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  • Etwas Neues zum Essen
    Mein Buch mit biblischen Geschichten
    • Eine Israelitin sammelt zusammen mit ihrem Sohn Manna

      GESCHICHTE 34

      Etwas Neues zum Essen

      WEISST du, was die Leute da aufsammeln? Es sieht aus wie Reif. Es ist weiß, fein und flockig. Aber es ist gar kein Reif. Es ist etwas zum Essen.

      Seit dem Auszug aus Ägypten ist erst ungefähr ein Monat vergangen. Die Israeliten sind in der Wüste. Hier wächst kaum etwas, was man essen kann. Die Leute beschweren sich und sagen: »Hätte Jehova uns doch nur in Ägypten sterben lassen! Dort hatten wir wenigstens genug zu essen.«

      Da sagt Jehova: »Ich werde etwas zu essen vom Himmel regnen lassen.« Und genau das tut Jehova auch. Als die Israeliten am nächsten Morgen die weißen Flocken am Boden sehen, wollen sie wissen, was das ist.

      Moses sagt: »Das ist etwas zu essen und es kommt von Jehova.« Die Israeliten nennen es MANNA. Es schmeckt wie dünne Honigkuchen.

      »Jeder soll so viel aufsammeln, wie er essen kann«, sagt Moses dem Volk. Das tun die Leute dann auch jeden Morgen. Sobald die Sonne anfängt zu brennen, schmilzt das übrig gebliebene Manna.

      Moses sagt außerdem: »Niemand darf das Manna bis zum nächsten Tag aufheben.« Manche hören aber nicht darauf. Weißt du, was dann mit dem Manna passiert? Es ist am nächsten Morgen voller Würmer und fängt an zu stinken.

      Israeliten sammeln Manna

      An einem bestimmten Tag in der Woche darf das Volk aber doppelt so viel Manna aufsammeln wie sonst. Es ist der sechste Tag. An diesem Tag sollen sie etwas für den nächsten Tag aufheben, weil Jehova am siebten Tag kein Manna vom Himmel regnen lässt. Als sie das Manna für den siebten Tag aufbewahren, ist es nicht voller Würmer und fängt auch nicht an zu stinken. Das ist auch wieder ein Wunder!

      All die vielen Jahre in der Wüste gibt Jehova den Israeliten Manna zu essen.

      2. Mose 16:1-36; 4. Mose 11:7-9; Josua 5:10-12

      Studienfragen

  • Jehova gibt dem Volk Gesetze
    Mein Buch mit biblischen Geschichten
    • Moses bekommt Gottes Gesetze am Berg Sinai

      GESCHICHTE 35

      Jehova gibt dem Volk Gesetze

      UNGEFÄHR zwei Monate nach dem Auszug aus Ägypten kommen die Israeliten zum Berg Sinai, der auch Horeb genannt wird. Dort hat Jehova schon aus dem brennenden Busch mit Moses geredet. Das Volk lagert hier eine Zeit lang.

      Moses steigt jetzt auf den Berg. Das Volk wartet solange unten. Oben auf dem Berg sagt Jehova zu Moses: »Ich möchte, dass die Israeliten auf mich hören und mein ganz besonderes Volk werden.« Als Moses wieder herunterkommt, erzählt er den Israeliten, was Jehova gesagt hat. Sie antworten, dass sie auf Jehova hören werden, weil sie gerne sein Volk sein möchten.

      Da tut Jehova etwas Erstaunliches. Er macht, dass der Berggipfel raucht und es ganz laut donnert. Jehova sagt zu dem Volk: »Ich bin Jehova, euer Gott, der euch aus Ägypten befreit hat.« Dann gibt er ihnen ein Gebot: »Ihr dürft außer mir keine anderen Götter anbeten.«

      Gott gibt den Israeliten noch neun andere Gebote. Das Volk bekommt große Angst. Es sagt zu Moses: »Rede du lieber mit uns, denn wir haben Angst, dass wir sterben, wenn Gott mit uns redet.«

      Später sagt Jehova zu Moses: »Komm zu mir auf den Berg. Ich gebe dir zwei Steintafeln. Darauf habe ich die Gesetze geschrieben, die das Volk halten soll.« Also steigt Moses noch mal auf den Berg. Vierzig Tage und Nächte bleibt er dort.

      Gott hat viele, viele Gesetze für sein Volk. Moses schreibt diese Gesetze auf. Gott gibt ihm auch die zwei Steintafeln. Darauf hat Gott selber die zehn Gesetze geschrieben, die das Volk schon gehört hat. Man nennt sie die Zehn Gebote.

      Die Zehn Gebote sind wichtige Gesetze. Aber auch die vielen anderen Gesetze, die Gott den Israeliten gibt, sind wichtig. Zum Beispiel: »Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, deinem ganzen Sinn, deiner ganzen Seele und deiner ganzen Kraft.« Ein anderes Gesetz lautet: »Du sollst deinen Nächsten so lieben wie dich selbst.« Gottes Sohn, Jesus Christus, hat einmal gesagt, dass das die zwei wichtigsten Gesetze sind, die Gott dem Volk Israel gegeben hat. Über Gottes Sohn und seine Lehren werden wir später noch mehr erfahren.

      2. Mose 19:1-25; 20:1-21; 24:12-18; 31:18; 5. Mose 6:4-6; 3. Mose 19:18; Matthäus 22:36-40

      Studienfragen

  • Das Goldene Kalb
    Mein Buch mit biblischen Geschichten
    • Israeliten singen, tanzen und beten das Goldene Kalb an

      GESCHICHTE 36

      Das Goldene Kalb

      HE! Was ist denn hier los? Die Leute beten ein Kalb an! Wie kommen sie darauf, so etwas zu tun?

      Moses ist schon lange auf dem Berg. Deswegen sagt das Volk: »Wir wissen nicht, was mit Moses passiert ist. Kommt, wir machen uns einen Gott, der uns von hier wegbringt.«

      »Na gut«, sagt Aaron, der Bruder von Moses. »Bringt mir eure goldenen Ohrringe.« Aaron schmilzt das Gold und macht ein Kalb daraus. Das Volk sagt: »Das ist unser Gott, der uns aus Ägypten herausgeführt hat.« Dann feiern die Israeliten ein großes Fest und beten das Goldene Kalb an.

      Als Jehova das sieht, wird er sehr ärgerlich. Er sagt zu Moses: »Geh schnell hinunter. Das Volk tut etwas sehr Schlimmes. Es hält meine Gesetze nicht mehr und verbeugt sich vor einem Kalb aus Gold.«

      Moses zerschmettert die Steintafeln mit den Zehn Geboten

      Moses läuft schnell den Berg hinunter. Als er näher kommt, sieht er, wie das Volk vor dem Goldenen Kalb singt und tanzt. Moses wird so wütend, dass er die zwei Steintafeln mit den Gesetzen auf den Boden wirft. Sie zerbrechen in viele kleine Stücke. Dann nimmt er das Goldene Kalb und schmilzt es. Danach zermahlt er es zu Pulver.

      Das Volk hat etwas sehr Schlimmes getan. Darum befiehlt Moses einigen Männern, ihr Schwert zu nehmen. »Die bösen Menschen, die das Goldene Kalb angebetet haben, müssen sterben«, sagt Moses. Die Männer töten 3 000 Menschen! Sieht man daran nicht, dass wir wirklich nur Jehova anbeten dürfen und keine falschen Götter?

      2. Mose 32:1-35

      Studienfragen

  • Ein Zelt für die Anbetung
    Mein Buch mit biblischen Geschichten
    • Die Stiftshütte der Israeliten

      GESCHICHTE 37

      Ein Zelt für die Anbetung

      WEISST du, was man hier auf dem Bild sieht? Das ist ein besonderes Zelt für die Anbetung Jehovas. Es wird auch Stiftshütte genannt. Die Stiftshütte war ein Jahr nach dem Auszug aus Ägypten fertig. Weißt du, wer die Idee dafür hatte?

      Es war Jehovas Idee. Als Moses auf dem Berg Sinai war, sagte ihm Jehova, wie sie gebaut werden soll. Sie sollte so gemacht sein, dass man sie leicht abbauen konnte. So konnten die Israeliten die einzelnen Teile woanders hinbringen und dort wieder zusammensetzen. Als sie in der Wüste von einem Ort zum anderen wanderten, nahmen sie die Stiftshütte immer mit.

