-
30. Bibelbuch — Amos„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
-
-
3. (a) Wieso war die unheilvolle Botschaft zeitgemäß? (b) Wie rühmte Amos Jehovas Souveränität?
3 Der Name Amos bedeutet „Getragen“ oder „Die Last tragend“. Als Amos Israel und Juda (und auch zahlreichen heidnischen Nationen) unheilvolle Botschaften brachte, überbrachte er auch eine tröstliche Botschaft von der Wiederherstellung des Volkes Jehovas. Es gab allen Grund, eine unheilvolle Last in Israel auszusprechen. Wohlstand, luxuriöses Leben und Zügellosigkeit waren an der Tagesordnung. Das Gesetz Jehovas hatten die Menschen vergessen. Ihr scheinbares Gedeihen machte sie gegenüber der Tatsache blind, daß sie wie überreifes Obst schon in Fäulnis übergegangen waren, die schließlich zur Vernichtung führt. Amos prophezeite, daß in nur ein paar Jahren das Zehn-Stämme-Königreich ins Exil jenseits von Damaskus gehen würde. Hierbei rühmte er die Gerechtigkeit und Souveränität Jehovas, den er 21mal als den ‘Souveränen Herrn’ bezeichnet (Am. 1:8).
-
-
30. Bibelbuch — Amos„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
-
-
Und Israel? Jehova vertilgte die furchtbaren Amoriter für die Israeliten und gab ihnen das gute Land. Er erweckte Nasiräer und Propheten unter ihnen, aber sie veranlaßten die Nasiräer, ihr Gelübde zu brechen, und befahlen den Propheten: „Ihr sollt nicht prophezeien“ (2:12). Deshalb läßt Jehova ihre Grundlagen wie einen mit frisch geschnittenem Getreide beladenen Wagen schwanken. Und ihre Starken, sie werden nackt fliehen.
9. Wodurch wird bewiesen, daß Jehova gesprochen hat, und gegen wen prophezeit Amos vor allem?
9 Die Abrechnung mit Israel (3:1—6:14). Durch treffende Veranschaulichungen betont Amos, daß sein Prophezeien an sich beweist, daß Jehova gesprochen hat. „Denn der Souveräne Herr Jehova wird kein Ding tun, es sei denn, er habe seine vertrauliche Sache seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart. ... Der Souveräne Herr Jehova selbst hat geredet! Wer wird nicht prophezeien?“ (3:7, 8). Amos prophezeit vor allem gegen die in Samaria wohnenden luxusliebenden Plünderer. Jehova wird sie von ihren prächtigen Ruhebetten herunterreißen, und ihre Elfenbeinhäuser werden zugrunde gehen.
10. Woran erinnert Jehova Israel, und welcher unheilvolle Tag soll herbeikommen?
10 Jehova zählt seine Züchtigungen und Zurechtweisungen Israels auf. Fünfmal erinnert er die Israeliten: „Ihr kehrtet nicht zu mir um.“ Daher, o Israel, „mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen“ (4:6-12). Amos stimmt ein prophetisches Klagelied an: „Die Jungfrau Israel ist gefallen; sie kann nicht wieder aufstehen. Sie ist auf ihrem eigenen Boden verlassen worden; niemand richtet sie auf“ (5:2). Jedoch fordert Jehova, der Schöpfer wunderbarer Dinge im Himmel und auf der Erde, Israel weiterhin auf, nach ihm zu suchen und am Leben zu bleiben. Ja, „sucht das Gute und nicht das Böse, damit ihr am Leben bleibt“ (5:4, 6, 14). Was wird der Tag Jehovas aber für die Israeliten bedeuten? Es wird ein unheilvoller Tag sein. Wie ein Sturzbach wird er sie ins Exil jenseits von Damaskus spülen, und die elfenbeingeschmückten Häuser, in denen sie sich zu Gastmählern rekelten, werden in Trümmer gelegt werden.
-
-
30. Bibelbuch — Amos„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
-
-
12. Welche Hungersnot wird für Israel vorhergesagt, aber mit welcher großartigen Verheißung schließt die Prophezeiung?
12 Bedrückung, Strafe und Wiederherstellung (8:1 bis 9:15). Jehova zeigt Amos einen Korb Sommerfrüchte. Er verurteilt Israels Bedrückung der Armen und schwört „bei Jakobs HOHEIT“, daß die Israeliten aufgrund ihrer schlechten Werke werden trauern müssen. „ ‚Siehe! Es kommen Tage‘, ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova, ‚und ich will einen Hunger in das Land senden, einen Hunger, nicht nach Brot, und einen Durst, nicht nach Wasser, sondern die Worte Jehovas zu hören‘ “ (8:7, 11). Sie werden fallen und nicht mehr aufstehen. Jehovas Hand wird sie ergreifen, ob sie hinab in den Scheol graben oder zu den Himmeln aufsteigen. Die Sünder seines Volkes werden durch das Schwert sterben.
-