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  • „Man kann es schaffen — so wie wir!“
    Erwachet! 1998 | 8. Dezember
    • Man erzählt sich, daß mit den Schiffen aus Europa, die Ende des 16. Jahrhunderts in Japan anlegten, tabakrauchende Besucher kamen, die den Anschein erweckten, sie könnten „in ihren Bäuchen Feuer erzeugen“. Das Erstaunen wich der Neugier, so daß der Tabakkonsum in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in Japan Fuß gefaßt hatte. Wer hätte seinerzeit gedacht, daß die Nachfahren der damals so erstaunten Japaner heute zu den größten Tabakkonsumenten der Welt zählen würden?

  • „Man kann es schaffen — so wie wir!“
    Erwachet! 1998 | 8. Dezember
    • Die Tabakszene

      Ungefähr 56 Prozent der japanischen Männer rauchen; im Vergleich dazu sind es bei den amerikanischen Männern von 15 Jahren an nur 28 Prozent. Zu den 34 000 000 Rauchern in Japan zählen rund 22 Prozent der Frauen Japans, von denen viele sehr jung sind. Das Beispiel der Erwachsenen und eine geschickte Werbestrategie tragen zu der schnell wachsenden Zahl jugendlicher Raucher bei. Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, wo Zigarettenwerbung in Rundfunk und Fernsehen bereits seit über zwei Jahrzehnten untersagt ist, wurde sie in Japan erst jetzt verboten.

      Außerdem sind Zigaretten in Japan leicht zu kriegen, weil an jeder Ecke Zigarettenautomaten stehen. Die allermeisten scheren sich nicht um den eher nichtssagenden und unauffälligen Aufdruck auf der Schachtel. Dort steht möglicherweise lediglich: „Rauchen Sie nicht zuviel; es könnte schädlich sein.“ Und neben der oftmals weitverbreiteten Unwissenheit über die ernsthaften Gefahren, die vom Tabakgenuß ausgehen, macht das schlechte Beispiel zahlreicher prominenter Leute in Japan Schule und wiegt die Japaner in Sicherheit.

      Kein Wunder, daß Tabakgegner das Versäumnis Japans beklagen, mehr seiner Bürger vom Tabakkonsum abzuhalten. Pädagogen erkennen jedoch allmählich die Wichtigkeit, Menschen davor zu warnen, daß Rauchen ihre Gesundheit und ihr Leben bedroht. Ja, die japanischen Raucher leiden an denselben Symptomen wie Raucher sonstwo — Übelkeit, Atemnot, ein quälender Husten, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Anfälligkeit für Erkältungen und nach einer Weile unter Umständen ein frühzeitiger Tod infolge von Lungenkrebs, Herzerkrankungen oder anderen Problemen.

      Am 1. April 1985 wurde die Tabakindustrie Japans privatisiert, womit das jahrzehntelange staatliche Monopol zu Ende ging. Trotzdem bestehen noch enge Kontakte zum Staat, so daß jegliche ernstgemeinten Bemühungen, Menschen vom Rauchen abzuhalten, behindert werden. Das erklärt, warum Antitabakvereinigungen Japan heute als ein Schlaraffenland für Raucher betrachten. Und es erklärt, warum der Daily Yomiuri berichtete, die japanischen Ärzte würden den Umstand bedauern, daß Japan „eine das Rauchen fördernde Gesellschaft“ ist.

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