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Jehova — der Gott der Zeiten und ZeitabschnitteDer Wachtturm 1986 | 15. April
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Jehova — der Gott der Zeiten und Zeitabschnitte
„Für alles gibt es eine bestimmte Zeit“ (PREDIGER 3:1).
1, 2. (a) In welcher Hinsicht sind sich die Menschen der Zeit bewußt? (b) Was würde in unserem Leben heute geschehen, wenn wir die Zeit nicht feststellen könnten?
IM Alltagsleben sind wir uns durchaus der Zeit bewußt. Wenn beispielsweise die Uhr anzeigt, daß es Abend ist, und wir den Sonnenuntergang und die Dämmerung sehen, wissen wir, daß die Nacht anbricht. Entnehmen wir dem Kalender, daß es Spätherbst geworden ist, und bemerken wir, daß die Temperatur Woche für Woche sinkt und die Blätter von den Bäumen fallen, so sind wir sicher, daß der Winter nahe ist. Die Anzeichen für Zeiten und Jahreszeiten bestätigen also das, was uns Uhren und Kalender sagen.
2 Wären wir nicht in der Lage, Zeiten und Zeitabschnitte festzustellen, dann wäre unser Leben großenteils ein Chaos. Stell dir beispielsweise vor, Hunderte von Flugzeugen sollten auf einem belebten Flughafen landen, ohne daß man die Zeit messen und die Landungen nach einem Plan ablaufen lassen könnte. Oder stell dir vor, Millionen Menschen versuchten, einer geregelten Arbeit nachzugehen, ohne die Zeit messen zu können.
3. Wer ist der Urheber von Zeiten und Zeitabschnitten?
3 Wer ist der Urheber von Zeiten und Zeitabschnitten? Der Schöpfer des Universums, Jehova Gott. In 1. Mose 1:14 heißt es: „Und Gott sprach weiter: ‚Es sollen Lichter in der Ausdehnung der Himmel werden, um eine Scheidung zwischen dem Tag und der Nacht herbeizuführen; und sie sollen als Zeichen und zur Bestimmung von Zeitabschnitten und Tagen und Jahren dienen.‘“
Noch wichtigere Zeiten und Zeitabschnitte
4—6. (a) Was ist wichtiger, als Zeiten und Zeitabschnitte für menschliche Tätigkeiten zu kennen? Warum? (b) Welche Fragen sollten wir uns stellen?
4 Obwohl es bei vielen Tätigkeiten des Menschen darauf ankommt, Zeiten und Zeitabschnitte zu kennen, gibt es noch etwas Wichtigeres: In welcher Zeit oder welchem Zeitabschnitt leben wir, von Gottes Standpunkt aus betrachtet? In Prediger 3:1 lesen wir: „Für alles gibt es eine bestimmte Zeit, ja eine Zeit für jede Angelegenheit unter den Himmeln.“ Vom menschlichen Standpunkt aus betrachtet, trifft das bestimmt zu, doch um so mehr noch vom Standpunkt des Schöpfers aus. Er hat Zeiten und Zeitabschnitte für die Verwirklichung seines Vorsatzes festgelegt. Wenn wir unser Leben damit nicht in Übereinstimmung bringen, wird es uns letztlich nichts nützen, es nach Uhren und Kalendern ausgerichtet zu haben.
5 Warum? Weil Jehova einen Vorsatz in bezug auf die Erde und die menschlichen Geschöpfe darauf hat; sonst hätte er sie nicht erschaffen. Wenn wir unser Leben mit diesem Vorsatz nicht in Übereinstimmung bringen, werden wir dabei nicht berücksichtigt werden. Sein Vorsatz wird gewiß genau nach seinem Zeitplan ausgeführt werden. Er erklärt: „So wird sich mein Wort erweisen, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren, sondern es wird gewißlich das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe“ (Jesaja 55:11).
6 Deshalb sollten wir uns fragen: In welcher Zeit oder welchem Zeitabschnitt leben wir, vom Standpunkt Jehovas aus gesehen? Inwieweit richten sich die Nationen und Völker der Welt nach seinem Zeitplan? Ja, inwieweit richtest du dich danach? Hast du dein Leben mit Gottes Vorsatz und seinem Zeitplan in Einklang gebracht?
Entspricht die Welt dem Vorsatz Gottes?
7. Welche Ansicht haben die meisten religiösen Menschen, aber warum entbehrt sie jeder Grundlage?
7 Viele Leute meinen, sie seien in Gottes Vorsatz einbezogen, weil sie, wie sie sagen, an Gott glauben. Bittest du sie aber, dir aus Gottes Wort zu zeigen, worin dieser Vorsatz besteht, so sind sie nicht dazu in der Lage. Sie gehen ihren eigenen Weg, meinen jedoch, Gott werde ihnen irgendwie seine Gunst schenken. Viele führende Persönlichkeiten der Welt offenbarten im Laufe der Jahrhunderte eine ähnliche Einstellung. Sie glaubten, Gott verwirkliche seinen Vorsatz durch sie, ganz gleich, wie sie handelten. Aber auch sie waren nicht in der Lage, zu sagen, worin Gottes Vorsatz besteht.
