Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Satans Herrschaft zum Scheitern verurteilt
    Der Wachtturm 2010 | 15. Januar
    • Satans Herrschaft zum Scheitern verurteilt

      „Mit dem Bösen . . . wird es gar nicht gut ausgehen“ (PRED. 8:13).

      1. Warum ist es tröstend, zu wissen, dass die Bösen zur Rechenschaft gezogen werden?

      FRÜHER oder später werden die Bösen zur Rechenschaft gezogen und müssen sich für ihre Taten verantworten (Spr. 5:22; Pred. 8:12, 13). Das ist besonders für die Menschen ein tröstender Gedanke, die Gerechtigkeit lieben und unter der heutigen Ungerechtigkeit und den Bösen leiden. Der Urheber all der Schlechtigkeiten in der Welt ist Satan, der Teufel. Er wird als der Hauptschuldige zur Rechenschaft gezogen werden (Joh. 8:44).

      2. Weshalb räumte Gott Zeit ein, als seine Regierungsweise infrage gestellt wurde?

      2 Voller Stolz und Überheblichkeit brachte Satan in Eden unsere Ureltern dazu, Jehovas Regierungsweise zu verwerfen. Sie schlossen sich dem Teufel an, der Jehovas Recht, über die Menschen zu regieren, infrage stellte. Das machte die beiden in Gottes Augen zu Sündern (Röm. 5:12-14). Jehova wusste natürlich, dass ihre respektlose und rebellische Handlungsweise zwangsläufig ins Unglück führen würde. Doch auch alle vernunftbegabten Geschöpfe sollten das klar erkennen können. Deshalb räumte Gott Zeit ein. Es sollte zweifelsfrei bewiesen werden, dass die Rebellen absolut im Unrecht waren.

      3. Wie sind wir zu den Regierungen von Menschen eingestellt?

      3 Da die Menschen die Herrschaft Jehovas ablehnten, mussten sie sich eigene Regierungsformen ausdenken. In seinem Brief an die Christen in Rom bezeichnete der Apostel Paulus die Regierungen der Menschen als die „obrigkeitlichen Gewalten“. Damals handelte es sich dabei in erster Linie um die römische Regierung unter Kaiser Nero (54—68 u. Z.). Wie Paulus schrieb, stehen solche Regierungen „in ihren relativen Stellungen als von Gott angeordnet“. (Lies Römer 13:1, 2.) Wollte er damit andeuten, dass menschliche Regierungen der Herrschaft Gottes überlegen seien? Natürlich nicht. Er meinte damit einfach, dass Christen, solange Jehova die Menschenherrschaft dulden würde, die „Anordnung Gottes“ respektieren und den Herrschern gehorchen sollten.

      Ein Irrweg mit katastrophalen Folgen

      4. Warum wird die Menschenherrschaft ganz sicher fehlschlagen?

      4 Die von Satan beeinflusste Menschenherrschaft wird ganz sicher fehlschlagen. Warum? Unter anderem, weil sie nicht auf Gottes Weisheit beruht. Nur Jehova besitzt vollkommene Weisheit. Demnach ist er der Einzige, der genau weiß, wie man andere richtig führt (Jer. 8:9; Röm. 16:27). Menschen müssen den richtigen Weg oft erst durch mühsames Ausprobieren herausfinden. Jehova dagegen weiß immer gleich die beste Lösung. Jede Regierung, die sich nicht nach ihm ausrichtet, kann nicht annähernd so gut sein wie seine. Schon allein deshalb war die von Satan angebotene alternative Regierungsform, die Menschenherrschaft, von Anfang an zum Scheitern verurteilt, ganz zu schweigen von den schlechten Beweggründen Satans.

      5, 6. Was führte offensichtlich dazu, dass sich Satan gegen Jehova stellte?

      5 Kein vernünftiger Mensch würde etwas in Angriff nehmen, was von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Wer es trotzdem versucht, muss früher oder später seinen Fehler einsehen. Die Menschheitsgeschichte ist voll von Beweisen dafür, dass es sinnlos ist, sich gegen den allmächtigen Schöpfer zu stellen. (Lies Sprüche 21:30.) Doch Satan, blind vor Überheblichkeit und Stolz, wandte sich gegen Jehova. Er schlug einen Irrweg ein, der zwangsläufig zu einer Katastrophe führen musste.

      6 Satans anmaßende Art kommt gut in den Worten eines babylonischen Herrschers zum Ausdruck, der prahlte: „Zu den Himmeln werde ich aufsteigen. Über die Sterne Gottes werde ich meinen Thron erheben, und ich werde mich niedersetzen auf den Berg der Zusammenkunft in den entlegensten Teilen des Nordens. Ich werde über die Wolkenhöhen aufsteigen; ich werde mich dem Höchsten ähnlich machen“ (Jes. 14:13-15). Dieser Herrscher scheiterte mit seinem sinnlosen Vorhaben. Die babylonische Dynastie kam zu einem unrühmlichen Ende. Auch Satan und seiner Welt steht der Untergang bevor.

      Warum zugelassen?

      7, 8. Welche guten Auswirkungen hat Jehovas Entscheidung, das Böse eine Zeit lang zuzulassen?

      7 Der eine oder andere fragt sich jetzt vielleicht, warum Jehova die Menschen nicht davon abgehalten hat, sich auf Satans Seite zu schlagen und eine alternative Regierungsform auszuprobieren, die sowieso zum Scheitern verurteilt war. Das wäre für den allmächtigen Gott bestimmt kein Problem gewesen (2. Mo. 6:3). Aber er hat nicht eingegriffen. In seiner Weisheit hat er entschieden, die Auflehnung der Menschen eine gewisse Zeit zu dulden, weil das auf lange Sicht gesehen das Beste wäre. Letzten Endes würde sich bestätigen, dass Jehova ein gerechter und liebevoller Herrscher ist. Seine Entscheidung würde für gottesfürchtige Menschen zum Nutzen sein.

      8 Wie viel Leid wäre doch der Menschheitsfamilie erspart geblieben, wenn die Menschen Satan widerstanden und nicht den Weg der Unabhängigkeit von Gott eingeschlagen hätten! Jehovas Entscheidung, die Menschenherrschaft eine Zeit lang zu dulden, hat aber auch gute Auswirkungen. Gottesfürchtige Menschen erkennen so ganz deutlich, wie weise es ist, auf Gott zu hören und ihm zu vertrauen. Von all den Regierungsformen, die im Laufe der Jahrhunderte ausprobiert wurden, war keine ideal. Das hat Diener Gottes nur noch in ihrer Überzeugung bestärkt, dass die Regierungsweise Jehovas die beste ist. Es stimmt natürlich, die böse Herrschaft Satans hat über alle Menschen, auch über treue Diener Gottes, viel Leid gebracht. Doch in gewisser Hinsicht ist es für sie sogar von Nutzen, dass Jehova entschied, das Böse vorübergehend zuzulassen.

      Wie Jehova durch die Rebellion verherrlicht wird

      9, 10. Wie hat Satans Herrschaft zur Verherrlichung Jehovas beigetragen?

      9 Jehova hat zwar zugelassen, dass die Menschen unter den Einfluss Satans kamen und sich selbst regierten. Das hat aber seinem Ruf als guter Herrscher auf keinen Fall geschadet. Die Geschichte bestätigt vielmehr die Worte Jeremias, die er unter Inspiration über die Unfähigkeit des Menschen, sich selbst zu regieren, schrieb. (Lies Jeremia 10:23.) Außerdem sind durch Satans Rebellion Jehovas gute Eigenschaften noch mehr zum Vorschein gekommen. Wieso?

      10 Vor dem Hintergrund der katastrophalen Herrschaft Satans sind Jehovas vollkommene Eigenschaften noch offensichtlicher geworden, als es sonst vielleicht der Fall gewesen wäre. Das hat dazu geführt, dass Jehovas Größe denen, die ihn lieben, noch mehr bewusst wurde. Wie paradox es auch klingen mag: Satans Herrschaft hat dazu beigetragen, dass Gott verherrlicht wird. Auf welch hervorragende Weise Jehova doch reagierte, als seine Oberhoheit angegriffen wurde! Gehen wir jetzt auf einige der Eigenschaften Jehovas ein und darauf, wie durch Satans böse Herrschaft neue Facetten dieser Eigenschaften zutage getreten sind.

      11. Worin zeigt sich Jehovas Liebe?

      11 Liebe. In der Bibel heißt es, dass „Gott Liebe ist“ (1. Joh. 4:8). Schon allein dass Gott Menschen erschaffen hat, ist ein Ausdruck seiner Liebe. Auch die Ehrfurcht gebietende, wunderbare Art und Weise, wie wir gemacht sind, zeugt von seiner Liebe. Jehova sorgte außerdem liebevoll für ein wunderschönes Zuhause, wo es den Menschen an nichts fehlte (1. Mo. 1:29-31; 2:8, 9; Ps. 139:14-16). Jehovas Liebe kam auf eine neue Weise zum Ausdruck, nachdem die Menschen gesündigt hatten. Wie? Der Apostel Johannes zitierte Jesus, der sagte: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe“ (Joh. 3:16). Hätte Gott seine Liebe zu uns noch deutlicher zeigen können als dadurch, dass er seinen Sohn auf die Erde sandte, um die sündige Menschheit zu erlösen? (Joh. 15:13). Durch diesen großen Liebesbeweis gibt Gott uns ein Beispiel. So können wir im täglichen Leben die Opferbereitschaft und die Liebe Gottes widerspiegeln, wie es auch Jesus tat (Joh. 17:25, 26).

      12. Woran kann man die Macht Jehovas erkennen?

      12 Macht. Nur Gott hat als der Allmächtige die Macht, Leben zu erschaffen (Offb. 11:17; Ps. 36:9). Ein Mensch ist bei der Geburt wie ein unbeschriebenes Blatt. Im Laufe seines Lebens wird es mit Entscheidungen, Handlungen und Erfahrungen „beschrieben“, was aus diesem Menschen eine einzigartige Persönlichkeit macht. Jehova bewahrt jede Einzelheit über ihn in seinem Gedächtnis auf. Stirbt er, kann Jehova ihn mit all seinen charakteristischen Merkmalen zur gegebenen Zeit wieder zum Leben bringen (Joh. 5:28, 29). Jehova hatte ursprünglich zwar nicht vorgesehen, dass die Menschen einmal sterben, doch durch die neue Situation kann man erkennen, dass er sogar stärker ist als der Tod. Keine Frage: Jehova ist wirklich der Allmächtige.

      13. Was kann man aus dem Opfer Jesu über die vollkommene Gerechtigkeit Jehovas lernen?

      13 Gerechtigkeit. Jehova lügt niemals, auch ist er absolut gerecht (5. Mo. 32:4; Tit. 1:2). Er hält sich immer an den höchsten Maßstab für Wahrheit und Gerechtigkeit, selbst wenn es scheinbar zu seinem Nachteil ist (Röm. 8:32). Wie schlimm muss es für ihn gewesen sein, als sein geliebter Sohn wie ein Gotteslästerer an einem Marterpfahl starb! Doch aus Liebe zu uns sündigen Menschen ließ Jehova diese schmerzliche Situation zu und hielt sich so an seinen eigenen vollkommenen Maßstab für Gerechtigkeit. (Lies Römer 5:18-21.) Im Vergleich zu der großen Ungerechtigkeit in der Welt sticht die Gerechtigkeit Jehovas deutlich heraus — er ist der Inbegriff der Gerechtigkeit.

      14, 15. Wie kommt Jehovas überragende Weisheit zum Ausdruck? Und wie seine Geduld?

