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JapanJahrbuch der Zeugen Jehovas 1998
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Im ganzen Land Kongreßsäle
Das gleiche läßt sich über die Kongreßsäle sagen, in denen das Programm der Kreis- und Tagessonderkongresse läuft. Seit den 80er Jahren wurde ein Kongreßsaal nach dem anderen errichtet — in Kansai, Ebina, Tschiba, Tokai, Hiogo und Gumma, auf Hokkaido und in Totschigi. Ein neunter Kongreßsaal wurde 1997 auf Kiuschu fertiggestellt.
Das beispielhafte Benehmen der angestrengt arbeitenden Brüder führte bei Nachbarn, die zunächst negativ eingestellt waren, nicht selten zu einer Meinungsänderung. Als der Kongreßsaal in Tokai, in der Nähe von Nagoja, gebaut wurde, widersetzte sich ein Nachbar vehement dem Projekt und versuchte eine Kampagne zu starten, um den Bau zu stoppen. Jeden Tag kam er zur Baustelle, um zu sehen, was vor sich ging. Eines Tages kam er mit einer Säge in der Hand. Als der für den Bau verantwortliche Bruder ihn fragte, was er vorhabe, sagte er: „Ich habe genau beobachtet, was bis jetzt getan wurde. Und es sieht so aus, als wäre das Bambuswäldchen im Weg. Heute möchte ich beim Freiwilligendienst mitmachen.“ Und so legte er los.
Im Jahr 1995, als die Brüder den Kongreßsaal auf Hokkaido, der nördlichsten Insel, bauten, waren die Mittel recht knapp. Daher waren sie überglücklich, 2 000 Stühle kostenlos zu erhalten. Wie war es dazu gekommen? Während der Bauzeit suchte ein schweres Erdbeben Kobe und die umliegenden Städte heim, wodurch viele Gebäude unbrauchbar wurden. Das betraf auch das Kokusai Kaikan, ein Gebäude in Kobe, in dem sich ein schöner Konzertsaal befand. Nachdem die Entscheidung getroffen worden war, das Gebäude abzureißen, wurde in einer Nachrichtensendung im Fernsehen gezeigt, wie Musiker dem Konzertsaal Lebewohl sagten. Als Zeugen Jehovas, die mit Hilfsaktionen in Kobe beschäftigt waren, die Sendung sahen, wandten sie sich an die Verantwortlichen und erhielten die Genehmigung, die Stühle aus dem Gebäude zu holen und sie nach Hokkaido zum Kongreßsaal bringen zu lassen. Ein Drittel der 2 000 Stühle waren brandneu, und die übrigen brauchten nur neu gepolstert zu werden. Die Firma, die den Konzertsaal abriß, war froh, daß die Stühle nicht mehr dort waren.
Beim Bau der Kongreßsäle in Totschigi und auf Hokkaido wurden 1995 erstmals auch Brüder und Schwestern eingesetzt, die sonst unter der Leitung der regionalen Baukomitees mit dem Bau von Königreichssälen beschäftigt waren. Die Brüder schätzen ihre Kongreßsäle sehr sowie die Gelegenheit, auf den Kongressen miteinander Gemeinschaft zu pflegen. Für sie sind diese schönen Gebäude ein weiterer Ausdruck dafür, daß Jehova ihre Anstrengungen überaus gesegnet hat, ihm ein würdiges Schlachtopfer der Lobpreisung darzubringen.
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JapanJahrbuch der Zeugen Jehovas 1998
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Kongreßsäle: Hiogo, Ebina, Kansai
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