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Der universelle Rechtsfall, in den du verwickelt bistDer Wachtturm 1988 | 1. Februar
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Der universelle Rechtsfall, in den du verwickelt bist
„‚Bringt euren Streitfall vor‘, spricht Jehova. ‚Bringt eure Argumente vor‘“ (JESAJA 41:21).
1, 2. (a) Wer ist in den bedeutsamsten Rechtsfall aller Zeiten verwickelt? (b) Wie lautet die Streitfrage, die entschieden werden soll?
IM Laufe der Geschichte hat es zahllose Rechtsfälle gegeben. Es wurden Zeugen gestellt und Beweise für die eine oder die andere Seite unterbreitet. In viele dieser Rechtsfälle waren Einzelpersonen verwickelt, in einige auch größere Personengruppen. Aber alle verblassen zur Bedeutungslosigkeit gegenüber dem universellen Rechtsfall, der jetzt ausgefochten wird. Es handelt sich dabei um den bei weitem bedeutsamsten Rechtsfall aller Zeiten. Sein Ausgang wirkt sich auf jeden Bewohner der Erde aus, ganz gleich, ob er etwas damit zu tun haben möchte oder nicht.
2 Im Mittelpunkt dieses Rechtsfalls steht die höchste Person im Universum, Jehova Gott, „der Schöpfer der Himmel und der Große, der sie ausspannt; der die Erde und ihren Ertrag ausbreitet, der dem Volk auf ihr Odem gibt“ (Jesaja 42:5). Wie lautet die Streitfrage, die entschieden werden soll? Sie dreht sich um seine Göttlichkeit — die Rechtmäßigkeit seiner Herrschaft über das ganze Universum einschließlich der Erde und ihrer Bewohner. Man kann sie als die Streitfrage um die universelle Souveränität bezeichnen.
3. Welche grundlegenden Fragen spielen bei der Streitfrage um die universelle Souveränität eine Rolle?
3 Bei dieser Streitfrage spielen folgende grundlegende Fragen eine Rolle: Welche von all den Göttern, die verehrt werden, haben sich als so vertrauenswürdig erwiesen, daß man ohne weiteres sein Leben und seine Zukunft für sie aufs Spiel setzen könnte? Welche Götter existieren tatsächlich, und welche sind lediglich eine menschliche Erfindung? Gibt es einen wahren, lebendigen, höchsten Gott, der in der Lage ist, die Menschheit aus ihrer gegenwärtigen trostlosen Lage zu befreien und für die richtige Regierung zu sorgen, die wirklich Frieden, Sicherheit, Wohlstand und Gesundheit garantieren kann?
4. Was kann von Personen gesagt werden, die meinen, für sie existiere keine Streitfrage, da sie ohnehin an Gott glaubten?
4 Viele sind der Meinung, für sie existiere keine Streitfrage, da sie ohnehin an Gott glaubten. Können sie aber beweisen, daß es sich bei dem von ihnen verehrten Gott wirklich um den wahren Gott handelt, daß seine Verheißungen zuverlässig sind und daß ihr Leben von seinen Vorsätzen und Gesetzen bestimmt wird? Wenn sie diese Frage bejahen, sollten sie auch in der Lage sein, folgende Fragen zu beantworten: Was beweist eigentlich, daß es einen wahren Gott gibt, dessen Verheißungen zuverlässig sind? Was ist Gottes Vorsatz in Verbindung mit der Menschheit und der Erde? Wo befinden wir uns in Gottes Zeitplan, und was wird uns die unmittelbare Zukunft bringen? Was müssen wir als einzelne gemäß seinem Willen tun, wenn wir für ihn eintreten möchten?
5. Mit wem sind Menschen zu vergleichen, die keine Beweise für ihren Glauben an Gott vorbringen können?
5 Die meisten, die sagen, daß sie an Gott glauben, können diese Fragen nicht sachlich beantworten. Man kann sie mit denjenigen im ersten Jahrhundert vergleichen, die zwar vorgaben, an Gott zu glauben, deren Werke jedoch ihre Behauptung Lügen straften. Von ihnen heißt es in Gottes Wort: „Sie erklären öffentlich, Gott zu kennen, aber sie verleugnen ihn durch ihre Werke.“ Ja, „Glaube ohne Werke [ist] tot“ (Titus 1:16; Jakobus 2:26). Wer also sagt, er glaube an Gott, seine Behauptung aber nicht durch stichhaltige Beweise untermauern kann, unterscheidet sich durchaus nicht von Menschen vergangener Jahrhunderte, die an falsche Götter glaubten, Götter, die als Gegenstand der Verehrung längst verschwunden sind.
Testfälle
6, 7. (a) Beschreibe die Religion der alten Ägypter. (b) Inwiefern waren die Israeliten in die Streitfrage verwickelt, die zwischen Jehova und den Göttern Ägyptens entstand?
6 Ein Beispiel dafür ist der Fall, in den etwa 1 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung die Götter des alten Ägypten verwickelt waren. Die Ägypter verehrten eine Vielzahl von Göttern, beispielsweise Tiere wie den Falken, den Frosch, den Geier, die Katze, das Krokodil, die Kuh, den Löwen, den Schakal, die Schlange, den Stier und den Wolf. Viele dieser Tiere galten als Verkörperung eines Gottes oder einer Göttin, und auf die willentliche Tötung eines solchen Tieres stand die Todesstrafe. Heilige Tiere wurden mumifiziert und mit feierlichem Gepränge bestattet.
7 Jehova, der Gott, den das Volk Israel anbetete, war gegen alle diese Götter. Moses, sein Vertreter, wurde ausgesandt, um Pharao zu bitten, das Volk Jehovas, das sich damals in Sklaverei befand, freizulassen, denn Jehova hatte den Israeliten die Freiheit versprochen (2. Mose 3:6-10). Aber Pharao erklärte: „Wer ist Jehova, daß ich seiner Stimme gehorchen und Israel wegsenden sollte? Ich kenne Jehova überhaupt nicht, und außerdem werde ich Israel nicht wegsenden“ (2. Mose 5:2). Pharao war davon überzeugt, daß die Götter Ägyptens Jehova überlegen waren.
8, 9. (a) Wie bewies Jehova, daß er den Göttern Ägyptens überlegen war? (b) Was ist angesichts der damaligen Ereignisse von den Göttern Ägyptens zu sagen?
8 Wer würde sich als der wahre Gott erweisen, der in der Lage war, seine Verheißungen zu verwirklichen und sein Volk zu beschützen? Die Antwort sollte bald gegeben werden. Jehova sagte voraus: „An allen Göttern Ägyptens werde ich Strafgerichte vollziehen“ (2. Mose 12:12). Erfüllte er diese Prophezeiung? Ja. Jehova brachte zehn verheerende Plagen über die Ägypter, durch die ihre Götter gedemütigt werden sollten. Keiner dieser Götter konnte die Ägypter beschützen. Die zehnte Plage war sogar besonders bemerkenswert, denn durch sie wurden die Erstgeborenen der Ägypter getötet, auch der Erstgeborene Pharaos. Dieser Schlag traf unmittelbar ihren Hauptgott Ra (Amon-Ra), da sich die Herrscher Ägyptens als Götter betrachteten, als die Söhne des Ra. Der Tod des Erstgeborenen Pharaos bedeutete daher für die Ägypter den Tod eines Gottes.
9 Von den Israeliten wurde dagegen kein einziger Erstgeborener getötet, da sie den Schutz Jehovas hatten. Außerdem gab Gott seinem Volk die versprochene Freiheit. Ein letzter Schlag wurde den falschen Göttern Ägyptens dadurch versetzt, daß Pharao und sein Heer — alle ohne Ausnahme — im Roten Meer vernichtet wurden. So erwies sich Jehova als der wahre Gott. Seine Verheißungen erfüllten sich, und seine Anbeter wurden beschützt (2. Mose 14:21-31). Die Götter Ägyptens waren hingegen machtlos und konnten ihren Anbetern nicht helfen. In Wirklichkeit existierten diese Götter überhaupt nicht, sondern waren eine Erfindung von Menschen.
10. Welche Streitfrage betraf die Anbeter Jehovas und Assyrien?
10 Ein anderer Fall, bei dem es um die Göttlichkeit ging, trat etwa 800 Jahre danach auf, und zwar zur Zeit des Königs Hiskia.a Die Anbeter Jehovas wurden von der grausamen assyrischen Weltmacht bedroht, die bereits alle Nationen, die ihr im Weg waren, besiegt hatte. Nun forderte sie Jerusalem auf, sich zu ergeben — die Stadt, in der sich der „Thron Jehovas“ befand, der Thron, der seine Anbetung auf der Erde repräsentierte (1. Chronika 29:23). Hiskia, der König von Juda, räumte ein, daß die Assyrer ‘alle jene Länder verwüstet und ihre Götter dem Feuer übergeben hatten, denn sie waren keine Götter, sondern das Werk von Menschenhänden’ (Jesaja 37:18, 19).
11. Wie rettete Jehova seine Anbeter, und was wurde dadurch bewiesen?
11 Dann betete der treue Hiskia zu Jehova und bat ihn um seinen Schutz. Jehova verhieß, daß keine einzige Waffe der Assyrer gegen Jerusalem gerichtet werde (Jesaja 37:33). Und genauso kam es. „Der Engel Jehovas zog dann aus und schlug im Lager der Assyrer hundertfünfundachtzigtausend nieder.“ Nach dieser vernichtenden Niederlage zog sich Assyriens König Sanherib zurück. Als er später seinem Gott Nisroch Anbetung darbrachte, wurde er von seinen Söhnen ermordet (Jesaja 37:36-38). So erwies sich Jehova erneut als der Gott, der wahre Prophezeiungen äußert und seine Anbeter befreien kann. Die Götter der Assyrer und der Nachbarnationen erwiesen sich als falsch, als nichtexistent, als unfähig, ihre Anhänger zu beschützen.
12. Auf welche Weise verhöhnte Belsazar Jehova?
12 Etwa 200 Jahre danach ließ Gott zu, daß sein Volk, das ihm untreu geworden war, von Babylon, der nächsten Weltmacht, in die Gefangenschaft weggeführt wurde. Babylon zeichnete sich hauptsächlich durch eine Unmenge von Göttern, Göttinnen und Tempeln der Anbetung aus. In einem Anfall von Prahlerei verhöhnte der babylonische König Belsazar Jehova. Bei einem großen Festmahl befahl er, die aus dem Tempel in Jerusalem stammenden heiligen Gefäße hereinzubringen, die dort erbeutet worden waren. „Und der König und seine Großen, seine Konkubinen und seine Zweitfrauen tranken daraus. Sie tranken Wein, und sie priesen die Götter aus Gold und aus Silber, Kupfer, Eisen, Holz und Stein“ (Daniel 5:1-4).
13. Was ließ Jehova durch Daniel König Belsazar sagen?
13 Das war eine Beleidigung Jehovas, eine Herausforderung an ihn im Namen der Götter Babylons. Jehova ließ daraufhin seinen Propheten Daniel vor König Belsazar und allen Festteilnehmern ein mutiges Zeugnis ablegen. Daniel trat für die Göttlichkeit Jehovas ein und erklärte König Belsazar: „Du hast dein Herz nicht gedemütigt ... Sondern wider den Herrn der Himmel erhobst du dich, ... und Götter aus Silber und aus Gold, Kupfer, Eisen, Holz und Stein, die nichts sehen oder nichts hören oder nichts wissen, hast du gepriesen; aber den Gott, in dessen Hand dein Odem ist und dem alle deine Wege gehören, hast du nicht verherrlicht“ (Daniel 5:22, 23).
14. Wie bewies Jehova, daß er der wahre Gott ist?
14 Dann übermittelte Daniel folgende Botschaft Jehovas: Der arrogante König Belsazar und Babylon würden noch in derselben Nacht von den Medern und Persern gestürzt werden (Daniel 5:24-27). Bewahrheitete sich diese Prophezeiung? Ja. „In derselben Nacht wurde Belsazar, der chaldäische König, getötet, und Darius selbst, der Meder, empfing das Königreich“ (Daniel 5:30, 31). Wie im Falle Ägyptens und Assyriens erwies sich Jehova wiederum als der wahre Gott, der Gott, der seine Verheißungen erfüllt. Gottes Diener zogen daraus Nutzen, da sie aus der Gefangenschaft befreit wurden und in ihr Heimatland zurückkehren konnten. Über die hartnäckigen Anhänger falscher Götter war Unheil hereingebrochen.
Prophezeiungen hinsichtlich unserer Zeit
15. (a) Welches Merkmal weisen viele biblische Prophezeiungen auf? (b) Was meinen wir auch, wenn wir das Wort „Götze“ gebrauchen?
15 Der Prophet Jesaja wurde inspiriert, Prophezeiungen aufzuzeichnen, die eine Erfüllung in alter Zeit hatten. Doch manche biblische Prophezeiungen haben auch noch eine weitere, größere Erfüllung in der heutigen Zeit. Das trifft auf vieles zu, was Jesaja schrieb. Seine Botschaft enthält teilweise Prophezeiungen über die neuzeitliche Herausforderung Jehovas an alle Nationen und ihre Götter oder Götzen. Mit dem Wort „Götze“ meinen wir nicht nur die Götter, die heute von Menschen in allen Teilen der Welt — auch von den sogenannten heidnischen Nationen — im eigentlichen Sinn des Wortes verehrt werden, sondern auch Dinge, die der Definition des Wortes entsprechen. In einem Wörterbuch wird zu dem Wort „Götze“ unter anderem gesagt: „Sache, auch Person, die die Stelle ideeller Werte einnimmt, die abgöttisch verehrt wird, der man verfallen ist“.b
16. Welche Götter werden von den Menschen der Nationen einschließlich der Christenheit heute verehrt?
16 Zu diesen Göttern oder Götzen zählen heute sowohl die Millionen Götter, die von den Hindus verehrt werden, als auch die von Buddhisten, Schintoisten, Animisten und anderen Religionsanhängern angebeteten Götter sowie der Götze Materialismus, der für die meisten Menschen auf der Erde von überragendem Wert ist, ja die wichtigste Motivation in ihrem Leben darstellt. Auch gehören dazu die Götzen militärische Macht und Wissenschaft, von denen sich die Nationen Sicherheit und Rettung erhoffen. Selbst die meisten Angehörigen der Christenheit, die behaupten, an Gott zu glauben, vertrauen weder auf ihn, noch dienen sie ihm loyal, sondern sie setzen ihr Vertrauen auf Dinge oder Menschen, denen sie dienen und in erster Linie loyal ergeben sind.
17. An wem erfüllt sich die prophetische Botschaft Jesajas im großen?
17 An allen diesen Göttern oder Götzen unserer Zeit erfüllt sich die prophetische Botschaft Jesajas im großen. Jehova gebietet den Völkerschaften, sich einzufinden und zu „reden“. Er fordert sie mit den Worten heraus: „Laßt uns miteinander zum Gericht nahen“ (Jesaja 41:1). Wir leben heute in der Zeit des „Gerichts“ an der Welt. Sie befindet sich in ihren „letzten Tagen“, die in 2. Timotheus 3:1-5 und Matthäus 24:1-14 vorhergesagt worden sind. Jehova fordert die Götter der Nationen jetzt heraus, die Zukunft genau vorherzusagen und so zu beweisen, daß sie wirklich Götter sind. Auch fordert er sie heraus, ihre Anhänger zu beschützen, wenn sie es können. „Bringt euren Streitfall vor“, sagt er. „Bringt eure Argumente vor, ... und tut uns die Dinge kund, die geschehen werden“ (Jesaja 41:21, 22).
18. Mit welchen Worten macht sich der allmächtige Gott kenntlich, und was verheißt er seinen Anbetern?
18 Der allmächtige Gott macht sich mit den Worten kenntlich: „Ich bin Jehova. Das ist mein Name; und keinem sonst werde ich meine eigene Herrlichkeit geben noch meinen Lobpreis gehauenen Bildern“ (Jesaja 42:8). Und zu denen, die für ihn eintreten, sagt er: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen.“ Er verheißt ihnen: „Alle, die gegen dich entbrannt sind, werden beschämt und gedemütigt werden. Die Männer, die mit dir streiten, werden wie nichts werden und werden umkommen.“ „Welche Waffe es auch immer sei, die gegen dich gebildet sein wird, sie wird keinen Erfolg haben ... Das ist der Erbbesitz der Knechte Jehovas“ (Jesaja 41:10, 11; 54:17).
19, 20. (a) Wie zeigt Jesaja, daß es für Jehova eine bestimmte Zeit gibt, die Dinge richtigzustellen? (b) Wen hat Jehova in den „letzten Tagen“ hervorgebracht, und wie vertreten ihn die Betreffenden?
19 Lange Zeit, ja Jahrhunderte ließ Jehova die Nationen ihre eigenen Wege gehen. Seine bestimmte Zeit, die Dinge auf der Erde richtigzustellen, ist jedoch herbeigekommen. Daher sagt er: „Ich habe mich lange Zeit still verhalten. Ich bewahrte Schweigen. Ich übte fortwährend Selbstbeherrschung.“ Doch „wie ein starker Mann wird [jetzt] Jehova selbst ausziehen. Wie ein Kriegsmann wird er den Eifer wecken. Er wird laut rufen, ja er wird einen Kriegsruf anstimmen; gegenüber seinen Feinden wird er sich mächtiger erzeigen“ (Jesaja 42:13, 14). Durch die Prophezeiungen Jesajas und anderer Bibelschreiber sowie durch die Prophezeiungen, die Jesus äußerte, ließ Jehova voraussagen, daß er in den heutigen „letzten Tagen“ ein Volk erwecken werde, dessen Glieder eifrig für ihn Zeugnis ablegen würden, gleichsam als Zeugen in einem Rechtsfall.
20 Das Volk, das Jehova hervorgebracht hat, damit es ihm diene, unterbreitet Beweise dafür, daß er der wahre Gott, der Retter seiner Anbeter und der Vernichter der falschen Götter und ihrer Verehrer ist. Jehovas Volk singt heute seinen Lobpreis ‘vom äußersten Ende der Erde her, von allen Nationen und Inseln, vom Gipfel der Berge’ (Jesaja 42:10-12). Dadurch erfüllt sich noch eine andere Prophezeiung Jesajas, und zwar: „Es soll geschehen im Schlußteil der Tage [in unserer Zeit], daß der Berg des Hauses Jehovas [seine wahre Anbetung] fest gegründet werden wird über dem Gipfel der Berge, und er wird gewißlich erhaben sein über die Hügel [über alle anderen Anbetungsformen]; und zu ihm sollen alle Nationen [Menschen aus allen Nationen] strömen.“ Und wozu fordern sie andere auf? Sie sagen zu aufrichtigen Menschen: „Kommt, und laßt uns hinaufziehen zum Berg Jehovas, ... und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln“ (Jesaja 2:2-4).
21. Welche Fragen entstehen durch Jehovas Herausforderung an die Götter der Nationen?
21 Deshalb erklärt Jehova, als ob er sich an ein Gericht wenden würde: „Mögen die Nationen alle an e i n e n Ort zusammengebracht werden, und mögen Völkerschaften versammelt werden. ... Laßt sie ihre Zeugen stellen, damit sie gerechtgesprochen werden mögen, oder laßt sie hören und sprechen: ‚Es ist die Wahrheit!‘“ (Jesaja 43:9). Das ist eine direkte Herausforderung an die Götter der Nationen. Kann irgendeiner von ihnen sagen, was die Zukunft bringt? Waren sie in der Vergangenheit dazu in der Lage? Können sie jemanden finden, der anhand unwiderlegbarer Beweise bezeugen kann, daß sich diese Götter als wahr erwiesen haben und unserer Loyalität würdig sind? Welchen Ruf haben sich die Götter der Nationen und ihre Anbeter in unserer Zeit erworben? Ist ihr Ruf besser als der, den sich die Götter des alten Ägypten, Assyrien und Babylon erworben haben? Verfügen andererseits diejenigen, die für Jehova Zeugnis ablegen, über unwiderlegbare Beweise dafür, daß Jehova der wahre Gott ist, der einzige, der unserer Anbetung würdig ist? Diese Fragen werden im folgenden Artikel erörtert.
[Fußnoten]
a In der Wachtturm-Ausgabe vom 15. Januar wurde gezeigt, wie Jehova Hiskia für sein Vertrauen zu ihm belohnte. Auch bei diesen dramatischen Ereignissen ging es um die Göttlichkeit.
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Wirst du ein Zeuge für den wahren Gott sein?Der Wachtturm 1988 | 1. Februar
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Wirst du ein Zeuge für den wahren Gott sein?
„‚Ihr seid meine Zeugen‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und ich bin Gott‘“ (JESAJA 43:12).
1. Warum sollten wir den wahren Gott ehren?
KURZ bevor Jesus starb, ‘erhob er seine Augen zum Himmel’ und betete. Er bezeichnete den Gott, zu dem er betete, als den „allein wahren Gott“ (Johannes 17:1, 3). Logischerweise kann es nur e i n e n lebendigen und wahren Gott geben: den Souverän des Universums, den Schöpfer. Da wir ihm unser Dasein verdanken, sollten wir ihm auch die gebührende Ehre erweisen. Das kommt in Offenbarung 4:11 mit den Worten zum Ausdruck: „Du bist würdig, Jehova, ja du, unser Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu empfangen, weil du alle Dinge erschaffen hast, und deines Willens wegen existierten sie und wurden sie erschaffen.“
2. (a) Was ist von dem wahren Gott vernünftigerweise zu erwarten? (b) Wie tritt er mit denen in Verbindung, die ihn anbeten möchten?
2 Vernünftigerweise ist zu erwarten, daß der wahre Gott die schlechten Verhältnisse, die sich auf seine irdischen Geschöpfe schädlich auswirken, nicht für immer dulden wird. Auch ist es logisch, anzunehmen, daß er seine Anbeter auf dem laufenden hält über das, was er zu tun gedenkt und was er von ihnen erwartet, bevor er seine Strafgerichte vollzieht (Amos 3:7). Wie tritt er jedoch mit Wahrheitssuchern in Verbindung? Er bedient sich williger Menschen als seiner Sprecher. „‚Ihr seid meine Zeugen‘, ist der Ausspruch Jehovas ... ‚Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir war weiterhin keiner. Ich — ich bin Jehova, und außer mir gibt es keinen Retter‘“ (Jesaja 43:10, 11). Aber wie kann man feststellen, wer diejenigen sind, die der wahre Gott als seine Zeugen gebraucht? Worin unterscheiden sie sich — auch hinsichtlich ihrer Botschaft — von den Anbetern anderer Götter?
Eine Herausforderung an andere Götter
3. Wozu fordert Jehova alle anderen Götter heraus?
3 Jehova inspirierte Jesaja dazu, diese Herausforderung an alle anderen Götter schriftlich festzuhalten: „Wer ist unter ihnen [unter den Göttern der Nationen und Völker], der dies [wahre Prophezeiungen] mitteilen kann? Oder können sie uns gar die ersten Dinge [die in Zukunft geschehen werden] hören lassen? Laßt sie [als Götter] ihre Zeugen stellen, damit sie [als Götter] gerechtgesprochen werden mögen, oder laßt sie [die Völker] hören und sprechen: ‚Es ist die Wahrheit!‘“ (Jesaja 43:9). Auf diese Weise fordert Jehova alle von Menschen verehrten Götter heraus, zu beweisen, daß sie Götter sind. Ihre Zeugen sollten Beweise dafür vorbringen, daß ihre Götter zuverlässig sind und daß sie würdig sind, angebetet zu werden.
4. Wieso wissen wir, daß die Götter der Nationen des Altertums wertlose Götter waren?
4 Aber was haben diese Götter und ihre Anbeter bewirkt? Haben sie uns den Weg zu echtem Frieden, zu Wohlfahrt, Gesundheit und Leben gezeigt? Die Geschichte bezeugt, daß sich die vielen Götter der Nationen des Altertums als wertlos und machtlos erwiesen haben. Sie konnten sich noch nicht einmal als Gegenstand der Verehrung behaupten, denn sie existieren heute nicht mehr. Die vielen Götter Ägyptens, Assyriens, Babylons, Medo-Persiens, Griechenlands, Roms und anderer Nationen haben sich als falsche Götter erwiesen. Sie sind nur in Geschichtsbüchern erhalten geblieben oder in Museen, wo ihre Statuen als Sehenswürdigkeiten betrachtet werden.
5. Was kann man sich hinsichtlich der neuzeitlichen Götter fragen?
5 Sind jedoch die neuzeitlichen Götter und Götzen sowie ihre Verehrer besser als diejenigen der Antike? Allein der Hinduismus kennt Millionen von Göttern. Buddhisten, Juden, Katholiken, Konfuzianer, Muslime, Protestanten, Schintoisten, Taoisten und viele andere — sie alle haben ihre Götter. In Afrika, Asien und andernorts werden die Naturkräfte, irgendwelche Tiere oder Gegenstände als Götter verehrt. Der Nationalismus, der Materialismus und sogar das eigene Ich sind insofern zu Göttern geworden, als viele Menschen hauptsächlich ihnen ergeben sind. Welche Anbetungsform steht eigentlich für den Gott, der erklärt hat: „Ich bin Jehova, und sonst gibt es keinen. Außer mir gibt es keinen Gott.“ (Jesaja 45:5)?
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“
6. Wie kann man die wahre Anbetung von der falschen unterscheiden?
6 Jesus stellte eine zuverlässige Regel auf, anhand deren man erkennen kann, was bezüglich der Religion wahr und was falsch ist. Er sagte: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. ... jeder gute Baum [bringt] vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor ... Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen“ (Matthäus 7:16-19). Wollen wir also den wahren Gott von falschen Göttern unterscheiden und die wahren Anbeter von den falschen, so müssen wir die Früchte untersuchen, die sie hervorbringen. Sind sie „vortrefflich“? Oder sind sie „wertlos“?
7. Was bezeugt unser Jahrhundert in bezug auf die Religionen der Welt?
7 Welche von den Religionen der Welt hat zum Beispiel unter ihren Anhängern weltweit echten Frieden herbeigeführt? Anhänger der wahren Religion, geistige Brüder, dürften sich bestimmt nicht gegenseitig töten. Aber in den Kriegen des 20. Jahrhunderts haben 100 Millionen Menschen das Leben verloren, und alle diese Kriege sind von den Religionen der Welt unterstützt worden. So kam es, daß Religionsanhänger andere Religionsanhänger getötet haben, häufig sogar Anhänger der eigenen Religion. Katholiken töteten Katholiken, Protestanten töteten Protestanten, Muslime töteten Muslime, und die Anhänger anderer Religionen handelten ebenso.
8. Was sagen Beobachter über das Versagen der Religionen in unserer Zeit?
8 In einem Leitartikel, betitelt „Die Gewalttat im Namen Gottes“, wandte sich Mike Royko gewissermaßen an Gott, indem er bezüglich der Religionen der Welt schrieb: „Sie beweisen dir ihre Frömmigkeit dadurch, daß sie sich hundertweise gegenseitig umbringen. Vermutlich denkt jeder, wenn seine Seite die andere vernichte, sei bewiesen, daß seine Religion die richtige sei.“ Der Papst stelle sich zwar als friedfertiger Mann dar, doch seien, so Royko weiter, „seine Anhänger dafür bekannt, daß sie einige Millionen Liter Blut vergießen, wenn sie wütend sind“. Und Jimmy Carter, der frühere Präsident der Vereinigten Staaten, sagte, die Welt sei verrückt geworden. Er fügte hinzu: „Zu dieser mörderischen Verrücktheit gehört anscheinend ein tiefes religiöses Bewußtsein, das die Menschen eigentlich in Liebe zusammenhalten sollte.“
9. Warum sollten wir keine „wertlosen Götter“ anbeten?
9 Diese schändlichen Früchte stehen im Gegensatz zu denen, die die Anbeter des wahren Gottes hervorbringen müssen (Galater 5:19-23). Die Anhänger der sich bekriegenden Religionen und Weltanschauungen zählen ebenso sicher zu den falschen Anbetern wie die alten Ägypter, Assyrer, Babylonier und die anderen Völker, die zu „wertlosen Göttern“ aufblickten, zu Göttern, „die stumm sind“ (Habakuk 2:18). Und wie sich das prophetische Wort des wahren Gottes an der falschen Anbetung in der Antike erfüllte, so wird es sich auch in unserer Zeit erfüllen: „Die wertlosen Götter werden vollständig entschwinden“ (Jesaja 2:18). Seine Worte: „Wendet euch nicht wertlosen Göttern zu“ sind eine ernst zu nehmende Warnung (3. Mose 19:4).
Wer legt für Jehova Zeugnis ab?
10. Sind die Anhänger der Religionen der Welt Zeugen für den wahren Gott?
10 Ein Zeuge für den wahren Gott sollte eigentlich über ihn Zeugnis ablegen. Legen die Anhänger der Religionen der Welt ein solches Zeugnis ab? Wie oft sprechen Mitglieder dieser Religionen mit dir über ihre Anbetung? Wann haben sie bei dir vorgesprochen, um Zeugnis über ihren Gott abzulegen? Die den falschen Göttern geltende Herausforderung des wahren Gottes, Zeugen zu stellen, bleibt unbeachtet. Die Angehörigen der Religionen der Welt legen kein Zeugnis ab. Sie können nicht sagen, wer der wahre Gott ist oder worin seine Vorsätze bestehen. Ihre Geistlichen haben sie nicht die Wahrheit gelehrt. „Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen“ (Matthäus 15:14).
11. Wer nur legt über den Namen des wahren Gottes Zeugnis ab?
11 Wer ist gewillt, seine Zeit, seine Mittel und sogar sein Leben zu opfern, um für den wahren Gott Zeugnis abzulegen? Wer weist die Menschen darauf hin, daß der wahre Gott erklärt hat: „Ich bin Jehova. Das ist mein Name.“ (Jesaja 42:8)? Wer lehrt, daß der, ‘dessen Name Jehova ist, er allein, der Höchste ist über die ganze Erde’? (Psalm 83:18). Jesus konnte seinerzeit zu dem wahren Gott sagen: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht“ (Johannes 17:6). Heute können das nur Jehovas Zeugen sagen. Wie passend ist doch ihr Name — Jehovas Zeugen!
Über das Königreich Zeugnis ablegen
12. Welche wichtige Lehre müssen wahre Zeugen anderen verkünden?
12 Was sollten die Zeugen des wahren Gottes insbesondere über seine Vorsätze verkünden, außer daß sie seinen Namen bekanntmachen? Jesus gab das Beispiel, indem er seine Nachfolger lehrte, zu dem wahren Gott folgendermaßen zu beten: „Dein Königreich komme“ (Matthäus 6:10). Gottes himmlisches Königreich ist die Regierung, die schließlich über die ganze Erde herrschen wird (Daniel 2:44). Dieses Königreich war der Gegenstand der Lehrtätigkeit Jesu (Matthäus 4:23). Da es die einzige Lösung für die Probleme der Menschheit ist, ließ Jesus die Aufforderung ergehen: „So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen“ (Matthäus 6:33).
13. (a) Was bezeugen die Tatsachen bezüglich der Predigttätigkeit der Zeugen Jehovas im Interesse des Königreiches Gottes? (b) Inwiefern ist das Königreichspredigtwerk ein Beweis dafür, daß nur Jehova der Gott wahrer Prophezeiungen ist?
13 Wer legt heute Zeugnis über Gottes Königreich ab? Professor C. S. Braden, ein Kenner der Religionen der Welt, schrieb: „Jehovas Zeugen haben mit ihrer Zeugnistätigkeit buchstäblich die ganze Erde umspannt. ... Es kann wirklich gesagt werden, daß keine einzige Religionsgemeinschaft der Welt das Evangelium vom Reiche Gottes eifriger und beharrlicher verkündigt hat als die Zeugen Jehovas.“ Das schrieb er aber vor fast 40 Jahren. Heute wird ein weit größeres Zeugnis für das Königreich gegeben, denn jetzt gibt es mehr als zehnmal so viele Zeugen wie damals. Etwa dreieinhalb Millionen, die weltweit mit ungefähr 54 900 Versammlungen verbunden sind, legen über das Königreich Zeugnis ab, und ihre Zahl nimmt schnell zu. Diese vortrefflichen Früchte sind ein Beweis dafür, daß Jehova der Gott ist, der wahre Prophezeiungen äußert. Denn er inspirierte Jesus, seinen Sohn, zu folgender Voraussage hinsichtlich unserer Zeit: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:14; Johannes 8:28).
Gottes Liebe nachahmen
14. Welche Eigenschaft müssen Gottes wahre Zeugen nachahmen, und was würde es bedeuten, wenn sie es nicht tun würden?
14 Gottes wahre Zeugen müssen seine herausragendste Eigenschaft nachahmen — die Liebe. „Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, weil Gott Liebe ist“ (1. Johannes 4:8). Ja, „hieran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, stammt nicht von Gott noch der, der seinen Bruder nicht liebt. ... wir [sollten] einander lieben ..., nicht wie Kain, der aus dem stammte, der böse ist, und seinen Bruder hinschlachtete“ (1. Johannes 3:10-12).
15. Wieso können wir sagen, daß Jehovas Zeugen echte Liebe offenbaren?
15 Nur Jehovas Zeugen weisen diese Art Liebe auf. Sie unterwerfen sich nicht den Göttern Krieg, Nationalismus und Rassismus. Sie unterstützen keinen der Kriege, die die Welt führt, und befinden sich daher nie in einer Situation, in der sie die Tötung ihrer geistigen Brüder in anderen Teilen der Welt unterstützen würden. Sie sind, wie Jesus sagte, „kein Teil der Welt“ und haben ‘das Schwert weggesteckt’ (Johannes 17:14; Matthäus 26:52).
16. Inwiefern helfen andere mit, die wahren Zeugen Gottes zu identifizieren?
16 In einer Studie, betitelt „Mehr über die Rechtfertigung von Gewalttätigkeit“, hieß es: „Jehovas Zeugen [haben] ... ihre Stellung der gewaltlosen ‚christlichen Neutralität‘ bewahrt. Da sie konstant gegen jede Form eines nationalen Dienstes sind, ob militärisch oder zivil, und es ablehnen, Staatssymbole zu verehren, sind sie in vielen Ländern der Welt ... verfolgt, eingesperrt und durch Pöbelaktionen belästigt worden. Die Zeugen haben jedoch darauf nie mit Gewalttätigkeit reagiert.“ In der brasilianischen Zeitung O Tempo war über sie zu lesen: „Wenn es auch viele beeindruckende Religionen gibt, die ihre Lehren in allen Teilen der Welt propagieren, gibt es doch heute auf der ganzen Erde keine einzige, die die gleiche Liebe ... bekundet [wie Jehovas Zeugen].“ An dieser echten Liebe sind die wahren Zeugen Gottes zu erkennen, denn Jesus sagte: „Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt“ (Johannes 13:35).
Größeres Zeugnis durch Verfolgung
17, 18. Welches neuere Beispiel zeigt, daß durch Verfolgung ein größeres Zeugnis für das Königreich gegeben werden kann?
17 Verfolgung kann sogar bewirken, daß ein größeres Zeugnis für das Königreich gegeben wird. In Indien gibt es zum Beispiel nur etwa 8 000 Zeugen Jehovas. Doch kürzlich wurden Gottes Name und seine Vorsätze in diesem Land allgemein bekanntgemacht, und zwar durch die Handlungsweise von 11 Kindern. Diese Kinder von Zeugen Jehovas ahmten die Christen des ersten Jahrhunderts nach, die vor einem Gericht erklärten: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:29). Die indischen Kinder wurden von der Schule gewiesen, weil sie die Nationalhymne nicht mitsangen. Aber der Oberste Gerichtshof Indiens wies gemäß dem in Bangalore erscheinenden Deccan Herald in seiner Entscheidung darauf hin, daß „in diesem Land keine Verpflichtung besteht, die Nationalhymne mitzusingen“. Der Gerichtshof erklärte, die Kinder hätten „gebührende Achtung“ gezeigt und ihre Weigerung mitzusingen sei „keinesfalls mit Aufsässigkeit gleichbedeutend“. Das Gericht ordnete die Wiederaufnahme der Kinder in die Schule an.
18 In derselben Zeitung war auch zu lesen: „Diese Kinder weigerten sich, die Nationalhymne mitzusingen, weil sich Jehovas Zeugen als Christen betrachten und voll und ganz dem Königreich Gottes ergeben sind. ... Aus diesem Grund nehmen sie an keiner politischen Handlung des Staates teil.“ Die in Kalkutta erscheinende Zeitung The Telegraph meldete: „Die Handlungsweise der Schulkinder hat auch ... Jehovas Zeugen ins Rampenlicht gerückt, die bis vor kurzem weitgehend unauffällig geblieben waren.“ Ja, ‘die gute Botschaft vom Königreich wird allen Nationen zu einem Zeugnis gepredigt’, bevor das Ende kommt (Matthäus 24:14).
Die Einsammlung von Zeugen für den wahren Gott
19. Was müssen aufrichtige Personen tun, wenn sie den wahren Gott anbeten möchten?
19 Jehova, der wahre Gott, läßt sein Volk heute Zeugnis über seine Souveränität und seine Vorsätze ablegen. Und während seine Diener die Botschaft immer nachdrücklicher verkünden, sammelt er immer mehr aufrichtige Menschen aus allen Nationen ein und bringt sie mit seinen Anbetern in Verbindung (Jesaja 2:2-4). Sie geben ihre falschen Götter auf und wenden sich der Anbetung des wahren Gottes zu. Genauso wurden auch in alter Zeit diejenigen, die Jehova anbeten wollten, aus der Gefangenschaft in Babylon befreit, wo die Verehrung falscher Götter gang und gäbe war (Jesaja 43:14).
20, 21. Warum ist es dringend, jetzt die Anbetung falscher Götter aufzugeben, und warum darf man nicht lediglich ein Sympathisant sein?
20 Wirst du ein Zeuge für den wahren Gott sein? Wirst du für die wahre Anbetung Stellung beziehen und es vermeiden, an der Blutschuld und der moralischen Schuld der Welt und ihrer falschen Götter teilzuhaben? Gottes Wort läßt die Aufforderung ergehen: „Geht aus ihr [der babylonischen falschen Religion] hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt“ (Offenbarung 18:4). Ja, ‘geh hinaus’, handle, bevor es zu spät ist! Verhalte dich nicht wie ein Mann, der gemäß einer katholischen Zeitschrift nach seiner religiösen Neigung gefragt wurde und zur Antwort gab: „Ich denke, ich sympathisiere mit den Zeugen Jehovas. Ich glaube ziemlich viel von dem, was sie glauben — aber ich möchte mich nicht binden.“
21 Doch bald wird es keinen Erdbewohner ohne Bindung mehr geben — nämlich dann, wenn Jehova die falschen Götter der Welt und ihre Anbeter beseitigen wird: „Die Götter, die die Himmel und die Erde nicht gemacht haben, sind es, die von der Erde und unter diesen Himmeln entschwinden werden“ (Jeremia 10:11). Dann wird es keine Sympathisanten geben. Es wird nur Zeugen für den wahren Gott geben und solche, die es nicht sind (Matthäus 24:37-39; 2. Petrus 2:5; Offenbarung 7:9-15). Wirst du ein Zeuge für den wahren Gott sein? Du solltest dich dazu entschließen, denn „der wahre Gott ist für uns ein Gott rettender Taten; und Jehova, dem Souveränen Herrn, gehören die Auswege aus dem Tod“ (Psalm 68:20).
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