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  • Göttlicher Frieden für die von Jehova Belehrten
    Der Wachtturm 1987 | 15. März
    • Göttlicher Frieden für die von Jehova Belehrten

      „Alle deine Söhne werden von Jehova Belehrte sein, und der Frieden deiner Söhne wird überströmend sein“ (JESAJA 54:13).

      1, 2. Wovon hängt es ab, ob man Frieden hat?

      FRIEDEN! Wie begehrenswert er doch ist! Die Geschichte der Menschheit ist aber alles andere als friedlich gewesen. Worauf ist das zurückzuführen?

      2 Frieden ist eng mit Achtung vor Autorität verbunden. Und wer ist die höchste Autorität im Universum? Der Schöpfer, Jehova Gott. Daher ist ein gutes Verhältnis zu ihm, das seine Anerkennung einschließt, für den Frieden unerläßlich (Psalm 29:11; 119:165). Wenn dieses wichtigste Verhältnis zerbricht, kann der Mensch unmöglich mit Gott, mit seinen Mitmenschen oder mit sich selbst wirklich Frieden haben (Jesaja 57:21).

      Warum die Welt keinen Frieden hat

      3. Wie wurde das Verhältnis der Menschen zu Gott verdorben?

      3 Bekanntlich rebellierte ein Geistsohn Gottes schon zu Beginn der Menschheitsgeschichte gegen Jehova. Rebellion ist ein Kriegszustand. Jener Friedensstörer, der als Satan, der Teufel, bekannt wurde, drängte Eva, sich durch Gottes Gesetz nicht davon abhalten zu lassen, etwas zu tun, was sie für vorteilhaft hielt. Der Teufel verdrehte die Tatsachen, um sie glauben zu machen, ihr werde etwas Gutes vorenthalten, wenn sie auf Gott höre. Es wurde an die Selbstsucht appelliert, an die Einstellung: „Zuerst ich!“ Bald darauf schloß sich ihr ihr Mann in ihrem gesetzlosen Verhalten an, und demzufolge sind alle ihre Nachkommen mit diesem Geist infiziert worden (1. Mose 3:1-6, 23, 24; Römer 5:12).

      4, 5. (a) In welchem Maße ist es Satan gelungen, die Denkweise der Menschheit zu beeinflussen? (b) Wie hat sich das auf die Friedensbemühungen des Menschen ausgewirkt?

      4 Nicht nur einige wenige Menschen haben Gottes Gesetz beiseite geschoben. Die Heilige Schrift zeigt uns, daß Satan „die ganze bewohnte Erde irreführt“ (Offenbarung 12:9). Manche Menschen sind ausgesprochen gesetzlos, indem sie völlige Mißachtung gegenüber Gott und gegenüber ihren Mitmenschen erkennen lassen; bei anderen ist es nicht so stark ausgeprägt. Aber Satan ist in der Beeinflussung der Denkweise der Menschheit so erfolgreich gewesen, daß der Apostel Johannes sagen konnte: „Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist“ (1. Johannes 5:19). Ob die Menschen an die Existenz des Teufels glauben oder nicht, tun sie doch das, was er wünscht. Sie gehorchen ihm, und daher ist er ihr Herrscher. Infolgedessen ist die Menschheit Gott entfremdet, ja in Feindschaft mit ihm. Verwundert es da, daß in einer solchen Umwelt menschliche Friedensbemühungen scheitern? (Kolosser 1:21).

      5 Dennoch spüren immer mehr Menschen aus allen Nationen an sich selbst, was es bedeutet, sich göttlichen Friedens zu erfreuen, eines Friedens, der von Gott stammt. Wie ist es dazu gekommen?

      Der wohltuende Frieden, den Gott gibt

      6. (a) Welchen Stellenwert mißt die Bibel dem Frieden bei? (b) Durch wen ist es uns möglich geworden, den Frieden zu verspüren, den Gott gibt?

      6 In Römer 15:33 wird Jehova zu Recht als „der Gott, der Frieden gibt“, bezeichnet. Von Anfang an hatte Gott den Vorsatz, daß sich alle seine Geschöpfe des Friedens erfreuen sollten. In seinem inspirierten Wort, der Bibel, wird über 300mal auf Frieden Bezug genommen. Sie sagt deutlich, daß Jesus Christus der „Fürst des Friedens“ ist (Jesaja 9:6, 7). Er ist von Gott beauftragt worden, die Werke Satans, des Teufels, des schlimmsten Friedensstörers, abzubrechen (1. Johannes 3:8). Durch den „Fürsten des Friedens“ ist es jedem von uns möglich, den wohltuenden Frieden zu verspüren, den Gott gibt.

      7. (a) Was schließt der Frieden, den Gott gibt, ein? (b) Warum müssen wir nicht auf diesen Frieden warten, bis das alte System verschwunden ist und wir schließlich Vollkommenheit erlangt haben?

