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  • Freudige Einsammlung in Japan
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  • Zunahme trotz Feindseligkeiten
  • Der Bau der neuen Gebäude
  • Zur Unterstützung des internationalen Einsammlungswerkes
Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1989
w89 1. 11. S. 23-27

Freudige Einsammlung in Japan

„ES WAR ganz offensichtlich, daß sich die Missionare ziemlich entmutigt fühlen.“ Das bemerkte Charles T. Russell, der erste Präsident der Watch Tower Bible and Tract Society, nachdem er sich 1912 persönlich von der religiösen Lage in Japan überzeugt hatte. Er sprach vom Versagen der Missionare der Christenheit und sagte: „Was die Japaner brauchen, ist ‚das Evangelium vom Königreich‘.“

Sollte dieses Bedürfnis je gestillt werden? In den 20er und 30er Jahren erreichte die Japaner durch eine Handvoll treuer Zeugen Jehovas gewissermaßen ein Wahrheitsstrahl. Selbst im Zweiten Weltkrieg verkündigten einige wenige beharrlich die gute Botschaft, obwohl sie von der kaiserlichen Regierung unterdrückt wurden. Doch auf der Inselkette im Fernen Osten stand ein noch viel umfangreicheres Einsammlungswerk bevor.

Mit der Ankunft von 15 Wachtturm-Missionaren im Jahre 1949 erfüllte Jehova das Königreichspredigtwerk in Japan mit neuem Leben. Diese Missionare konnten noch überall die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs beobachten: Die Städte lagen in Trümmern, und die Menschen waren verwirrt, da ihre alten Wertvorstellungen umgestoßen worden waren. Zur selben Zeit nahmen auch die Missionare der Christenheit ihre Tätigkeit in Japan wieder auf, aber sie machten aus den Japanern keine echten Christen. Die Missionare der Zeugen Jehovas — diejenigen, die im Jahre 1949 eintrafen, und auch die mehr als 150, die später kamen — sahen sich vor die große Herausforderung gestellt, den Japanern Glauben an den Schöpfer, Jehova Gott, in Sinn und Herz zu pflanzen. Wie wurden sie dieser Herausforderung gerecht?

Die Grundlage legen

Ausgangspunkt der missionarischen Tätigkeit war ein kleines zweigeschossiges Haus in Tokio. In den 50er Jahren ging die Einsammlung langsam voran. „In Japan werden vor Harmagedon nur wenige in die Wahrheit kommen“, dachte einer der Japaner, die damals günstig auf die gute Botschaft reagierten. Einer der frühen Kreisaufseher erinnert sich, daß er einmal aus dem Zugfenster hinaussah und sich fragte, ob wohl die Dörfer, an denen er vorüberfuhr, jemals mit der guten Botschaft erreicht würden.

Es bedurfte fast zehn Jahre missionarischer Anstrengungen, bis die Zahl der Königreichsverkündiger die 1 000-Grenze erreichte. Aber 1963 wurde aufgrund der stetigen Zunahme das unzulängliche Zweiggebäude in Tokio abgerissen und durch ein sechsgeschossiges Eisenbetongebäude am selben Ort ersetzt.

Die Missionare legten eine vortreffliche Grundlage für die Zukunft, indem sie den Personen, mit denen sie die Bibel studierten, Pioniergeist einflößten. Jehova segnete die gemeinsamen Anstrengungen der Missionare und der japanischen Pioniere, so daß 1970 die Zahl der Zeugen die 10 000-Grenze erreichte. Um mit der Mehrung Schritt zu halten, baute man 1972 in Numasu, etwa 120 Kilometer südwestlich von Tokio, eine dreigeschossige Druckerei und ein fünfgeschossiges Wohngebäude. Statt die Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet!, die für das Königreichswerk im Land bestimmt waren, weiterhin von einer weltlichen Druckerei drucken zu lassen, wurden sie nun auf der eigenen Druckmaschine des japanischen Zweiges hergestellt.

Wer hätte damit gerechnet, daß das Einsammlungswerk so schnell vorangehen würde, daß die Gebäude in Numasu schon nach zehn Jahren wieder zu klein wären? Aber genau das geschah, und Jehova hatte noch weitere bauliche Erweiterungen vorgesehen, damit die zunehmende Ernte bewältigt werden konnte.

Zunahme trotz Feindseligkeiten

In Ebina, etwas südlich von Tokio, wurde 1982 ein neuer Zweigkomplex von der dreifachen Größe desjenigen in Numasu fertiggestellt. Bis zur Zeit der Bestimmungsübergabe im Mai jenes Jahres hatte Jehova die Zeugen in Japan bereits über drei Jahre lang in ununterbrochener Folge mit monatlichen Verkündigerhöchstzahlen gesegnet. Diese Mehrung hielt an, und so erreichte die Verkündigerzahl im Mai 1985 die 100 000-Grenze. Ja, Jehova beschleunigte das Werk zu seiner eigenen Zeit, so daß eine weitere Vergrößerung der Zweiggebäude unumgänglich war (Jesaja 60:22). Schon wenige Jahre nach der Bestimmungsübergabe des ersten Gebäudekomplexes in Ebina genehmigte die leitende Körperschaft ein neues sechsgeschossiges Druckereigebäude mit Keller und ein achtgeschossiges Wohngebäude.

Offensichtlich freute sich Satan nicht über diese Zunahme unter Jehovas Dienern, denn einen Monat nach Erreichen von 100 000 Verkündigern erregte in Japan ein Fall, bei dem es um die Verweigerung einer Bluttransfusion ging, großes Aufsehen. Ein zehnjähriger Junge starb, nachdem — aber nicht weil — seine Eltern eine Bluttransfusion in seinem Fall abgelehnt hatten (Apostelgeschichte 15:29). Die Medien machten daraufhin ihrem Zorn über Jehovas Zeugen Luft. Der Vater des Jungen war zwar damals noch kein getaufter Zeuge, doch hielt er der skrupellosen Jagd der Reporter stand. Später ließ er sich taufen, und heute dient er zusammen mit seiner Frau als allgemeiner Pionier.

Welche Auswirkungen hatte dieser Angriff auf das Einsammlungswerk? Nur sehr geringe. Einige, die die Bibel studierten, gaben ihr Studium auf. Es waren aber weiterhin ununterbrochen monatliche Verkündigerhöchstzahlen zu verzeichnen; bis Dezember 1988 hat es 10 Jahre lang eine Höchstzahl nach der anderen gegeben. Innerhalb von sieben Jahren — von der Bestimmungsübergabe des ersten Komplexes in Ebina an bis zur Bestimmungsübergabe der neuen Gebäude — verdoppelte sich die Verkündigerzahl von 67 000 auf über 135 000, während sich die Zahl der allgemeinen Pioniere verdreifachte und von 12 000 auf 36 000 hochschnellte und die Zahl der Bibelstudien von 97 000 auf fast das Doppelte anstieg, nämlich auf 172 000. Welch ein bemerkenswerter Beweis dafür, daß Jehova den Sieg davonträgt, wenn Satan sein Volk angreift! (Sprüche 27:11).

Der Bau der neuen Gebäude

Jehovas Zeugen bauen keine imposanten Gebäude, um andere zu beeindrucken. Doch wenn sie mit der Zunahme an Königreichsverkündigern Schritt halten wollen, müssen sie häufig ziemlich große Gebäude errichten. Das trifft zum Beispiel auf die neue Druckerei in Japan zu. Sie weist eine Gesamtnutzfläche von nahezu 22 500 Quadratmetern auf, das heißt das Doppelte der Nutzfläche der früheren Druckerei. Die Buchbinderei, die Schlosserei und die Auslandsversandabteilung sind in die neue Druckerei verlegt worden, und fast zwei Stockwerke werden als Lagerraum genutzt. Trotzdem ist das Fassungsvermögen der neuen Druckerei noch nicht erschöpft. Im Keller sind die Fundamente für zwei zusätzliche Offsetrotationsmaschinen vorhanden, und zwei weitere Geschosse sind noch völlig ungenutzt, das heißt, sie stehen für eine künftige Ausdehnung bereit.

In dem neuen achtgeschossigen Wohngebäude befindet sich ein schöner und geschmackvoll ausgestatteter Empfangsraum. Bei einer Gesamtbodenfläche von 8 980 Quadratmetern — vergleichbar mit der der Arche Noah — hat das Gebäude 128 Zimmer für Bethelmitarbeiter. Ein Nachbar hat sogar Baumitarbeiter gefragt, wo er sich um eine der neuen „Eigentumswohnungen“ bewerben könne.

Alle, die an den Bauarbeiten beteiligt waren, schrieben Jehova die Leitung dieser Arbeit zu (Psalm 127:1, 2). In der Hauptsache bestand der Bautrupp aus jungen Männern Anfang 20, die zwar voller Eifer waren, aber keine Erfahrung im Bauhandwerk hatten. „Zu Beginn war es für mich schwierig, Pläne so zu zeichnen, daß sie für unerfahrene Brüder verständlich waren“, berichtet ein Architekt, der an dem Projekt arbeitete. Mit einem allseits herrschenden Geist der Zusammenarbeit wurden jedoch Hindernisse überwunden.

Diese Bereitwilligkeit zur Zusammenarbeit begünstigte die Wirksamkeit des Geistes Jehovas unter den Arbeitern. „Während der Ausschachtungsarbeiten“, so erinnert sich ein Mitarbeiter, „regnete es ständig — ob früh am Morgen oder spät am Abend. Ich ging gewöhnlich auf die Baustelle und sah nach, ob die Stützwände hielten. Jedesmal begegnete ich anderen besorgten Gesichtern, und wir alle arbeiteten, bis auf die Haut durchnäßt, zusammen, um mit jeder Notsituation fertig zu werden. Solche Erfahrungen stärkten das Gemeinschaftsgefühl.“

Zur Unterstützung des internationalen Einsammlungswerkes

Die neuen Gebäude sind zur Unterstützung des Erntewerkes Jehovas errichtet worden. Daher war es passend, sie nach ihrer Fertigstellung ihm zu übergeben. Die Bestimmungsübergabe fand am 13. Mai 1989 statt, und zwar in Anwesenheit von Carey Barber, John Barr und Lloyd Barry von der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas sowie deren Frauen. Mehr als tausend japanische Brüder — die ersten, die sich hatten taufen lassen — waren zur Bestimmungsübergabe eingeladen worden, und sie freuten sich, alte Freunde zu treffen, die immer noch treu Jehova dienten. Vertreter aus 13 Ländern hatten die Einladung angenommen, diesem freudigen Ereignis beizuwohnen. „Es war wie auf einem kleinen internationalen Kongreß“, sagte ein Delegierter.

Was das Programm wirklich international gestaltete, waren die Berichte aus neun Ländern. Man spürte ein festes Band der Bruderschaft, als Vertreter mehrerer asiatischer Länder von Beispielen der internationalen Zusammenarbeit berichteten und darauf hinwiesen, daß die neue Druckerei sowohl den Bedürfnissen ihrer Länder als auch denen des japanischen Feldes diene. Der japanische Zweig druckt jetzt Veröffentlichungen in 13 Sprachen und versendet Literatur in viele Länder.

Am Nachmittag sprach Bruder Barber zu den Anwesenden und betonte, wie bedeutsam die Erfüllung der Prophezeiungen Hesekiels ist. Dann hielt Bruder Barr eine Ansprache über das Thema „Die Erde mit der Herrlichkeit Jehovas füllen“ und führte den Zuhörern die durchdringende Macht der Wahrheit vor Augen.

Die Ansprache anläßlich der Bestimmungsübergabe wurde von Bruder Barry gehalten, der über 25 Jahre als Missionar in Japan gedient hat. In seiner Ansprache, betitelt „Du sollst dich vor Jehova, deinem Gott, freuen“, ermunterte er die Anwesenden, sich darüber zu freuen, daß sie in der Zeit leben, die sinnbildlich durch das von den Israeliten gefeierte Laubhüttenfest oder Fest der Einsammlung dargestellt wurde. Er wies auf Gründe zur Freude hin, indem er einen kurzen Abriß der Geschichte des Werkes in Japan gab. Als Bruder Barry empfahl, die neuen Gebäude Jehova zu übergeben, applaudierten alle Anwesenden von Herzen.

Am nächsten Tag sprachen die Vertreter der leitenden Körperschaft zu einer Zuhörerschaft von 233 780 Personen. Diese hatten sich auf verschiedenen Inseln Japans an insgesamt 46 Orten versammelt, die durch Telefonleitungen miteinander verbunden waren. Tatsächlich benötigen die Japaner, wie Pastor Russell 1912 bemerkt hatte, die gute Botschaft vom Königreich. Jehova hat dieses Bedürfnis gestillt, indem er durch das Missionarwerk die Grundlage legte und den japanischen Zeugen Pioniergeist einflößte. Die neuen, der Bestimmung übergebenen Gebäude sind ein Zeugnis dafür, daß Jehova die Einsammlung während des gegenbildlichen Laubhüttenfestes ‘beschleunigt’ (Jesaja 60:22).

[Bilder auf Seite 24]

Links: Das neue Druckereigebäude in Ebina. Links unten: Die Bestimmungsübergabe. Rechts unten: Der Empfangsraum des neuen Wohngebäudes.

[Bilder auf Seite 25]

Das neue Wohngebäude und (eingeblendet) die Bibliothek im zweiten Geschoß des Bürogebäudes

[Bilder auf Seite 26]

Diese 19 Missionare der 11. Klasse der Gileadschule wohnten der Bestimmungsübergabe bei. Insgesamt haben sie — zusammen mit fünf anderen aus der 11. Klasse, die in ihrer Zuteilung in Japan in Treue gestorben sind — 1 023 Jahre im Vollzeitdienst gestanden.

Drei Glieder der leitenden Körperschaft — Carey Barber, John Barr und Lloyd Barry — waren am Programm der Bestimmungsübergabe beteiligt

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