      Schau mal in den kleinen Raum am Ende der Stiftshütte. Dort siehst du einen Kasten oder eine Truhe. Man nennt sie Bundeslade. Auf ihrem Deckel waren zwei Engel oder Cherube aus Gold, einer rechts und einer links. In der Bundeslade wurden die zwei Steintafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Als Moses die ersten Steintafeln zerbrochen hatte, schrieb Gott die Zehn Gebote noch mal auf zwei neue Tafeln. Sie wurden in die Bundeslade gelegt. Auch ein Krug mit Manna wurde darin aufbewahrt. Weißt du noch, was das Manna war?

      Jehova wählte Aaron, den Bruder von Moses, als Hohen Priester aus. Aaron zeigte dem Volk, wie es Jehova anbeten soll. Auch die Söhne von Aaron waren Priester.

      Schau dir jetzt mal den größeren Raum in dem Zelt an. Er ist doppelt so groß wie der kleine Raum. Siehst du hier auch einen Kasten? Das ist der Altar, auf dem die Priester Räucherwerk verbrannten. Räucherwerk ist eine Mischung, die beim Verbrennen gut duftet. Dann ist da noch der Leuchter mit seinen sieben Flammen. Und der dritte Gegenstand in dem Raum ist ein Tisch mit zwölf Broten.

      Das Wasserbecken und der Altar

      Draußen vor der Stiftshütte stand ein Wasserbecken. Die Priester haben es benutzt, um sich zu waschen. Dann gab es draußen noch einen großen Altar. Darauf wurden die toten Tiere als Opfer für Jehova verbrannt. Die Stiftshütte stand mitten im Lager und die Israeliten wohnten ringsherum in ihren Zelten.

      2. Mose 25:8-40; 26:1-37; 27:1-8; 28:1; 30:1-10, 17-21; 34:1, 2; Hebräer 9:1-5

      Studienfragen

  • Die zwölf Kundschafter
    Mein Buch mit biblischen Geschichten
    • Josua, Kaleb und die anderen Spione zeigen Moses große Früchte aus Kanaan

      GESCHICHTE 38

      Die zwölf Kundschafter

      SIEHST du die Früchte, die diese Männer tragen? Was für eine große Traube! Sie muss von zwei Männern mit einer Stange getragen werden. Und dann die Feigen und Granatäpfel! Wo kommen diese schönen Früchte wohl her? Aus Kanaan. Kanaan ist ja das Land, in dem Abraham, Isaak und Jakob früher gewohnt haben. Aber wegen einer Hungersnot ist Jakob dann mit seiner Familie nach Ägypten gezogen. Jetzt, nach ungefähr 216 Jahren, will Moses die Israeliten wieder zurück nach Kanaan führen. Sie sind gerade in dem Wüstenort Kadesch.

      In Kanaan wohnen schlechte Menschen. Deswegen schickt Moses zwölf Kundschafter in dieses Land. Er sagt zu ihnen: »Seht nach, wie viele Menschen dort leben und wie stark sie sind. Seht auch nach, ob der Boden gut ist und ob viel darauf wächst. Und bringt ein paar Früchte mit.«

      Als die Kundschafter wieder in Kadesch sind, sagen sie zu Moses: »Es ist wirklich ein gutes Land.« Und zum Beweis zeigen sie Moses einige Früchte. Aber zehn der Kundschafter sagen: »Die Menschen dort sind groß und stark. Sie werden uns töten, wenn wir versuchen, das Land zu erobern.«

      Da bekommen die Israeliten Angst. »Wären wir doch lieber in Ägypten oder hier in der Wüste gestorben«, sagen sie. »Wir werden im Kampf sterben und unsere Frauen und Kinder wird man gefangen nehmen. Los, wir suchen uns einen neuen Anführer und dann gehen wir nach Ägypten zurück!«

      Doch zwei der Kundschafter vertrauen auf Jehova und versuchen, das Volk zu beruhigen. Es sind Josua und Kaleb. Sie sagen: »Habt keine Angst. Jehova ist mit uns. Es wird ganz leicht sein, das Land zu erobern.« Aber die Israeliten hören nicht auf sie. Sie wollen Josua und Kaleb sogar umbringen.

