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  • Was bedeutet es, den wahren Gott zu kennen?
    Wird es je eine Welt ohne Krieg geben?
    • [Kasten auf Seite 20, 21]

      GOTTES NAME IN DER BIBEL — WAS GOTT SAGTE

      „Und weiter sprach Gott zu Mosche: ‚So sollst du zu den Kindern Jisraël sprechen: Der Ewige [יהוה = YHWH = Jehova], der Gott eurer Väter, . . . hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für ewig, und dies meine Anrufung [mein Angedenken, Zu] für alle Zeit‘ “ (2. Mose 3:15; Kursivschrift von uns).

      „Da kam Boas von Bet-Lehem her und sprach zu den Schnittern: ‚Der Ewige [יהוה] mit euch!‘ Und sie sagten ihm: ‚Segne dich der Ewige [יהוה]!‘ “ (Ruth 2:4).

      „Dem Ewgen [יהוה] huldigt / ruft an seinen Namen [rufet seinen Namen aus, Elberfelder Bibel, 1966] / tut bei den Völkern seine Taten kund / sagt an, daß erhaben sein Name“d (Jesaja 12:4; Psalm 105:1; Kursivschrift von uns).

      „Denn dann werde ich die Sprache der Völker zu einer reinen Sprache machen, so daß sie alle den HERRN [יהוה] beim Namen anrufen und ihm einmütig dienen“ (Zephanja 3:9, Ta, Kursivschrift von uns).

      „Gieß deinen Grimm aus auf die Völker / die dich nicht kennen / und auf die Königreiche / die nicht bei deinem Namen rufen“ (Psalm 79:6; Kursivschrift von uns).

      GOTTES NAME IM TALMUD — WAS MENSCHEN SAGTEN

      „Auch verordnete man, dass Jeder seinen Nächsten mit dem Namen Gottes begrüsse“ (Berachot 9:5).

      „Also spricht er [der Hohepriester am Versöhnungstag]: Ach, Ewiger [JHVH]! Gesündigt, gefrevelt, gefehlt hat dein Volk, das Haus Israels, vor dir. O, bei dem Ewigen [JHVH] . . . Und die Priester und das Volk, die in der Opferhalle standen, als sie den deutlich ausgesprochenen Namen hörten, wie er aus dem Munde des Hohenpriesters sich vernehmen liess, sanken sie ins Knie, warfen sich nieder und fielen auf ihr Angesicht, indem sie sprachen: Gepriesen sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches für und für“ (Joma 6:2).

      „Im Heiligtum sagt er den Gottesnamen so, wie er geschrieben ist und im ganzen Lande in der Umschreibung“ (Sota 7:6).

      „Zuerst pflegte der Hohepriester den Namen mit lauter Stimme zu verkünden; wenn aber Zügellose sich mehrten, verkündete er ihn mit leiser Stimme“ (The Jerusalem Talmud, Joma 40 d).

      „Folgende haben keinen Antheil an der zukünftigen Welt: . . . wer den Namen (Gottes) mit seinen Buchstaben ausspricht“ (Sanhedrin 10:1).

      „Wer den Namen deutlich ausspricht, macht sich einer Todsünde schuldig“ (Pesikta 148 a).

      [Fußnote]

      d Die Wendung „Rufet seinen Namen aus (hebräisch: קראו בשמו)“ kann auch mit „ruft ihn bei seinem Namen“ wiedergegeben werden. (Vergleiche The New English Bible.) Die gleiche hebräische Konstruktion findet sich in 1. Mose 12:8, wo sie folgendermaßen wiedergegeben wird: „[Abram] rief den HERRN beim Namen an“ (Ta).

  • Was bedeutet es, den wahren Gott zu kennen?
    Wird es je eine Welt ohne Krieg geben?
    • Sollten wir den göttlichen Namen gebrauchen?

      4, 5. Was bedeutet der Name Gottes?

      4 Die Bibel ließ über den Namen des wahren Gottes nie einen Zweifel aufkommen. Als Gott mit Moses sprach und ihn beauftragte, das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft hinauszuführen, stellte Moses die folgerichtige Frage: „Wenn ich nun zu den Kindern Jisraël komme und ihnen sage: ‚Der Gott eurer Väter sendet mich zu euch‘, und sie mir sagen werden: ‚Wie ist sein Name?‘ — ‚was soll ich ihnen dann sagen?‘ “ Gott antwortete ihm: „So sollst du zu den Kindern Jisraël sprechen: Der Ewige [hebräisch: יהוה = YHWH = Jahwe oder (seit dem 13. Jahrhundert u. Z.) Jehova], der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, Jizhaks und Jaakobs hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für ewig, und dies meine Anrufung [„mein Angedenken“, Zu] für alle Zeit“ (2. Mose 3:13, 15; Kursivschrift von uns).

      5 Dieser Name hat für einen Hebräisch Sprechenden eine umfassende Bedeutung. Er wird von der hebräischen Wurzel הוה = hwh hergeleitet, die „werden“ bedeutet. Grammatisch gesehen, ist der Name im Hebräischen jedoch eine Kausativform (Hiphʽíl). Deshalb bezieht sich die Grundbedeutung nicht auf Gottes ewige Existenz, sondern darauf, daß er Dinge veranlaßt, zu werden oder zu geschehen. Das trifft insbesondere auf seine Vorsätze zu. Da er sich vorgenommen hatte, sein auserwähltes Volk aus der ägyptischen Knechtschaft zu befreien, veranlaßte er, daß es geschah. Keine Macht konnte sich seinem ausdrücklichen Willen widersetzen. Jehova ist der Gott, der die Verwirklichung seiner Vorsätze veranlaßt. Er veranlaßt sich selbst, zum „Erfüller“ seiner Verheißungen zu werden. Das traf auch auf seinen Vorsatz zu, sein Volk aus der Babylonischen Gefangenschaft zu befreien. Und es trifft ebenso auf seinen Vorsatz zu, für die Erde paradiesische Verhältnisse herbeizuführen. Sein Name verleiht diesen Verheißungen Gewicht und bürgt für ihre Erfüllung (Jesaja 41:21-24; 43:10-13; 46:9, 10).

