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Warum einige ihre Religion gewechselt habenDer Wachtturm 1988 | 1. Juni
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Misae machte die Erfahrung, daß sie sich zu Jehova hingezogen fühlte. Sie berichtete: „Als Kind wurde mir beigebracht, daß es viele Götter gibt — einen Gott für das Wasser, einen Gott für die Bäume und einen für das Haus. Diesbezüglich hatte ich zwar meine Zweifel, aber ich war davon überzeugt, daß es einen wahren Gott geben muß. Aufgrund meiner strengen buddhistisch-schintoistischen Erziehung dachte ich, daß man vor Gott Angst haben müsse, da er Missetaten bestrafen würde. Ich verspürte den Wunsch, in eine Kirche zu gehen, um etwas über den christlichen Gott zu erfahren, doch meine Erziehung hielt mich davon ab. Dann besuchte mich eine Frau zu Hause und bot sich an, mit mir die Bibel zu studieren. Durch das Studium erfuhr ich, daß Gottes Name Jehova lautet. Es begeisterte mich, daß er kein angsteinflößender, sondern ein liebevoller Gott ist, der stets über uns wacht, nicht um uns zu strafen, sondern um uns zu helfen. Ich wollte diesem Gott dienen, und so wechselte ich meine Religion.“ Misae erfreut sich bereits seit 29 Jahren eines vertrauten Verhältnisses zu Jehova.
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Warum einige ihre Religion gewechselt habenDer Wachtturm 1988 | 1. Juni
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Des weiteren wird einem dadurch auch die Angst vor dem Tod genommen. Misae, von der wir bereits hörten, erzählte: „Als ich 22 Jahre alt war, erkrankte ich an Typhus. Obwohl ich halb bewußtlos war, konnte ich hören, daß meine Angehörigen und Freunde über mich sprachen, als wäre ich schon so gut wie tot. Ich fürchtete mich jedoch vor dem Sterben. Mein einziger Wunsch war, zu leben, und glücklicherweise wurde ich wieder gesund. Dadurch, daß ich später die Bibel studierte, wurde ich von dieser Furcht vor dem Tod befreit. Ich erfuhr, daß der Tod lediglich Nichtexistenz bedeutet.“ In der Bibel heißt es: „Was ... die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt“ (Prediger 9:5, 10). Wenn jemand stirbt, besteht die wunderbare Hoffnung auf eine Auferstehung, da die Verstorbenen in Gottes Gedächtnis weiterleben (Johannes 5:28, 29).
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Warum einige ihre Religion gewechselt habenDer Wachtturm 1988 | 1. Juni
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Sakae, die in Zentraljapan lebt, ging auf der Suche nach der Wahrheit 25 Jahre lang von einer buddhistischen Sekte zur anderen. Aber keine entsprach ihren Vorstellungen. Wenn sie in den betreffenden Organisationen in Führungspositionen aufstieg, sah sie stets Dinge, an denen sie Anstoß nahm; dazu gehörten zum Beispiel Kommerzialisierung, Unmoral und Ausbeutung. Sie reiste sogar nach Indien, um an den historischen Stätten, wo Buddha gelebt und gelehrt hatte, die Wurzeln des Buddhismus zu erforschen. Es enttäuschte sie sehr, daß in diesem hinduistischen Land das Interesse am Buddhismus so gering ist. Später erfuhr sie aus Gesprächen mit Jehovas Zeugen, daß die meisten Religionen nicht von Gott stammen, sondern auf seinen Feind, Satan, den Teufel, zurückgehen (1. Korinther 10:20).
Das war für Sakae zwar ein Schock, aber es veranlaßte sie, nachzudenken und nachzuforschen. Sie las das Buch Was hat die Religion der Menschheit gebracht?a und andere biblische Schriften. Dadurch erkannte sie, daß die Bibel im Gegensatz zu dem in Japan praktizierten Buddhismus, der im Laufe der Zeit viele Veränderungen erfahren hat, über Tausende von Jahren unverändert geblieben ist. Schließlich zahlten sich ihre Nachforschungen aus, denn sie fand die Wahrheit, nach der sie gesucht hatte. Ihre Freude glich der Freude des Mannes aus Jesu Gleichnis, der einen im Feld verborgenen Schatz fand: „Vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenes Feld“ (Matthäus 13:44).
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