8. Warum ist es unvernünftig, zu denken, der Schöpfer unterstütze die Herrscher und Beherrschten dieser Welt?
8 Ist der Bibel zu entnehmen, daß Gott die Welt unterstützt — einschließlich der Herrscher und Beherrschten, die eine Religion haben? Bedenke folgendes: Gott verfügt über ehrfurchtgebietende Macht. Er erschuf das Universum, zu dem Milliarden von Galaxien gehören, die ihrerseits aus vielen Milliarden von Sternen bestehen (Psalm 147:4). Darüber hinaus hat Gott unbegrenzte Weisheit. Wenn er mit seiner Macht und Weisheit die Nationen unterstützen würde, hätte es dann während all der Jahrhunderte so viel Gewalttätigkeit, Kriege, Ungerechtigkeit und Leid gegeben? Würde Gott nationale Führer und Millionen ihrer Untertanen dazu anleiten, in den Krieg zu ziehen und andere nationale Führer und Millionen ihrer Untertanen zu töten, die ebenfalls behaupten, unter Gottes Anleitung zu stehen? Ist es vernünftig, das anzunehmen?
9. In welchem geistigen Zustand müssen Gottes wahre Diener gemäß seinem Wort sein?
9 In der Bibel heißt es gemäß 1. Korinther 14:33: „Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.“ Zudem sagt Jehova seinen wahren Dienern: „Ich [ermahne] euch ..., daß ihr alle übereinstimmend redet und daß keine Spaltungen unter euch seien, sondern daß ihr in demselben Sinn und in demselben Gedankengang fest vereint sein mögt“ (1. Korinther 1:10). Was wäre, wenn Glieder des Volkes Gottes sich nicht an diesen Maßstab hielten? In Römer 16:17 wird der Rat gegeben, „die im Auge zu behalten, die Spaltungen hervorrufen ... entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie“. Nationale und religiöse Spaltungen und Konflikte sind somit eindeutige Beweise dafür, daß die betreffenden Nationen und religiösen Führer samt ihrer Anhängerschaft nicht Gottes Unterstützung haben.
10, 11. Welche Schriftstellen zeigen, wer die Herrscher und Beherrschten dieser Welt unterstützt?
10 Von wem werden sie dann unterstützt? In 1. Johannes, Kapitel 3, Vers 10 bis 12 wird erklärt: „Hieran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, stammt nicht von Gott noch der, der seinen Bruder nicht liebt. Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, daß wir einander lieben sollten, nicht wie Kain, der aus dem stammte, der böse ist, und seinen Bruder hinschlachtete.“ Und in 1. Johannes, Kapitel 4, Vers 20 heißt es: „Wenn jemand erklärt: ‚Ich liebe Gott‘ und doch seinen Bruder haßt, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann Gott nicht lieben, den er nicht gesehen hat.“ Deshalb stellte Jesus gemäß Johannes 13:35 folgende Regel auf: „Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“
11 Stellst du irgendeine Ähnlichkeit fest zwischen der Liebe und der Einheit, die unter Gottes Dienern herrschen muß, und der Handlungsweise, die jahrhundertelang von Machthabern und Menschen im allgemeinen gepflegt worden ist? Allein in unserem Jahrhundert hat das Hinschlachten religiös gesinnter Menschen durch andere religiös gesinnte Menschen Zigmillionen das Leben gekostet. Oft gehörten diejenigen, die einander töteten, ein und derselben Religion an! Das ist ein sicherer Beweis dafür, daß sie nicht Gottes Unterstützung hatten. Vielmehr zeigt Gottes Wort, daß sie von niemand anders unterstützt wurden als von Satan, dem Teufel. Deshalb konnte der Apostel Johannes sagen: „Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist“ (1. Johannes 5:19). Ja, Satan ist „der Gott dieses Systems der Dinge“ (2. Korinther 4:4). Er ist die Macht, die hinter den Herrschern und Beherrschten dieser Welt steht, denn durch ihre Handlungen zeigen sie, daß sie nicht von Gott stammen können.
Jehovas Vorsatz in bezug auf Sanftmütige
12, 13. Was ist Gottes Vorsatz in Verbindung mit der Erde und den Menschen?
12 Als Jehova die Menschen erschuf, hatte er den Vorsatz, daß die gesamte Erde ein Paradies wie der Garten Eden werden sollte, das von vollkommenen, geeinten, glücklichen Menschen bevölkert würde (1. Mose 1:26-28; 2:15; Jesaja 45:18). Dieser Vorsatz konnte nicht durch rebellische Menschen und böse Geistgeschöpfe ausgelöscht werden. Außerdem wird er, da Jehova ein Gott der Zeiten und Zeitabschnitte ist, zu der bestimmten Zeit verwirklicht werden, die er dafür festgelegt hat. Jehova wird nicht zulassen, daß die von ihm unabhängige Menschenherrschaft über die festgesetzte Zeit hinaus gegen seinen Vorsatz ankämpft.
