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Warum lässt Gott Leid zu?Erwachet! 2006 | November
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Warum hat Gott noch nicht eingegriffen?
Indem Satan Adam und Eva verleitete, sich von Gott unabhängig zu machen, gründete er sozusagen selbst eine Familie, die allerdings nicht wirklich unabhängig war, sondern seiner Autorität unterstand — ob ihr das bewusst war oder nicht. Unter dem Einfluss ihres „Vaters“, des Teufels, würde diese Familie ihre Ziele und Verhaltensnormen selbst auswählen (Johannes 8:44). Würde diese Lebensweise ihnen echte Freiheit und dauerhaftes Glück bringen? Jehova wusste genau, dass das nicht der Fall wäre. Dennoch ließ er die Rebellen auf ihrem unabhängigen Kurs gewähren, denn nur so würden die in Eden aufgeworfenen Streitfragen ein für alle Mal geklärt werden.
Das von der Menschheit errichtete Weltsystem existiert nun schon seit mehr als 6 000 Jahren. In dieser Zeit ist mit allen erdenklichen Regierungsformen und Verhaltensnormen experimentiert worden. Kann man mit dem Resultat zufrieden sein? Ist die Menschheitsfamilie heute wirklich glücklich, friedlich und geeint? Alles andere als das! Stattdessen leidet die Menschheit unter Kriegen, Hungersnöten, Naturkatastrophen, Krankheit und Tod. Die Folgen: „Nichtigkeit“, „Schmerzen“ und „Seufzen“ — gerade so, wie es die Bibel beschreibt (Römer 8:19-22; Prediger 8:9).
Allerdings könnte jemand fragen: „Warum tut Gott nichts, um Tragödien zu verhindern?“ Zum einen wäre das in Wirklichkeit ungerecht und zum anderen wäre die Streitfrage nicht mehr klar erkennbar, da Auflehnung gegen Gott ja scheinbar ohne Folgen bliebe. Deshalb wird Gott nicht sozusagen hinter den Kulissen aktiv, um sämtliche Verbrechen und Tragödien zu verhindern, die direkte oder indirekte Folgen des Ungehorsams ihm gegenüber sind.a Jehova würde niemals die Lüge unterstützen, Satans System könne erfolgreich sein und Menschen wirklich glücklich machen. Trotz alledem ist es Gott nicht gleichgültig, was passiert. Wie wir jetzt sehen werden, ist er tatsächlich sehr aktiv.
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Warum lässt Gott Leid zu?Erwachet! 2006 | November
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a Wenn Gott von Zeit zu Zeit in die Angelegenheiten der Menschen eingegriffen hat, geschah dies nicht, um das bestehende System zu stützen. Sein Eingreifen hatte vielmehr stets mit der Verwirklichung seines Vorsatzes zu tun (Lukas 17:26-30; Römer 9:17-24).
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