      Jehova ärgert sich sehr darüber. Er sagt zu Moses: »Von denen, die zwanzig Jahre alt sind oder älter, wird keiner nach Kanaan kommen. Sie haben die Wunder gesehen, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe, und trotzdem vertrauen sie nicht auf mich. Darum werden sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherwandern, bis sie alle gestorben sind. Nur Josua und Kaleb werden nach Kanaan kommen.«

      4. Mose 13:1-33; 14:1-38

      Studienfragen

  • Aarons Stab blüht
    Mein Buch mit biblischen Geschichten
    • Moses hält Aarons blühenden Stab

      GESCHICHTE 39

      Aarons Stab blüht

      SIEH dir mal die Blüten und die reifen Mandeln an diesem Stab an. Das ist der Stab von Aaron. Die Blüten und Mandeln sind in einer einzigen Nacht an Aarons Stab gewachsen. Mal sehen, warum.

      Die Israeliten wandern jetzt schon eine ganze Weile durch die Wüste. Manche von ihnen wollen nicht, dass Moses der Anführer ist und Aaron der Hohe Priester. Zu ihnen gehören Korah, Dathan, Abiram und noch 250 andere wichtige Männer. Sie alle gehen zu Moses hin und sagen: »Warum denkst du, du hättest mehr zu sagen als wir?«

      Moses fordert Korah und die anderen auf: »Nehmt euch morgen früh Schalen aus Kupfer und tut Räucherwerk hinein. Kommt damit zur Stiftshütte Jehovas. Dann werden wir sehen, wen Jehova haben möchte.«

      Am nächsten Tag geht Korah mit den 250 anderen Männern zur Stiftshütte. Es kommen auch noch viele mit, die auf ihrer Seite sind. Jehova ist sehr böse auf sie. Moses sagt nun zum Volk: »Geht weg von den Zelten der Anführer. Fasst nichts an, was ihnen gehört.« Die Leute hören darauf und gehen von den Zelten Korahs, Dathans und Abirams weg.

      Dann sagt Moses: »Daran werdet ihr merken, wen Jehova ausgewählt hat: Der Erdboden wird sich öffnen und diese bösen Männer verschlingen.«

      Sobald Moses aufgehört hat zu reden, spaltet sich der Erdboden. Korahs Zelt und alles, was ihm sonst noch gehört, verschwindet darin. Auch Dathan und Abiram und alle, die bei ihnen sind, stürzen in die Tiefe. Dann schließt sich der Erdboden über ihnen. Die Leute, die die Schreie gehört haben, rufen: »Schnell weg von hier! Sonst werden wir auch vom Erdboden verschluckt!«

      Korah und die 250 anderen Männer sind immer noch bei der Stiftshütte. Jehova schickt ein Feuer und sie verbrennen alle. Dann sagt Jehova zu Eleasar, dem Sohn von Aaron, er soll aus den Kupferschalen der toten Männer eine Bedeckung für den Altar hämmern. Diese Altarbedeckung soll für die Israeliten eine Warnung sein: Außer Aaron und seinen Söhnen darf niemand ein Priester für Jehova sein.

      Jehova möchte aber noch ganz deutlich zeigen, dass er wirklich Aaron und seine Söhne als Priester ausgewählt hat. Deshalb sagt er zu Moses: »Von jedem Stamm Israels soll ein Anführer seinen Stab herbringen. Für den Stamm Levi soll Aaron seinen Stab bringen. Leg dann alle Stäbe vor die Bundeslade in der Stiftshütte. Der Stab des Mannes, den ich ausgewählt habe, wird blühen.«

      Als Moses am nächsten Morgen nachschaut, sind an Aarons Stab Blüten und reife Mandeln. Weißt du jetzt, warum Jehova den Stab von Aaron blühen ließ?

      4. Mose 16:1-49; 17:1-11; 26:10

      Studienfragen

  • Moses schlägt gegen den Felsen
    Mein Buch mit biblischen Geschichten
    • Gott lässt Wasser aus dem Felsen kommen, aber Moses und Aaron behaupten, sie hätten es bewirkt

      GESCHICHTE 40

      Moses schlägt gegen den Felsen

      EIN Jahr nach dem anderen vergeht — 10 Jahre, 20 Jahre, 30 Jahre, 39 Jahre! Die Israeliten sind immer noch in der Wüste. In all den Jahren hat Jehova für sein Volk gesorgt. Er hat ihnen Manna zu essen gegeben. Tagsüber hat er eine Wolkensäule vor ihnen hergeschickt und nachts eine Feuersäule, um ihnen den Weg zu zeigen. Und in all den Jahren sind ihre Kleider nicht kaputtgegangen und ihre Füße sind nicht wund geworden.

      Es ist jetzt der erste Monat vom 40. Jahr seit dem Auszug aus Ägypten. Die Israeliten lagern wieder in Kadesch. Dort waren sie vor fast 40 Jahren schon einmal, als sich die zwölf Kundschafter in Kanaan umschauen sollten. In Kadesch stirbt Mirjam, die Schwester von Moses. Und wie schon beim letzten Mal gibt es hier wieder Ärger.

      Die Leute finden kein Wasser. Sie beschweren sich bei Moses: »Wären wir doch lieber gestorben! Warum hast du uns aus Ägypten geholt? Und warum bringst du uns jetzt an diesen schrecklichen Ort, wo nichts wächst? Hier gibt es kein Getreide, keine Feigen, keine Trauben und keine Granatäpfel. Noch nicht mal Wasser gibt es hier.«

      Als Moses und Aaron zur Stiftshütte gehen, um zu beten, sagt Jehova zu Moses: »Ruf alle zusammen. Rede vor dem ganzen Volk zu diesem Felsen hier. Dann wird genug Wasser für alle Leute und ihre Tiere aus dem Felsen sprudeln.«

      Moses ruft also das Volk zusammen und sagt: »Vertraut ihr immer noch nicht auf Gott? Sollen Aaron und ich Wasser aus diesem Felsen sprudeln lassen?« Dann schlägt Moses zwei Mal mit einem Stab gegen den Felsen. Ein großer Wasserstrahl kommt hervor. Es gibt genug Wasser für das Volk und die Tiere.

      Aber Jehova ist böse auf Moses und Aaron. Weißt du, warum? Weil Moses und Aaron gesagt haben, sie selber würden Wasser aus dem Felsen sprudeln lassen. Dabei war es Jehova. Weil Moses und Aaron nicht die Wahrheit gesagt haben, bestraft Jehova sie. Er sagt: »Ihr werdet nicht mit meinem Volk nach Kanaan gehen.«

      Die Israeliten wandern von Kadesch aus weiter. Kurz danach kommen sie zum Berg Hor. Dort auf dem Berg stirbt Aaron. Er ist 123 Jahre alt geworden. Die Israeliten sind sehr traurig und das ganze Volk weint 30 Tage lang um Aaron. Sein Sohn Eleasar wird der nächste Hohe Priester.

      4. Mose 20:1-13, 22-29; 5. Mose 29:5; Nehemia 9:21

      Studienfragen

  • Die Kupferschlange
    Mein Buch mit biblischen Geschichten
    • Israeliten werden von Schlangen gebissen und schauen zur Kupferschlange, die Moses gemacht hat

      GESCHICHTE 41

      Die Kupferschlange

      IST die Schlange an diesem Pfahl echt? Nein. Sie ist aus Kupfer. Jehova hat zu Moses gesagt, er soll sie an einem Pfahl festmachen, damit die Leute sie anschauen können und nicht sterben müssen. Die anderen Schlangen auf dem Boden sind aber echt. Sie beißen die Leute. Weißt du, warum?

      Die Israeliten haben gegen Gott und Moses geredet. Sie haben sich beschwert: »Habt ihr uns nur aus Ägypten geholt, damit wir in der Wüste sterben? Hier gibt es nichts zu essen und auch kein Wasser. Und das Manna wollen wir auch nicht mehr.«

      Das Manna ist aber etwas Gutes. Jehova hat es ihnen durch ein Wunder gegeben. Und Wasser hat er ihnen auch durch ein Wunder gegeben. Doch die Israeliten sind nicht damit zufrieden, wie Gott für sie sorgt. Deswegen schickt Jehova Giftschlangen, um sie zu bestrafen. Die Israeliten werden von den Schlangen gebissen und viele sterben.

      Da geht das Volk zu Moses und sagt: »Wir haben gesündigt, weil wir gegen Jehova und gegen dich geredet haben. Bete doch zu Jehova, dass er diese Schlangen wegnimmt.«

      Moses und die Kupferschlange

      Also betet Moses für das Volk. Jehova sagt ihm, er soll eine Kupferschlange machen und an einem Pfahl befestigen. Jeder, der gebissen worden ist, soll sie anschauen. Moses tut genau das, was Gott gesagt hat. Die Leute, die gebissen worden sind, schauen die Kupferschlange an und werden wieder gesund.

      Daraus können wir etwas lernen. Uns allen geht es nämlich so ähnlich wie den Israeliten, die von den Schlangen gebissen wurden. Wir müssen alle sterben. Du hast bestimmt schon gemerkt, dass Menschen alt und krank werden und sterben. Das ist deswegen so, weil die ersten Menschen, Adam und Eva, Jehova untreu geworden sind. Und wir kommen ja alle von Adam und Eva. Doch Jehova hat dafür gesorgt, dass wir einmal ewig leben können.

      Jehova hat seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde geschickt. Jesus wurde an einen Pfahl gehängt, weil viele Leute dachten, er wäre böse. Dabei hatte Jehova ihn geschickt, um uns zu retten. Wenn wir zu ihm aufblicken, also wenn wir uns ein Beispiel an ihm nehmen, bekommen wir ewiges Leben. Doch darüber werden wir später noch mehr lernen.

      4. Mose 21:4-9; Johannes 3:14, 15

      Studienfragen

  • Ein Esel redet
    Mein Buch mit biblischen Geschichten
    • Der Esel redet zu Bileam, weil ein Engel den Weg blockiert

      GESCHICHTE 42

      Ein Esel redet

      HAST du schon mal gehört, dass ein Esel redet? Du wirst jetzt bestimmt sagen, dass Tiere gar nicht reden können. Die Bibel erzählt aber von einem Esel, der doch geredet hat. Mal sehen, wie das kam.

      Die Israeliten sind kurz davor, in das Land Kanaan zu ziehen. Balak, der König von Moab, hat Angst vor ihnen. Deswegen lässt er einen klugen Mann mit Namen Bileam rufen, der den Israeliten Unglück wünschen soll. Balak verspricht ihm eine Menge Geld dafür. Da nimmt Bileam seinen Esel und macht sich auf den Weg zu Balak.

      Jehova möchte aber nicht, dass jemand seinem Volk Unglück wünscht. Also schickt er einen Engel mit einem langen Schwert, der Bileam den Weg versperren soll. Bileam kann den Engel nicht sehen, aber sein Esel sieht ihn. Der Esel versucht immer wieder, dem Engel auszuweichen, und zum Schluss legt er sich einfach hin. Bileam ärgert sich sehr darüber und schlägt den Esel mit einem Stock.

      Auf einmal lässt Jehova den Esel sprechen. Der Esel fragt: »Was hab ich dir denn getan, dass du mich schlägst?«

      Da sagt Bileam: »Du denkst wohl, du kannst machen, was du willst. Wenn ich ein Schwert hätte, würde ich dich töten!«

      »Hab ich dich irgendwann schon mal enttäuscht?«, fragt der Esel.

      »Nein«, antwortet Bileam.

      Jehova lässt Bileam nun den Engel mit dem Schwert sehen. Der Engel sagt: »Warum hast du deinen Esel geschlagen? Ich habe dir den Weg versperrt, weil du Israel nichts Schlechtes wünschen sollst. Wenn dein Esel mir nicht ausgewichen wäre, hätte ich dich getötet, und dem Esel hätte ich nichts getan.«

      Bileam sagt: »Ich habe etwas Verkehrtes gemacht. Ich wusste ja nicht, dass du im Weg stehst.« Der Engel macht nun den Weg frei und Bileam geht zu Balak. Stell dir vor, er versucht immer noch, Israel Unglück zu wünschen. Doch Jehova wandelt die bösen Wünsche drei Mal in einen Segen um.

      4. Mose 21:21-35; 22:1-40; 23:1-30; 24:1-25

      Studienfragen

  • Josua wird der neue Anführer
    Mein Buch mit biblischen Geschichten
    • Josua, Moses und der Priester Eleasar

      GESCHICHTE 43

      Josua wird der neue Anführer

      MOSES wollte gerne mit den Israeliten nach Kanaan. Er sagte: »Jehova, lass mich bitte den Jordan überqueren und das gute Land sehen.« Doch Jehova antwortete: »Hör auf! Sprich nie mehr darüber!« Weißt du, warum Jehova das gesagt hat?