13 Jesus hatte volles Vertrauen zu Gottes Vorsatz in Verbindung mit der Erde. Er sagte zu einem Übeltäter, der etwas Glauben an ihn bekundet hatte: „Du wirst mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23:43). Damit war das künftige irdische Paradies gemeint. Bei einer früheren Gelegenheit hatte Jesus gesagt: „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde ererben werden“ (Matthäus 5:5). Hier bezog sich Jesus wahrscheinlich auf den Gedanken aus Psalm 37:11, wo es heißt: „Die Sanftmütigen ... werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.“
14. Welche Art Menschen werden die Erde ererben?
14 Wer sind diese, die die Erde ererben werden? Psalm 37:34 erklärt: „Hoffe auf Jehova, und halte seinen Weg ein, und er wird dich erhöhen, die Erde in Besitz zu nehmen. Wenn die Bösen weggetilgt werden, wirst du es sehen.“ In den Versen 37 und 38 heißt es weiter: „Achte auf den Untadeligen, und behalte den Rechtschaffenen im Auge, denn die Zukunft dieses Mannes wird friedevoll sein. Die Übertreter selbst aber werden bestimmt miteinander vertilgt werden; der Bösen Zukunft wird tatsächlich abgeschnitten.“ Somit müssen die Menschen, die die Erde ererben werden, Jehova kennenlernen, an seine Verheißungen glauben und von ihm als untadelig und rechtschaffen betrachtet werden, weil sie seinen Gesetzen gehorchen. In 1. Johannes 2:17 wird gesagt: „Die Welt vergeht und ebenso ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar.“
15. Was muß unbedingt geschehen, damit sich die großen Änderungen zum Wohl der Menschheit vollziehen können?
15 Damit sich solche Änderungen vollziehen können, ist eine völlige Umkehrung der heutigen Lage erforderlich. Jedenfalls würde das die Beseitigung aller gegenwärtigen Regierungen der Erde bedeuten, da die Menschenherrschaft niemals wünschenswerte Zustände herbeigeführt hat. Aber solche welterschütternden Änderungen sind angesichts der Fähigkeiten Jehovas ein leichtes. Die Bibel sagt beispielsweise: „Er ändert Zeiten und Zeitabschnitte, indem er Könige absetzt und Könige einsetzt“ (Daniel 2:21).
Beseitigung der Gegner
16, 17. (a) Wie verfuhr Jehova mit dem Pharao, der sich seinem Vorsatz widersetzte? (b) Wie wurde Jehovas prophetisches Wort bestätigt?
16 Beachten wir, wie Jehova mit mächtigen Herrschern und Dynastien in der Vergangenheit verfuhr, besonders mit solchen, die versuchten, seine Vorsätze zu durchkreuzen. Sie und ihre Reiche wurden zerschmettert und gleichsam zu Staub zermalmt, der in alle Winde zerstreut wurde. Da war zum Beispiel der Pharao von Ägypten, der Gottes Volk versklavt hatte. Aber Jehova hatte einen Vorsatz in Verbindung mit seinen Dienern, und er sandte Moses, um Pharao mitzuteilen, er solle sie freilassen. Statt dessen erwiderte Pharao in seiner Überheblichkeit: „Wer ist Jehova, daß ich seiner Stimme gehorchen ... sollte?“ Er fuhr fort: „Ich kenne Jehova überhaupt nicht, und außerdem werde ich Israel nicht wegsenden“ (2. Mose 5:2).
17 Jehova räumte Pharao viele Gelegenheiten ein, seinen Sinn zu ändern. Doch immer wieder wurde Pharao, wie in 2. Mose 11:10 gesagt wird, „verstockt“. Aber Jehova hat unüberwindliche Macht. Als die von ihm bestimmte Zeit gekommen war, ertränkte er Pharao und seine Streitkräfte im Roten Meer. In 2. Mose 14:28 lesen wir: „Auch nicht e i n e r von ihnen wurde übriggelassen.“ Jehovas Diener hingegen wurden beschützt und befreit. Das geschah genau zu der Zeit, die durch Jehovas prophetisches Wort vorhergesagt worden war, nämlich am Ende einer 400-Jahr-Periode, die er Jahrhunderte zuvor gegenüber dem treuen Abraham erwähnt hatte.
18. Was tat Jehova mit König Nebukadnezar von Babylon? Warum?
18 Dann war da König Nebukadnezar von Babylon. Er ließ sich dazu hinreißen, sich seiner Macht und seiner Leistungen zu rühmen, so als ob er selbst ein Gott gewesen wäre. Gemäß Daniel 4:31 war „das Wort noch im Mund des Königs ..., da fiel eine Stimme von den Himmeln her ein: ‚Dir wird gesagt, o König Nebukadnezar: „Das Königreich selbst ist von dir gewichen.“‘“ Jehova sagte ihm, daß er wie ein Tier des Feldes erniedrigt werde, bis er, wie es in Vers 32 heißt, erkenne, „daß der Höchste der Herrscher ist im Königreich der Menschheit und daß er es gibt, wem er will“. Das geschah, und zwar genau zu der Zeit, die Jehova dafür vorgesehen hatte.
19. Warum kam Jehovas Vernichtungsurteil über Babylon und seinen letzten Herrscher, Belsazar?
19 Der letzte König, der in Babylon regierte, war Belsazar. Damals war Jehovas Zeit herbeigekommen, dieses riesige Weltreich zu stürzen. Warum? Weil die Babylonier das Volk Jehovas in Gefangenschaft hielten und Jehova lästerten. In Daniel, Kapitel 5 ist zu lesen, daß Belsazar für tausend seiner Beamten ein großes Festmahl veranstaltete. Dann gab Belsazar die Anweisung, „man solle die Gefäße aus Gold und aus Silber hereinbringen, die Nebukadnezar, sein Vater, aus dem Tempel [Jehovas], der in Jerusalem war, weggenommen hatte, damit daraus der König und seine Großen, seine Konkubinen und seine Zweitfrauen trinken könnten“ (Daniel 5:2, 3). Beachten wir, was sie als nächstes taten: „Sie tranken Wein, und sie priesen die Götter aus Gold und aus Silber, Kupfer, Eisen, Holz und Stein“ (Daniel 5:4). Dadurch, daß sie aus den heiligen Gefäßen tranken, die man bei der Anbetung Jehovas verwendet hatte, verspotteten und lästerten sie Jehova. Indem sie ihre falschen Götter anbeteten, beteten sie Satan an.
20, 21. Welche Botschaft richtete Daniel Belsazar aus, und wodurch bewahrheitete sie sich?
20 Doch in jenem Augenblick geschah etwas Erschreckendes. Man sah, wie die Finger einer Hand etwas an die Wand des Palastes schrieben. Der König erschrak so sehr, daß sich „seine Gesichtsfarbe an ihm [veränderte], und seine eigenen Gedanken begannen ihn zu erschrecken, und seine Hüftgelenke lösten sich, und sogar seine Knie schlugen aneinander“ (Daniel 5:6). Keiner der religiösen Ratgeber Belsazars konnte die Handschrift verstehen, so daß man Jehovas Diener Daniel rief, damit er sie deute. Daniel erklärte dem König, daß die Botschaft von Jehova war und folgendes bedeutete: „Gott hat die Tage deines Königreiches gezählt und ihm ein Ende gemacht. ... du bist auf der Waage gewogen und bist zu leicht erfunden worden. ... dein Königreich ist geteilt und den Medern und den Persern gegeben worden“ (Daniel 5:26-28).
21 In jener Nacht drangen medo-persische Streitkräfte durch die Stadttore ein, die unvorsichtigerweise offengelassen worden waren. Der Bericht in Daniel 5:30 schließt mit den Worten: „In derselben Nacht wurde Belsazar ... getötet.“ Der Sturz Babylons ermöglichte es dem Volk Jehovas, genau 70 Jahre nach Beginn seiner Gefangenschaft in sein Heimatland zurückzukehren. Das entsprach exakt dem Zeitplan Jehovas gemäß Jeremia 29:10.
22, 23. Wie verfuhr Jehova mit König Herodes Agrippa I., der den Christen im ersten Jahrhundert Widerstand leistete?
22 Im ersten Jahrhundert lebte König Herodes Agrippa I., der letzte Herrscher von Palästina, das ein Teil des Römischen Reiches war. Herodes ließ den Apostel Petrus ins Gefängnis werfen und verfolgte auch andere Christen. Er ließ sogar den Apostel Jakobus töten (Apostelgeschichte 12:1, 2). Herodes veranstaltete auch mörderische Gladiatorenkämpfe und andere heidnische Schaustellungen. Durch all das strafte er seine Behauptung Lügen, ein Anbeter Gottes zu sein.
23 Aber dann kam Jehovas bestimmte Zeit, diesen Gegner hinzurichten. In Apostelgeschichte 12:21-23 wird uns berichtet: „An einem festgesetzten Tag ... kleidete sich Herodes in ein Königsgewand und setzte sich auf den Richterstuhl und begann ihnen eine öffentliche Ansprache zu halten. Das versammelte Volk seinerseits begann zu schreien: ‚Eines Gottes Stimme und nicht eines Menschen!‘“ Was geschah dann? Die Bibel sagt: „Da schlug ihn der Engel Jehovas augenblicklich, weil er nicht Gott die Ehre gab; und er wurde von Würmern zerfressen und verschied.“ Das war ein weiteres Beispiel dafür, daß Jehova „Könige absetzt“, wie es in Daniel 2:21 heißt.
