Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Abraham — Ein Beispiel für alle, die Gottes Freundschaft suchen
    Der Wachtturm 1989 | 1. Juli
    • 3. Welche große Ehre wurde Abraham zuteil?

      3 Abraham war kein gewöhnlicher „Prophet“, denn Jehova benutzte ihn in einem wunderbaren „symbolischen Drama“, in dem diesem Patriarchen sogar die große Ehre zuteil wurde, als prophetisches Vorbild Gottes zu dienen (1. Mose 20:7; Galater 4:21-26). So sprach Jesus beispielsweise vom „Busenplatz Abrahams“, als er eine Stellung der Gunst bei Gott bezeichnete (Lukas 16:22).

  • Abraham — Ein Beispiel für alle, die Gottes Freundschaft suchen
    Der Wachtturm 1989 | 1. Juli
    • Abram hatte eine schöne Frau. Somit stand er in diesem fremden Land als Ausländer in Lebensgefahr. Jedenfalls traf er Vorsichtsmaßnahmen, indem er Sarai bat, niemandem zu sagen, daß sie miteinander verheiratet waren. Jehova segnete Abram wegen seines Glaubens, und bald konnte er in das Land der Verheißung zurückkehren — mit größerem Reichtum denn je (1. Mose 12:10 bis 13:2; 20:12).

      13. Was wird durch die Unfruchtbarkeit Sarais dargestellt und was dadurch, daß Abram seine Ehe mit ihr geheimhielt?

      13 Auch das gehörte zu dem prophetischen Drama, in dem Abram zu unserer Unterweisung unwissentlich mitwirkte. Sarai, die immer noch unfruchtbar war, stellte Jehovas himmlische, mit einer Frau vergleichbare Organisation loyaler Engel dar. Diese schöne sinnbildliche Frau mußte über 4 000 Jahre warten, bis sie den wahren Samen des größeren Abraham, Jehovas Gottes, hervorbringen konnte. Die offene Verfolgung treuer Diener Gottes in all den Jahren des Wartens erweckte mitunter den Eindruck, als ob Jehova das eheliche Verhältnis, das er zu ihr hatte, verbergen würde (1. Mose 3:15; Jesaja 54:1-8; Galater 3:16, 27, 29; 4:26).

      14. (a) Was tat Sarai schließlich wegen ihrer Unfruchtbarkeit? (b) Was geschah im 99. Lebensjahr Abrams, und warum?

      14 Abram hatte zehn Jahre als Fremdling ausgeharrt, aber immer noch hatte er keinen Sohn als Erben. Sarai bat ihn in ihrer Verzweiflung, mit Hagar, ihrer Magd, einen Nachkommen zu zeugen. Er war damit einverstanden, und so kam Ismael zur Welt (1. Mose 12:4; 16:1-4, 16). Doch der verheißene Same des Segens sollte durch jemand anders kommen. Im 99. Lebensjahr Abrams wurde sein Name auf Abraham geändert, denn Gott sagte zu ihm: „Zum Vater einer Menge Nationen will ich dich machen.“ Sarais Name wurde mit der Verheißung, daß sie einen Sohn gebären werde, auf Sara abgeändert (1. Mose 17:1, 5, 15-19).

      15. (a) Warum lachte Abraham bei dem Gedanken, daß Sara ihm einen Sohn gebären würde? (b) Wie noch bewies Abraham seinen starken Glauben?

      15 Abraham (und später Sara) lachte bei dem Gedanken, denn sowohl mit seiner Fortpflanzungsfähigkeit als auch mit derjenigen Saras war es vorbei (1. Mose 17:17; 18:9-15). Das Lachen war indes kein Ausdruck des Unglaubens. In der Bibel wird erklärt: „Er [wurde] im Glauben nicht schwach ... Aber wegen der Verheißung Gottes ... wurde [er] machtvoll durch seinen Glauben, indem er Gott die Ehre gab und völlig überzeugt war, daß er das, was er verheißen hatte, auch zu tun vermochte“ (Römer 4:18-21). Noch an demselben Tag bewies Abraham seinen starken Glauben. Jehova gebot Abraham, sich zusammen mit allem Männlichen seiner großen Hausgemeinschaft zum Zeichen des Bundes, den er mit ihm geschlossen hatte, beschneiden zu lassen (1. Mose 15:18-21; 17:7-12, 26). Wie reagierte er auf dieses Gebot mit seinen schmerzhaften Auswirkungen? „Er machte sich daran, das Fleisch ihrer Vorhaut an ebendiesem Tag zu beschneiden, so wie Gott mit ihm geredet hatte“ (1. Mose 17:22-27).

      16. (a) Was geschah an dem Tag, an dem Isaak entwöhnt wurde? (b) Was wurde dadurch dargestellt, daß Hagar und Ismael aus der Hausgemeinschaft ausgestoßen wurden?

      16 Sara brachte Isaak, dessen Name „Lachen“ bedeutet, im darauffolgenden Jahr zur Welt (1. Mose 21:5, 6). Bald kam die Zeit seiner Entwöhnung. Während des Festes verspottete oder verfolgte der mißgünstige Ismael seinen Bruder Isaak. Sara bat deshalb Abraham eindringlich, die Sklavin Hagar und ihren Sohn aus der Hausgemeinschaft auszustoßen. Jehova Gott unterstützte Saras Bitte. Obwohl es Abraham schmerzte, gehorchte er unverzüglich (1. Mose 21:8-14). Dadurch wurde gemäß Galater 4:21-30 dargestellt, wie der größere Abraham sein Verhältnis zur Nation der natürlichen Israeliten beenden würde. Wie alle anderen Menschen waren sie als Sklaven der Sünde geboren worden (Römer 5:12). Aber sie verwarfen auch Jesus Christus, den wahren Samen Abrahams, der gekommen war, um sie frei zu machen (Johannes 8:34-36; Galater 3:16). Und wie Ismael Isaak verfolgte, so verfolgten sie die neugegründete Christenversammlung der geistigen Israeliten — den sekundären Teil des Samens Abrahams (Matthäus 21:43; Lukas 3:7-9; Römer 2:28, 29; 8:14-17; 9:6-9; Galater 3:29).

      Seine größte Glaubensprüfung

      17. Wodurch wurde Abrahams Glaube auf eine harte Probe gestellt?

      17 Es ist unwahrscheinlich, daß irgendein menschlicher Vater größere Liebe zu einem Sohn hatte als der betagte Abraham zu Isaak. Welch ein Schock muß es für ihn gewesen sein, das folgende Gebot zu erhalten: „Nimm bitte deinen Sohn, deinen einzigen Sohn, den du so liebst, Isaak, und mache eine Reise nach dem Land Moria, und dort opfere ihn als ein Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir bezeichnen werde“ (1. Mose 22:1, 2).

      18. Wie reagierte Abraham auf das Gebot Jehovas, Isaak zu opfern?

      18 Es muß Abraham schwergefallen sein, den Grund für dieses schmerzliche Gebot zu verstehen. Dennoch gehorchte er unverzüglich, wie er es gewohnt war (1. Mose 22:3). Er brauchte drei qualvolle Tage, bis er den ihm bezeichneten Berg erreichte. Dort baute er einen Altar und legte Brennholz darauf. Bis zu diesem Zeitpunkt muß er Gottes Gebot Isaak bereits erklärt haben, der ohne weiteres hätte weglaufen können. Doch Isaak ließ sich von seinem betagten Vater binden und auf den Altar legen (1. Mose 22:4-9). Worauf war dieser Gehorsam zurückzuführen?

      19. (a) Worauf ist Isaaks mutige Unterwürfigkeit zurückzuführen? (b) Inwiefern ist das Verhältnis zwischen Abraham und Isaak eine Lektion für christliche Familien von heute?

      19 Wie aus 1. Mose 18:19 hervorgeht, war Abraham seinen Verpflichtungen in bezug auf Isaak getreu nachgekommen. Zweifellos hatte er Isaak den Vorsatz Jehovas, die Toten aufzuerwecken, fest eingeprägt (1. Mose 12:3; Hebräer 11:17-19). Als Empfänger der tiefen Liebe Abrahams wollte Isaak seinem Vater in allem gefallen, besonders wenn es darum ging, den Willen Gottes zu tun. Welch eine vortreffliche Lektion für christliche Familien von heute! (Epheser 6:1, 4).

      20. Wie gehorchte Abraham, und worin bestand die Belohnung?

      20 Nun erreichte die Prüfung ihren Höhepunkt. Abraham ergriff das Schlachtmesser. Doch als er seinen Sohn töten wollte, hielt ihn Jehova davon zurück und sagte: „Jetzt weiß ich wirklich, daß du gottesfürchtig bist, indem du mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten hast“ (1. Mose 22:11, 12). Welch eine reiche Belohnung war doch für Abraham die Gerechterklärung durch Gott! Abraham konnte nun davon überzeugt sein, daß er dem entsprach, was Gott von einem unvollkommenen Menschen verlangt. Was noch wichtiger war: Jehovas vorherige Einschätzung seines Glaubens wurde bestätigt (1. Mose 15:5, 6). Danach opferte Abraham einen Widder, der als Ersatz für Isaak durch ein Wunder bereitgestellt worden war. Dann hörte er, wie Jehova die Bundesverheißungen durch einen Eidschwur bestätigte. Später wurde Abraham als Freund Jehovas bekannt (1. Mose 22:13-18; Jakobus 2:21-23).

      21. Welches prophetische Bild wurde dadurch geschaffen, und was zu suchen, sollte es uns ermutigen?

      21 Abrahams Opfer war ein ‘Sinnbild’ (Hebräer 11:19). Es versinnbildlichte das schmerzliche, kostbare Opfer, das Jehova Gott brachte, als er seinen geliebten Sohn auf die Erde sandte, damit er als „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt“, sterbe (Johannes 1:29). Und Isaaks Bereitwilligkeit zu sterben veranschaulicht, daß sich Jesus Christus, der größere Isaak, liebevoll dem Willen seines himmlischen Vaters unterwarf (Lukas 22:41, 42; Johannes 8:28, 29). So, wie Abraham seinen Sohn lebendig vom Altar empfing, so erhielt Jehova seinen geliebten Sohn schließlich als ein herrliches Geistgeschöpf wieder von den Toten zurück (Johannes 3:16; 1. Petrus 3:18). Wie ermutigend ist all das doch für diejenigen, die heute Gottes Freundschaft suchen!

      22. Inwiefern zieht eine auserwählte Gruppe von Menschen Nutzen aus der unübertrefflichen Liebe Gottes?

      22 Durch Glauben an diesen unübertrefflichen Akt der Liebe seitens Jehovas, des größeren Abraham, ist eine auserwählte Gruppe von Menschen als Söhne Gottes gerechtgesprochen worden (Römer 5:1; 8:15-17).

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen