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11. Bibelbuch — 1. Könige„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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13. Wie kommt es zur Teilung des Königreiches zu Beginn der Herrschaft Rehabeams, und wie versucht Jerobeam, sein Königtum zu sichern?
13 Das Königreich geteilt (12:1—14:20). Jerobeam kehrt aus Ägypten zurück und geht mit dem Volk hinauf, um bei Rehabeam Erleichterung von all den Lasten zu erbitten, die Salomo ihnen auferlegt hat. Statt auf den weisen Rat der Älteren in Israel hört Rehabeam auf die jungen Männer und mehrt die Mühsale. Israel erhebt sich zum Aufruhr und macht Jerobeam zum König über die nördlichen zehn Stämme. Rehabeam, dem nur Juda und Benjamin geblieben sind, versammelt ein Heer, um gegen die Aufrührer zu kämpfen, er kehrt aber auf Jehovas Befehl zurück. Jerobeam erbaut Sichem als seine Hauptstadt, fühlt sich aber immer noch unsicher. Er fürchtet, daß das Volk nach Jerusalem zurückkehren wird, um Jehova anzubeten, und daß es so wieder unter Rehabeam kommt. Um das zu verhindern, stellt er zwei goldene Kälber auf, und zwar eines in Dan und eines in Bethel, und die Priester, die die Anbetung leiten sollen, wählt er nicht aus dem Stamm Levi aus, sondern unter dem allgemeinen Volk.d
14. Welche prophetische Warnung wird gegen Jerobeams Haus ausgesprochen, und welche Widerwärtigkeiten beginnen?
14 Während Jerobeam Opfergaben auf dem Altar in Bethel darbringt, sendet Jehova einen Propheten, um ihn warnend darauf aufmerksam zu machen, daß er aus Davids Linie einen König namens Josia erwecken werde, der entschieden gegen diesen Altar der falschen Anbetung vorgehen würde. Als Vorzeichen wird der Altar auf der Stelle auseinandergerissen. Der Prophet selbst wird später von einem Löwen getötet, weil er Jehovas Anweisung mißachtet hat, während seiner Mission nicht zu essen oder zu trinken. Von nun an wird Jerobeams Haus von Widerwärtigkeiten heimgesucht. Als Gericht von Jehova stirbt sein Kind, und Gottes Prophet Ahija sagt voraus, Jerobeams Haus werde wegen seiner großen Sünde, daß er falsche Götter in Israel aufgestellt hat, vollständig ausgerottet werden. Nach 22jähriger Regierungszeit stirbt Jerobeam, und sein Sohn Nadab wird an seiner Stelle König.
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11. Bibelbuch — 1. Könige„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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16. Welche stürmischen Ereignisse treten nun in Israel ein, und warum?
16 In Israel: Nadab, Bascha, Ela, Simri, Tibni, Omri und Ahab (15:25—16:34). Welch ein böses Volk! Bascha ermordet Nadab, nachdem dieser nur zwei Jahre regiert hat, und leistet ganze Arbeit, indem er das gesamte Haus Jerobeams vernichtet. Er setzt die falsche Anbetung fort und auch den Kampf gegen Juda. Jehova sagt voraus, mit Baschas Haus gründlich aufzuräumen, wie er es mit Jerobeams Haus getan hat. Nach Baschas 24jähriger Regierung folgt ihm sein Sohn Ela, der zwei Jahre später von seinem Diener Simri ermordet wird. Sobald Simri den Thron eingenommen hat, schlägt er das ganze Haus Baschas nieder. Als das Volk davon hört, macht es Omri, den Heerobersten, zum König und kommt gegen Tirza, Simris Hauptstadt, herauf. Als Simri sieht, daß alles verloren ist, steckt er das Haus des Königs über sich in Brand, so daß er stirbt. Nun versucht Tibni, als Gegenkönig zu regieren, aber nach einiger Zeit überwältigen ihn die Anhänger Omris und töten ihn.
17. (a) Wofür ist Omris Regierung bekannt? (b) Weshalb gerät die wahre Anbetung während Ahabs Regierung auf ihren tiefsten Stand?
