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JapanJahrbuch der Zeugen Jehovas 1998
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In Japan ein Christ zu werden hat seine Schwierigkeiten. „Besonders in ländlichen Gebieten wird Neuen großer Widerstand von Verwandten entgegengebracht, die in der Dorfgemeinschaft leben“, erklärt Hiroko Eto, die seit 37 Jahren im Pionierdienst ist. „Den Angehörigen ist es peinlich, ein Familienmitglied zu haben, daß sich von den anderen in der Gemeinschaft unterscheidet, und die Menschenfurcht ist stark ausgeprägt.“
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JapanJahrbuch der Zeugen Jehovas 1998
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Hiroko, die sich bemühte, einer aufrichtigen Frau zu helfen, machte folgende Erfahrung: Eine Hausfrau, die begonnen hatte zu studieren, stieß auf den Widerstand ihrer Schwiegermutter, mit der sie und ihr Mann unter einem Dach lebten. Da die Frau den Familienfrieden nicht gefährden wollte, stellte sie das Studium ein. „Ich hielt in der Regel auf der Straße nach ihr Ausschau und ermunterte sie, gütig zu ihrer Schwiegermutter zu sein“, sagt Hiroko, „sowie durch ihr gutes Beispiel zu zeigen, wie positiv sich das Bibelstudium auswirkt. Die Frau stellte ihrem Mann taktvolle Fragen über das, was sie gerade studierte, und weckte so nach und nach sein Interesse. Zunächst meinte ihr Mann, daß es in einer derart ländlichen Gegend unmöglich sei, ein Christ zu sein. Die Liebe zu Jehova half ihnen jedoch, großen Widerstand zu überwinden.“ Heute sind beide und der älteste Sohn getauft. Der Mann, jetzt ein Dienstamtgehilfe, leitet das Versammlungsbuchstudium bei sich zu Hause, und seine Mutter überraschte jedermann, als sie zu der Zusammenkunft kam, bei der ihr Sohn seinen ersten öffentlichen Vortrag hielt.
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