      7 Welch ein wunderbarer Frieden das doch ist! Er ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Das hebräische Wort schalṓm, das gewöhnlich mit „Frieden“ wiedergegeben wird, deutet auf Gesundheit, Gedeihen und Wohlergehen hin. Der Frieden Gottes, den wahre Christen besitzen, ist insofern einzigartig, als er nicht von ihrer Umwelt abhängt. Dies bedeutet nicht, daß unerfreuliche Umstände sie nicht belasten. Aber sie entwickeln eine innere Kraft, die es ihnen ermöglicht, die Verschlimmerung eines Unheils zu vermeiden, da sie nicht Gleiches mit Gleichem vergelten (Römer 12:17, 18). Selbst wenn sie physisch krank sind oder in materieller Hinsicht wenig haben, können sie in geistiger Hinsicht gesund und wohlhabend sein und sich somit des Friedens erfreuen, den Gott gibt. Gewiß wird der Frieden, den sie verspüren, noch ausgeprägter sein, wenn die selbstsüchtige Welt verschwunden ist, und er wird vertieft werden, wenn alle Menschen Vollkommenheit erlangt haben. Der göttliche Frieden, dessen man sich aber schon heute erfreuen kann, ist eine innere Ruhe und Gelassenheit, ungeachtet dessen, was um einen herum vor sich geht (Psalm 4:8). Er beruht auf der Gunst Gottes. Welch ein kostbarer Besitz!

      Die von Jehova belehrten Söhne

      8. Wer waren die ersten, die sich dieses Friedens mit Gott durch Jesus Christus erfreuten?

      8 Wer sind die Menschen, die einen solchen Frieden haben, da sie von Jehova belehrt werden und seinen Geboten Aufmerksamkeit schenken? Die Bibel, die uns diese Frage beantwortet, lenkt unsere Aufmerksamkeit zunächst auf diejenigen, die das geistige Israel bilden. Von ihnen heißt es in Galater 6:16: „Alle, die nach dieser Regel des Benehmens ordentlich wandeln werden, über sie komme Frieden und Barmherzigkeit, ja über das Israel Gottes.“ Es sind die 144 000, die von Gott auserwählt worden sind, mit Jesus Christus am himmlischen Leben teilzuhaben (Offenbarung 14:1).

      9. Was war die „Regel des Benehmens“, die mit dem Frieden des geistigen Israel verbunden war?

      9 Im ersten Jahrhundert lernten die Glieder des geistigen Israel eine grundlegende Wahrheit kennen, eine „Regel des Benehmens“, von der abhing, ob sie sich des Friedens erfreuten oder nicht. Es war unerläßlich, daß sie sich an diese Regel des Benehmens hielten. Über 15 Jahrhunderte hatte Jehova das mosaische Gesetz benutzt, um Schattenbilder künftiger guter Dinge zu schaffen. Doch nach dem Opfertod Jesu Christi waren die Erfordernisse des mosaischen Gesetzes nicht mehr bindend (Hebräer 10:1; Römer 6:14). Das geht aus der Entscheidung der leitenden Körperschaft in Jerusalem in der Frage der Beschneidung hervor (Apostelgeschichte 15:5, 28, 29). Im inspirierten Brief an die Galater wurde es erneut hervorgehoben. Die guten Dinge, die das Gesetz vorschattete, waren in Kraft getreten. Geduldig prägte Jehova dem Sinn und dem Herzen der gesalbten Nachfolger Christi die Bedeutung seiner unverdienten Güte ein, die durch Christus zum Ausdruck kam. Wenn sie Glauben an diese Vorkehrung ausübten und im Einklang damit lebten, konnten sie sich eines Friedens erfreuen, der für sündige Menschen nie zuvor in dieser Art erreichbar war (Galater 3:24, 25; 6:16, 18).

      10. (a) Was erlebten die Glieder des geistigen Israel in Erfüllung der Verheißung, die in Jesaja 54:13 aufgezeichnet ist? (b) Inwieweit spielt die Tatsache, daß sie von Jehova gezüchtigt wurden, eine Rolle für ihren Frieden?

      10 Die Glieder des geistigen Israel erlebten die Erfüllung der wunderbaren Verheißung aus Jesaja 54:13. Gott selbst sagte zu seiner mit einer Frau vergleichbaren Organisation loyaler Geistgeschöpfe: „Alle deine Söhne werden von Jehova Belehrte sein, und der Frieden deiner Söhne wird überströmend sein.“ Ihr oberster Sohn ist natürlich Jesus Christus, der durch die Salbung mit heiligem Geist im Jahre 29 u. Z. als Messias hervorgebracht wurde. Aber Jehovas symbolische „Frau“ im Himmel hat noch mehr Söhne — 144 000 weitere, die den sekundären Teil des Samens bilden, der in 1. Mose 3:15 vorhergesagt wurde. Jehova verhieß, daß er der Große Unterweiser all dieser Söhne sein werde. Er hat sie die Wahrheit über sich selbst und über seine Vorsätze gelehrt. Er hat sie darüber unterwiesen, wie sie ihm dienen sollten. Mitunter mußte er sie in Zucht nehmen, wenn sie sein Wort nicht befolgten. Eine Züchtigung kann hart sein. Doch demütig erkannten sie an, daß sie sie benötigten. Sie nahmen die erforderlichen Änderungen vor, und diese Züchtigung hat gute Ergebnisse gebracht — „eine friedsame Frucht ..., nämlich Gerechtigkeit“ (Hebräer 12:7, 11; Psalm 85:8).

