Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Jehu
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • Später kam es wegen der Baalsanbetung jedoch sowohl in Israel als auch in Juda erneut zu Schwierigkeiten (2Kö 17:16; 2Ch 28:2; Jer 32:29).

      Wahrscheinlich um das Zehnstämmereich Israel vom Königreich Juda mit dem Tempel Jehovas in Jerusalem abgesondert zu halten, ließ König Jehu die Kälberverehrung in Israel mit ihren Zentren in Dan und Bethel bestehen. „Und Jehu seinerseits gab nicht acht, mit seinem ganzen Herzen in dem Gesetz Jehovas, des Gottes Israels, zu wandeln. Er wich nicht von den Sünden Jerobeams ab, mit denen er Israel veranlasste zu sündigen“ (2Kö 10:29, 31).

  • Jehu
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • Nach den Tagen Jehus ließ Jehova durch den Propheten Hosea jedoch sagen: „Noch eine kleine Weile, und ich werde bestimmt am Hause Jehus Abrechnung halten wegen der Taten des Blutvergießens Jesreels, und ich werde die Königsherrschaft des Hauses Israel gewiss aufhören lassen“ (Hos 1:4). Diese Blutschuld konnte nicht deswegen auf dem Hause Jehus lasten, weil er dem Auftrag nachgekommen war, das Haus Ahabs auszurotten, denn dafür wurde er von Gott gelobt. Auch konnte ihm keine Blutschuld angelastet werden, weil er Ahasja von Juda und seine Brüder getötet hatte. Das königliche Geschlecht Judas war durch verwandtschaftliche Bande – durch die Heirat Jorams von Juda, des Sohnes König Josaphats, mit Athalja, der Tochter Ahabs und Isebels – von dem schlechten Einfluss des bösen Hauses Omris verunreinigt worden.

      Der wahre Grund kommt wahrscheinlich in der Feststellung zum Ausdruck, dass Jehu die Kälberanbetung in Israel bestehen ließ und nicht mit seinem ganzen Herzen im Gesetz Jehovas wandelte. Wahrscheinlich glaubte Jehu schließlich, die Unabhängigkeit von Juda könne nur durch religiöse Trennung bewahrt bleiben. Wie andere israelitische Könige versuchte er, seine Stellung dadurch zu festigen, dass er die Kälberanbetung fortbestehen ließ. Das war wirklich ein Ausdruck mangelnden Glaubens an Jehova, der es Jehu ermöglicht hatte, König zu werden. Jehu vollstreckte zwar Jehovas Gericht am Haus Ahabs auf richtige Weise, aber es könnte sein, dass die falschen Beweggründe, die ihn veranlassten, die Kälberanbetung nicht zu beseitigen, ihn auch bewogen, Blut zu vergießen.

      Nach dem Untergang des Hauses Jehus war die eigentliche Macht des Königreiches Israel gebrochen; es blieb nur noch etwa 50 Jahre bestehen. Menahem, der Schallum, den Mörder Sacharjas, niederschlug, war der Einzige, der einen Sohn als Thronfolger hatte. Dieser Sohn, Pekachja, wurde ermordet, ebenso sein Mörder und Nachfolger, Pekach. Hoschea, Israels letzter König, wurde vom König von Assyrien gefangen genommen (2Kö 15:10, 13-30; 17:4).

      Die Kälberanbetung war seit jeher Israels größte Sünde. Sie veranlasste die Nation, sich von Jehova abzuwenden, was schließlich zum Verfall führte. Schuld am „Blutvergießen Jesreels“ und an Verbrechen wie Morden, Stehlen, Ehebruch war also in Wirklichkeit die falsche Anbetung, der das Volk mit der Zustimmung der Herrscher frönte. Schließlich musste Gott „die Königsherrschaft des Hauses Israel gewiss aufhören lassen“ (Hos 1:4; 4:2).

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen