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  • Griechen, Griechenland
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • Hellenisten. In der Apostelgeschichte erscheint noch ein weiteres Wort: Hellēnistái (Sg. Hellēnistḗs). Dieses Wort findet sich weder in der griechischen noch in der hellenistisch-jüdischen Literatur. Daher lässt sich die Bedeutung nicht mit völliger Sicherheit bestimmen. Die meisten Lexikografen glauben jedoch, dass dieses Wort in Apostelgeschichte 6:1 und 9:29 „Griechisch sprechende Juden“ bedeute. Im ersten der beiden Texte werden die Hellēnistái den „Hebräisch sprechenden Juden“ (Ebráioi [griechischer Text von Westcott und Hort]) gegenübergestellt. Zu Pfingsten des Jahres 33 u. Z. kamen Juden und Proselyten aus vielen Ländern nach Jerusalem. Dass sich darunter auch zahlreiche Griechisch sprechende Leute befanden, geht aus der „Inschrift des Theodotus“ hervor, die auf dem Ophel in Jerusalem gefunden wurde. Sie ist in Griechisch abgefasst, und es heißt darin: „Theodotus, Sohn des Vetenus, Priester und Synagogenvorsteher, Sohn eines Synagogenvorstehers und Enkelsohn eines Synagogenvorstehers hat die Synagoge gebaut zum Vorlesen des Gesetzes und zur Lehre der Gebote, und (er hat) die Herberge und die Zimmer und die Wasserzisternen (gebaut), um Unterkunft für die von außerhalb, die sie brauchen, zu schaffen – (die Synagoge), die seine Väter und die Ältesten und Simonides gegründet hatten“ (Biblische Archäologie von G. Ernest Wright, 1958, S. 240, 241)

  • Griechisch
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • GRIECHISCH

      Eine Sprache, die zur indogermanischen Sprachfamilie gehört. (Hebräisch zählt zu den semitischen Sprachen, die einer anderen Sprachfamilie eingegliedert sind.) Die Christlichen Schriften wurden ursprünglich in Griechisch abgefasst (mit Ausnahme des Matthäusevangeliums, das zuerst in Hebräisch geschrieben wurde). In der gleichen Sprache erschien auch die erste vollständige Übersetzung der Hebräischen Schriften, die Septuaginta. Griechisch ist eine flektierende oder abwandelnde Sprache, die durch Wurzelerweiterungen (sie bilden zusammen mit der Wurzel den Stamm) sowie durch Endungen eine Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten bietet.

      Koine. Die Jahre um 300 v. u. Z. bis etwa 500 u. Z. waren das Zeitalter der Koine, einer Mischung verschiedener griechischer Dialekte, von denen das Attische den größten Einfluss ausübte. Die Koine wurde zu einer Weltsprache. Sie hatte gegenüber den anderen Sprachen jener Tage den entscheidenden Vorteil, dass sie fast in aller Welt verstanden wurde. Die Koine wurde als Gemeinsprache angesehen, d. h. als gemeinsame oder allgemeine Sprache oder allen gemeinsamer Dialekt. Wie weit die Koine verbreitet war, kann man daran erkennen, dass die Erlasse der kaiserlichen Statthalter und des römischen Senats in die Koine übersetzt wurden, bevor man sie im ganzen Römischen Reich bekannt gab. Als Jesus Christus an den Pfahl genagelt wurde, war daher die Inschrift, die über seinem Kopf angebracht war, nicht nur in dem amtlichen Lateinisch und in Hebräisch abgefasst, sondern auch in Griechisch (Koine) (Mat 27:37; Joh 19:19, 20).

      Über den Gebrauch der griechischen Sprache im Land Israel schrieb ein Gelehrter: „Obwohl die Masse des jüdischen Volkes den Hellenismus und seine Erscheinungsformen verwarf, hatte man durchaus keine Bedenken, mit den Griechen Umgang zu pflegen und sich der griechischen Sprache zu bedienen. ... Die palästinischen Lehrer schätzten die griechische Übersetzung der Heiligen Schrift sehr und sahen darin ein Mittel, den Heiden die Wahrheit zu überbringen“ (N. Bentwich, Hellenism, 1919, S. 115). In erster Linie war die Septuaginta natürlich für die Juden geschaffen worden, besonders für die, die in der Diaspora lebten und die nicht mehr das reine Hebräisch sprachen, sondern denen Griechisch geläufiger war. Althebräische Ausdrücke, die den jüdischen Gottesdienst betrafen, wurden schließlich durch Ausdrücke griechischen Ursprungs ersetzt. Das Wort synagōgḗ, das „Versammeln“ bedeutet, ist ein Beispiel dafür, dass die Juden griechische Wörter übernahmen.

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