      14 Weisheit. Gleich nachdem Adam und Eva gesündigt hatten, machte Jehova bekannt, wie er die schlimmen Folgen der Rebellion wiedergutmachen wird (1. Mo. 3:15). An seinem sofortigen Handeln und daran, wie er seinen Dienern nach und nach mitteilte, was er vorhat, zeigt sich deutlich, wie weise er ist (Röm. 11:33). Es gibt kein Problem, das er in seiner Weisheit nicht lösen könnte. In einer Welt voller Unmoral und Krieg, einer Welt, in der die Menschen unvernünftig, ungehorsam, unbarmherzig, parteiisch und heuchlerisch sind, führt uns Jehova klar vor Augen, was wahre Weisheit ist. Der Jünger Jakobus schrieb: „Die Weisheit von oben . . . ist vor allem keusch, dann friedsam, vernünftig, zum Gehorchen bereit, voller Barmherzigkeit und guter Früchte, nicht parteiische Unterschiede machend, nicht heuchlerisch“ (Jak. 3:17).

      15 Geduld und Langmut. Hätte Jehova nie mit unvollkommenen Menschen handeln müssen, die sündigen und Fehler machen, wäre es wohl kaum so offensichtlich geworden, wie geduldig und langmütig er ist. Jehovas Bereitschaft, für so lange Zeit mit Sündern zu handeln, zeigt das vollkommene Ausmaß seiner Geduld und Langmut. Bestimmt sind wir dafür sehr dankbar. Der Apostel Petrus schrieb treffend: „Betrachtet . . . die Geduld unseres Herrn als Rettung“ (2. Pet. 3:9, 15).

      16. Wieso ist Jehovas Bereitschaft zu vergeben ein Grund, dankbar zu sein?

      16 Bereitschaft zu vergeben. Keiner von uns ist vollkommen, „wir alle straucheln oft“ (Jak. 3:2; 1. Joh. 1:8, 9). Sind wir nicht dankbar, dass Jehova bereit ist, „in großem Maße“ zu vergeben? (Jes. 55:7). Wie erleichtert wir unvollkommenen Menschen doch sind, wenn Jehova uns eine Verfehlung vergeben hat! (Ps. 51:5, 9, 17). Diese herzerwärmende Facette der Persönlichkeit Jehovas stärkt unsere Liebe zu ihm und spornt uns an, ihn im Umgang mit anderen nachzuahmen. (Lies Kolosser 3:13.)

      Warum die Welt krank ist

      17, 18. Wieso kann man sagen, dass Satans Regierungsweise ein Fehlschlag ist?

      17 Wie die Menschheitsgeschichte bestätigt, hat das gesamte Weltsystem Satans — ein Produkt seiner Herrschaft — auf der ganzen Linie versagt. 1991 hieß es in einer Zeitung: „Ist die Welt krank? Das kann man wohl sagen. Schuld daran ist nicht höhere Gewalt — diese Krankheit haben die Völker selbst verschuldet“ (The European). Wie wahr! Unsere Ureltern ließen sich von Satan beeinflussen und entschieden sich gegen die Herrschaft Jehovas und für die Menschenherrschaft. So entstand eine Regierungsform, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Das Leid und das Elend auf der ganzen Welt sind Symptome der furchtbaren Krankheit, an der die Menschenherrschaft leidet.

      18 Satans Herrschaft ist auf Egoismus aufgebaut. Die Grundlage für Jehovas Herrschaft ist jedoch Liebe, und sie ist viel stärker als der Egoismus. Satans Regierungsweise hat weder für Stabilität gesorgt noch für Glück oder Sicherheit. Jehovas Regierungsweise ist eindeutig besser. Gibt es dafür auch heute Beweise? Darauf geht der nächste Artikel ein.

  • Jehovas Herrschaft gerechtfertigt!
    Der Wachtturm 2010 | 15. Januar
    • Jehovas Herrschaft gerechtfertigt!

