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  • Warum Gott Leiden zugelassen hat
    Kümmert sich Gott wirklich um uns?
    • Die Streitfrage der universellen Souveränität

      3—5. Warum vernichtete Gott Adam und Eva nicht einfach sogleich und fing nochmals von vorn an?

      3 Warum vernichtete Gott Adam und Eva denn nicht einfach sogleich und fing mit einem anderen Menschenpaar nochmals von vorn an? Weil seine universelle Souveränität, das heißt sein unveräußerliches Recht zu herrschen, angefochten worden war.

      4 Es ging um die Frage: Wer hat das Recht zu herrschen, und wessen Regierungsweise ist richtig? Da Gott allmächtig und der Schöpfer aller Lebewesen ist, steht ihm das Recht zu, über sie zu herrschen. Wegen seiner Allweisheit ist seine Herrschaft auch für alle die beste Herrschaft. Doch nun war seine Herrschaft angefochten worden. War etwa auch mit seiner Schöpfung — mit dem Menschen — etwas nicht in Ordnung? Wie die Frage der Lauterkeit des Menschen damit zusammenhing, werden wir später untersuchen.

      5 Dadurch, daß sich der Mensch nun von Gott unabhängig gemacht hatte, tauchte eine weitere Frage auf: Würde es den Menschen besser ergehen, wenn sie nicht von Gott regiert würden? Der Schöpfer kannte die Antwort zweifellos; damit die Menschen es aber selbst herausfinden könnten, räumte er ihnen die völlige Freiheit ein, die sie begehrten. Sie hatten diesen Weg aus freien Stücken eingeschlagen, und so ließ er sie gewähren.

      6, 7. Warum gewährte Gott den Menschen so lange volle Freiheit?

      6 Dadurch, daß Gott den Menschen genügend Zeit einräumte, mit der völligen Freiheit zu experimentieren, sollte die Frage, ob es ihnen unter Gottes Herrschaft besser ergehen würde als unter einer menschlichen Regierung, ein für allemal geklärt werden. Es müßte ihnen so viel Zeit eingeräumt werden, daß sie auf politischem, industriellem, wissenschaftlichem und medizinischem Gebiet ihrer Meinung nach einen Höchststand erreichen könnten.

      7 Deshalb gewährte Gott den Menschen bis heute volle Freiheit, so daß eindeutig geklärt werden könnte, ob eine von ihm unabhängige menschliche Regierung Gedeihen haben würde. So erhielt der Mensch die Gelegenheit, zwischen Wohlwollen und Grausamkeit zu wählen, zwischen Liebe und Haß, zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit. Er ist aber auch mit den Konsequenzen seiner Wahl konfrontiert worden: Güte und Frieden oder Bosheit und Leid.

      Rebellion unter Geistgeschöpfen

      8, 9. (a) Wie kam es im geistigen Bereich zu einer Rebellion? (b) Wen veranlaßte Satan, außer Adam und Eva, zu rebellieren?

      8 Es gilt aber, noch etwas anderes zu berücksichtigen. Unsere Ureltern waren nicht die einzigen, die sich gegen Gottes Herrschaft auflehnten. Wen gab es denn damals noch? Geistgeschöpfe. Vor der Erschaffung von Menschen hat Gott eine große Anzahl Engel — eine höhere Lebensform — erschaffen, die für das Leben im himmlischen Bereich bestimmt waren. Auch sie wurden mit einem freien Willen und dem Erfordernis, sich der Herrschaft Gottes zu unterwerfen, erschaffen (Hiob 38:7; Psalm 104:4; Offenbarung 5:11).

      9 Nach der Bibel kam es zuerst im geistigen Bereich zu einer Rebellion. Ein Engel wollte absolute Freiheit. Er wollte sogar, daß Menschen ihn anbeteten (Matthäus 4:8, 9). Diesem Geistrebellen gelang es, Adam und Eva zur Auflehnung zu verleiten, indem er fälschlich behauptete, Gott enthalte ihnen etwas Gutes vor (1. Mose 3:1-5). Darum wird er Teufel (Verleumder) und Satan (Widersacher) genannt. Später veranlaßte er andere Geistgeschöpfe, ebenfalls zu rebellieren. Sie wurden als Dämonen bekannt (5. Mose 32:17; Offenbarung 12:9; 16:14).