24. Was bestätigen solche geschichtlichen Ereignisse?
24 Solche geschichtlichen Ereignisse bestätigen, daß Jehova für seine Vorsätze seine Zeiten und Zeitabschnitte hat. Sie beweisen auch, daß er ohne Zweifel die Fähigkeit und Macht hat, seinen Vorsatz zu verwirklichen, die Erde in ein Paradies umzuwandeln, in dem „Gerechtigkeit wohnen“ wird (2. Petrus 3:13).
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Was Jehovas Zeiten und Zeitabschnitte heute bedeutenDer Wachtturm 1986 | 15. April
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Was Jehovas Zeiten und Zeitabschnitte heute bedeuten
„Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen“ (MATTHÄUS 7:19).
1. Was können wir aus Jehovas Verfahrensweise mit einigen Herrschern der Vergangenheit lernen?
DIE Geschichte bezeugt die Tatsache, daß Jehova „Zeiten und Zeitabschnitte“ ändern kann, „indem er Könige absetzt und Könige einsetzt“ (Daniel 2:21). In vergangenen Jahrhunderten setzte er, seinem Vorsatz entsprechend, Pharao, Nebukadnezar, Belsazar, Herodes Agrippa I. und andere ab. „Doch“, mögen manche sagen, „diese Ereignisse liegen in ferner Vergangenheit. Wie berühren sie uns?“ Sie berühren uns sehr, denn wir können eine Lehre daraus ziehen. Wir lernen aus diesen Ereignissen, daß Jehova der Herrschaft menschlicher Führer ein Ende setzt, sobald seine dafür bestimmte Zeit gekommen ist. Und wenn er es sich erwählt, setzt er den Herrscher seiner Wahl ein.
2. Welche Zeit ist heute für Jehova gekommen?
2 Heute ist für Jehova wieder die Zeit gekommen, ‘Könige abzusetzen und Könige einzusetzen’. Er hat den König seiner Wahl bereits ‘eingesetzt’ und wird nun bald alle Herrscher dieser Welt und das gesamte System der Dinge, das unter ihrer Herrschaft steht, beseitigen. Warum? Weil sie wie Belsazar „auf der Waage gewogen und ... zu leicht erfunden worden“ sind. Die heutige Situation ist genauso wie damals, als Jehovas Diener Daniel zu Belsazar sagte: „Gott hat die Tage deines Königreiches gezählt und ihm ein Ende gemacht“ (Daniel 5:26, 27). Daher wird Jehova in unserer Zeit „gewißlich Könige zerschmettern am Tag seines Zorns. Er wird Gericht üben unter den Nationen“ (Psalm 110:5, 6).
„Zu leicht erfunden“
3, 4. Inwiefern sind die Herrscher der Welt in unserem Jahrhundert in bezug auf Frieden „zu leicht erfunden“ worden?
3 Inwiefern sind die irdischen Herrscher, was die weltweiten Entwicklungen betrifft, „zu leicht erfunden“ worden? Sie haben die Hauptschuld an dem, was der Menschheit heute widerfährt — Unheil in einem Ausmaß wie in keinem früheren Jahrhundert. Seit 1914 sind zum Beispiel in mehreren Kriegen etwa hundert Millionen Menschen getötet worden. Heute ist die Weiterexistenz des Lebens auf der Erde durch Atomwaffen bedroht. Zum jetzigen Zeitpunkt sind Tausende von abschußbereiten Atomraketen auf Ballungszentren gerichtet.
4 In bezug auf Atomkrieg hieß es in einer niederschmetternden Analyse der Zeitschrift Science, daß bei einem größeren nuklearen Schlagabtausch wahrscheinlich ein Großteil des pflanzlichen und tierischen Lebens auf der Erde ausgelöscht würde. Die Ausrottung der Menschheit könne nicht ausgeschlossen werden. Ein Regierungsvertreter eines europäischen Landes sagte: „Die Verluste würden nicht in Städten, sondern in ganzen Kontinenten zu zählen sein.“ Der Präsident eines lateinamerikanischen Landes erklärte im Hinblick auf Rüstungsausgaben: „Die Menschheit befindet sich auf einem zerbrechlichen Schiff, das ohne weiteres sinken kann ... Wenn es untergeht, könnte es alle mitreißen.“ Und in einer japanischen Zeitung hieß es: „Die Welt scheint weiter von ... [Frieden] entfernt zu sein als zu irgendeiner anderen Zeit in der Geschichte.“
5, 6. In welchem wirtschaftlichen Zustand befinden sich viele Länder und Völker?
5 Dennoch geben die Nationen immer mehr Geld für die Rüstung aus. Die Ausgaben sind jetzt auf über eine Billion Dollar jährlich angestiegen. Aus einer Quelle verlautet, daß die Welt für jeden Soldaten 50mal soviel Geld aufwendet wie für jedes schulpflichtige Kind. Gemäß einem Bericht der Vereinten Nationen hungern weltweit mindestens 450 Millionen Menschen, und diese Zahl steigt ständig. In einem anderen Bericht heißt es, daß „in unterentwickelten Ländern jedes Jahr 30 bis 40 Millionen Menschen verhungern“. Etwa die Hälfte davon sollen Kinder unter fünf Jahren sein.
