pionierinnen nach Cork zugeteilt.

  • Pflanzt weiterhin — Jehova wird es wachsen lassen
    Der Wachtturm 1991 | 1. Mai
    • Als Paradebeispiel für die gegnerische Einstellung, die viele uns gegenüber hatten, könnte man die Stadt Athlone anführen. Sobald in den 50er Jahren begonnen wurde, dort intensiv Zeugnis zu geben, sorgten Geistliche dafür, daß alle Bewohner in einem Teil der Stadt eine Petition unterzeichneten, die besagte, daß niemand von Jehovas Zeugen besucht werden wolle. Die Petition wurde an die Regierung gesandt, wodurch das Werk in Athlone für einige Jahre sehr erschwert wurde. Einmal erkannte eine Gruppe von Jugendlichen, daß ich ein Zeuge Jehovas war, und begann Steine zu werfen. Ein Ladenbesitzer, vor dessen Schaufenster ich mich stellte, bat mich hinein — es ging ihm allerdings mehr um sein Fenster als um mich — und ließ mich durch die Hintertür hinaus.

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