      10. Wozu führte die Rebellion von Menschen und Geistgeschöpfen?

      10 Menschen, die gegen Gott rebellierten, setzten sich dem Einfluß Satans und der Dämonen aus. Darum bezeichnet die Bibel Satan als den „Gott dieses Systems der Dinge“, der „den Sinn der Ungläubigen verblendet hat“. Darüber hinaus sagt sie: „Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist.“ Jesus selbst nannte ihn den „Herrscher dieser Welt“ (2. Korinther 4:4; 1. Johannes 5:19; Johannes 12:31).

      Zwei Streitfragen

      11. Durch welche weitere Streitfrage forderte Satan Gott heraus?

      11 Satan warf noch eine weitere Streitfrage auf, durch die Gott herausgefordert wurde. Er behauptete dem Sinne nach, Gott habe bei der Erschaffung der Menschen einen Fehler gemacht und kein Mensch wäre bereit, richtig zu handeln, wenn er unter Druck gesetzt würde. Ja, er behauptete sogar, die Menschen würden, wenn auf die Probe gestellt, Gott fluchen (Hiob 2:1-5). Dadurch zog Satan die Lauterkeit der ganzen Menschheit in Frage.

      12—14. Inwiefern würde die Zeit die Wahrheit in bezug auf die beiden Streitfragen erkennen lassen?

      12 Damit alle vernunftbegabten Geschöpfe sehen könnten, wie die Streitfrage der Lauterkeit und die der Souveränität Gottes geklärt würden, räumte Gott genügend Zeit ein. (Vergleiche 2. Mose 9:16.) Die Geschichte der Menschheit würde schließlich die Wahrheit in bezug auf die beiden Streitfragen erkennen lassen.

      13 Was würde die Zeit vor allem in bezug auf die Streitfrage der universellen Souveränität, das heißt der Rechtmäßigkeit der Herrschaft Gottes, zeigen? Würde es den Menschen unter einer menschlichen Regierung besser ergehen als unter der Herrschaft Gottes? Könnte ein von Gott unabhängiges menschliches Regierungssystem eine glückliche Welt herbeiführen, eine Welt, in der es keinen Krieg, keine Kriminalität und keine Ungerechtigkeit gäbe? Könnte eine solche Regierung Armut verhindern und Verhältnisse schaffen, unter denen es allen gutginge und niemand erkranken, altern und sterben würde? All das hätte die Herrschaft Gottes mit sich gebracht (1. Mose 1:26-31).

      14 Was würde im Laufe der Zeit die zweite Streitfrage in bezug auf die Güte der menschlichen Schöpfung erkennen lassen? Hatte Gott bei der Erschaffung der Menschen einen Fehler gemacht? Würde der Mensch, wenn auf die Probe gestellt, richtig handeln? Würde es Menschen geben, die beweisen, daß sie die Herrschaft Gottes einer unabhängigen menschlichen Regierung vorziehen?

  • Welche Folgen hatte die Rebellion?
    Kümmert sich Gott wirklich um uns?
    • Welche Folgen hatte die Rebellion?

      1—3. Inwiefern hat die Zeit bewiesen, daß Jehova recht hatte?

      WAS haben die vergangenen Jahrhunderte, in denen der Mensch unabhängig von Gott regierte, in bezug auf die Streitfrage um Gottes Herrscherrecht gezeigt? War der Mensch ein besserer Herrscher als Gott? Bestimmt nicht, wenn man bedenkt, wie unmenschlich manche Menschen ihre Mitmenschen behandelt haben.

      2 Als unsere Ureltern die Herrschaft Gottes ablehnten, kam es zu katastrophalen Folgen. Sie brachten dadurch Leiden über sich und über die ganze Menschheitsfamilie nach ihnen. Und sie konnten niemandem die Schuld geben außer sich selbst. Gottes Wort sagt: „Sie haben ihrerseits verderblich gehandelt; sie sind nicht seine Kinder, ihre eigene Fehlerhaftigkeit ist es“ (5. Mose 32:5).

