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Erwachet! 1999
g99 8. 2. S. 4-6

Worin besteht Gottes Vorsatz?

VIELE, die an der Existenz eines allmächtigen, liebevollen Gottes zweifeln, werfen die Frage auf: Wenn Gott existiert, warum hat er dann während des gesamten Verlaufs der Geschichte so viel Leid und Böses zugelassen? Warum duldet er die traurigen Verhältnisse, die wir um uns herum sehen? Warum unternimmt er nichts, um dem Krieg, der Kriminalität, der Ungerechtigkeit, der Armut und dem in vielen Ländern bedrohlich anwachsenden Elend ein Ende zu machen?

Eine Theorie lautet, Gott habe das Universum erschaffen, auf die Erde Menschen gesetzt und sie dann sich selbst überlassen. Nach dieser Auffassung wäre Gott nicht für die Schwierigkeiten und Miseren verantwortlich, in die Menschen durch ihre Habgier oder ihre Mißwirtschaft geraten.

Andere verwerfen eine solche Überlegung jedoch. Der Physikprofessor Conyers Herring etwa, der an Gott zu glauben einräumt, erklärte: „Ich lehne die Vorstellung von einem Gott ab, der vor langer Zeit ein großes Uhrwerk in Gang setzte und sich seither als Betrachter zurücklehnt, während sich die Menschheit mit dem Rätsel herumplagt. Ein Grund, weshalb ich das ablehne, liegt darin, daß mir meine wissenschaftlichen Erfahrungen keinen Grund zu der Annahme liefern, es gebe irgendein ‚Uhrwerk‘-Modell des Universums, das endgültig und definitiv das richtige ist. Unsere wissenschaftlichen Theorien ... werden sich mehr und mehr verbessern lassen, aber sie werden sich, da bin ich mir sicher, immer als unvollkommen erweisen. Ich halte es für vernünftiger, an eine lebendige Kraft zu glauben, die diese Verbesserung stets ermöglicht.“

Gott hat einen Vorsatz

Gottes ursprünglicher Vorsatz sah so aus, daß die Erde von gerechten, vollkommenen Menschen bewohnt sein sollte. Der Prophet Jesaja schrieb: „Dies ist, was Jehova gesprochen hat, der Schöpfer der Himmel, ER, der wahre Gott, der Bildner der Erde und der sie gemacht hat, ER, der ihr festen Bestand gab, der sie nicht einfach umsonst erschuf, der sie bildete, damit sie auch bewohnt werde“ (Jesaja 45:18).

Statt die Erde durch die unmittelbare Erschaffung einzelner Menschen zu bevölkern, hatte Gott vor, sie auf dem Weg der Fortpflanzung zu füllen. Als sich Adam und Eva gegen Gott auflehnten, wurde sein ursprünglicher Vorsatz nicht vereitelt, doch es ergab sich die Notwendigkeit, verschiedene Einzelheiten abzuändern, damit sein Vorsatz hinsichtlich der Menschen und der Erde verwirklicht würde.

In den ersten rund 6 000 Jahren dieses Zeitraums ließ Gott die Menschheit unabhängig von seiner direkten Leitung handeln. Genau das hatten sich nämlich unsere Ureltern auf der Grundlage ihrer Willensfreiheit erwählt (1. Mose 3:17-19; 5. Mose 32:4, 5). Dadurch, daß Gott die Menschen unabhängig von seiner Leitung handeln und folglich auch Menschen die Herrschaft ausüben ließ, statt selbst zu herrschen, würde es sich zeigen, daß der Mensch nicht imstande ist, seine eigenen Schritte zu lenken und seinesgleichen erfolgreich zu regieren.

Jehova wußte natürlich im voraus, wie die Sache enden würde. Unter seiner Inspiration schilderten Bibelschreiber den Ausgang. So schrieb der Prophet Jeremia: „Ich weiß wohl, o Jehova, daß nicht beim Erdenmenschen sein Weg steht. Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten“ (Jeremia 10:23).

Der weise Salomo äußerte sich über die verheerenden Folgen, die es nach sich zieht, wenn Menschen über Menschen herrschen wollen, wie sie es ja während all der Jahrhunderte ausprobiert haben. Er sagte: „All das habe ich gesehen, und mein Herz richtete sich auf jede Arbeit, die unter der Sonne getan worden ist während der Zeit, da der Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat“ (Prediger 8:9).

Dessenungeachtet trifft es absolut nicht zu, daß sich der allmächtige Gott „als Betrachter zurücklehnt, während sich die Menschheit mit dem Rätsel herumplagt“, sondern er hat einen guten Grund, diese Tausende von Jahren verstreichen zu lassen, ohne direkt in das Leben der Mehrheit der Menschen einzugreifen.

Eine gute Absicht verfolgt

Die vergangenen 6 000 Jahre Menschheitsgeschichte erscheinen einem womöglich als lange Zeit, wenn man sie unserer durchschnittlichen Lebenserwartung von weniger als 100 Jahren gegenüberstellt. Doch nach Gottes Zeitplan und seinem Zeitbegriff sind diese Tausende von Jahren wie 6 Tage — weniger als eine Woche! Der Apostel Petrus erklärte: „Diese e i n e Tatsache [möge] eurer Kenntnis nicht entgehen, Geliebte, daß e i n Tag bei Jehova wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie e i n Tag“ (2. Petrus 3:8).

Anschließend wehrt Petrus jeden gegen Gott erhobenen Vorwurf der Gleichgültigkeit oder der Hinauszögerung ab und sagt: „Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie es einige für Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen“ (2. Petrus 3:9).

Wenn somit die von Gott eingeräumten Jahre verstrichen sind, wird der Schöpfer mit der Mißwirtschaft auf unserem schönen Planeten Schluß machen. Der Mensch hatte dann reichlich Zeit zu demonstrieren, daß er unfähig ist, zu regieren und Krieg, Gewalt, Armut, Krankheiten und andere Ursachen für Leid zu beseitigen. Die Praxis wird das bestätigt haben, worauf Gott die Menschen gleich zu Beginn hingewiesen hatte: daß sie sich nach der göttlichen Leitung richten müßten, wenn sie Gelingen haben wollten (1. Mose 2:15-17).

Nach der Erfüllung biblischer Prophezeiungen zu urteilen, leben wir am Ende der „letzten Tage“ des gegenwärtigen gottlosen Systems der Dinge (2. Timotheus 3:1-5, 13; Matthäus 24:3-14). Gott wird die von ihm unabhängige Menschenherrschaft wie auch das Böse und das Leid nicht mehr lange dulden (Daniel 2:44). Bald wird die größte Drangsal dasein, die die Welt je gesehen hat und die in Harmagedon, dem „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, gipfeln wird (Offenbarung 16:14, 16). Dieser von Gott geführte Krieg wird sein Schöpfungswerk, die Erde, nicht zerstören, sondern „die ... verderben, die die Erde verderben“ (Offenbarung 11:18).

Gottes tausendjähriges Königreich

Wenn Harmagedon vorüber ist, wird es auf der Erde Millionen von Überlebenden geben (Offenbarung 7:9-14). Dann wird sich die Prophezeiung aus Sprüche 2:21, 22 erfüllt haben: „Die Rechtschaffenen sind es, die auf der Erde weilen werden, und die Untadeligen sind es, die darauf übrigbleiben werden. Was die Bösen betrifft, von der Erde werden sie weggetilgt; und die Treulosen, sie werden davon weggerissen.“

Gottes Vorsatz sieht vor, daß auf den gerechten Krieg von Harmagedon eine besondere Zeitperiode von tausend Jahren folgt (Offenbarung 20:1-3). Dabei handelt es sich um die Millenniumsherrschaft von Gottes Sohn, Christus Jesus, dem König des himmlischen Königreiches Gottes (Matthäus 6:10). Während dieser erfreulichen Königreichsherrschaft über die Erde werden unzählige Millionen aus ihrem Todesschlaf auferweckt, um sich den Millionen, die Harmagedon überlebt haben, anzuschließen (Apostelgeschichte 24:15). Gemeinsam werden sie zur Vollkommenheit geführt, so daß die Erde am Ende der Tausendjahrherrschaft Christi schließlich mit vollkommenen Männern und Frauen — allesamt Nachkommen Adams und Evas — gefüllt sein wird. Gottes Vorsatz wird dann ruhmreich und erfolgreich umgesetzt sein.

Ja, Gottes Vorsatz besteht darin, „‚jede Träne von ihren Augen ab[zu]wischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.‘ Und der, der auf dem Thron saß, sprach: ‚Siehe! Ich mache alle Dinge neu‘“ (Offenbarung 21:4, 5). Dieser Vorsatz wird unfehlbar in nächster Zukunft verwirklicht werden (Jesaja 14:24, 27).

[Bild auf Seite 5]

In Gottes neuer Welt werden die Menschen für immer glücklich leben können

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