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  • Eine Botschaft der Hoffnung für verzagte Gefangene
    Die Prophezeiung Jesajas — Licht für alle Menschen II
    • 1. Beschreibe die Lage der jüdischen Exilanten in Babylon.

      ES WAR eine finstere Zeit in der Geschichte Judas. Gottes Bundesvolk war gewaltsam aus seinem Heimatland weggeführt worden und schmachtete nun in Gefangenschaft in Babylon. Es stimmt, die Juden hatten ein gewisses Maß an Freiheit und konnten ihren täglichen Verrichtungen nachgehen (Jeremia 29:4-7). Manche eigneten sich berufliche Fertigkeiten an oder widmeten sich geschäftlichen Unternehmungen (Nehemia 3:8, 31, 32).a Dennoch hatten die jüdischen Gefangenen kein leichtes Leben. Sie befanden sich sowohl in physischer als auch in geistiger Knechtschaft. Sehen wir uns einmal an, inwiefern.

      2, 3. Inwiefern wurde die Anbetung Jehovas durch das Exil der Juden beeinträchtigt?

      2 Bei der Zerstörung Jerusalems durch das babylonische Heer im Jahr 607 v. u. Z. wurde nicht nur eine Nation verwüstet, sondern auch der wahren Anbetung wurde ein schwerer Schlag versetzt. Man raubte den Tempel Jehovas aus und zerstörte ihn. Den Priesterdiensten setzte man ein Ende, indem man einige vom Stamm Levi gefangen nahm und andere zu Tode brachte. Da es nun kein Haus der Anbetung mehr gab, keinen Altar und keine organisierte Priesterschaft, war es den Juden unmöglich, dem wahren Gott Schlachtopfer darzubringen, wie es im mosaischen Gesetz vorgeschrieben war.

      3 Treue Juden konnten zwar ihre religiöse Identität noch dadurch bewahren, dass sie die Beschneidung pflegten und sich so weit wie möglich an das mosaische Gesetz hielten; sie konnten sich beispielsweise verbotener Speisen enthalten und den Sabbat beobachten. Aber sie beschworen dadurch den Spott derer herauf, die sie gefangen hielten, denn in den Augen der Babylonier waren die religiösen Rituale der Juden töricht. Die Verzagtheit der Exilanten spricht aus den Worten des Psalmisten, der sagte: „An den Strömen Babylons — dort saßen wir. Auch weinten wir, wenn wir Zions gedachten. An die Pappeln in ihrer Mitte hängten wir unsere Harfen. Denn dort forderten die, die uns gefangen hielten, von uns die Worte eines Liedes und die uns verspotteten — Freude: ‚Singt uns eines der Lieder Zions‘ “ (Psalm 137:1-3).

      4. Wieso würden die Juden vergeblich erwarten, durch andere Nationen befreit zu werden, doch von wem konnten sie Hilfe erwarten?

      4 Von wem konnten die jüdischen Gefangenen denn Trost erwarten? Woher käme ihre Rettung? Mit Sicherheit nicht von einer der Nachbarnationen. Sie alle waren gegenüber dem babylonischen Heer machtlos und viele waren den Juden feindlich gesinnt. Dennoch war die Lage nicht hoffnungslos. Die Juden befanden sich zwar noch im Exil, doch Jehova, gegen den sie als freies Volk rebelliert hatten, ließ ihnen freundlich eine ermutigende Einladung zukommen.

  • Eine Botschaft der Hoffnung für verzagte Gefangene
    Die Prophezeiung Jesajas — Licht für alle Menschen II
    • a In alten babylonischen Geschäftsdokumenten tauchen viele jüdische Namen auf.

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