      6—9. (a) Wieso wissen wir, daß Gott den Gebrauch seines Namens nicht verboten hat? (b) Wie und wann wurde das Verbot, den Namen Gottes zu gebrauchen, zu einem Bestandteil des jüdischen Glaubens?

      6 Verbieten aber die Zehn Gebote nicht, den Namen Gottes auszusprechen? Keineswegs! Viele haben das dritte Gebot zwar in diesem Sinne ausgelegt, doch in der Encyclopaedia Judaica heißt es hierüber: „Das Aussprechen des Namens YHWH zu vermeiden . . . ist auf ein Mißverständnis des dritten Gebots zurückzuführen (2. Mo. 20:7; 5. Mo. 5:11): ‚Du sollst den Namen YHWH, deines Gottes, nicht vergeblich gebrauchen‘, während es in Wirklichkeit bedeutet: ‚Du sollst bei dem Namen YHWH, deines Gottes, nicht falsch schwören.‘ “5 Man beachte, daß durch diese Worte nicht der Gebrauch oder das Aussprechen des Namens Gottes verboten wurde. Doch selbst wenn es um den „vergeblichen“ Gebrauch des Namens Gottes ginge, wäre zu beachten, daß in dem hebräischen Lexikon von Koehler und Baumgartner zu dem mit „vergeblich“ wiedergegebenen hebräischen Ausdruck (laschscháwʼ) folgendes gesagt wird: „e. Namen unnötig . . . nennen; e. N. missbrauchen.“6 Demnach verbietet dieses Gebot nicht den Gebrauch des Namens Gottes, sondern seinen Mißbrauch.

      7 Wie verhält es sich aber mit dem Argument, Gottes Name sei „zu heilig, um ausgesprochen zu werden“? Wäre logischerweise nicht anzunehmen, daß Gott seinen Namen überhaupt nicht geoffenbart hätte, wenn er ihn für zu heilig gehalten hätte, um von Menschen ausgesprochen zu werden? Allein die Tatsache, daß sein Eigenname im ursprünglichen Text der Hebräischen Schriften über 6 800mal vorkommt, beweist, daß ihm daran gelegen ist, daß die Menschen ihn, Gott, kennen und seinen Namen gebrauchen. Statt die Verwendung seines Namens einzuschränken, damit er nicht auf respektlose Weise gebraucht werde, spornte er sein Volk immer wieder an, ja gebot ihm sogar, seinen Namen zu verwenden und bekanntzumachen. Dadurch erbrachte es den Beweis für sein vertrautes Verhältnis und seine Liebe zu ihm (Psalm 91:14). Der Prophet Jesaja brachte in folgenden Worten deutlich zum Ausdruck, worin Gottes Wille diesbezüglich besteht: „Dank singet dem Herrn [hebräisch: יהזה = YHWH = Jehova], rufet an seinen Namen, macht kund unter den Völkern seine Wundertaten, lobsinget, denn erhaben ist sein Name“ (Jesaja 12:4, Zu; siehe auch Micha 4:5; Maleachi 3:16; Psalm 79:6; 105:1; Sprüche 18:10).

      8 Wenn Jehova nicht gewollt hätte, daß man seinen Namen ausspricht, hätte er es ausdrücklich verbieten können. Die Bibel verbietet aber nirgends den richtigen Gebrauch oder das Aussprechen seines Namens. In biblischen Zeiten gebrauchten gottesfürchtige Menschen seinen Namen häufig (1. Mose 12:8; Ruth 2:4; 4:11, 14). Gott verurteilte diejenigen sogar wiederholt, die sein Volk veranlaßten, seinen heiligen Namen zu vergessen (Jeremia 23:26, 27; Psalm 44:21, 22 [44:20, 21, NW]).

      9 Doch wie wurde dieses Verbot zu einem Bestandteil jüdischen Denkens, wenn doch offensichtlich nichts davon in der Bibel steht? Nach dem Rabbiner Dr. A. Cohen, dem Verfasser des Buches Everyman’s Talmud, nahm im Laufe der Jahrhunderte allmählich die Tradition überhand. Dr. Cohen schreibt: „In biblischer Zeit hatte man anscheinend keine Bedenken, ihn [den Namen] in der Alltagssprache zu gebrauchen. Da es bei den Juden noch nach dem Babylonischen Exil Brauch war, Personennamen Jah oder Jahu hinzuzufügen, ist es naheliegend, zu dem Schluß zu kommen, daß die Verwendung des vierbuchstabigen Namens nicht verboten war. In der frühen rabbinischen Zeit war die Verwendung des Namens jedoch auf den Tempeldienst beschränkt.“ Über weitere Entwicklungen während dieser Zeit bemerkt er: „Im Synagogendienst sprach man den Namen nicht JHVH aus, sondern Adonai (mein Herr); nach einer Tradition sollen die Weisen die ursprüngliche Aussprache ihren Jüngern aber regelmäßig — alle sieben Jahre ein- oder zweimal — mitgeteilt haben (Kidduschin 71 a). Selbst dieser Brauch wurde nach einiger Zeit aufgegeben, und so kennt man die genaue Aussprache des Namens nicht mehr.“7 Schuld daran war das „Gebot von Menschen“ (Jesaja 29:13; 5. Mose 4:2; siehe Seite 9, Absatz 15, 16).

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