      Moses hatte doch gegen den Felsen geschlagen und dann sprudelte Wasser heraus. Moses und Aaron gaben aber nicht Jehova die Ehre dafür. Sie sagten dem Volk nicht, dass Jehova das Wasser aus dem Felsen kommen ließ. Deswegen durften sie nicht mit nach Kanaan.

      Ein paar Monate nach dem Tod von Aaron forderte Jehova Moses auf: »Hol Josua und stell ihn vor den Priester Eleasar und das Volk. Sag dann vor allen Leuten, dass Josua der neue Anführer ist.« Moses tat genau das, was Jehova sagte. Das kannst du auf dem Bild sehen.

      Dann sagte Jehova zu Josua: »Sei mutig und stark. Du wirst die Israeliten nach Kanaan bringen — in das Land, das ich ihnen versprochen habe. Und ich werde dir immer helfen.«

      Später sollte Moses auf den Berg Nebo im Land Moab steigen. Von dort aus konnte er über den Jordan schauen und das schöne Land Kanaan sehen. Jehova sagte nun: »Dieses Land habe ich den Kindern von Abraham, Isaak und Jakob versprochen. Du darfst es sehen, darfst aber nicht mit dorthin gehen.«

      Oben auf dem Berg Nebo ist Moses dann gestorben. Er wurde 120 Jahre alt. Er war bis zum Schluss kräftig und konnte noch gut sehen. Die Israeliten waren sehr traurig und weinten, weil Moses tot war. Aber sie freuten sich, dass Josua der neue Anführer wurde.

      4. Mose 27:12-23; 5. Mose 3:23-29; 31:1-8, 14-23; 32:45-52; 34:1-12

      Studienfragen

  • Rahab hilft den Kundschaftern
    Mein Buch mit biblischen Geschichten
    • Rahab und einer der Spione an ihrem Fenster mit der roten Schnur

      GESCHICHTE 44

      Rahab hilft den Kundschaftern

      DIE Männer hier sind in Gefahr. Sie müssen schnell weg, sonst werden sie umgebracht. Es sind Israeliten, und die Frau, die ihnen hilft, heißt Rahab. Rahab wohnt in einem Haus auf der Stadtmauer von Jericho. Wir werden gleich sehen, warum die Männer in Gefahr sind.

      Die Israeliten sind bereit, den Jordan zu überqueren und nach Kanaan zu gehen. Aber vorher schickt Josua zwei Kundschafter los. Er sagt zu ihnen: »Schaut euch in dem Land und in der Stadt Jericho um.«

      Einer der Spione klettert mithilfe von Rahabs roter Schnur die Wand hinunter

      Als die Kundschafter in Jericho sind, gehen sie zum Haus von Rahab. Da meldet jemand dem König von Jericho: »Heute Abend sind zwei Israeliten hierher gekommen. Sie wollen das Land ausspionieren.« Der König schickt ein paar seiner Leute zu Rahab mit dem Befehl: »Hol die Männer her, die bei dir im Haus sind!« Doch Rahab hat die Kundschafter auf dem Dach versteckt. Sie sagt: »Ja, es sind Männer zu mir gekommen, aber ich wusste nicht, woher sie waren. Sie sind weggegangen, als es dunkel wurde, bevor das Stadttor geschlossen wird. Wenn ihr euch beeilt, könnt ihr sie noch einholen.« Da jagen sie ihnen nach.

      Als sie weg sind, geht Rahab schnell aufs Dach hinauf. »Ich weiß, dass Jehova euch dieses Land geben wird«, sagt sie zu den Kundschaftern. »Wir haben gehört, wie er das Rote Meer ausgetrocknet hat, als ihr aus Ägypten gekommen seid, und wie ihr die Könige Sihon und Og getötet habt. Bitte seid gut zu mir. Ich bin ja auch gut zu euch gewesen. Und versprecht mir, dass ihr auch meine Eltern und meine Geschwister rettet.«

      Die Kundschafter versprechen es. Aber Rahab muss etwas dafür tun. »Nimm diese rote Schnur und binde sie an dein Fenster«, sagen die Kundschafter. »Hol alle deine Verwandten in dein Haus. Wenn wir nach Jericho kommen, werden wir die Schnur an deinem Fenster sehen. Wir werden dann niemanden in deinem Haus töten.« Die Kundschafter gehen nun wieder zu Josua und erzählen ihm alles.

      Josua 2:1-24; Hebräer 11:31

      Studienfragen

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