6 Wie ein Regierungsvertreter eines großen südamerikanischen Landes erklärte, leben „40 Prozent der Werktätigen in absoluter Armut“. In einem anderen Land dieses Kontinents beträgt die Arbeitslosenrate in der Hauptstadt 51 Prozent. Ein Bericht schließt mit der Feststellung: „Ein Kontinent von 260 Millionen Menschen steckt in der größten Wirtschaftskrise des letzten halben Jahrhunderts.“ Beachten wir auch folgende drei Schlagzeilen aus verschiedenen Ländern: „Armutsrate als ‚alarmierend‘ bezeichnet“, „Armutsrate steigt“, „Armut, eine schmerzliche Erfahrung“. Stammen diese Schlagzeilen aus unterentwickelten Ländern? Nein, es sind Äußerungen von Regierungsvertretern aus Kanada, den Vereinigten Staaten und der Bundesrepublik Deutschland. Ja, selbst die sogenannten wohlhabenden Staaten stecken in Schwierigkeiten.
7. Welche Beobachtungen sind hinsichtlich der heute um sich greifenden Kriminalität und Gewalttätigkeit gemacht worden?
7 In vielen Ländern kommen diese Probleme in einer Lawine von Kriminalität, Gewalttätigkeit und Terrorismus zum Ausdruck. Das staatliche Seuchenkontrollzentrum der Vereinigten Staaten wies zum Beispiel darauf hin, daß jedes Jahr mehr als 50 000 Amerikaner ermordet werden oder Selbstmord begehen. In einem Leitartikel der New York Times kam man zu dem Schluß: „Man hat die Kontrolle verloren.“ In einem anderen Leitartikel war zu lesen: „Wir leben in einer Zeit internationaler Anarchie.“ Trotz der jahrhundertelangen Bemühungen sowie der in dieser Zeit gesammelten Erfahrungen und der erzielten technischen Fortschritte sind die Führer der Welt nicht in der Lage, die grundlegenden Bedürfnisse eines Großteils ihres Volkes zu befriedigen.
8. Was beweist der Geschichtsbericht?
8 Sowohl die Geschichte des Altertums als auch der neueren Zeit beweist unzweideutig, daß der Mensch von sich aus nicht imstande ist, die Probleme zu lösen. Die politischen, wirtschaftlichen und religiösen Führer können niemals all das herbeiführen, was wir benötigen: Frieden, Sicherheit, Freude, Gesundheit und Leben. Deshalb muß diese Welt verschwinden. Und sie wird verschwinden, weil Jehova dies vorgesehen hat. Es ist so, wie die Bibel sagt: „Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum nun, der keine vortreffliche Frucht hervorbringt, soll umgehauen und ins Feuer geworfen werden“ (Lukas 3:9).
Ein weiterer Grund für die Urteilsvollstreckung
9. Wie denken die Führer der Welt im allgemeinen über Jehovas Vorsätze?
9 Die schlechten Früchte, die diese Welt und ihre Führer hervorgebracht haben, ist ein Grund dafür, weshalb Jehova sie beim Wiegen auf der Waage zu leicht erfunden hat und sie vernichten wird. Aber es gibt noch einen weiteren Grund: Die Führer der Welt haben Jehova — den Schöpfer und Souverän des Universums — bei allen ihren Überlegungen unberücksichtigt gelassen. Sie sind nicht wirklich an seinen Vorsätzen oder Zeiten und Zeitabschnitten interessiert. Somit wird in 1. Korinther 2:8 richtigerweise von ihnen gesagt: „Diese [die göttliche] Weisheit hat keiner der Herrscher dieses Systems der Dinge kennengelernt.“ In Psalm 146:3 wird uns daher geraten: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt.“
10, 11. (a) Was sollten diejenigen tun, die Jehova kennenlernen möchten? (b) Wodurch sind Gottes Diener imstande, etwas zu kennen, was andere nicht kennen?
10 In Sprüche 3:5, 6 werden wir statt dessen aufgefordert: „Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand. Beachte ihn auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerademachen.“ Menschen, die das tun, werden nicht in der finsteren Hoffnungslosigkeit dieser Welt bleiben. Jehova wird sie segnen und ihnen seinen Geist geben, damit sie sowohl seine Vorsätze als auch seine Zeiten und Zeitabschnitte kennenlernen, die sie betreffen. In Apostelgeschichte 5:32 heißt es, daß Jehova seinen Geist denen gibt, „die ihm als dem Herrscher gehorchen“.
11 Gottes Diener kennen somit etwas, was die Herrscher der Welt nicht kennen. Sie kennen Jehovas Vorsätze und seine Zeitabschnitte. In 1. Petrus 1:11 wird über Gottes Diener der alten Zeit gesagt: „Sie untersuchten beständig, welchen besonderen Zeitabschnitt oder welche Art eines Zeitabschnitts der Geist in ihnen ... anzeigte.“ Da Gottes Geist dies anzeigte, konnte der Apostel Paulus zu seinen wahren Mitanbetern sagen: „Ihr [erkennt] die besondere Zeit“ (Römer 13:11). Jehovas neuzeitliche Diener gehorchen ihm als Herrscher, daher offenbart sein heiliger Geist auch ihnen, welcher Zeitabschnitt, von seinem Standpunkt aus gesehen, angebrochen ist. In Amos 3:7 heißt es: „Der Souveräne Herr Jehova wird kein Ding tun, es sei denn, er habe seine vertrauliche Sache seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart.“
Noch ein Grund
12, 13. Aus welchem anderen wichtigen Grund hat Jehova die heutige Welt und ihre Führer zu leicht erfunden?
12 Das bringt uns zu noch einem weiteren Grund, weshalb Jehova diese Welt und ihre Führer zu leicht erfunden hat und sie vernichten wird. Erinnern wir uns, was Pharao, Belsazar, Herodes und andere Herrscher in alter Zeit Dienern Jehovas antaten. Sie leisteten ihnen Widerstand, verfolgten sie und töteten einige sogar. Gott zog sie dafür zur Verantwortung.
13 Ähnlich verhält es sich heute. Verschiedene Herrscher der Welt haben Jehovas friedlichen Dienern Widerstand geleistet, sie verfolgt und etliche auch getötet. Von solchen Herrschern heißt es, daß sie ‘sogar Worte wider den Höchsten reden und die Heiligen des Allerhöchsten andauernd befehden’ (Daniel 7:25; 11:36). Aber in dem inspirierten Bericht gemäß Jesaja 54:17 wird erklärt: „Welche Waffe es auch immer sei, die gegen dich gebildet sein wird, sie wird keinen Erfolg haben ... Das ist der Erbbesitz der Knechte Jehovas.“ Alle Gegner werden somit erniedrigt werden, genauso wie es in der Vergangenheit der Fall war. Andererseits verheißt Jehova, daß sein Volk überleben und Gedeihen haben wird.
Das Ende naht
14, 15. (a) In welcher Zeitperiode leben wir, und welchen Rat sollten wir beachten? (b) Was kommt trotz der Bemühungen der Weltführer mit Riesenschritten näher?
14 In welcher Zeit leben wir also, vom Standpunkt Gottes aus gesehen? In der Zeit des Endes dieser Welt. Für sie geht die Sonne unter. Die Nacht rückt schnell näher. Der Winter steht vor der Tür. Alle Beweise — die Erfüllung der biblischen Prophetie wie auch Jehovas Zeitplan — zeigen, daß wir in den „letzten Tagen“ leben, am „Abschluß des Systems der Dinge“ (2. Timotheus 3:1-5; Matthäus 24:3-14). Daher müssen wir uns Jesu Rat zu Herzen nehmen: „Betet unablässig, daß eure Flucht nicht zur Winterzeit erfolge“ (Matthäus 24:20). Wenn die Nacht oder der Winter dieser Welt hereinbricht, wird es zu spät sein, die Gunst Jehovas zu suchen.
15 Die Zeit, dieser gottentehrenden Welt ein Ende zu bereiten, kommt mit Riesenschritten näher. Wenn sie da ist, wird Jehova alle Herrscher der Welt gewaltsam aus ihrer Stellung entfernen. Ihr fruchtloses und hoffnungsloses Planen wird ein Ende haben. Zugegeben, die Herrscher mögen versuchen, ihr Volk durch Rüstungsverträge und verschiedene Pläne für Frieden und Sicherheit, ja durch „Heilige Jahre“ aufzumuntern. Aber der Marsch zur endgültigen Auseinandersetzung in Gottes Krieg von Harmagedon geht unaufhaltsam weiter (Offenbarung 16:13-16).
16. Wem hat Jehova die Herrschaft gegeben?
16 Denke auch daran, daß Jehova nicht nur „Könige absetzt“, sondern auch „Könige einsetzt“ (Daniel 2:21). Die himmlischen Heere, deren sich Jehova bedienen wird, um seine Urteile in Harmagedon zu vollstrecken, werden von dem Herrscher angeführt, den er für die ganze Erde ‘eingesetzt’ hat. Es handelt sich dabei um seinen treuen Sohn, Christus Jesus, der im Himmel Macht und Herrlichkeit empfangen hat. Gemäß Offenbarung 19:16 wird er „König der Könige und Herr der Herren“ genannt. In Daniel 7:14 heißt es über ihn: „Ihm wurde Herrschaft und Würde und Königtum gegeben, damit die Völker, Völkerschaften und Sprachen alle ihm dienen sollten. Seine Herrschaft ist eine auf unabsehbare Zeit dauernde Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königreich eines, das nicht zugrunde gerichtet werden wird.“ (Siehe auch Daniel 2:44.)
