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In der Natur offenbart sich Gottes WeisheitDer Wachtturm 2008 | 1. Mai
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In der Natur offenbart sich Gottes Weisheit
„Er ist es, der uns mehr belehrt als die Tiere der Erde, und er macht uns weiser als selbst die fliegenden Geschöpfe der Himmel“ (HIOB 35:11).
VÖGEL verfügen über erstaunliche Fähigkeiten. Sie führen Flugmanöver aus, um die Flugzeugkonstrukteure sie nur beneiden können. Einige Arten fliegen Tausende Kilometer über eintönige Meere, erreichen aber mit untrüglicher Sicherheit ihr Ziel.
Eine weitere besondere Gabe der Vögel, die von der Weisheit ihres Schöpfers zeugt, ist die Fähigkeit, sich durch Rufe und Lieder zu verständigen. Dazu einige Beispiele.
Kommunikation der Vögel
Einige Vogelarten kommunizieren sogar schon miteinander, bevor sie schlüpfen. Eine Wachtel beispielsweise legt bis zu acht Eier, ein Ei pro Tag. Bei gleich schneller Entwicklung aller Eier würden die Küken an acht aufeinanderfolgenden Tagen schlüpfen. Das Weibchen hätte dann das Problem, sich um mehrere hochaktive Küken zu kümmern, während es gleichzeitig noch mindestens ein Ei ausbrüten müsste. Tatsächlich schlüpfen aber alle acht Küken innerhalb von nur sechs Stunden. Wie ist das möglich? Forscher favorisieren die Erklärung, dass die Wachtelküken noch im Ei miteinander kommunizieren und fast wie verabredet etwa gleichzeitig schlüpfen.
Bei den meisten Vogelarten singt nur das erwachsene Männchen — vor allem in der Paarungszeit, um sein Territorium zu markieren oder um eine Partnerin anzulocken. Jede der Tausende von Vogelarten hat sozusagen ihre eigene Sprache, sodass die Weibchen einen Partner ihrer eigenen Art finden können.
Vögel singen hauptsächlich in den frühen Morgenstunden und gegen Sonnenuntergang, und das aus gutem Grund. In dieser Zeit gibt es weniger Wind- und Hintergrundgeräusche. Wie Forscher festgestellt haben, sind Vogelgesänge morgens und abends bis zu 20-mal weiter zu hören als tagsüber.
Wenn es auch meistens die Männchen sind, die singen, geben doch beide, auch die Weibchen, verschiedene Rufe oder kurze Laute von sich, die alle eine bestimmte Bedeutung haben. Buchfinken beispielsweise verfügen über ein Vokabular von neun unterschiedlichen Rufen. Mit einem speziellen Ruf warnen sie vor Bedrohung aus der Luft, wie dem Auftauchen eines Greifvogels; mit einem anderen warnen sie, wenn sich eine Gefahr am Boden nähert.
Eine noch bessere Gabe
Die instinktive Weisheit der Vögel ist gewiss beeindruckend. Was jedoch die Kommunikationsfähigkeit betrifft, ist der Mensch ihnen weit überlegen. Gott machte ihn „weiser als selbst die fliegenden Geschöpfe der Himmel“, heißt es in Hiob 35:11. Nur der Mensch kann abstrakte, komplexe Gedanken und Vorstellungen formulieren und diese mithilfe seiner Stimmbänder oder durch Gebärden ausdrücken.
Im Gegensatz zu allen anderen Geschöpfen haben kleine Kinder offenbar von Geburt an die Fähigkeit, komplizierte Sprachen zu erlernen. Im Onlinemagazin American Scientist hieß es: „Kleinkindern gelingt es sogar dann eine Sprache zu erlernen, wenn ihre Eltern nicht direkt mit ihnen sprechen; selbst gehörlose Kinder, die zu Hause keine Gebärden zu sehen bekommen, erfinden ihre eigene Gebärdensprache.“
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In der Natur offenbart sich Gottes WeisheitDer Wachtturm 2008 | 1. Mai
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Wie berührt es uns?
Wie berührt es uns, wenn wir den schönen Gesang eines Vogels hören oder miterleben, wie ein Kind seine ersten Worte spricht? Erkennen wir Gottes Weisheit in den Dingen, die er erschaffen hat?
Als der Psalmist darüber nachdachte, wie wunderbar er geschaffen war, fühlte er sich gedrängt, zu Gott zu sagen: „Ich werde dich lobpreisen, weil ich auf furchteinflößende Weise wunderbar gemacht bin. Deine Werke sind wunderbar, wie meine Seele es sehr wohl weiß“ (Psalm 139:14). Wer mit offenem Sinn die Weisheit Gottes in der Schöpfung wahrnimmt, wird zweifellos in seinem Vertrauen bestärkt, dass man sich auf Gottes Anleitung absolut verlassen kann.
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