17 Omri kauft den Berg Samaria und erbaut dort die Stadt Samaria. Er wandelt weiterhin auf all den Wegen Jerobeams, indem er Jehova durch Götzenanbetung erzürnt. In der Tat, er ist schlechter als all die anderen vor ihm. Nachdem er 12 Jahre regiert hat, stirbt er, und Ahab, sein Sohn, wird König. Ahab heiratet Isebel, die Tochter des Königs von Sidon, und errichtet dann in Samaria dem Baal einen Altar. Er übertrifft an Bosheit alle, die ihm vorangegangen sind. Zu dieser Zeit baut Hiel, der Betheliter, die Stadt Jericho unter Einbuße seines erstgeborenen Sohnes und seines jüngsten Sohnes wieder auf. Die wahre Anbetung ist auf ihrem tiefsten Stand.
18. Mit welchem Ausspruch beginnt Elia sein prophetisches Werk in Israel, und wie hebt er den wahren Grund für Israels Schwierigkeiten hervor?
18 Elias prophetisches Werk in Israel (17:1—22:40). Plötzlich erscheint ein Bote von Jehova auf dem Schauplatz. Es ist Elia, der Tischbiter.e Wirklich erschreckend ist sein erster Ausspruch an König Ahab: „So wahr Jehova, der Gott Israels, lebt, vor dem ich ja stehe, es wird während dieser Jahre weder Tau noch Regen geben, außer auf Befehl meines Wortes!“ (17:1). Ebenso plötzlich zieht sich Elia auf Jehovas Anweisung in ein Tal östlich des Jordan zurück. In Israel herrscht Dürre, aber Raben bringen Elia Nahrung. Als der Bach des Tales austrocknet, sendet Jehova seinen Propheten nach Zarephath in Sidon, damit er dort wohne. Wegen der Freundlichkeit einer Witwe gegenüber Elia sorgt Jehova auf wunderbare Weise dafür, daß deren kleiner Vorrat an Mehl und Öl nicht ausgeht, so daß sie und ihr Sohn nicht vor Hunger sterben. Später wird der Sohn krank und stirbt, aber auf Elias Bitte bringt Jehova das Kind wieder zum Leben. Im dritten Jahr der Dürre sendet dann Jehova Elia wieder zu Ahab. Ahab beschuldigt Elia, Israel in Verruf zu bringen, aber Elia sagt freimütig zu Ahab: „Du und das Haus deines Vaters“ habt das getan, weil ihr den Baalen nachgefolgt seid (18:18).
19. Wie kommt es zu dem Streitfall, wer der wahre Gott ist, und wie wird Jehovas Oberhoheit bewiesen?
19 Elia fordert Ahab auf, all die Propheten Baals auf dem Berg Karmel zu versammeln. Es wird nicht mehr möglich sein, auf zwei verschiedenen Meinungen zu hinken. Es geht um den Streitfall: Jehova gegen Baal! Vor dem ganzen Volk bereiten die 450 Baalspriester einen Stier zu, legen ihn auf das Holz auf dem Altar und beten, daß Feuer herabkommen und das Opfer verzehren möge. Vom Morgen bis zum Mittag rufen sie Baal vergeblich an, und zwar unter dem Spott von Elia. Sie kreischen, und sie schneiden sich, aber keine Antwort! Dann baut der Prophet Elia allein einen Altar im Namen Jehovas und bereitet das Holz und den Stier für das Opfer zu. Er läßt das Opfer und das Holz vom Volk dreimal mit Wasser durchtränken, und dann betet er zu Jehova: „Antworte mir, o Jehova, antworte mir, damit dieses Volk erkenne, daß du, Jehova, der wahre Gott bist.“ Darauf fällt Feuer vom Himmel herab und verzehrt das Opfer, das Holz, die Altarsteine, den Staub und das Wasser. Als alle das sehen, fallen sie sofort auf ihr Angesicht und sagen: „Jehova ist der wahre Gott! Jehova ist der wahre Gott!“ (18:37, 39). Tod den Propheten Baals! Elia sorgt selbst für das Töten, so daß keiner entkommt. Dann läßt Jehova es regnen, wodurch die Dürre in Israel beendet wird.