17, 18. (a) Was wird gemäß Gottes Wort denen widerfahren, die ihn und seinen für die Erde bestimmten Herrscher nicht anerkennen? (b) Wer weiß außerdem, daß nicht viel Zeit verbleibt?
17 Gottes prophetisches Wort sagt in aller Deutlichkeit, was denen widerfahren wird, die Jehova und seinen für die ganze Erde bestimmten Herrscher nicht anerkennen. Es heißt: „Ich sah auch einen Engel in der Sonne stehen, und er schrie mit lauter Stimme und sagte zu allen Vögeln, die in der Mitte des Himmels fliegen: ‚Kommt hierher, werdet versammelt zum großen Abendessen Gottes, damit ihr die Fleischteile von Königen freßt und die Fleischteile von Militärbefehlshabern und die Fleischteile von Starken und die Fleischteile von Pferden und von denen, die darauf sitzen, und die Fleischteile von allen, von Freien wie auch von Sklaven und von Kleinen und Großen‘“ (Offenbarung 19:17, 18).
18 In Jeremia 25:33 wird es folgendermaßen beschrieben: „Die von Jehova Erschlagenen werden schließlich an jenem Tag gewißlich von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde sein. Sie werden nicht beklagt, noch werden sie zusammengesammelt, noch begraben werden. Zu Dünger auf der Oberfläche des Erdbodens werden sie werden.“ Ja, jetzt kommt das Ende für Satans gesamtes korruptes System der Dinge. Selbst er weiß es! Wie Offenbarung 12:12 zeigt, weiß er, daß er nur noch „eine kurze Frist“ hat.
Suche Jehova jetzt
19. Welcher begeisternde Tag oder Zeitabschnitt wird nach dem Ende des gegenwärtigen Systems beginnen?
19 Was geschieht aber, wenn die Nacht oder der Winter des Systems Satans vorüber ist? Dann wird es für Jehova an der Zeit sein, einen strahlenden neuen Tag beginnen zu lassen, einen begeisternden neuen Frühling. Es wird die Zeit für den Beginn des gerechten neuen Systems Jehovas unter der Herrschaft seines himmlischen Königs, Christus Jesus, sein. In diesem neuen System wird es Gewalttätigkeit, Ungerechtigkeit, Leiden, Krankheiten und Tod nicht mehr geben. Die Menschen werden zur Vollkommenheit emporgehoben werden und Aussicht auf ewiges Leben haben. Wie begeisternd! (Psalm 37:10, 11, 29; Offenbarung 21:4).
20, 21. Inwiefern suchen heute viele Menschen aus allen Nationen Jehova?
20 Doch dem Ende des gegenwärtigen Systems und dem Beginn des neuen Systems geht der Zeitabschnitt voraus, in dem Jehova für die Sanftmütigen der Erde etwas Entscheidendes unternimmt. Es ist die Zeit, diejenigen einzusammeln, die ihn kennenlernen möchten, die sich gern seinem Willen unterordnen und sich dem König seiner Wahl beugen. Dadurch gelangen sie unter den Schutz Jehovas: „Der Name Jehovas ist ein starker Turm. Der Gerechte läuft hinein und wird beschützt“ (Sprüche 18:10).
21 Viele Menschen, ja Millionen handeln heute auf diese Weise. Sie kommen aus allen Nationen der Erde. In Sacharja, Kapitel 8, Vers 20 und 21 werden sie wie folgt beschrieben: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Es wird noch sein, daß Völker und die Bewohner vieler Städte kommen werden; und die Bewohner einer Stadt werden gewiß zu denen einer anderen gehen und sprechen: „Laßt uns allen Ernstes hingehen, um das Angesicht Jehovas zu besänftigen und Jehova der Heerscharen zu suchen.“‘“ In Vers 23 wird hinzugefügt: „Es wird in jenen Tagen [ja, in unserer Zeit] sein, daß zehn Männer aus allen Sprachen der Nationen ergreifen, ja sie werden tatsächlich den Rocksaum eines Mannes ergreifen, der ein Jude [ein gesalbter Lobpreiser Jehovas] ist, indem sie sprechen: ‚Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, daß Gott mit euch ist.‘“
22. Woran müssen wir stets denken und was müssen wir tun, wenn wir den Tag des Zornes Jehovas überleben möchten?
22 Bete daher Jehova zusammen mit seinem Volk an, und begib dich an seinen Ort der Sicherheit. Beteilige dich an dem wichtigsten Werk, das heute auf der Erde verrichtet wird — an der Einsammlung und Schulung derer, die Harmagedon überleben und die wunderbare Aussicht haben werden, das Paradies auf der Erde wiederherzustellen und ewig darin zu leben. Denke stets daran, in welcher Zeit und welchem Zeitabschnitt wir leben, und tue das, wozu uns Jesaja 55:6 auffordert: „Sucht Jehova, während er sich finden läßt. Ruft ihn an, während er sich als nahe erweist.“ Ja, „sucht Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde, die ihr SEINE eigene richterliche Entscheidung ausgeführt habt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden“ (Zephanja 2:3).
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