      Eine „große Volksmenge“, die in Gottes Wegen unterwiesen wird

      11. (a) Wer wird heute außerdem noch von Jehova belehrt? (b) Wodurch beweisen sie, daß auf sie die Beschreibung aus Jesaja 2:2, 3 paßt, und wie wirkt sich das auf andere aus?

      11 Die Glieder des geistigen Israel sind heute nicht die einzigen, die Jehova belehrt. In den vergangenen 50 Jahren ist die Aufmerksamkeit auch auf andere gelenkt worden. Jesaja wurde inspiriert, über sie im 2. Kapitel, Vers 2 und 3 folgendes zu schreiben: „Es soll geschehen im Schlußteil der Tage, daß der Berg des Hauses Jehovas fest gegründet werden wird über dem Gipfel der Berge, und er wird gewißlich erhaben sein über die Hügel; und zu ihm sollen alle Nationen strömen.“ Ja, diejenigen, die die Anbetung des allein wahren Gottes aufnehmen, räumen ihr den erhabensten Platz im Leben ein. Daher ist sie über jede andere Form der Anbetung erhaben, die sie früher ausübten und die die Menschenwelt um sie herum noch ausübt. Das wird von Menschen aus allen Nationen beobachtet. Sie sehen, daß die Anbeter Jehovas ihr Verhältnis zu ihm über alles andere stellen, ungeachtet der Forderungen weltlicher Amtsgewalt oder der in der Welt vorherrschenden unchristlichen Praktiken. Beobachter sehen auch die Frucht, die diese Anbeter Gottes in ihrem Leben hervorbringen, und viele haben den Wunsch, sich ihnen in der wahren Anbetung anzuschließen. Daher sagen heute über 3 Millionen Menschen zu anderen: „Kommt, und laßt uns hinaufziehen zum Berg Jehovas, zum Haus des Gottes Jakobs; und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln.“ (Siehe auch Sacharja 8:23.)

      12. Welchen Nutzen haben die in Jesaja 2:2, 3 erwähnten Menschen davon, daß Gott ihr Unterweiser ist, und wovon handelt seine Unterweisung unter anderem?

      12 Bedenken wir, was es bedeutet, Gott als Unterweiser zu haben! Alle, die diese Unterweisung empfangen und deren Quell wirklich schätzen, werden nicht ständig von geistig-seelischen Konflikten geplagt. Sie werden nicht zwischen zwei Meinungen hin und her gezerrt, noch sind sie unsicher in bezug auf die Frage, was richtig ist. Die Wahrheit aus Gottes Wort ist glasklar. Und wovon handelt diese hervorragende Unterweisung unter anderem, wie dies aus Jesaja 2:4 hervorgeht? Sie zeigt, wie man in einer zerstrittenen Welt Frieden haben kann. Die von Jehova Belehrten ergreifen daher die Initiative — ungeachtet dessen, wozu sich andere entschließen — und schmieden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Speere zu Winzermessern. Sie lernen den Krieg nicht mehr.

      13. Woher kommt die „große Volksmenge“, und was hat sie zu dem gemacht, was sie heute ist?

      13 Das ist dieselbe Gruppe wie die in Offenbarung 7:9, 10, 14 beschriebenen Menschen, die die kommende „große Drangsal“ überleben und danach auf Gottes friedlicher neuer Erde leben werden. Die überlebende „große Volksmenge“ kommt aus allen ethnischen Gruppen, Stämmen, Völkern und Zungen. Viele davon gehörten früher Gruppen an, die sich gegenseitig bekriegten. Andere führten ein im wesentlichen selbstsüchtiges Leben; auch das stand dem Frieden im Weg. Jetzt dagegen bilden diese Menschen, die aus allen Nationen herausgekommen sind, ein friedliebendes, friedfertiges Volk. Wodurch ist das möglich geworden? Dadurch, daß sie von Jehova belehrt worden sind (Jesaja 11:9).

      Ein einzigartiger Frieden

      14. Worauf beruht der Frieden des Volkes Jehovas, und warum ist dem so?

      14 Der Frieden, den Gott seinem Volk gewährt, ist wirklich einzigartig. Er ist nicht etwa das Ergebnis eines unsicheren Abkommens zweier Parteien, die einander nicht trauen. Er beruht auch nicht auf Kompromissen, sondern auf Gerechtigkeit (Jesaja 32:17). Aber wie ist das möglich, wenn es sich um Frieden mit unvollkommenen Menschen handelt? Welche Gerechtigkeit hat irgendeiner von uns aufzuweisen, da wir doch Sünder sind? Nun, durch Glauben können wir uns einer Gerechtigkeit erfreuen, die durch den sündensühnenden Wert des Opfers Jesu ermöglicht worden ist.