20. (a) Wie erscheint Jehova Elia am Horeb, und welche Anweisung und welchen Trost gibt er? (b) Welche Sünde und welches Verbrechen werden von Ahab begangen?
20 Als die Nachricht von Baals Erniedrigung Isebel erreicht, trachtet sie Elia nach dem Leben. Aus Furcht flieht er mit seinem Diener in die Wildnis, und Jehova führt ihn zum Horeb. Dort erscheint ihm Jehova — nein, nicht auffällig in einem Wind oder einem Beben oder einem Feuer, sondern mit einer „ruhigen, leisen Stimme“ (19:11, 12). Jehova sagt ihm, er solle Hasael zum König von Syrien salben, Jehu zum König über Israel und Elisa zum Propheten an seiner Statt. Er tröstet Elia mit der Nachricht, daß 7 000 in Israel sich nicht vor Baal niedergebeugt haben. Elia geht sofort dazu über, Elisa zu salben, indem er sein Amtsgewand auf ihn wirft. Ahab erringt nun zwei Siege über die Syrer, wird aber von Jehova gescholten, weil er mit ihrem König einen Bund macht, statt ihn zu töten. Dann kommt die Angelegenheit mit Naboth, dessen Weingarten Ahab begehrt. Isebel stellt falsche Zeugen, die Naboth verleumden, und läßt ihn zu Tode bringen, so daß sich Ahab den Weingarten aneignen kann. Welch unverzeihliches Verbrechen!
21. (a) Welches Unheil verkündet Elia für Ahab und sein Haus sowie für Isebel? (b) Welche Prophezeiung erfüllt sich bei Ahabs Tod?
21 Wieder erscheint Elia. Er sagt Ahab, daß dort, wo Naboth gestorben sei, Hunde auch sein Blut auflecken würden und daß sein Haus ebenso vollständig ausgerottet werde wie das des Jerobeam und das des Bascha. Hunde würden Isebel auf dem Stück Land von Jesreel auffressen. „Keiner, ohne Ausnahme, hat sich wie Ahab erwiesen, der sich verkauft hat, zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, den Isebel, seine Frau, aufreizte“ (21:25). Weil Ahab sich jedoch erniedrigt, als er die Worte Elias hört, sagt Jehova, das Unglück werde nicht in seinen Tagen kommen, sondern in den Tagen seines Sohnes. Ahab schließt sich nun mit Josaphat, dem König von Juda, im Kampf gegen Syrien zusammen, und entgegen dem Rat Michas, des Propheten Jehovas, ziehen sie hinaus, um zu kämpfen. Ahab stirbt an Verwundungen, die er in der Schlacht erhält. Als sein Wagen unten am Teich von Samaria gewaschen wird, lecken Hunde sein Blut auf, genau wie Elia es prophezeit hat. Ahasja, sein Sohn, wird an seiner Stelle König von Israel.
22. Was kennzeichnet die Regierung Josaphats in Juda und Ahasjas in Israel?
22 Josaphat regiert in Juda (22:41-53). Josaphat, der Ahab in die Schlacht gegen Syrien begleitet hat, ist wie sein Vater Asa Jehova treu, aber er versäumt es, die Höhen falscher Anbetung völlig auszumerzen. Nachdem er 25 Jahre lang geherrscht hat, stirbt er, und Joram, sein Sohn, wird König. Im Norden, in Israel, tritt Ahasja in die Fußstapfen seines Vaters, indem er Jehova durch seine Baalsanbetung erzürnt.
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12. Bibelbuch — 2. Könige„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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5. Welchen Tadel und welches Urteil spricht Elia über Ahasja aus, und warum?
5 Ahasja, König von Israel (1:1-18). Dieser Sohn Ahabs erkrankt nach einem Sturz in seinem Haus. Er will Baal-Sebub, den Gott von Ekron, befragen lassen, ob er wieder gesund wird. Elia, der Prophet Jehovas, fängt die Boten ab und schickt sie zum König zurück. Er tadelt ihn dafür, daß er nicht den wahren Gott befragt, und läßt ihm sagen, daß er bestimmt sterben wird, weil er sich nicht dem Gott Israels zuwendet. Als der König einen Obersten mit 50 Mann schickt, um Elia zu ergreifen und zum König zu bringen, ruft der Prophet Feuer vom Himmel herab, das sie verzehrt. Dasselbe widerfährt einem zweiten Obersten mit seinen 50. Ein dritter Oberster wird mit 50 Männern losgeschickt, doch diesmal verschont Elia ihr Leben wegen der respektvollen Bitte des Obersten. Elia begleitet sie zum König und spricht ein weiteres Mal das Todesurteil über Ahasja aus. Wie von Elia vorausgesagt, stirbt der König. Daraufhin wird Joram, der Bruder Ahasjas, König über Israel, weil Ahasja keinen Sohn hat, der seinen Platz einnehmen könnte.
6. Unter welchen Umständen scheidet Elia von Elisa, und wie zeigt sich kurz darauf, daß sich der „Geist Elias“ auf Elisa niedergelassen hat?
6 Elisa wird Nachfolger Elias (2:1-25). Für Elia ist die Zeit gekommen, hinweggenommen zu werden. Elisa begleitet ihn auf einer Reise von Gilgal zunächst nach Bethel, dann nach Jericho und schließlich über den Jordan, dessen Wasser Elia teilt, indem er sie mit seinem Amtsgewand schlägt. Als Elisa durch einen feurigen Kriegswagen und feurige Pferde von Elia getrennt wird und sieht, wie dieser in einem Windsturm hinauffährt, erhält er die verheißenen zwei Anteile an Elias Geist. Schon kurz darauf beweist er, daß sich der „Geist Elias“ auf ihm niedergelassen hat (2:15). Er hebt das herabgefallene Gewand Elias auf und teilt damit erneut die Wasser. Dann heilt er das schlechte Wasser von Jericho. Auf dem Weg nach Bethel wird er von kleinen Buben verhöhnt: „Geh hinauf, du Kahlkopf! Geh hinauf, du Kahlkopf!“ (2:23). Elisa ruft Jehova an, und zwei Bärinnen kommen aus dem Wald, die 42 dieser jugendlichen Übeltäter töten.
7. Weshalb rettet Jehova Josaphat und Joram?
7 Joram, König von Israel (3:1-27). Auch dieser König tut, was böse ist in Jehovas Augen, da er an den Sünden Jerobeams festhält. Der König von Moab war Israel bisher tributpflichtig, doch nun lehnt er sich auf; König Josaphat von Juda und der König von Edom kommen Joram im Kampf gegen Moab zu Hilfe. Bevor es jedoch zum Angriff kommt, geraten ihre Heere in ein wasserloses Gebiet und sind daran, zugrunde zu gehen. Die drei Könige gehen hinab zu Elisa, um Jehova, seinen Gott, zu befragen. Wegen des treuen Josaphat rettet Jehova sie und gibt ihnen den Sieg über Moab.
8. Welche weiteren Wunder vollbringt Elisa?
8 Weitere Wunder Elisas (4:1—8:15). Die Witwe eines der Söhne der Propheten bittet Elisa um Hilfe, da ihre Gläubiger ihre beiden Söhne als Sklaven holen wollen. Durch ein Wunder vermehrt er den kleinen Ölvorrat in ihrem Haus, so daß sie genug verkaufen kann, um ihre Schulden zu bezahlen. Eine Frau aus Sunem, die Elisa als Propheten des wahren Gottes anerkennt, bereitet zusammen mit ihrem Mann für ihn ein Zimmer, das er benutzen kann, wenn er in der Stadt ist. Wegen ihrer Freundlichkeit segnet Jehova die Frau mit einem Sohn. Einige Jahre später wird das Kind krank und stirbt. Die Frau sucht sofort Elisa auf. Er begleitet sie zu ihrem Haus und erweckt durch Jehovas Macht das Kind zum Leben. Elisa kehrt zu den Söhnen der Propheten nach Gilgal zurück und beseitigt durch ein Wunder den „Tod ... im Topf“, indem er bewirkt, daß giftige Kürbisse niemandem schaden. Dann speist er 100 Männer mit 20 Gerstenbroten, und sie haben trotzdem noch „Übriggebliebenes“ (4:40, 44).
