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Warum so viel Leid und Ungerechtigkeit?Was ist der Sinn des Lebens? Wie kann man ihn herausfinden?
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Warum so lange?
9. Warum hat Gott Leid und Elend so lange zugelassen?
9 Warum hat Gott so lange zugelassen, daß die Menschen ihren eigenen Weg gingen? Warum hat er all die Jahrhunderte hindurch Leid und Elend geduldet? Ein wesentlicher Grund besteht darin, daß eine schwerwiegende Streitfrage aufgekommen war, die Frage: Wer hat das Recht zu regieren? Sollten die Menschen von Gott regiert werden, oder können sie sich unabhängig von ihm selbst erfolgreich regieren?
10. Welche Fähigkeit erhielten die Menschen, und wofür sind sie deshalb verantwortlich?
10 Die Menschen wurden mit einem freien Willen erschaffen, das heißt mit der Fähigkeit, selbst zu wählen. Sie wurden nicht wie Roboter gemacht oder wie Tiere, die hauptsächlich vom Instinkt geleitet werden. Menschen können wählen, wem sie dienen wollen (5. Mose 30:19; 2. Korinther 3:17). Daher gibt uns Gottes Wort den Rat: „Seid gleich freien Menschen, und behaltet doch eure Freiheit nicht als einen Deckmantel für Schlechtigkeit, sondern als Sklaven Gottes“ (1. Petrus 2:16). Da die Menschen die wunderbare Gabe der Willensfreiheit haben, sind sie auch für die Folgen der von ihnen gewählten Handlungsweise verantwortlich.
11. Worin bestand die einzige Möglichkeit, herauszufinden, ob ein von Gott unabhängiges Verhalten zu einem glücklichen Leben führen würde?
11 Unsere Ureltern trafen die falsche Entscheidung. Sie beschlossen, von Gott unabhängig zu sein. Natürlich hätte Gott diese beiden ersten menschlichen Rebellen sogleich töten können, nachdem sie ihre Willensfreiheit mißbraucht hatten. Dann wäre aber die Frage, ob Gott das Recht hat, über die Menschen zu regieren, nicht geklärt worden. Da das erste Menschenpaar von Gott unabhängig sein wollte, mußte die Frage geklärt werden: Würde dieses Verhalten zu einem glücklichen, erfolgreichen Leben führen? Die einzige Möglichkeit, das herauszufinden, bestand darin, unsere Ureltern und ihre Nachkommen ihren eigenen Weg gehen zu lassen, denn sie hatten ja diese Wahl getroffen. Die Zeit würde zeigen, ob die Menschen so erschaffen wurden, daß sie sich unabhängig von ihrem Schöpfer erfolgreich regieren konnten.
12. Wie schätzte Jeremia die Menschenherrschaft ein, und warum?
12 Der Bibelschreiber Jeremia wußte, was dabei herauskommen würde. Unter der Leitung des machtvollen heiligen Geistes Gottes oder seiner wirksamen Kraft schrieb er treffend: „Ich weiß wohl, o Jehova, daß nicht beim Erdenmenschen sein Weg steht. Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten. Bringe mich zurecht, o Jehova“ (Jeremia 10:23, 24). Jeremia wußte, daß sich die Menschen von Gottes himmlischer Weisheit leiten lassen müssen. Warum? Ganz einfach deshalb, weil Gott sie nicht so erschaffen hat, daß sie unabhängig von seiner Leitung Erfolg haben können.
13. Was haben die Folgen der Jahrtausende der Menschenherrschaft ohne jeden Zweifel gezeigt?
13 Jahrtausende der Menschenherrschaft haben außer allem Zweifel gezeigt, daß es nicht bei den Menschen steht, sich unabhängig von ihrem Schöpfer zu regieren. Ihre Versuche haben katastrophale Folgen gehabt, an denen sie aber selbst schuld sind. Die Bibel sagt deutlich: „Der FELS [Gott], vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er. Sie haben ihrerseits verderblich gehandelt; sie sind nicht seine Kinder, ihre eigene Fehlerhaftigkeit ist es“ (5. Mose 32:4, 5).
Gott wird bald eingreifen
14. Warum wird Gott sein Eingreifen in die Angelegenheiten der Menschen nicht länger hinausschieben?
14 Nachdem Gott über Jahrhunderte zugelassen hat, daß das Scheitern der Menschenherrschaft deutlich zutage trat, kann er nun in die Angelegenheiten der Menschen eingreifen und Leid, Kummer, Krankheit und Tod Einhalt gebieten. Nachdem er den Menschen gewährt hat, auf wissenschaftlichem, industriellem und medizinischem Gebiet sowie auf anderen Gebieten Höchstleistungen zu erzielen, braucht er ihnen nicht noch weitere Jahrhunderte einzuräumen, um den Beweis erbringen zu können, daß sie ohne ihn eine friedliche, paradiesische Welt herbeiführen können. Sie haben es bis jetzt nicht geschafft, und sie werden es auch künftig nicht schaffen. Die Unabhängigkeit von Gott hat eine verkommene, haßerfüllte und das Leben bedrohende Welt zur Folge gehabt.
15. Welchen biblischen Rat sollten wir befolgen?
15 Es hat zwar aufrichtige Herrscher gegeben, die der Menschheit helfen wollten, aber ihre Bemühungen scheiterten. Heute sieht man überall Anzeichen des Zusammenbruchs der Menschenherrschaft. Darum rät die Bibel: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt“ (Psalm 146:3).
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Warum so viel Leid und Ungerechtigkeit?Was ist der Sinn des Lebens? Wie kann man ihn herausfinden?
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Gott wird bald eingreifen
14. Warum wird Gott sein Eingreifen in die Angelegenheiten der Menschen nicht länger hinausschieben?
14 Nachdem Gott über Jahrhunderte zugelassen hat, daß das Scheitern der Menschenherrschaft deutlich zutage trat, kann er nun in die Angelegenheiten der Menschen eingreifen und Leid, Kummer, Krankheit und Tod Einhalt gebieten. Nachdem er den Menschen gewährt hat, auf wissenschaftlichem, industriellem und medizinischem Gebiet sowie auf anderen Gebieten Höchstleistungen zu erzielen, braucht er ihnen nicht noch weitere Jahrhunderte einzuräumen, um den Beweis erbringen zu können, daß sie ohne ihn eine friedliche, paradiesische Welt herbeiführen können. Sie haben es bis jetzt nicht geschafft, und sie werden es auch künftig nicht schaffen. Die Unabhängigkeit von Gott hat eine verkommene, haßerfüllte und das Leben bedrohende Welt zur Folge gehabt.
15. Welchen biblischen Rat sollten wir befolgen?
15 Es hat zwar aufrichtige Herrscher gegeben, die der Menschheit helfen wollten, aber ihre Bemühungen scheiterten. Heute sieht man überall Anzeichen des Zusammenbruchs der Menschenherrschaft. Darum rät die Bibel: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt“ (Psalm 146:3).
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Gottes Vorsatz bald verwirklichtWas ist der Sinn des Lebens? Wie kann man ihn herausfinden?
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Teil 7
Gottes Vorsatz bald verwirklicht
1, 2. Wieso können wir sicher sein, daß Gott Bosheit und Leid ein Ende machen wird?
1 Vom menschlichen Standpunkt aus hat Gott Unvollkommenheit und Leid sehr lange geduldet, aber er wird die schlechten Verhältnisse nicht für immer zulassen. Aus der Bibel erfahren wir, daß Gott diese Verhältnisse nur eine bestimmte Zeit bestehen läßt.
2 „Für alles gibt es eine bestimmte Zeit“ (Prediger 3:1). Wenn die Zeit, in der Gott Bosheit und Leid zugelassen hat, abgelaufen ist, wird er in die Angelegenheiten der Menschen eingreifen. Er wird Bosheit und Leid ein Ende machen und seinen ursprünglichen Vorsatz verwirklichen, daß die Erde mit einer vollkommenen, glücklichen Menschheitsfamilie gefüllt wird, die unter paradiesischen Verhältnissen leben und sich absoluten Friedens und wirtschaftlicher Sicherheit erfreuen wird.
Gottes Gericht
3, 4. Wie beschreibt das Buch der Sprüche die Auswirkungen des Eingreifens Gottes?
3 Beachte einige der vielen biblischen Prophezeiungen, die zeigen, welche Auswirkungen das Eingreifen Gottes, das heißt sein Gericht, nun bald für die Menschheitsfamilie haben wird.
4 „Die Rechtschaffenen sind es, die auf der Erde weilen werden, und die Untadeligen sind es, die darauf übrigbleiben werden. Was die Bösen betrifft, von der Erde werden sie weggetilgt; und die Treulosen, sie werden davon weggerissen“ (Sprüche 2:21, 22).
5, 6. Was wird gemäß Psalm 37 geschehen, wenn Gott eingreift?
5 „Die Übeltäter, sie werden weggetilgt, die aber auf Jehova hoffen, sind es, die die Erde besitzen werden. Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein ... Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (Psalm 37:9-11).
6 „Hoffe auf Jehova, und halte seinen Weg ein, und er wird dich erhöhen, die Erde in Besitz zu nehmen. Wenn die Bösen weggetilgt werden, wirst du es sehen. Achte auf den Untadeligen, und behalte den Rechtschaffenen im Auge, denn die Zukunft dieses Mannes wird friedevoll sein. Die Übertreter selbst aber werden bestimmt miteinander vertilgt werden; der Bösen Zukunft wird tatsächlich abgeschnitten“ (Psalm 37:34, 37, 38).
7. Welchen vernünftigen Rat gibt uns Gottes Wort?
7 Im Hinblick auf die wunderbare Zukunft, die denen in Aussicht steht, die das Recht des allmächtigen Schöpfers zu regieren anerkennen, ergeht daher die Aufforderung: „Meine Gebote möge dein Herz beobachten, denn Länge der Tage und Jahre des Lebens und Frieden werden dir hinzugefügt werden.“ Ja, sogar ewiges Leben wird denen hinzugefügt werden, die bereit sind, Gottes Willen zu tun. Darum gibt uns Gottes Wort den Rat: „Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand. Beachte ihn auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerademachen“ (Sprüche 3:1, 2, 5, 6).
Gottes Regierung vom Himmel
8, 9. Wodurch wird Gott die Reinigung der Erde vornehmen?
8 Gott wird die Reinigung der Erde durch die beste Regierung vornehmen, die die Menschheit jemals haben könnte: durch eine Regierung, die himmlische Weisheit widerspiegelt, weil sie vom Himmel aus herrscht und von Gott geleitet wird. Und dieses himmlische Königreich wird jede Form von Menschenherrschaft beseitigen. Menschen werden nie wieder die Möglichkeit haben, unabhängig von Gott zu regieren.
9 Die Prophezeiung aus Daniel 2:44 sagt hierüber: „Und in den Tagen dieser Könige [der gegenwärtigen Regierungen] wird der Gott des Himmels ein Königreich [im Himmel] aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen [Menschen werden nie mehr unabhängig von Gott regieren dürfen]. Es wird alle diese Königreiche [die jetzt bestehen] zermalmen und ihnen ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten bestehen.“ (Siehe auch Offenbarung 19:11-21; 20:4-6.)
10. Wieso können wir sicher sein, daß es unter Gottes himmlischem Königreich keine korrupten Regierungen mehr geben wird?
10 Folglich wird die Menschheit nie mehr von korrupten Regierungen beherrscht werden, denn nachdem Gott dem gegenwärtigen System ein Ende gemacht hat, wird nie mehr eine von Gott unabhängige menschliche Regierung aufkommen. Und da das vom Himmel aus regierende Königreich von Gott eingesetzt worden ist und von ihm aufrechterhalten wird, wird es von Korruption frei sein. Es wird seine Herrschaft zum Wohl seiner irdischen Untertanen ausüben. Dann wird Gottes Wille auf der ganzen Erde so geschehen wie im Himmel. Deshalb konnte Jesus seine Jünger beten lehren: „Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde“ (Matthäus 6:10).
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