      3 Die Geschichte hat gezeigt, daß Gott recht hatte, als er Adam und Eva darauf hinwies, daß sie allmählich schwächer würden und schließlich sterben müßten, wenn sie seine Vorkehrungen außer acht ließen (1. Mose 2:17; 3:19). Sie wandten sich tatsächlich von Gottes Herrschaft ab, wurden wirklich immer schwächer und starben schließlich.

      4. Warum sind wir alle von Geburt unvollkommen, anfällig für Krankheiten und dem Tod unterworfen?

      4 Was danach allen ihren Nachkommen widerfuhr, geht aus Römer 5:12 hervor: ‘Durch e i n e n Menschen [Adam, den Stammvater der Menschheit] ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod, und so hat sich der Tod zu allen Menschen verbreitet.’ Als daher unsere Ureltern gegen Gottes Aufsicht rebellierten, wurden sie zu unvollkommenen Sündern. Aufgrund der Vererbungsgesetze konnten sie an ihre Nachkommen nur noch die Unvollkommenheit weitergeben. Darum sind wir alle von Geburt unvollkommen, anfällig für Krankheiten und dem Tod unterworfen.

      5, 6. Was beweist die Geschichte in bezug auf menschliche Bemühungen, wahren Frieden und Wohlstand herbeizuführen?

      5 Viele Jahrhunderte sind inzwischen vergangen. Weltreiche kamen und gingen. Alle erdenklichen Regierungsformen wurden ausprobiert. Doch immer wieder hat die Menschheitsfamilie schreckliche Erfahrungen gemacht. Man würde denken, nach sechstausend Jahren hätte sie so weit Fortschritte gemacht, daß in der ganzen Welt Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand herrschen würden und daß sie gelernt hätte, was Freundlichkeit, Mitleid und Zusammenarbeit bedeuten.

      6 In Wirklichkeit ist jedoch das Gegenteil der Fall. Keine von Menschen erdachte Regierungsform hat je wahren Frieden und Wohlstand für alle herbeigeführt. Allein in unserem Jahrhundert sind während des Holocausts Millionen systematisch hingemordet worden, und über 100 Millionen sind in Kriegen gefallen. Intoleranz und politische Unstimmigkeiten sind die Ursache dafür, daß in unseren Tagen Unzählige gefoltert, getötet und eingesperrt worden sind.

      Die Lage heute

      7. Wie läßt sich die heutige Lage der Menschheitsfamilie beschreiben?

      7 Man betrachte ferner die heutige allgemeine Lage der Menschheitsfamilie. Verbrechen und Gewalttat nehmen überhand. Der Drogenmißbrauch ist zu einer Epidemie geworden. Sexuell übertragbare Krankheiten haben pandemische Ausmaße angenommen. Millionen leiden an der gefürchteten Aidskrankheit. Millionen und aber Millionen sterben jedes Jahr an Hunger oder Seuchen. Einige wenige dagegen leben im Überfluß. Der Mensch verschmutzt und plündert die Erde. Zerrüttete Familien und der Verfall moralischer Werte sind an der Tagesordnung. Ja, das Leben ist heute wahrhaftig ein Spiegelbild der abscheulichen Herrschaft Satans, des „Gottes dieser Welt“. Die Welt, deren Herr er ist, ist kalt, grausam und durch und durch korrupt (2. Korinther 4:4).

      8. Warum kann man die Errungenschaften der Menschheit nicht als echten Fortschritt bezeichnen?

      8 Gott hat den Menschen genügend Zeit eingeräumt, so daß ihre Fortschritte auf wissenschaftlichem Gebiet und in materieller Hinsicht einen Höchststand erreicht haben. Kann man aber von echtem Fortschritt sprechen, wenn Pfeil und Bogen durch Maschinengewehre, Tanks, Düsenbomber und Atomraketen ersetzt worden sind? Kann von Fortschritt die Rede sein, wenn Menschen in den Weltraum fliegen, auf der Erde aber nicht in Frieden miteinander leben können? Ist es ein Fortschritt, wenn man sich nachts oder wie mancherorts sogar am hellichten Tag fürchten muß, auf die Straße zu gehen?

      Was die Zeit gezeigt hat

      9, 10. (a) Was haben die vergangenen Jahrhunderte deutlich gezeigt? (b) Warum hat Gott den Menschen den freien Willen nicht entzogen?

      9 Wie die Jahrhunderte des Experimentierens gezeigt haben, können Menschen ihre Schritte nicht erfolgreich lenken, ohne sich der Herrschaft Gottes unterzuordnen. Das ist ebenso unmöglich, wie leben zu wollen, ohne zu essen, zu trinken und zu atmen. Der Beweis liegt klar auf der Hand: Wir sind so geschaffen, daß wir von der Leitung unseres Schöpfers ebenso abhängig sind wie von Nahrung, Wasser und Luft.

      10 Durch die Zulassung des Bösen hat Gott ein für allemal bewiesen, daß der Mißbrauch des freien Willens traurige Folgen hat. Doch da der freie Wille eine solch kostbare Gabe ist, hat Gott ihn den Menschen nicht entzogen, sondern hat sie selbst erfahren lassen, wozu der Mißbrauch der Willensfreiheit führt. Die Feststellung des Wortes Gottes ist wahr: „Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten.“ Ebenso zutreffend sind die Worte: „Der Mensch [hat] über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht“ (Jeremia 10:23; Prediger 8:9).

      11. Hat irgendeine Regierungsform Leid und Not beseitigt?

      11 Dadurch, daß Gott die Menschen mittlerweile sechstausend Jahre lang herrschen ließ, ist der unumstößliche Beweis erbracht worden, daß der Mensch unfähig ist, Leid und Not Einhalt zu gebieten. Er hat es noch nie vermocht. Selbst König Salomo von Israel gelang es samt seiner Weisheit, seinem Reichtum und seiner Macht damals nicht, das durch die Menschenherrschaft verursachte Elend aus der Welt zu schaffen (Prediger 4:1-3). Auch in der heutigen Zeit gelingt es Weltführern trotz der neusten technischen Errungenschaften nicht, Leid und Not zu beseitigen. Was noch schlimmer ist: Statt Leid und Not zu beseitigen, haben die Menschen — wie die Geschichte zeigt — durch ihre Unabhängigkeit von Gottes Herrschaft noch mehr Leid und Not verursacht.

      Gottes Weitsicht

      12—14. Welche weitreichenden Segnungen wird Gottes Zulassung von Leid und Not zur Folge haben?

      12 Gottes Zulassung von Leid und Not ist für uns schmerzlich gewesen. Aufgrund seiner Weitsicht wußte Gott jedoch, daß sich dies letztendlich zum Nutzen seiner Geschöpfe auswirken wird — nicht nur für einige Jahre oder für einige Jahrtausende, sondern für Millionen von Jahren, ja für alle Ewigkeit.

      13 Sollte in der Zukunft irgend jemand seinen freien Willen dazu mißbrauchen, Gottes Verfahrensweise in Frage zu ziehen, so wäre es nicht mehr nötig, ihm Zeit zuzugestehen, damit er seine Behauptungen beweisen könnte. Dadurch, daß Gott Rebellen bereits Jahrtausende gewähren ließ, hat er einen Präzedenzfall geschaffen, auf den man in alle Ewigkeit überall im Universum zurückgreifen kann.

      14 Da Jehova in diesem Fall Bosheit und Leid zugelassen hat, wird bereits zur Genüge bewiesen worden sein, daß nichts Gelingen haben kann, was mit ihm nicht in Harmonie ist. Es wird sich zweifellos erwiesen haben, daß kein unabhängiger von Menschen oder Geistgeschöpfen entworfener Plan ewige Segnungen herbeiführen kann. Gott wäre dann also vollauf berechtigt, jeden Rebellen unverzüglich zu vernichten. „Alle Bösen wird er vertilgen“ (Psalm 145:20; Römer 3:4).

  • Die fortschreitende Verwirklichung des Vorsatzes Gottes
    Kümmert sich Gott wirklich um uns?
    • Die fortschreitende Verwirklichung des Vorsatzes Gottes

      1, 2. Welche Vorkehrungen hat Gott getroffen, um die Menschen von Bosheit und Leid zu befreien?

      DIE Herrschaft, die rebellische Menschen und Dämonen viele Jahrhunderte ausgeübt haben, hat der Menschheit nichts Gutes gebracht. Das dadurch verursachte Leid hat Gott jedoch nicht übersehen, sondern er hat im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte Vorkehrungen zur Befreiung der Menschen aus den Fesseln von Bosheit und Leid getroffen.

      2 Zur Zeit der Rebellion in Eden begann Gott mit der Offenbarung seines Vorsatzes, der darin besteht, daß eine von ihm eingesetzte Regierung die Erde zu einer paradiesischen Heimat des Menschen gestalten wird (1. Mose 3:15). Später machte Gottes Hauptwortführer, Jesus, diese künftige Regierung Gottes zum wichtigsten Thema seines Lehrens. Er sagte, sie sei die einzige Hoffnung der Menschheit (Daniel 2:44; Matthäus 6:9, 10; 12:21).

      3. Wie bezeichnete Jesus die herannahende Regierung für die Erde, und warum?

      3 Da die herannahende Regierung Gottes vom Himmel aus herrschen würde, bezeichnete Jesus sie als „das Königreich der Himmel“ (Matthäus 4:17). Er nannte sie auch „das Königreich Gottes“, denn Gott ist ihr Urheber (Lukas 17:20). Im Laufe der Jahrhunderte inspirierte Gott Männer, Prophezeiungen über diejenigen niederzuschreiben, die diese Regierung bilden würden, und darüber, was sie erreichen würde.

      Der neue König der Erde

      4, 5. Wie zeigte Gott, daß Jesus der von ihm anerkannte König war?

      4 Vor fast 2 000 Jahren erfüllten sich zahlreiche Prophezeiungen über den, der der König des Königreiches Gottes sein würde; sie erfüllten sich an Jesus. Er erwies sich als der von Gott auserwählte Herrscher dieser himmlischen Regierung über die Menschheit. Und nach seinem Tod auferweckte Gott ihn als mächtiges, unsterbliches Geistgeschöpf zu himmlischem Leben. Für seine Auferstehung gab es viele Zeugen (Apostelgeschichte 4:10; 9:1-9; Römer 1:1-4; 1. Korinther 15:3-8).

      5 Jesus setzte sich dann „zur Rechten Gottes“ (Hebräer 10:12). Dort wartete er auf die Zeit, wo Gott ihm die Befugnis geben würde, als König des himmlischen Königreiches Gottes in Aktion zu treten. Auf diese Weise erfüllte sich die Prophezeiung aus Psalm 110:1, wo Gott ihn aufforderte: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.“

      6. Wie bewies Jesus, daß er sich als König des Königreiches Gottes eignet?

      6 Auf der Erde bewies Jesus, daß er sich für eine solche Stellung eignet. Trotz Verfolgung bewahrte er entschlossen seine Lauterkeit gegenüber Gott. Dadurch erbrachte er den Nachweis, daß Satan mit seiner Behauptung, kein Mensch werde unter Prüfung Gott treu bleiben, gelogen hatte. Jesus, ein vollkommener Mensch, der ‘zweite Adam’, lieferte den Beweis, daß Gott keinen Fehler begangen hatte, als er vollkommene Menschen erschuf (1. Korinther 15:22, 45; Matthäus 4:1-11).

      7, 8. Welche guten Werke vollbrachte Jesus während seines Aufenthalts auf der Erde, und was zeigte er dadurch?

      7 Welcher Herrscher hat jemals so viel Gutes bewirkt wie Jesus in den wenigen Jahren seines Dienstes? Mit Hilfe des heiligen Geistes Gottes heilte Jesus Kranke, Verkrüppelte, Blinde, Gehörlose und Stumme. Sogar Tote weckte er auf. Er zeigte in kleinem Rahmen, was er weltweit für die Menschheit tun wird, wenn er Königsmacht erhält (Matthäus 15:30, 31; Lukas 7:11-16).

      8 Jesus tat auf der Erde so viel Gutes, daß sein Jünger Johannes sagte: „Es gibt tatsächlich noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wenn diese jemals bis in alle Einzelheiten aufgeschrieben würden, so könnte — denke ich — selbst die Welt die geschriebenen Buchrollen nicht fassen“ (Johannes 21:25).a

      9. Warum strömten aufrichtige Menschen zu Jesus?

      9 Jesus war gütig und mitfühlend, und seine Liebe zu den Menschen war sehr groß. Den Armen und den Unterdrückten half er, aber er benachteiligte auch nicht die Reichen und die Leute von Rang. Aufrichtige Personen kamen der folgenden freundlichen Aufforderung Jesu nach: „Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht“ (Matthäus 11:28-30). Gottesfürchtige Menschen strömten zu ihm und blickten seiner Herrschaft erwartungsvoll entgegen (Johannes 12:19).

      Mitregenten

      10, 11. Wer wird zusammen mit Jesus über die Erde herrschen?

      10 Zu einer menschlichen Regierung gehören gewöhnlich mehr als eine Person. Das ist auch bei Gottes himmlischem Königreich der Fall. Jesus wird nicht allein über die Erde herrschen, sondern andere werden sich daran beteiligen. Er versprach seinen engen Mitarbeitern, daß sie mit ihm als Könige über die Menschheit herrschen würden (Johannes 14:2, 3; Offenbarung 5:10; 20:6).

      11 Demnach wird mit Jesus auch eine begrenzte Anzahl Menschen zu himmlischem Leben auferweckt. Sie bilden das Königreich Gottes, das dafür sorgen wird, daß die Menschheit für immer glücklich sein wird (2. Korinther 4:14; Offenbarung 14:1-3). Durch die Jahrhunderte hindurch hat Jehova also den Grund für eine Regierung gelegt, die der Menschheitsfamilie ewige Segnungen bringen wird.

      Das Ende der von Gott unabhängigen Herrschaft

      12, 13. Worauf ist Gottes Königreich nun vorbereitet?

      12 Im gegenwärtigen Jahrhundert hat Gott direkt in die Angelegenheiten des Menschen eingegriffen. Wie im 9. Teil der vorliegenden Broschüre behandelt wird, geht aus der biblischen Prophetie hervor, daß Gottes Königreich unter Christus 1914 aufgerichtet wurde und nun darauf vorbereitet ist, Satans ganzes System zu zermalmen. Dieses Königreich ist bereit, ‘inmitten der Feinde Christi zur Unterwerfung zu schreiten’ (Psalm 110:2).

      13 In Daniel 2:44 heißt es diesbezüglich: „In den Tagen dieser Könige [die jetzt regieren] wird der Gott des Himmels ein Königreich [im Himmel] aufrichten, welches ewiglich nicht zerstört, und dessen Herrschaft keinem anderen Volke überlassen werden wird [keine menschliche Regierung wird je wieder zugelassen werden]; es [Gottes Königreich] wird alle jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber ewiglich bestehen“ (Elberfelder Bibel).

      14. Inwiefern wird es sich zum Guten auswirken, daß die Menschenherrschaft enden wird?

      14 Wenn alle von Gott unabhängigen Regierungen beseitigt sein werden, wird Gottes Königreich unumschränkt über die Erde herrschen. Und weil dieses Königreich vom Himmel aus regiert, kann es niemals durch Menschen zugrunde gerichtet werden. Die Herrschergewalt wird sich dort befinden, wo sie von Anfang an war, nämlich im Himmel, bei Gott. Da sich Gottes Regierung über die gesamte Erde erstrecken wird, wird niemand mehr durch die falsche Religion oder durch unbefriedigende menschliche Philosophien und politische Theorien irregeleitet werden. Sie werden nicht mehr zugelassen werden (Matthäus 7:15-23; Offenbarung, Kapitel 17 bis 19).

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