9. Welche Wunder wirkt Elisa in Verbindung mit Naaman und mit einem Axteisen?
9 Naaman, der syrische Heeroberste, ist aussätzig. Ein gefangenes israelitisches Mädchen erzählt Naamans Frau, daß es in Samaria einen Propheten gibt, der ihn heilen kann. Daraufhin reist Naaman zu Elisa, der sich jedoch nicht persönlich mit ihm beschäftigt, sondern ihm lediglich ausrichten läßt, er solle hingehen und sich siebenmal im Jordan baden. Naaman ist aufgebracht über diese scheinbare Respektlosigkeit. Sind die Flüsse von Damaskus nicht besser als die Wasser Israels? Man bewegt ihn jedoch dazu, auf Elisa zu hören, und er wird geheilt. Elisa weigert sich, ein Geschenk als Belohnung anzunehmen; doch sein Diener Gehasi läuft Naaman später nach und bittet in Elisas Namen um eine Gabe. Als Gehasi bei seiner Rückkehr Elisa zu täuschen versucht, wird er mit Aussatz geschlagen. Elisa wirkt ein weiteres Wunder, indem er ein Axteisen zum Schwimmen bringt.
10. Wie kommt es, daß die überlegenen Streitkräfte Jehovas sichtbar gemacht werden, und wie veranlaßt Elisa, daß die Syrer unverrichteter Dinge heimkehren?
10 Elisa warnt den König von Israel vor einem Plan der Syrer, ihn zu töten, woraufhin der König von Syrien eine Streitmacht nach Dothan schickt, um Elisa gefangenzunehmen. Elisas Diener gerät in Furcht, als er die Stadt von den syrischen Heeren umzingelt sieht. Elisa versichert ihm jedoch: „Fürchte dich nicht, denn mehr sind derer, die mit uns sind, als derer, die mit ihnen sind.“ Dann bittet er Jehova, seinen Diener die große Streitmacht sehen zu lassen, die mit ihm ist. ‘Und siehe, die Berggegend ist voll von Pferden und Kriegswagen aus Feuer rings um Elisa her’ (6:16, 17). Als die Syrer angreifen, betet der Prophet wieder zu Jehova; daraufhin werden die Syrer mit geistiger Blindheit geschlagen und zum König von Israel geführt. Elisa läßt jedoch nicht zu, daß sie zu Tode gebracht werden, sondern veranlaßt den König, ihnen ein Festmahl zu bereiten und sie nach Hause zu schicken.
11. Wie erfüllen sich Elisas Prophezeiungen über die Syrer und Ben-Hadad?
11 Später belagert Ben-Hadad, der König von Syrien, Samaria, und es herrscht große Hungersnot. Der König von Israel gibt Elisa die Schuld, aber der Prophet sagt für den folgenden Tag einen Überfluß an Nahrung voraus. In der Nacht läßt Jehova die Syrer das Geräusch einer großen Streitmacht hören, so daß sie fliehen und den Israeliten ihre gesamten Vorräte zurücklassen. Nach einiger Zeit erkrankt Ben-Hadad. Als ihm berichtet wird, daß Elisa nach Damaskus gekommen ist, schickt er Hasael zu ihm, um zu fragen, ob er sich wieder erholen wird. Aus Elisas Antwort geht hervor, daß der König sterben und Hasael seine Stelle einnehmen wird. Um darin sicherzugehen, tötet Hasael den König und übernimmt das Königtum.
12. Was für ein König ist Josaphats Sohn Joram?
12 Joram, König von Juda (8:16-29). Inzwischen ist in Juda Josaphats Sohn Joram König geworden. Er erweist sich um keinen Deut besser als die Könige von Israel, da auch er böse handelt in Jehovas Augen. Seine Frau ist Athalja, die Tochter Ahabs, deren Bruder, der ebenfalls Joram heißt, in Israel regiert. Beim Tod Jorams von Juda wird sein Sohn Ahasja König in Jerusalem.