      15. Was lehrte Jehova während des irdischen Dienstes Jesu seine voraussichtlichen Söhne im Interesse des Friedens?

      15 Das hilft uns, das zu verstehen, was Jesus gemäß Johannes 6:45-47 sagte. Er sprach zu Juden, die sich nicht zu ihm als Messias hingezogen fühlten und daher gegen ihn murrten. Doch im Hinblick auf seine Jünger sagte er: „Es steht in den PROPHETEN [besonders in Jesaja 54:13] geschrieben: ‚Und sie werden alle von Jehova belehrt sein.‘ Jeder, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir. Nicht, daß jemand den Vater gesehen hat, ausgenommen der, der von Gott her ist; dieser hat den Vater gesehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben.“ Jene Jünger nahmen die ihnen von Jehova erteilte Unterweisung an. Sie fühlten sich zu Jesus hingezogen. Als andere das, was Jesus lehrte, verwarfen und ihn verließen, blieben seine Apostel bei ihm. Petrus sagte: „Wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Heilige Gottes bist“ (Johannes 6:69). Aufgrund ihres Glaubens an Jesus Christus war es ihnen möglich, ein friedliches Verhältnis zu Jehova Gott zu erlangen, ein Verhältnis, das die Gewißheit des ewigen Lebens einschloß.

      16. (a) Inwiefern waren Jesu Nachfolger von Pfingsten 33 u. Z. an Nutznießer der durch Christus ermöglichten Vorkehrung? (b) Was wurde danach von ihnen verlangt?

      16 Von Pfingsten des Jahres 33 u. Z. an waren jene treuen Nachfolger Jesu Nutznießer des Opfers Christi. Auf sie traf das zu, was Paulus später an die Römer schrieb: „Laßt uns, da wir nun zufolge des Glaubens gerechtgesprochen worden sind, uns des Friedens mit Gott erfreuen durch unseren Herrn Jesus Christus“ (Römer 5:1). Sie alle waren Nachkommen Adams. Als Sünder waren sie Gott entfremdet. Irgendwelche guten Werke, die sie getan haben mögen, konnten ihre ererbte Sündhaftigkeit nicht auslöschen. Aber Jehova nahm in seiner unverdienten Güte das Opfer an, das Jesus zugunsten der Nachkommen Adams dargebracht hatte — sein vollkommenes menschliches Leben. Allen, die Glauben an diese Vorkehrung ausübten, konnte jetzt Gerechtigkeit gutgeschrieben werden, und sie konnten von Gott als Söhne adoptiert werden mit der Aussicht auf himmlisches Leben (Epheser 1:5-7). Wurde aber noch mehr von ihnen verlangt? Ja, sie mußten in den Wegen Jehovas wandeln. Sie durften nicht mehr Sünde treiben. Aber sie erkannten an, daß jegliche Gerechtigkeit auf Gottes unverdienter Güte beruht, die durch Christus zum Ausdruck kam. So erfreuten sie sich, wie die Heilige Schrift sagt, ‘des Friedens mit Gott durch Jesus Christus’.

      17, 18. (a) Erfreuen sich die „anderen Schafe“ eines solchen Friedens mit Gott? (b) Welche weiteren Fragen verdienen unsere Beachtung?

      17 Wie verhält es sich mit denen, die Jesus als seine „anderen Schafe“ bezeichnete? (Johannes 10:16). Erfreuen auch sie sich eines solchen Friedens mit Gott? Nicht als Söhne Gottes, sondern gemäß Kolosser 1:19, 20 sind sie als Nutznießer des göttlichen Friedens mit einbezogen. Es heißt dort, daß es Gott für gut befunden hat, durch Christus „alle anderen Dinge wieder mit sich zu versöhnen, indem Frieden gemacht wurde durch das Blut, das er [Jesus] am Marterpfahl vergoß, es seien die Dinge auf der Erde [das heißt diejenigen, denen es vergönnt sein wird, auf einer paradiesischen Erde ewig zu leben] oder die Dinge in den Himmeln“. Diejenigen, die eine irdische Hoffnung haben, werden wie Abraham nicht als Söhne, sondern als ‘Freunde Gottes’ gerechtgesprochen und erfreuen sich heute schon des Friedens mit Gott. Welch eine begünstigte Stellung dies doch ist! (Jakobus 2:23).

      18 Erfreust du dich persönlich dieses Friedens? Verspürst du ihn in dem Maße, wie es Menschen möglich ist, die in dieser höchst bedeutungsvollen Epoche leben? Im folgenden Artikel werden wir einiges betrachten, was dir dazu verhelfen kann.

  • Wie du dich in noch größerem Maße des göttlichen Friedens erfreuen kannst
    Der Wachtturm 1987 | 15. März
    • Wie du dich in noch größerem Maße des göttlichen Friedens erfreuen kannst

      „O wenn du doch nur meinen Geboten Aufmerksamkeit schenktest! Dann würde dein Frieden so werden wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Meereswellen“ (JESAJA 48:18).

      1. Was ist nötig, wenn wir Frieden in dem Maße haben wollen, wie es uns möglich ist?

      WER regelmäßig im Rahmen der Versammlung am Studium der Bibel mit Hilfe dieser Zeitschrift teilnimmt, erkennt den Wert des Friedens, den Gott gibt, und möchte sich dieses Friedens erfreuen. Die meisten verspüren ihn zweifellos auch. Aber nicht alle haben ihn in dem Maße, wie es ihnen möglich ist. Warum nicht? Jehova sagte über diejenigen, die göttlichen Frieden haben würden: „Ich, Jehova, bin dein Gott, der dir zum Nutzen dich lehrt, der dich auf den Weg treten läßt, auf dem du wandeln solltest. O wenn du doch nur meinen Geboten Aufmerksamkeit schenktest! Dann würde dein Frieden so werden wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Meereswellen“ (Jesaja 48:17, 18).

      2. (a) Was bedeutet die Aufforderung, ‘Aufmerksamkeit zu schenken’? (b) Wie vielen Geboten Gottes müssen wir Aufmerksamkeit schenken? (1. Johannes 5:3).

      2 Jeder kann offensichtlich aus dem Besuch der Zusammenkünfte, in denen wir die Bibel besprechen, Nutzen ziehen. Aber nur diejenigen, die den Geboten Jehovas Aufmerksamkeit schenken, sie auf sich beziehen und sich danach ausrichten, erfreuen sich wirklich göttlichen Friedens. Gibt es Bereiche, in denen du dich diesbezüglich verbessern könntest? (2. Petrus 1:2). Es genügt nicht, wenn wir einige der Forderungen Gottes erfüllen, aber diejenigen, die uns unbequem oder zu schwierig sind, umgehen. Als der Teufel versuchte, Jesus Christus zu einer selbstsüchtigen Denkweise zu verlocken, entgegnete Jesus standhaft: „Es steht geschrieben: ‚Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jeder Äußerung, die durch den Mund Jehovas ausgeht‘“ (Matthäus 4:4).

      3. Welche Bereiche unseres Lebens müssen mit Jehovas Wegen in Einklang gebracht werden, wenn wir wirklich überströmenden Frieden haben möchten?

      3 Gottes Gebote betreffen jeden Bereich unseres Lebens. In erster Linie berühren sie unser Verhältnis zu Jehova. Außerdem berühren sie unsere Einstellung zu seiner sichtbaren Organisation und zum christlichen Dienst, die Art und Weise, wie wir unsere Angehörigen behandeln, und unseren Umgang mit Menschen aus der Welt. Wer den Geboten Jehovas auf allen diesen Gebieten wirklich Aufmerksamkeit schenkt, wird mit überströmendem Frieden gesegnet. Wir wollen einige Punkte betrachten, die uns helfen können, das persönlich zu erleben.

      Bedürfen einige dieser Punkte deiner Aufmerksamkeit?

      4. (a) Warum garantiert ein Heimbibelstudium oder der Besuch der Zusammenkünfte nicht, daß wir Frieden mit Gott haben? (b) Was gehört dazu, Glauben an Jesus Christus auszuüben? (Johannes 3:36).

      4 Hast du vor kurzem begonnen, mit Jehovas Zeugen die Bibel zu studieren? Oder bist du vielleicht schon seit einigen Monaten oder gar Jahren mit der Ortsversammlung verbunden? Wenn ja, dann erlebst du zweifellos die Freude, daß sich vor dir eine Erkenntnis der Vorsätze Gottes auftut. Aber die Tatsache, daß jemand Freude an einem Heimbibelstudium hat oder gern in den Königreichssaal geht, beweist nicht, daß er Frieden mit Gott hat. Wir alle sind in Sünde geboren, und Frieden mit Gott ist nur durch Jesus Christus möglich (Jesaja 53:5; Apostelgeschichte 10:36). Ein rein passiver Glaube an Jesus bewirkt nicht einen solchen Frieden. Es ist unerläßlich, zu erkennen, daß wir persönlich der Erlösung bedürfen, daß wir Glauben an den Wert des Loskaufsopfers Jesu ausüben und dann diesem Glauben Ausdruck verleihen, indem wir seinen Geboten gehorchen (Jakobus 2:26). Eines der Gebote, die Jesus gab, als er auf der Erde war, besagt, daß diejenigen, die seine Jünger werden würden, im Wasser getauft werden sollten (Matthäus 28:19, 20). Bist du untergetaucht worden als Symbol deiner Hingabe an Jehova durch Jesus Christus?

