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  • Warum Gott Leiden zugelassen hat
    Kümmert sich Gott wirklich um uns?
    • 13 Was würde die Zeit vor allem in bezug auf die Streitfrage der universellen Souveränität, das heißt der Rechtmäßigkeit der Herrschaft Gottes, zeigen? Würde es den Menschen unter einer menschlichen Regierung besser ergehen als unter der Herrschaft Gottes? Könnte ein von Gott unabhängiges menschliches Regierungssystem eine glückliche Welt herbeiführen, eine Welt, in der es keinen Krieg, keine Kriminalität und keine Ungerechtigkeit gäbe? Könnte eine solche Regierung Armut verhindern und Verhältnisse schaffen, unter denen es allen gutginge und niemand erkranken, altern und sterben würde? All das hätte die Herrschaft Gottes mit sich gebracht (1. Mose 1:26-31).

  • Warum Gott Leiden zugelassen hat
    Kümmert sich Gott wirklich um uns?
    • 5 Dadurch, daß sich der Mensch nun von Gott unabhängig gemacht hatte, tauchte eine weitere Frage auf: Würde es den Menschen besser ergehen, wenn sie nicht von Gott regiert würden? Der Schöpfer kannte die Antwort zweifellos; damit die Menschen es aber selbst herausfinden könnten, räumte er ihnen die völlige Freiheit ein, die sie begehrten. Sie hatten diesen Weg aus freien Stücken eingeschlagen, und so ließ er sie gewähren.

      6, 7. Warum gewährte Gott den Menschen so lange volle Freiheit?

      6 Dadurch, daß Gott den Menschen genügend Zeit einräumte, mit der völligen Freiheit zu experimentieren, sollte die Frage, ob es ihnen unter Gottes Herrschaft besser ergehen würde als unter einer menschlichen Regierung, ein für allemal geklärt werden. Es müßte ihnen so viel Zeit eingeräumt werden, daß sie auf politischem, industriellem, wissenschaftlichem und medizinischem Gebiet ihrer Meinung nach einen Höchststand erreichen könnten.

      7 Deshalb gewährte Gott den Menschen bis heute volle Freiheit, so daß eindeutig geklärt werden könnte, ob eine von ihm unabhängige menschliche Regierung Gedeihen haben würde. So erhielt der Mensch die Gelegenheit, zwischen Wohlwollen und Grausamkeit zu wählen, zwischen Liebe und Haß, zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit. Er ist aber auch mit den Konsequenzen seiner Wahl konfrontiert worden: Güte und Frieden oder Bosheit und Leid.

  • Welche Folgen hatte die Rebellion?
    Kümmert sich Gott wirklich um uns?
    • Welche Folgen hatte die Rebellion?

      1—3. Inwiefern hat die Zeit bewiesen, daß Jehova recht hatte?

      WAS haben die vergangenen Jahrhunderte, in denen der Mensch unabhängig von Gott regierte, in bezug auf die Streitfrage um Gottes Herrscherrecht gezeigt? War der Mensch ein besserer Herrscher als Gott? Bestimmt nicht, wenn man bedenkt, wie unmenschlich manche Menschen ihre Mitmenschen behandelt haben.

      2 Als unsere Ureltern die Herrschaft Gottes ablehnten, kam es zu katastrophalen Folgen. Sie brachten dadurch Leiden über sich und über die ganze Menschheitsfamilie nach ihnen. Und sie konnten niemandem die Schuld geben außer sich selbst. Gottes Wort sagt: „Sie haben ihrerseits verderblich gehandelt; sie sind nicht seine Kinder, ihre eigene Fehlerhaftigkeit ist es“ (5. Mose 32:5).

      3 Die Geschichte hat gezeigt, daß Gott recht hatte, als er Adam und Eva darauf hinwies, daß sie allmählich schwächer würden und schließlich sterben müßten, wenn sie seine Vorkehrungen außer acht ließen (1. Mose 2:17; 3:19). Sie wandten sich tatsächlich von Gottes Herrschaft ab, wurden wirklich immer schwächer und starben schließlich.

      4. Warum sind wir alle von Geburt unvollkommen, anfällig für Krankheiten und dem Tod unterworfen?

      4 Was danach allen ihren Nachkommen widerfuhr, geht aus Römer 5:12 hervor: ‘Durch e i n e n Menschen [Adam, den Stammvater der Menschheit] ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod, und so hat sich der Tod zu allen Menschen verbreitet.’ Als daher unsere Ureltern gegen Gottes Aufsicht rebellierten, wurden sie zu unvollkommenen Sündern. Aufgrund der Vererbungsgesetze konnten sie an ihre Nachkommen nur noch die Unvollkommenheit weitergeben. Darum sind wir alle von Geburt unvollkommen, anfällig für Krankheiten und dem Tod unterworfen.

      5, 6. Was beweist die Geschichte in bezug auf menschliche Bemühungen, wahren Frieden und Wohlstand herbeizuführen?

      5 Viele Jahrhunderte sind inzwischen vergangen. Weltreiche kamen und gingen. Alle erdenklichen Regierungsformen wurden ausprobiert. Doch immer wieder hat die Menschheitsfamilie schreckliche Erfahrungen gemacht. Man würde denken, nach sechstausend Jahren hätte sie so weit Fortschritte gemacht, daß in der ganzen Welt Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand herrschen würden und daß sie gelernt hätte, was Freundlichkeit, Mitleid und Zusammenarbeit bedeuten.

      6 In Wirklichkeit ist jedoch das Gegenteil der Fall. Keine von Menschen erdachte Regierungsform hat je wahren Frieden und Wohlstand für alle herbeigeführt. Allein in unserem Jahrhundert sind während des Holocausts Millionen systematisch hingemordet worden, und über 100 Millionen sind in Kriegen gefallen. Intoleranz und politische Unstimmigkeiten sind die Ursache dafür, daß in unseren Tagen Unzählige gefoltert, getötet und eingesperrt worden sind.

      Die Lage heute

      7. Wie läßt sich die heutige Lage der Menschheitsfamilie beschreiben?

      7 Man betrachte ferner die heutige allgemeine Lage der Menschheitsfamilie. Verbrechen und Gewalttat nehmen überhand. Der Drogenmißbrauch ist zu einer Epidemie geworden. Sexuell übertragbare Krankheiten haben pandemische Ausmaße angenommen. Millionen leiden an der gefürchteten Aidskrankheit. Millionen und aber Millionen sterben jedes Jahr an Hunger oder Seuchen. Einige wenige dagegen leben im Überfluß. Der Mensch verschmutzt und plündert die Erde. Zerrüttete Familien und der Verfall moralischer Werte sind an der Tagesordnung. Ja, das Leben ist heute wahrhaftig ein Spiegelbild der abscheulichen Herrschaft Satans, des „Gottes dieser Welt“. Die Welt, deren Herr er ist, ist kalt, grausam und durch und durch korrupt (2. Korinther 4:4).

      8. Warum kann man die Errungenschaften der Menschheit nicht als echten Fortschritt bezeichnen?

      8 Gott hat den Menschen genügend Zeit eingeräumt, so daß ihre Fortschritte auf wissenschaftlichem Gebiet und in materieller Hinsicht einen Höchststand erreicht haben. Kann man aber von echtem Fortschritt sprechen, wenn Pfeil und Bogen durch Maschinengewehre, Tanks, Düsenbomber und Atomraketen ersetzt worden sind? Kann von Fortschritt die Rede sein, wenn Menschen in den Weltraum fliegen, auf der Erde aber nicht in Frieden miteinander leben können? Ist es ein Fortschritt, wenn man sich nachts oder wie mancherorts sogar am hellichten Tag fürchten muß, auf die Straße zu gehen?

      Was die Zeit gezeigt hat

      9, 10. (a) Was haben die vergangenen Jahrhunderte deutlich gezeigt? (b) Warum hat Gott den Menschen den freien Willen nicht entzogen?

      9 Wie die Jahrhunderte des Experimentierens gezeigt haben, können Menschen ihre Schritte nicht erfolgreich lenken, ohne sich der Herrschaft Gottes unterzuordnen. Das ist ebenso unmöglich, wie leben zu wollen, ohne zu essen, zu trinken und zu atmen. Der Beweis liegt klar auf der Hand: Wir sind so geschaffen, daß wir von der Leitung unseres Schöpfers ebenso abhängig sind wie von Nahrung, Wasser und Luft.

      10 Durch die Zulassung des Bösen hat Gott ein für allemal bewiesen, daß der Mißbrauch des freien Willens traurige Folgen hat. Doch da der freie Wille eine solch kostbare Gabe ist, hat Gott ihn den Menschen nicht entzogen, sondern hat sie selbst erfahren lassen, wozu der Mißbrauch der Willensfreiheit führt. Die Feststellung des Wortes Gottes ist wahr: „Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten.“ Ebenso zutreffend sind die Worte: „Der Mensch [hat] über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht“ (Jeremia 10:23; Prediger 8:9).

      11. Hat irgendeine Regierungsform Leid und Not beseitigt?

      11 Dadurch, daß Gott die Menschen mittlerweile sechstausend Jahre lang herrschen ließ, ist der unumstößliche Beweis erbracht worden, daß der Mensch unfähig ist, Leid und Not Einhalt zu gebieten. Er hat es noch nie vermocht. Selbst König Salomo von Israel gelang es samt seiner Weisheit, seinem Reichtum und seiner Macht damals nicht, das durch die Menschenherrschaft verursachte Elend aus der Welt zu schaffen (Prediger 4:1-3). Auch in der heutigen Zeit gelingt es Weltführern trotz der neusten technischen Errungenschaften nicht, Leid und Not zu beseitigen. Was noch schlimmer ist: Statt Leid und Not zu beseitigen, haben die Menschen — wie die Geschichte zeigt — durch ihre Unabhängigkeit von Gottes Herrschaft noch mehr Leid und Not verursacht.

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