13. Welchen Blitzfeldzug führt Jehu nach seiner Salbung?
13 Jehu, König von Israel (9:1—10:36). Elisa sendet einen der Söhne der Propheten zu Jehu mit dem Auftrag, ihn zum König über Israel zu salben und ihn zu beauftragen, das gesamte Haus Ahabs niederzuschlagen. Jehu verliert keine Zeit. Er macht sich sofort auf den Weg zu Joram, dem König von Israel, der sich in Jesreel von seinen Kriegsverletzungen erholt. Der Wächter, der die wogende Menge von Männern näher kommen sieht, berichtet schließlich dem König: „Das Fahren ist wie das Fahren Jehus, des Enkels Nimschis, denn er fährt wahnsinnig“ (9:20). Joram von Israel und Ahasja von Juda fragen Jehu, in welcher Absicht er komme. Jehu stellt daraufhin die Frage: „Was für ein Frieden könnte es sein, solange es die Hurereien Isebels, deiner Mutter, und ihre vielen Zaubereien gibt?“ (9:22). Als sich Joram zur Flucht wendet, schießt Jehu ihm einen Pfeil durchs Herz. Sein Leichnam wird auf das Feld Naboths geworfen — eine weitere Vergeltung für das unschuldige Blut, das Ahab vergossen hat. Später jagen Jehu und seine Männer Ahasja nach; sie strecken ihn nieder, und er stirbt in Megiddo. So bringt Jehus erster Blitzfeldzug zwei Königen den Tod.
14. Wie erfüllt sich Elias Prophezeiung über Isebel?
14 Jetzt ist Isebel an der Reihe. Als der triumphierende Jehu in Jesreel einreitet, erscheint sie schön herausgeputzt am Fenster. Auf Jehu macht das jedoch keinen Eindruck. „Laßt sie herunterfallen!“ ruft er einigen Dienern zu. Sie wird heruntergeworfen, und ihr Blut spritzt auf die Mauer und auf die Pferde, die sie zertrampeln. Später will man sie begraben, findet von ihr jedoch nur noch den Schädel, die Füße und die Handteller. In Erfüllung der Prophezeiung Elias ‘haben Hunde sie gefressen, und sie ist auf dem Stück Land von Jesreel wie Dünger geworden’ (2. Kö. 9:33, 36, 37; 1. Kö. 21:23).
15. Welche unterschiedlichen Begegnungen hat Jehu auf dem Weg nach Samaria?
15 Nun ordnet Jehu die Hinrichtung der 70 Söhne Ahabs an, und er schichtet ihre Köpfe am Tor von Jesreel auf. Alle Befürworter Ahabs in Jesreel werden niedergestreckt. Jetzt auf nach Samaria, der Hauptstadt Israels! Unterwegs trifft Jehu die 42 Brüder Ahasjas, die nach Jesreel wollen, da sie nicht wissen, was sich ereignet hat. Sie werden ergriffen und getötet. Aber dann kommt es zu einer Begegnung anderer Art. Jonadab, der Sohn Rechabs, geht Jehu entgegen. Auf Jehus Frage: „Ist dein Herz redlich mit mir, so wie mein eigenes Herz mit deinem Herzen?“ erwidert Jonadab: „Es ist’s.“ Dann läßt Jehu ihn zu sich in den Wagen steigen, damit er sich persönlich davon überzeugen kann, daß Jehu „keine Rivalität gegenüber Jehova“ duldet (2. Kö. 10:15, 16).
16. Wie gründlich geht Jehu gegen das Haus Ahabs und gegen Baal vor?
16 In Übereinstimmung mit dem Wort Jehovas an Elia vernichtet Jehu bei seiner Ankunft in Samaria alles, was vom Haus Ahabs übriggeblieben ist (1. Kö. 21:21, 22). Was ist jedoch mit dem abscheulichen Baalskult? Jehu erklärt: „Ahab einerseits hat Baal ein wenig angebetet. Jehu andererseits wird ihm sehr viel Anbetung darbringen“ (2. Kö. 10:18). Er ruft alle Dämonenanbeter zum Haus Baals, läßt sie Gewänder anlegen, die sie kenntlich machen, und vergewissert sich, daß unter ihnen kein Anbeter Jehovas ist. Dann schickt er seine Leute hinein, um sie zu töten, und sie lassen keinen einzigen entkommen. Das Haus Baals wird zerstört, und an dessen Stelle werden Aborte errichtet, die noch in den Tagen Jeremias existieren. ‘So vertilgt Jehu den Baal aus Israel’ (10:28).
17. Worin versagt Jehu, und wie beginnt Jehova, Strafe über Israel zu bringen?
17 Doch selbst der eifrige Jehu versagt. In welcher Hinsicht? Er dient den goldenen Kälbern, die Jerobeam in Bethel und Dan aufgestellt hat. Jehu gibt nicht acht, „mit seinem ganzen Herzen in dem Gesetz Jehovas, des Gottes Israels, zu wandeln“ (10:31). Weil er jedoch gegen das Haus Ahabs vorgegangen ist, verheißt Jehova, daß seine Nachkommen bis zur vierten Generation über Israel herrschen werden. In seinen Tagen beginnt Jehova, den östlichen Teil des Königreiches abzuschneiden, indem er Hasael von Syrien gegen Israel heraufbringt. Nach 28jähriger Regierungszeit stirbt Jehu, und sein Sohn Jehoahas folgt ihm auf den Thron.
18. Wie wird Athaljas Verschwörung in Juda durchkreuzt, und was ist an der Herrschaft des Joas bemerkenswert?
18 Joas, König von Juda (11:1—12:21). Die Königinmutter Athalja ist nicht nur dem Fleisch, sondern auch dem Geist nach eine Tochter Isebels. Als sie vom Tod ihres Sohnes Ahasja hört, ordnet sie die Hinrichtung der gesamten Königsfamilie an und reißt den Thron an sich. Nur Ahasjas kleiner Sohn Joas entgeht dem Tod, da man ihn verborgen hat. Im siebten Jahr der Regierung Athaljas läßt Jehojada, der Priester, Joas zum König salben und Athalja zu Tode bringen. Jehojada leitet das Volk in der Anbetung Jehovas, unterweist den jugendlichen König in seinen Pflichten Gott gegenüber und sorgt für die Ausbesserung des Hauses Jehovas. Durch ein Geschenk kann Joas einen Angriff Hasaels, des Königs von Syrien, abwenden. Nachdem Joas 40 Jahre in Jerusalem geherrscht hat, wird er von seinen Dienern ermordet, und Amazja, sein Sohn, beginnt an seiner Stelle als König zu regieren.
19. (a) Welche falsche Anbetung wird während der Herrschaft des Jehoahas und des Joas in Israel fortgesetzt? (b) Wie beendet Elisa seinen Lauf als Prophet Jehovas?
19 Jehoahas und Joas, Könige von Israel (13:1-25). Jehus Sohn Jehoahas setzt die Götzenanbetung fort, und Israel kommt unter die Herrschaft Syriens, wenngleich Jehoahas nicht entthront wird. Jehova befreit die Israeliten zur rechten Zeit, aber sie verharren in Jerobeams Kälberverehrung. Als Jehoahas stirbt, wird sein Sohn Joas an seiner Stelle König in Israel, noch während der andere Joas in Juda regiert. Joas von Israel verharrt in der Götzenanbetung seines Vaters. Bei seinem Tod wird sein Sohn Jerobeam König. Während der Regierungszeit des Joas erkrankt Elisa und stirbt, nachdem er seine letzte Prophezeiung geäußert hat, daß Joas die Syrer dreimal schlagen wird, was sich auch bewahrheitet. Das letzte Wunder, das Elisa zugeschrieben wird, geschieht nach seinem Tod, als man in seine Grabstätte einen Toten wirft, der lebend aufsteht, sobald er Elisas Gebeine berührt.