      5. Warum sind Hingabe und Taufe wichtig, um Frieden mit Gott haben zu können?

      5 Gibt es in deinem Leben irgend etwas, was dich für die Taufe ungeeignet macht? Wenn du dir einer solchen Sache bewußt bist oder während deines Studiums darauf stößt, dann zögere nicht, die Angelegenheit in Ordnung zu bringen. Bedenke, daß jede Einstellung oder Verhaltensweise, die jemanden für die Taufe ungeeignet macht, auch ein Hindernis für seinen Frieden mit Gott ist. Reagiere unverzüglich, solange noch Gelegenheit dazu besteht. Wie aus 1. Petrus 3:21 hervorgeht, gewährt Gott denen ein gutes Gewissen, die sich ihm aufgrund des Glaubens an das Loskaufsopfer Christi hingeben, sich zum Zeichen dieser Hingabe taufen lassen und Gottes Willen tun. Dann haben sie den Frieden, den ein gutes Gewissen mit sich bringt, weil sie Gottes Anerkennung erlangen; das ist auf keine andere Weise möglich. Natürlich ist es lediglich ein Anfang.

      6. Warum ist unsere Einstellung zu den Versammlungszusammenkünften entscheidend dafür, ob wir uns des Friedens erfreuen?

      6 Denke auch daran, regelmäßig die Versammlungszusammenkünfte zu besuchen und dich daran zu beteiligen, soweit du dazu in der Lage bist. Haben diese Zusammenkünfte einen festen Platz in deinem Leben, von dem du sie weder durch die Welt noch durch persönliche Betätigungen verdrängen läßt? Bereitest du dich auf die Zusammenkünfte vor und betrachtest es als ein Vorrecht, dich daran zu beteiligen? Diese Faktoren sind ebenfalls entscheidend dafür, ob man sich des Friedens erfreut. Warum? Weil Gottes Geist bei seinem versammelten Volk ist, und Frieden ist eine Frucht jenes Geistes (Galater 5:22). In den Zusammenkünften wird uns geholfen, Jehovas Anforderungen zu verstehen, und genau das ist erforderlich, um das tun zu können, was in seinen Augen wohlgefällig ist. Auch lernen wir, wie wir den Frieden in unseren mitmenschlichen Beziehungen — in der Versammlung, zu Hause, in der Schule und bei unserer weltlichen Arbeit — fördern können. Unsere Zusammenkünfte gehören zu den grundlegenden Einrichtungen, durch die wir von Jehova belehrt werden, und wie die Schrift zeigt, haben die von Jehova Belehrten überströmenden Frieden (Jesaja 54:13).

      7. Wie müssen wir auf die in den Zusammenkünften besprochenen Dinge reagieren?

      7 Ein eng damit verwandter Punkt, der unsere Aufmerksamkeit verdient, ist die fortschreitende Anwendung des Gelernten in unserem persönlichen Leben. Wir möchten nicht jenen Israeliten gleichen, von denen Jehova sagte, daß sie ‘immer wieder hörten, aber nicht verstanden’ (Jesaja 6:9). Oder wollen wir etwa denen gleichen, die Jehova dem Propheten Hesekiel beschrieb — Menschen, die dem Propheten Jehovas zuhörten, aber nicht taten, was er sagte, weil sie es vorzogen, ihre unreinen oder materialistischen Begierden zu befriedigen? (Hesekiel 33:31, 32). Im Gegensatz dazu wird über diejenigen, die sich heutzutage im Hause Jehovas versammeln und seine Anerkennung erlangen, folgendes gesagt: „Laßt uns zum Berg Jehovas hinaufziehen und zum Haus des Gottes Jakobs; und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln“ (Micha 4:2). Wenn wir die in unseren Zusammenkünften erhaltene Belehrung beherzigen, das heißt in jeder Zusammenkunft wenigstens einen Punkt, der auf uns persönlich zutrifft, herausgreifen und dann daran arbeiten, werden wir eine friedsame Frucht ernten. Jesus sagte gemäß Lukas 11:28: „Glücklich sind ... die, die das Wort Gottes hören und es bewahren!“

      8. Welchen persönlichen Nutzen kann es für uns haben, wenn wir uns so viel am Predigtdienst beteiligen, wie es unsere Verhältnisse zulassen?

      8 Etwas, was bei unseren Zusammenkünften ebenfalls hervorgehoben wird, ist die Wichtigkeit eines vollen Anteils an der Verkündigung des Königreiches Gottes und an dem Werk des Jüngermachens (Matthäus 24:14; 28:19). Welchen Platz nehmen diese Tätigkeiten in deinem Leben ein? Wenn wir wirklich dem Aufmerksamkeit geschenkt haben, was uns Jehova durch sein Wort und seine Organisation zu sagen hat, wissen wir, daß es sich dabei um das wichtigste Werk handelt, das heute auf der Erde getan wird (Offenbarung 14:6, 7). Und es ist hinreichend bekannt, daß alle Vollzeitdiener — auch diejenigen, die zwar nicht Pionier sein können, aber wirklich eifrig im Predigtdienst sind — zu denen gehören, die besonders glücklich sind. Der Frieden, den sie haben, ist nicht nur mit einem Wassertropfen zu vergleichen, sondern wird, wie Jehova sagt, „wie ein Strom“ (Jesaja 48:18). Machst du diese Erfahrung? Die Möglichkeit dazu haben wir alle.

      9. Was kann uns helfen, unseren von Gott gegebenen Frieden zu bewahren, selbst wenn wir sehr große Schwierigkeiten durchmachen müssen?

      9 Die Beachtung all dieser Ratschläge macht uns jedoch nicht immun gegen die Belastungen des Lebens im gegenwärtigen System der Dinge. Wie schwer auch gewisse Situationen sein mögen, Gott sichert uns seine liebevolle Hilfe zu, wenn wir uns ihm zuwenden (1. Petrus 5:6, 7). Haben wir gelernt, bei all unserem Tun die Hilfe und die Leitung Jehovas zu suchen, indem wir uns im Gebet freimütig an ihn wenden? Werfen wir, nachdem wir alles getan haben, wozu wir in schwierigen Situationen in der Lage sind, unsere Bürden auf Jehova, und lassen wir sie dann vertrauensvoll bei ihm? (Sprüche 3:5, 6; Psalm 55:22). Gemäß Philipper 4:6, 7 wird uns folgendes ans Herz gelegt: „Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern laßt in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden; und der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten.“ Welch eine wunderbare Vorkehrung! Hast du gelernt, dir den dadurch ermöglichten Frieden Gottes völlig zunutze zu machen?

      Beständig dem Frieden nachjagen

      10. Was müssen wir noch tun, außer Frieden zu suchen?

      10 Wenn wir diesen Frieden einmal haben, sollten wir diesbezüglich nicht leichtsinnig sein. Ihn zu bewahren erfordert fleißiges Bemühen. Daher heißt es in 1. Petrus 3:10, 11: „Wer das Leben lieben und gute Tage sehen möchte, ... suche Frieden und jage ihm nach.“ Hat jemand ein Ziel angestrebt und erreicht, wäre es töricht von ihm, dann leichtsinnig zu werden. Wenn wir Frieden gesucht und erlangt haben, müssen wir uns vor allem hüten, was ihn zerstören könnte. Mehr als das, wir sollten aktiv den Dingen nachjagen, die dem Frieden förderlich sind.

      11. (a) Welche Einstellung könnte unser Verhältnis zu Jehova gefährden? (b) Wann sollten wir inbrünstig zu Jehova um Hilfe in bezug auf Versuchungen bitten? (Matthäus 6:13).

      11 Nachdem wir Frieden mit Gott erlangt haben durch das Mittel, das er bereitet hat, müssen wir darauf achten, dieses Verhältnis nicht zu zerstören, indem wir wieder Sünde treiben. Aufgrund unserer Unvollkommenheit sündigen wir natürlich alle. Aber es ist gefährlich, wenn jemand vor sich selbst Ansichten und Handlungen rechtfertigt, die Gott verurteilt. Wir können es uns nicht leisten, einfach mit den Achseln zu zucken und zu sagen: „Ich bin eben so!“ (Römer 6:16, 17). Wir müssen unser Fehlverhalten bereuen, statt es zu rechtfertigen, und dann müssen wir Gott darum bitten, uns auf der Grundlage unseres Glaubens an Jesu Opfer zu vergeben. Wir müssen auch lernen, uns an Gott um Hilfe zu wenden, bevor wir ein Unrecht begehen, statt den Kampf allein kämpfen zu wollen und schließlich nachzugeben und dann um Vergebung zu flehen. Mit Gottes Hilfe können wir es schaffen, die „neue Persönlichkeit“ anzuziehen, „die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist“ (Epheser 4:20-24).

      12. (a) Welches andere Verhältnis bedarf unserer Aufmerksamkeit, damit wir Frieden haben? (b) Was wird in dieser Hinsicht von uns verlangt?

      12 Wenn wir Frieden haben möchten, spielt natürlich auch das Verhältnis zu anderen Menschen eine Rolle. Wahre Christen dienen Gott als Teil einer Organisation; sie sind eine „Bruderschaft“ (1. Petrus 2:17). Wie Jesus von seinen Nachfolgern sagte, würden sie sich durch ihre Liebe zueinander auszeichnen (Johannes 13:35). Allerdings ist keiner von ihnen vollkommen. Wegen unserer eigenen Unvollkommenheiten und der anderer mag es nötig sein, daß wir bezüglich bestimmter Situationen inbrünstig zu Gott beten und uns sehr um die Lösung von Problemen bemühen. In Hebräer 12:14 werden wir aufgefordert: „Jagt dem Frieden nach mit allen.“ Im Umgang mit unseren christlichen Brüdern und Schwestern besteht eine besondere Verpflichtung, dies beständig zu tun. Treffend heißt es in 1. Thessalonicher 5:13: „Seid friedsam miteinander.“ Das bedeutet nicht nur, auf Rache zu verzichten, sondern den Frieden aktiv zu fördern, den ersten Schritt zur Wiederherstellung des Friedens zu tun und bereitwillig im Interesse des Friedens nachzugeben (Epheser 4:1-3).

      13. (a) Was mögen wir tun, um den Frieden mit Ungläubigen zu fördern, aber wie können wir zeigen, daß der Frieden mit Gott an erster Stelle steht? (b) Wie ist es möglich, daß wir Frieden haben, wenn um uns herum Unruhe herrscht?

      13 Außerhalb der Christenversammlung ist jedoch nicht jeder bereit, Frieden zu halten. Deshalb finden wir in Römer 12:18 den realistischen Rat: „Wenn möglich, haltet, soweit es von euch abhängt, mit allen Menschen Frieden.“ Doch unser Bemühen, den Frieden zu fördern, hat nichts mit Kompromissen im Hinblick auf Jehovas gerechte Anforderungen zu tun. Wir mögen gewisse Tätigkeiten zeitlich verschieben, aber wir wissen, daß es unweise wäre, den Besuch der Versammlungszusammenkünfte aufzugeben oder nicht am Predigtdienst teilzunehmen, um den häuslichen Frieden zu wahren. Wir wissen auch, daß Jehova es nicht billigen würde, wenn wir uns an gottlosen Handlungen beteiligten, um die Anerkennung von Arbeitskollegen oder Mitschülern zu gewinnen. Wir erkennen, daß echter Frieden nur denen gehört, die sich vor allem des Friedens mit Gott erfreuen, denen, die Jehovas Gesetz lieben und in seinen Wegen wandeln. Diesen Frieden schätzen wir über alles (Psalm 119:165). Zugegeben, um uns herum mag viel Unruhe herrschen. Ungläubige mögen miteinander streiten und sich bekämpfen; oder vielleicht beschimpfen sie uns wegen unseres Glaubens. Aber wir wissen, welches Benehmen uns Gottes Wort gelehrt hat. Wenn wir einen Lauf verfolgen, der mit Gottes gerechten Wegen übereinstimmt, werden wir nicht des Friedens beraubt, der am meisten zählt. (Vergleiche Psalm 46:1, 2.)

      14. Was ermöglicht es uns, innere Ruhe und eine starke Hoffnung zu bewahren, selbst wenn wir persönlich Drangsal erleiden?

      14 Jesus sagte in der Nacht vor seinem Tod zu seinen treuen Aposteln: „Ich habe euch diese Dinge gesagt, damit ihr durch mich Frieden habt. In der Welt habt ihr Drangsal, doch faßt Mut! Ich habe die Welt besiegt“ (Johannes 16:33). Ja, wir erleiden Drangsal. Als Christen werden wir auf verschiedene Art und Weise verfolgt. Man behandelt uns vielleicht ungerecht; viele leiden an einer schweren Krankheit. Aber in all diesen Situationen erhält uns der göttliche Frieden aufrecht. Weil wir von Jehova belehrt worden sind, wissen wir, warum Christen verfolgt werden. Wir sind nicht im Zweifel darüber, warum es Ungerechtigkeit gibt und warum wir an Krankheiten leiden. Wir wissen auch, was die Zukunft bringt. Wir wissen, daß uns aufgrund des treuen Lebensweges Jesu und seines Opfertodes die Befreiung gewiß ist. Darüber hinaus wissen wir, daß wir uns ungeachtet der heutigen Probleme im Gebet an Gott wenden können mit der Zuversicht, daß er sich liebevoll um uns kümmert und uns durch seinen Geist stützen wird (Römer 8:38, 39).

      15. Inwiefern ist es zutreffend, daß der Frieden, den Christus ermöglicht, nicht dem entspricht, was die Welt bietet?

      15 Passenderweise sagte Jesus gemäß Johannes 14:27: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Ich gebe ihn euch nicht so, wie die Welt ihn gibt. Euer Herz werde nicht beunruhigt noch vor Furcht verzagt.“ Es ist wirklich wahr — die Welt hat nichts, was irgendwie dem Frieden gleichkäme, den Gott durch Jesus Christus gibt. Dieser Frieden verleiht uns selbst in Situationen Kraft, in denen andere ohne jede Hoffnung sind.

      16. (a) Was steht denjenigen in Aussicht, die jetzt wirklich den Frieden schätzen, den Gott gibt? (b) Wie können wir zeigen, daß wir diesen Frieden schätzen?

      16 Welch eine wunderbare Zukunft liegt doch vor all denen, die jetzt den Frieden, den Gott gibt, bereitwillig annehmen und ihm in ihrem Leben den gebührenden Stellenwert einräumen! Bald wird die Welt, die in Feindschaft mit Gott ist, verschwunden sein. Die ganze Schöpfung wird schließlich durch das Befolgen der gerechten Anforderungen des universellen Souveräns völlig in Frieden vereint sein. Möge unsere Dankbarkeit für diese wunderbare Aussicht uns veranlassen, jetzt in völligem Einklang damit zu handeln. Wir alle sollten gewissenhaft auf die Unterweisung Jehovas hören und uns seine Gebote fest in das Herz pflanzen lassen, damit wir seine Wege wirklich lieben und alles tun, was er verlangt. In Sprüche 3:1, 2 heißt es nämlich: „Mein Sohn, mein Gesetz vergiß nicht, und meine Gebote möge dein Herz beobachten, denn Länge der Tage und Jahre des Lebens und Frieden werden dir hinzugefügt werden.“

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