      „Der Höchste [ist] der Herrscher . . . im Königreich der Menschheit“ (DAN. 4:17).

      1, 2. Warum hat die Menschenherrschaft versagt?

      DIE Menschenherrschaft hat versagt! Daran gibt es keinen Zweifel. Ein Hauptgrund für dieses Versagen hat damit zu tun, dass es den Menschen einfach an der nötigen Weisheit fehlt, sich selbst zu regieren. Das wird besonders in der heutigen Zeit deutlich, in der die Beschreibung aus 2. Timotheus 3:2-4 auf viele Herrscher zutrifft. In diesem Text heißt es, dass die Menschen eigenliebig sind, geldliebend, anmaßend, hochmütig, nicht loyal, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, Verräter und aufgeblasen vor Stolz.

      2 Vor langer Zeit hatten sich unsere Ureltern gegen Gottes Herrschaft aufgelehnt. Sie dachten wahrscheinlich, dadurch völlig unabhängig zu werden. Doch in Wirklichkeit unterwarfen sie sich der Herrschaft Satans. Als „Herrscher dieser Welt“ hat er die 6 000 Jahre Missherrschaft auf der Erde stark beeinflusst (Joh. 12:31). Heute ist die Menschheit an einem Tiefpunkt angelangt. Ein Geschichtswerk geht auf die gegenwärtige Lage ein und schreibt, dass es zwecklos ist, „nach einer perfekten Welt zu suchen“. Weiter heißt es: „Nicht nur, dass sie sich nicht finden lässt, sondern jeder Versuch, sie zu schaffen, führt zu einem Fehlschlag, zu Totalitarismus und schlimmstenfalls zu Krieg“ (The Oxford History of the Twentieth Century). Was für ein offenes Eingeständnis, dass die Menschenherrschaft total versagt hat!

      3. Wie hätte Gott wohl über die Menschen regiert, wenn Adam und Eva ihm treu geblieben wären?

      3 Wie tragisch ist es doch, dass unsere Ureltern die einzige Regierung, die wirklich funktioniert, verworfen haben — die Regierung Gottes! Natürlich wissen wir nicht genau, wie Jehova über die Erde regiert hätte, wenn Adam und Eva ihm treu geblieben wären. Wir können aber sicher sein, dass sich die Herrschaft Gottes über die gehorsame Menschheit durch Liebe und Unparteilichkeit ausgezeichnet hätte (Apg. 10:34; 1. Joh. 4:8). Da Gott unendlich weise ist, hätte es unter seiner Regierung bestimmt all die Fehler, die die Befürworter der Menschenherrschaft gemacht haben, nicht gegeben. Die Gottesherrschaft, die wahre Theokratie, hätte dafür gesorgt, dass „das Begehren alles Lebenden“ gesättigt worden wäre (Ps. 145:16). Es wäre einfach eine vollkommene Regierung gewesen (5. Mo. 32:4). Wie tragisch, dass die Menschen sie nicht wollten!

      4. Wieso ist Satans Herrschaft nicht unbegrenzt?

      4 Jehova hat den Menschen zwar erlaubt, sich selbst zu regieren, doch er hat sein Recht, über seine Geschöpfe zu herrschen, niemals aufgegeben. Sogar der mächtige König von Babylon musste zugeben, dass in Wirklichkeit „der Höchste der Herrscher ist im Königreich der Menschheit“ (Dan. 4:17). Letzten Endes wird durch das Königreich der Wille Gottes geschehen (Mat. 6:10). Jehova hat Satan allerdings für relativ kurze Zeit erlaubt, sich als „Gott dieses Systems der Dinge“ aufzuspielen, damit eine vollständige Antwort auf dessen Anschuldigungen gegeben werden kann (2. Kor. 4:4; 1. Joh. 5:19). Aber Satan kann nie über die Grenzen hinausgehen, die Jehova ihm gesetzt hat (2. Chr. 20:6; vergleiche Hiob 1:11, 12; 2:3-6). Außerdem hat es in der vom Erzfeind Gottes regierten Welt immer Einzelpersonen gegeben, die sich dafür entschieden, Gott zu gehorchen.

      Gott regiert über Israel

      5. Wozu verpflichteten sich die Israeliten?

      5 Von der Zeit Abels an bis zur Zeit der Patriarchen gab es einige treue Menschen, die Jehova dienten und ihm gehorchten (Heb. 11:4-22). In Moses’ Tagen schloss Jehova einen Bund mit den Nachkommen Jakobs. Sie wurden das Volk Israel. Damals, im Jahr 1513 v. u. Z., verpflichteten sich die Israeliten, zusammen mit ihren Nachkommen Jehova als ihren Herrscher anzuerkennen. Sie sagten: „Alles, was Jehova geredet hat, wollen wir tun“ (2. Mo. 19:8).

      6, 7. Wodurch zeichnete sich Gottes Herrschaft über Israel aus?

      6 Als Jehova die Israeliten erwählte, sein Volk zu sein, verfolgte er einen bestimmten Zweck. (Lies 5. Mose 7:7, 8.) Er hatte dabei mehr im Sinn als nur ihr Wohl. Es ging um etwas viel Wichtigeres: um Gottes Namen und seine Oberhoheit. Die Israeliten sollten bezeugen, dass Jehova der allein wahre Gott ist (Jes. 43:10; 44:6-8). Jehova sagte deswegen zu ihnen: „Du bist ein heiliges Volk für Jehova, deinen Gott, und Jehova hat dich dazu erwählt, sein Volk zu werden, ein besonderes Eigentum, aus allen Völkern, die auf der Oberfläche des Erdbodens sind“ (5. Mo. 14:2).

      7 Jehova berücksichtigte, dass die Israeliten unvollkommen waren. Aber seine Gesetze waren vollkommen und spiegelten seine Eigenschaften wider. Die Gebote, die er Israel durch Moses gab, hoben seine Heiligkeit hervor, seine Liebe zur Gerechtigkeit, seine Bereitschaft zu vergeben und seine Geduld. In den Tagen Josuas und noch einige Zeit danach befolgten die Israeliten die Gebote Jehovas. Sie wurden daher gesegnet und lebten in Frieden (Jos. 24:21, 22, 31). Diese Zeit in der Geschichte Israels verdeutlicht, wie gut sich Jehovas Art zu regieren auswirkt.

      Die Folgen der Menschenherrschaft

      8, 9. Worum baten die Israeliten unklugerweise, und was war die Folge?

      8 Im Laufe der Zeit wandten sich die Israeliten immer wieder von Gott ab und verloren so seinen Schutz. Schließlich traten sie an den Propheten Samuel heran und forderten einen sichtbaren König. Jehova gebot Samuel, auf ihre Bitte einzugehen. Er sagte ihm aber auch: „Nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, damit ich nicht König über sie sei“ (1. Sam. 8:7). Jehova erlaubte den Israeliten zwar, einen sichtbaren König zu haben, warnte sie aber auch vor den Folgen, die das für sie haben würde. (Lies 1. Samuel 8:9-18.)

      9 Wie die Geschichte bestätigt, bewahrheiteten sich Jehovas warnende Worte. Die Herrschaft durch einen sichtbaren König führte zu ernsten Problemen für das Volk Israel — besonders dann, wenn der König Gott nicht treu war. Mit diesem Beispiel im Sinn ist es nicht verwunderlich, dass all die Jahrhunderte hindurch Herrscher, die gar nichts von Jehova wussten, auf Dauer keinen Erfolg hatten. Einige Politiker bitten zwar um Gottes Hilfe für ihre Bemühungen, Frieden und Sicherheit zu schaffen. Doch wie soll Gott jemandem helfen, der seine Herrschaft nicht anerkennt? (Ps. 2:10-12).