20. Beschreibe Amazjas Regierung in Juda.
20 Amazja, König von Juda (14:1-22). Amazja tut zwar, was recht ist in Jehovas Augen, versäumt aber, die der Anbetung dienenden Höhen zu vernichten. Joas von Israel bereitet ihm im Krieg eine Niederlage. Nach 29jähriger Regierungszeit fällt er einer Verschwörung zum Opfer. Asarja, sein Sohn, wird nach ihm König.
21. Was ereignet sich während der Herrschaft Jerobeams II. in Israel?
21 Jerobeam II., König von Israel (14:23-29). Der zweite Jerobeam, der in Israel als König regiert, verharrt in der falschen Anbetung seines Vorfahren. Er regiert 41 Jahre lang in Samaria, und es gelingt ihm, die verlorenen Gebiete Israels zurückzugewinnen. Sein Sohn Sacharja folgt ihm auf den Thron.
22. Was wird über die Herrschaft Asarjas in Juda berichtet?
22 Asarja (Usija), König von Juda (15:1-7). Asarja herrscht 52 Jahre lang. Er ist rechtschaffen vor Jehova, versäumt jedoch, die Höhen zu zerstören. Später schlägt Jehova ihn mit Aussatz, und Jotham, sein Sohn, nimmt die Amtsgeschäfte wahr, bis er bei Asarjas Tod selbst König wird.
23. Von welchen Übeln wird Israel geplagt, während die Bedrohung durch die Assyrer zunimmt?
23 Sacharja, Schallum, Menahem, Pekachja und Pekach, Könige von Israel (15:8-31). Entsprechend der Verheißung Jehovas bleibt der Thron Israels bis zur vierten Generation, d. h. bis Sacharja, beim Haus Jehus (10:30). Sacharja, der demgemäß König in Samaria wird, fällt schon nach sechs Monaten einem Meuchelmord zum Opfer. Schallum, der Thronräuber, kann sich nur einen Monat halten. Falsche Anbetung, Meuchelmord und Ränkespiel plagen Israel weiterhin, während die Könige Menahem, Pekachja und Pekach aufeinanderfolgen. Während Pekachs Herrschaft rückt Assyrien bereits heran, um dem Ganzen ein Ende zu machen. Hoschea ermordet Pekach und wird Israels letzter König.
24. Wie sündigt Ahas von Juda, der Nachfolger Jothams, in bezug auf die Anbetung?
24 Jotham und Ahas, Könige von Juda (15:32 bis 16:20). Jotham übt zwar die reine Anbetung aus, läßt aber die Höhen bestehen. Ahas, sein Sohn, ahmt die Könige des benachbarten Israel nach, indem er das tut, was böse ist in Jehovas Augen. Als ihn die Könige von Israel und von Syrien angreifen, bittet er den König von Assyrien um Hilfe. Die Assyrer stehen ihm bei, indem sie Damaskus einnehmen, und Ahas trifft sich dort mit dem König von Assyrien. Ahas läßt in Jerusalem einen Altar errichten, wie er ihn in Damaskus gesehen hat, und beginnt, auf diesem statt auf dem kupfernen Altar in Jehovas Tempel zu opfern. Sein Sohn Hiskia wird sein Nachfolger als König von Juda.
25. Wie gerät Israel in Gefangenschaft, und warum?
25 Hoschea, letzter König von Israel (17:1-41). Israel wird nun von Assyrien unterworfen. Hoschea rebelliert und hofft auf die Hilfe Ägyptens, aber im neunten Jahr seiner Herrschaft wird Israel von Assyrien besiegt und ins Exil geführt. Das ist das Ende für das Zehnstämmereich Israel. Warum? „Weil die Söhne Israels gegen Jehova, ihren Gott, gesündigt hatten, ... und sie dienten weiterhin mistigen Götzen, von denen Jehova zu ihnen gesagt hatte: ‚Ihr sollt diese Sache nicht tun‘; Jehova geriet daher sehr in Zorn gegen Israel, so daß er sie aus seinen Augen entfernte“ (17:7, 12, 18). Die Assyrer lassen Menschen aus dem Osten das Land besiedeln, die schließlich ‘Jehova fürchten’, obgleich sie fortfahren, ihre eigenen Götter anzubeten (17:33).
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