      Eine neue Nation unter der Herrschaft Gottes

      10. Warum wurde Israel als Gottes auserwähltes Volk verworfen?

      10 Die Nation Israel war nicht bereit, Jehova treu zu dienen, und verwarf schließlich den von ihm eingesetzten Messias. Deshalb verwarf Jehova diese Nation und beschloss, eine neue zu bilden. So kam im Jahr 33 u. Z. die Versammlung gesalbter Christen ins Dasein — eine neue Nation unter der Herrschaft Jehovas. Paulus nannte sie „das Israel Gottes“ (Gal. 6:16).

      11, 12. Welche Ähnlichkeit besteht zwischen der Führung der Nation Israel und der des „Israels Gottes“?

      11 Zwischen der Nation Israel und dem „Israel Gottes“ gibt es sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten. Im Unterschied zum alten Israel hat die Christenversammlung keinen sichtbaren König. Auch sind keine Tieropfer nötig, um Sünden zu sühnen. Ähnlich wie bei der Nation Israel gibt es in der Christenversammlung „ältere Männer“ oder Älteste (2. Mo. 19:3-8). Die christlichen Ältesten herrschen nicht über die Versammlung. Als Hirten hüten sie vielmehr die Herde und gehen im Dienst für Gott mit gutem Beispiel voran. Sie behandeln jeden Einzelnen in der Versammlung liebevoll, mit Würde und Respekt (2. Kor. 1:24; 1. Pet. 5:2, 3).

      12 Die Mitglieder des „Israels Gottes“ und die „anderen Schafe“ können ihre Wertschätzung für Jehova und seine Regierungsweise erhöhen, wenn sie darüber nachdenken, wie Gott mit dem Volk Israel gehandelt hat (Joh. 10:16). Beispielsweise lehrt die Geschichte, dass die Könige der Israeliten einen großen Einfluss auf das Volk ausübten, sei es zum Guten oder zum Schlechten. Das führt allen, die in der Christenversammlung Verantwortung tragen, vor Augen, dass sie immer ein gutes Beispiel im Glauben geben müssen, obwohl sie natürlich keine Herrscher sind (Heb. 13:7).

      Wie Jehova heute seine Herrschaft ausübt

      13. Welches wichtige Ereignis fand 1914 statt?

      13 Heute verkündigen Jehovas Zeugen weltweit, dass es bald keine Menschenherrschaft mehr geben wird. Jehova hat bereits 1914 sein Königreich im Himmel aufgerichtet und Jesus Christus als König eingesetzt. Er gab ihm die Befugnis auszuziehen, „siegend und um seinen Sieg zu vollenden“ (Offb. 6:2). Dem neuen König wurde gesagt: „Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde“ (Ps. 110:2). Leider war keine Nation bereit, sich Jehovas Herrschaft unterzuordnen. Nach wie vor handeln die Nationen so, als gäbe es Jehova nicht (Ps. 14:1).

      14, 15. (a) Wie werden wir heute von Gottes Königreich geführt, und welche Fragen könnten wir uns stellen? (b) Woran erkennt man heute, dass Gottes Regierungsweise die beste ist?

      14 Einige Gesalbte des „Israels Gottes“ befinden sich noch auf der Erde. Als Brüder Jesu sind sie „Gesandte an Christi Statt“ (2. Kor. 5:20). Sie sind als der „treue und verständige Sklave“ eingesetzt worden, um für geistige Speise zu sorgen. Diese ist nicht nur für die Gesalbten bestimmt, sondern auch für eine immer größer werdende Volksmenge von Christen, deren Zahl bereits in die Millionen geht und die hoffen, einmal ewig auf der Erde zu leben (Mat. 24:45-47; Offb. 7:9-15). Ein Beweis dafür, dass Jehova mit dem treuen Sklaven handelt, ist der Segen, der auf Jehovas Volk ruht.

      15 Jeder von uns könnte sich einmal fragen: „Komme ich meinen Verpflichtungen in der Versammlung wirklich nach? Folge ich der Führung Jehovas genau? Bin ich stolz darauf, das Königreich Jehovas zu unterstützen? Bin ich entschlossen, im Rahmen meiner Möglichkeiten weiterhin mit anderen über Gottes Königreich zu sprechen?“ Die allermeisten von uns folgen gern den Anweisungen der leitenden Körperschaft und arbeiten mit den Ältesten in der Versammlung zusammen. Durch all das zeigen wir, dass wir die Art und Weise, wie Jehova seine Herrschaft ausübt, anerkennen. (Lies Hebräer 13:17.) Bereitwillig Jehova zu gehorchen führt zu weltweiter Einheit, einer Einheit, die in der heutigen zerstrittenen Welt ihresgleichen sucht. Außerdem wird so Frieden und Gerechtigkeit gefördert. Das ehrt Jehova und bestätigt, dass seine Regierungsweise bei Weitem die beste ist.

      Jehovas Herrschaft triumphiert

      16. Vor welcher Entscheidung steht heute jeder Einzelne?

      16 In naher Zukunft werden die in Eden aufgeworfenen Streitfragen geklärt. Deswegen muss sich heute jeder entscheiden, ob er sich Jehovas Regierung unterstellt oder an der Menschenherrschaft festhält. Wir dürfen Sanftmütigen helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Die von Satan beeinflussten Regierungen werden schon bald in Harmagedon durch Jehovas Regierung endgültig ersetzt (Dan. 2:44; Offb. 16:16). Die Menschenherrschaft wird enden und das Königreich Gottes wird über die ganze Erde herrschen. Dann wird die Herrschaft Jehovas vollständig gerechtfertigt sein. (Lies Offenbarung 21:3-5.)

      17. Welche Überlegungen helfen Sanftmütigen, die richtige Entscheidung zu treffen?

      17 Alle, die sich noch nicht fest für Jehova entschieden haben, sollten unter Gebet über die Segnungen nachdenken, die Gottes Herrschaft der Menschheit bringen wird. Menschen sind nicht in der Lage, Kriminalität und Terrorismus zu beseitigen. Doch Gott wird alle Bösen von der Erde auslöschen (Ps. 37:1, 2, 9). Unter der Menschenherrschaft hat es praktisch immer Kriege gegeben. Von Gott heißt es: „Kriege lässt er aufhören bis an das äußerste Ende der Erde“ (Ps. 46:9). Jehova wird sogar den Frieden zwischen Mensch und Tier wiederherstellen (Jes. 11:6-9). Armut und Hunger haben die Menschenherrschaft immer begleitet. Unter Gottes Herrschaft dagegen wird es so etwas nicht mehr geben (Jes. 65:21). Selbst wenn Herrscher die besten Absichten haben, können sie Krankheit und Tod nicht beseitigen. Unter der Herrschaft Gottes jedoch werden ältere und kranke Menschen wieder jung und gesund sein (Hiob 33:25; Jes. 35:5, 6). Selbst die Toten werden wieder zum Leben kommen, und die ganze Erde wird ein Paradies sein! (Luk. 23:43; Apg. 24:15).

      18. Wie können wir beweisen, dass wir Gottes Regierung als die allerbeste anerkennen?

      18 Gottes Herrschaft wird all den Schaden wiedergutmachen, der entstand, weil Satan unsere Ureltern dazu gebracht hat, sich von ihrem Schöpfer abzuwenden. Satan hat rund 6 000 Jahre lang Schaden angerichtet. Doch Gott wird durch seinen Christus in 1 000 Jahren alles wieder in Ordnung bringen. Was für ein schlagender Beweis dafür, dass Gottes Regierung einfach die beste ist! Als Zeugen für unseren Gott gehorchen wir ihm als unserem Herrscher. Beweisen wir also jeden Tag und jede Stunde, dass Jehova unser Gott ist, dass wir sein Königreich unterstützen und stolz darauf sind, seine Zeugen zu sein. Ergreifen wir jede Gelegenheit, die sich uns bietet, anderen zu sagen: Jehovas Regierung ist die allerbeste!

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen