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  • Jehovas Vorsatz wird verwirklicht werden!
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2017 | Februar
    • Adam und Eva im Garten Eden; die Schlange spricht mit Eva, Eva isst von der Frucht und gibt sie Adam

      Jehovas Vorsatz wird verwirklicht werden!

      „Ich habe es . . . geredet; ich werde es auch herbeiführen. Ich habe es . . . [mir vorgenommen], ich werde es auch tun“ (JES. 46:11)

      LIEDER: 147, 149

      WIE WÜRDEST DU ANTWORTEN?

      • Worin besteht Jehovas Vorsatz in Bezug auf die Menschheit?

      • Was konnte den Vorsatz Jehovas nicht durchkreuzen?

      • Wie wird der Vorsatz Jehovas verwirklicht werden?

      1, 2. (a) Was hat Jehova uns wissen lassen? (b) Welche Zusicherung finden wir in Jesaja 46:10, 11 und 55:11?

      DIE Bibel beginnt mit der einfachen, aber bedeutungsvollen Aussage: „Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde“ (1. Mo. 1:1). Wir wissen nur sehr wenig über die vielen Schöpfungswerke Gottes, wie das Weltall, das Licht und die Massenanziehung. Und wir haben nur einen winzigen Bruchteil des Universums gesehen (Pred. 3:11). Jehova hat uns jedoch seinen Vorsatz in Bezug auf die Erde und die Menschheit wissen lassen: Die Erde sollte das ideale Zuhause für Menschen werden, die im Bild Gottes erschaffen wurden (1. Mo. 1:26). Sie sollten seine Kinder sein und er wäre ihr Vater.

      2 Wie in 1. Mose, Kapitel 3 erklärt wird, stieß Jehovas Vorsatz auf ein Hindernis (1. Mo. 3:1-7). Es war aber keineswegs unüberwindbar; nichts und niemand kann sich Jehova in den Weg stellen (Jes. 46:10, 11; 55:11). Wir können sicher sein: Jehovas ursprünglicher Vorsatz wird genau zur richtigen Zeit verwirklicht werden!

      3. (a) Welche Wahrheiten sind für unser Verständnis der Bibel grundlegend? (b) Warum beschäftigen wir uns jetzt mit diesen Wahrheiten? (c) Welche Fragen werden wir betrachten?

      3 Ohne Zweifel kennen wir die biblischen Wahrheiten über den Vorsatz Gottes in Bezug auf die Erde und die Menschheit sowie die Schlüsselrolle Jesu bei der Verwirklichung dieses Vorsatzes. Diese grundlegenden Wahrheiten gehörten wahrscheinlich zu den ersten, die wir durch unser Bibelstudium kennenlernten. Jetzt möchten wir auch andere damit vertraut machen. In der Zeit, in der wir diesen Artikel als Versammlung besprechen, bemühen wir uns, so viele wie möglich zum Gedächtnismahl einzuladen (Luk. 22:19, 20). Wer die Feier besucht, wird viel über den Vorsatz Gottes erfahren. Wie können wir das Interesse unserer Bibelschüler und anderer aufrichtiger Personen für dieses kurz bevorstehende wichtige Ereignis wecken? Dabei helfen uns drei spezielle Fragen, die wir uns näher ansehen möchten: Was hatte Gott ursprünglich mit der Erde und der Menschheit vor? Wieso kam alles anders? Und warum ist das Lösegeld Jesu der Schlüssel zur Verwirklichung des Vorsatzes Gottes?

      WAS WAR DER URSPRÜNGLICHE VORSATZ DES SCHÖPFERS?

      4. Wie verkündet die Schöpfung die Herrlichkeit Jehovas?

      4 Jehova ist ein Ehrfurcht einflößender Schöpfer. Alles, was er erschaffen hat, entspricht den höchsten Maßstäben (1. Mo. 1:31; Jer. 10:12). Was können wir von der Ordnung und Schönheit in der Schöpfung lernen? Wir sind beeindruckt zu beobachten, dass alle Schöpfungswerke Jehovas, kleine wie große, einem bestimmten Zweck dienen. Wer staunt nicht über die Komplexität der menschlichen Zelle, über ein zartes Neugeborenes oder über einen prächtigen Sonnenuntergang? Das alles bewundern wir, weil wir mit einem Sinn für Schönheit ausgestattet sind. (Lies Psalm 19:1; 104:24.)

      5. Wie hat Jehova sichergestellt, dass in seiner Schöpfung alles reibungslos abläuft?

      5 Wie in der Schöpfung zu erkennen ist, legte Jehova liebevollerweise Grenzen fest. Er erließ sowohl Naturgesetze als auch Moralgesetze und sorgte dafür, dass alles harmonisch funktioniert (Ps. 19:7-9). Alles im Universum hat daher entsprechend dem Vorsatz Gottes einen bestimmten Platz und Zweck. Die Massenanziehungskraft zum Beispiel hält die Atmosphäre in der Nähe der Erde, bestimmt die Gezeiten der Meere und trägt zu der physikalischen Ordnung bei, die für das Leben auf der Erde nötig ist. Die gesamte Schöpfung funktioniert und bewegt sich innerhalb dieser natürlichen Grenzen, auch der Mensch. Die Ordnung in der Schöpfung weist ohne Frage darauf hin, dass Gott einen Vorsatz in Bezug auf die Erde und die Menschheit hat. Können wir im Predigtdienst auf den Urheber dieser beeindruckenden Ordnung aufmerksam machen? (Offb. 4:11).

      6, 7. Nenne einige Geschenke, die Jehova den ersten beiden Menschen machte.

      6 Jehova wollte ursprünglich, dass Menschen für immer hier auf der Erde leben (1. Mo. 1:28; Ps. 37:29). Großzügig machte er Adam und Eva die unterschiedlichsten Geschenke, damit sie das Leben genießen konnten. (Lies Jakobus 1:17.) Er stattete sie mit dem freien Willen aus. So konnten sie etwas durchdenken, anderen Liebe erweisen und sich an Freundschaften erfreuen. Der Schöpfer wandte sich an Adam und sagte ihm, was Gehorsam ihm gegenüber bedeutet. Außerdem lernte Adam, für seine Bedürfnisse zu sorgen und sich um die Tiere und die Erde zu kümmern (1. Mo. 2:15-17, 19, 20). Jehova gab Adam und Eva auch verschiedene Sinne mit: Sie konnten schmecken, fühlen, sehen, hören und riechen. Damit war es ihnen möglich, die Schönheit und Vielfalt zu genießen, die ihr paradiesisches Zuhause bot. Es standen ihnen endlos viele Möglichkeiten offen, befriedigende Arbeit zu leisten, innere Erfüllung zu finden und Neues zu entdecken.

      7 Was gehörte noch zu Gottes Vorsatz? Jehova erschuf Adam und Eva mit der Fähigkeit, vollkommene Kinder zu bekommen. Diese sollten wieder Kinder haben, bis die ganze Erde mit Menschen gefüllt wäre. Jehova wollte, dass Adam und Eva und alle Eltern nach ihnen ihre Kinder so lieben, wie er seine ersten vollkommenen Kinder liebte. Die Erde mit all ihren Ressourcen sollte ihr festes Zuhause werden (Ps. 115:16).

      WARUM KAM ALLES ANDERS?

      8. Welchem Zweck diente das Gebot in 1. Mose 2:16, 17?

      8 Warum entwickelte sich nicht gleich alles so, wie Gott es vorgesehen hatte? Jehova gab Adam und Eva ein einfaches Gebot, wodurch deutlich würde, ob sie die Grenzen ihrer Freiheit anerkannten. Jehova sagte: „Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen. Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon isst, wirst du ganz bestimmt sterben“ (1. Mo. 2:16, 17). Für Adam und Eva war dieses Gebot nicht schwer zu verstehen, und es stellte für sie auch keine Härte dar, es zu befolgen. Immerhin gab es mehr Nahrung, als sie essen konnten.

      9, 10. (a) Welche Anschuldigung erhob der Teufel gegen Jehova? (b) Wofür entschieden sich Adam und Eva? (Siehe Anfangsbild.)

      9 Der Teufel bediente sich einer Schlange, um Eva zu täuschen, woraufhin sie das Gebot ihres Vaters Jehova übertrat (lies 1. Mose 3:1-5; Offb. 12:9). Er stellte infrage, ob Gottes menschliche Kinder wirklich nicht „von jedem Baum des Gartens essen“ durften. Im Grunde fragte er: „Soll das heißen, ihr könnt nicht tun, was ihr wollt?“ Dann log er unverfroren: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben.“ Als Nächstes wollte er Eva einreden, sie müsse nicht auf Gott hören, und sagte: „Gott weiß, dass an demselben Tag, an dem ihr davon esst, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden.“ Der Teufel deutete an, Jehova hätte ihnen nur deshalb die Frucht vorenthalten, weil ihnen sonst die Augen geöffnet würden. Und dann machte er ihnen auch noch das falsche Versprechen: „Ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse.“

      10 Jetzt standen Adam und Eva vor der Wahl: Würden sie auf Jehova oder auf die Schlange hören? Sie hörten auf die Schlange. Damit schlossen sie sich dem Teufel in seiner Rebellion an. Sie lehnten Jehova als ihren Vater ab und entzogen sich der Sicherheit und des Schutzes, den seine Herrschaft bot (1. Mo. 3:6-13).

      11. Warum duldet Jehova keine Rebellion?

      11 Adam und Eva rebellierten gegen Jehova und verloren ihre Vollkommenheit. Zudem entfremdeten sie sich von ihm, weil er „zu rein von Augen [ist], um Schlechtes zu sehen“ — er kann keine Schlechtigkeit dulden (Hab. 1:13). Hätte Jehova gegen die Sünde in Eden nichts unternommen, wäre die Zukunftshoffnung aller lebenden Geschöpfe im Himmel und auf der Erde bedroht gewesen. Doch vor allem wäre Gottes Vertrauenswürdigkeit infrage gestellt worden. Jehova hält sich aber treu an seine Maßstäbe; er verstößt nie dagegen (Ps. 119:142). Der freie Wille erlaubte Adam und Eva demnach nicht, Jehovas Gebot zu missachten. Als Folge ihrer Rebellion starben sie und kehrten zum Staub zurück, aus dem sie erschaffen worden waren (1. Mo. 3:19).

      12. Was geschah mit Adams Kindern?

      12 Da Adam und Eva von der Frucht aßen, eigneten sie sich nicht mehr, zu Gottes universeller Familie zu gehören. Gott vertrieb sie aus Eden, und sie konnten nicht darauf hoffen, je wieder zurückzukehren (1. Mo. 3:23, 24). Damit konfrontierte Jehova sie zu Recht mit den Folgen ihrer eigenen Entscheidung. (Lies 5. Mose 32:4, 5.) Der Mensch war nicht mehr vollkommen und konnte auch Gottes Eigenschaften nicht vollkommen widerspiegeln. Adam selbst verlor nicht nur eine wunderbare Zukunft, sondern gab an seine Nachkommen auch Unvollkommenheit, Sünde und Tod weiter (Röm. 5:12). Er brachte sie um die Aussicht auf endloses Leben. Außerdem konnten Adam und Eva sowie ihre Kinder keinen vollkommenen Nachkommen mehr hervorbringen. Seit der Teufel das erste Menschenpaar dazu gebracht hat, sich von Jehova loszusagen, führt er die Menschen in die Irre (Joh. 8:44).

      DAS LÖSEGELD ÜBERBRÜCKT EINE KLUFT

      13. Was wünscht sich Jehova für die Menschen?

      13 An Gottes Liebe zu den Menschen hat sich nichts geändert. Trotz der Rebellion von Adam und Eva wünscht sich Jehova, dass sich die Menschen an einem guten Verhältnis zu ihm erfreuen. Er möchte nicht, dass irgendjemand stirbt (2. Pet. 3:9). Deshalb wurde Gott gleich nach der Rebellion tätig. Er ermöglichte es Menschen, wieder eine Freundschaft zu ihm aufzubauen, ohne dass er dabei von seinen gerechten Maßstäben abrückte. Wie gelang ihm das?

      14. (a) Was hat Jehova gemäß Johannes 3:16 für die Menschheit getan? (b) Über welche Frage könnten wir mit interessierten Personen sprechen?

      14 Lies Johannes 3:16. Einige, die wir zum Gedächtnismahl einladen, kennen diesen Vers. Doch wie ermöglicht Jesu Opfer ewiges Leben? Die Einladungsaktion, das Gedächtnismahl selbst und die späteren Rückbesuche geben uns vielleicht Gelegenheit, wahrheitssuchenden Menschen diese wichtige Frage zu beantworten. Es mag sie beeindrucken, nach und nach besser zu verstehen, wie durch das Lösegeld Jehovas Liebe und Weisheit zum Ausdruck kommt. Was könnten wir in Verbindung mit dem Lösegeld hervorheben?

      15. Worin unterschied sich der Mensch Jesus von dem Menschen Adam?

      15 Jehova sorgte für einen vollkommenen Menschen, der sich als Loskäufer eignete. Dieser vollkommene Mensch müsste Jehova gegenüber loyal sein und bereitwillig das Leben im Austausch für die verlorene Menschheit geben (Röm. 5:17-19). Jehova übertrug das Leben seiner allerersten Schöpfung vom Himmel auf die Erde (Joh. 1:14). So wurde Jesus ein vollkommener Mensch, wie Adam es war. Doch anders als Adam lebte Jesus so, wie Jehova es von einem vollkommenen Menschen erwartete. Selbst unter den schwersten Prüfungen sündigte Jesus nicht, noch brach er eines der Gesetze Gottes.

      16. Warum ist das Lösegeld ein ganz besonderes Geschenk?

      16 Als vollkommener Mensch konnte Jesus die Menschheit von Sünde und Tod befreien, indem er für sie starb. Er war genau so, wie Adam hätte sein sollen. Ein vollkommener Mensch, absolut loyal und gehorsam gegenüber Gott (1. Tim. 2:6). Jesus erbrachte das Loskaufsopfer, das vielen Männern, Frauen und Kindern den Weg zu endlosem Leben eröffnet (Mat. 20:28). Das Lösegeld ist wirklich der Schlüssel zur Verwirklichung des ursprünglichen Vorsatzes Gottes (2. Kor. 1:19, 20). Dadurch haben alle treuen Menschen die Aussicht auf ewiges Leben.

      JEHOVA ERMÖGLICHT UNS DEN WEG ZURÜCK

      17. Was ermöglicht das Lösegeld?

      17 Jehova hat es viel gekostet, das Lösegeld zu beschaffen (1. Pet. 1:19). Er liebt die Menschen so sehr, dass er bereit war, seinen einziggezeugten Sohn für uns sterben zu lassen (1. Joh. 4:9, 10). In gewisser Weise nimmt Jesus den Platz unseres Urvaters Adam ein (1. Kor. 15:45). Dadurch gibt uns Jesus mehr zurück als Leben; er ermöglicht es uns, schließlich wieder ein Teil der Familie Gottes zu werden. Aufgrund des Opfers Jesu kann Jehova also Menschen wieder in seine Familie aufnehmen, ohne dabei von seinen gerechten Maßstäben abzuweichen. Berührt es uns nicht, wenn wir an die Zeit denken, in der alle treuen Menschen vollkommen sein werden? Der himmlische und der irdische Teil der Familie Jehovas werden wieder völlig vereint sein. Dann sind wir alle ohne Einschränkung Kinder Gottes (Röm. 8:21).

      18. Wann wird Jehova „allen alles sein“?

      18 Die Rebellion des Teufels hielt Jehova nicht davon ab, der Menschheit seine Liebe zu zeigen, und sie kann selbst unvollkommene Menschen nicht davon abhalten, Jehova gegenüber loyal zu sein. Durch das Lösegeld wird Jehova allen seinen Kindern helfen, vollkommen gerecht zu werden. Stellen wir uns nur vor, wie das Leben sein wird, wenn „jeder, der den Sohn sieht [oder: anerkennt] und Glauben an ihn ausübt“, ewiges Leben hat (Joh. 6:40). Jehova, unser Vater, wird die Menschheitsfamilie mit viel Liebe und Weisheit zur Vollkommenheit bringen, so wie er es ursprünglich vorhatte. Er wird dann „allen alles sein“ (1. Kor. 15:28).

      19. (a) Was sollte Dankbarkeit für das Lösegeld bei uns bewirken? (Siehe Kasten „Suchen wir weiter nach denen, die es verdienen“.) (b) Worum geht es im nächsten Artikel?

      19 Aus Dankbarkeit für das Lösegeld möchten wir anderen bestimmt zeigen, wie sie aus diesem kostbaren Geschenk Nutzen ziehen können. Sie müssen wissen: Das Lösegeld ist Jehovas Mittel, durch das er liebevollerweise der gesamten Menschheit ewiges Leben in Aussicht stellt. Doch das Lösegeld ermöglicht noch mehr. Der nächste Artikel beschäftigt sich damit, wie das Opfer Jesu auch die Streitfragen berührt, die der Teufel im Garten Eden aufwarf.

  • Das Lösegeld: Ein „vollkommenes Geschenk“ vom Vater
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2017 | Februar
    • Jesus lehrt eine Volksmenge

      Das Lösegeld: Ein „vollkommenes Geschenk“ vom Vater

      „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk . . . kommt vom Vater“ (JAK. 1:17)

      LIEDER: 148, 109

      WELCHE ROLLE SPIELT DAS LÖSEGELD BEI . . .

      • der Heiligung des Namens Gottes?

      • der Königreichsregierung Gottes?

      • der Verwirklichung des Vorsatzes Gottes?

      1. Welche Segnungen ermöglicht das Lösegeld?

      DAS Loskaufsopfer Jesu Christi ermöglicht viele Segnungen: Alle Nachkommen Adams, die Gerechtigkeit lieben, werden einmal Teil der Familie Gottes sein. Sie haben die Aussicht, für immer glücklich zu leben. Doch es geht nicht nur um eine gesegnete Zukunft für gehorsame Menschen. Jesu Bereitschaft zu sterben und gleichzeitig für Jehovas Gerechtigkeit einzutreten hat auch mit Angelegenheiten von universeller Bedeutung zu tun (Heb. 1:8, 9).

      2. (a) Welche Angelegenheiten von universeller Bedeutung sind in Jesu Gebet zu finden? (Siehe Anfangsbild.) (b) Womit werden wir uns jetzt beschäftigen?

      2 Ungefähr zwei Jahre bevor Jesus starb und das Loskaufsopfer erbrachte, lehrte er seine Jünger beten: „Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde“ (Mat. 6:9, 10). Um unsere Wertschätzung für das Opfer Jesu zu steigern, wollen wir jetzt über Folgendes nachdenken: Wie ist das Lösegeld mit der Heiligung des Namens Gottes, mit der Königreichsregierung und der Verwirklichung seines Vorsatzes verbunden?

      „DEIN NAME WERDE GEHEILIGT“

      3. Wofür steht der Name Jehovas, und wie verleumdete der Teufel diesen heiligen Namen?

      3 Jesus erwähnte im Mustergebet zuerst die Bitte um die Heiligung des Namens Gottes. Jehovas Name steht für all seine Erhabenheit, Majestät und Heiligkeit. In einem anderen Gebet bezeichnete Jesus Jehova als „heiligen Vater“ (Joh. 17:11). Da Jehova heilig ist, sind auch seine Grundsätze und Gesetze heilig. Trotzdem stellte der Teufel im Garten Eden hinterhältig das Recht Gottes infrage, für Menschen Maßstäbe festzulegen. Er verbreitete Lügen über Jehova und verleumdete so den heiligen Namen Gottes (1. Mo. 3:1-5).

      4. Wie trug Jesus zur Heiligung des Namens Gottes bei?

      4 Jesus dagegen liebte den Namen Jehovas sehr und trug zur Heiligung dieses Namens bei (Joh. 17:25, 26; lies Psalm 40:8-10). Als er auf der Erde war, führte er ein Leben in vollkommener Übereinstimmung mit Jehovas Maßstäben. So machte er deutlich, dass es nur vernünftig und gerecht ist, wenn Jehova für seine vernunftbegabte Schöpfung Richtlinien festlegt. Selbst als Jesus vom Teufel einem qualvollen Tod ausgesetzt wurde, blieb er seinem himmlischen Vater gegenüber vollständig loyal. So bewies er, dass ein vollkommener Mensch die gerechten Maßstäbe Gottes vollkommen einhalten konnte.

      5. Wie können wir dazu beitragen, Gottes Namen zu heiligen?

      5 Woran ist zu erkennen, dass wir Jehovas Namen lieben? An unserem Verhalten. Jehova erwartet von uns, heilig zu sein. (Lies 1. Petrus 1:15, 16.) Was bedeutet das? Wir dienen ausschließlich Jehova und gehorchen ihm von ganzem Herzen. Selbst wenn wir verfolgt werden, tun wir unser Bestes, gemäß seinen gerechten Grundsätzen und Gesetzen zu leben. Durch gerechte Taten lassen wir unser Licht leuchten und verherrlichen so seinen Namen (Mat. 5:14-16). Wir gehören zu einem heiligen Volk und unsere Lebensweise beweist, dass Jehovas Gesetze gut und die Anschuldigungen des Teufels haltlos sind. Doch wir alle machen Fehler. Wenn uns das passiert, bereuen wir aufrichtig und wenden uns von Handlungen ab, die Jehova entehren (Ps. 79:9).

      6. Warum kann Jehova uns als gerecht ansehen, obwohl wir unvollkommen sind?

      6 Auf Grundlage des Opfers Christi vergibt Jehova die Sünden derer, die Glauben ausüben. Alle, die sich ihm hingeben, werden von ihm als seine Anbeter anerkannt. Gesalbte Christen spricht Jehova als seine Söhne gerecht und diejenigen, die zu den „anderen Schafen“ gehören, als seine Freunde (Joh. 10:16; Röm. 5:1, 2; Jak. 2:21-25). Das Lösegeld ermöglicht uns also schon heute, einen gerechten Stand vor unserem Vater zu haben und zur Heiligung seines Namens beizutragen.

      „DEIN KÖNIGREICH KOMME“

      7. Welche Segnungen ermöglicht das Lösegeld unter der Königreichsregierung?

      7 Jesus bat Gott im Mustergebet als Nächstes: „Dein Königreich komme.“ Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Lösegeld und dem Königreich Gottes? Durch das Lösegeld ist es möglich, 144 000 Personen einzusammeln, damit sie als Könige und Priester mit Christus im Himmel regieren (Offb. 5:9, 10; 14:1). Jesus und seine Mitregenten, die gemeinsam Gottes Königreichsregierung bilden, werden im Verlauf von 1 000 Jahren das Loskaufsopfer auf die gehorsame Menschheit anwenden: Die Erde wird in ein Paradies umgewandelt, alle treuen Menschen werden zur Vollkommenheit gebracht und der himmlische und der irdische Teil der Familie Gottes werden völlig vereint (Offb. 5:13; 20:6). Jesus wird den Kopf der Schlange zermalmen und überall jede Spur der Rebellion Satans auslöschen (1. Mo. 3:15).

      8. (a) Wie half Jesus seinen Jüngern, den Stellenwert des Königreiches Gottes zu erkennen? (b) Wie können wir zeigen, dass wir das Königreich unterstützen?

      8 Als Jesus auf der Erde lebte, erklärte er seinen Jüngern, wie wichtig Gottes Königreich ist. Gleich nach seiner Taufe verkündigte Jesus überall „die gute Botschaft vom Königreich Gottes“ (Luk. 4:43). Bevor Jesus in den Himmel zurückkehrte, wies er seine Jünger in seinen letzten Worten an, „bis zum entferntesten Teil der Erde“ Zeugen von ihm zu sein (Apg. 1:6-8). Durch das Königreichspredigtwerk sollten Menschen auf der ganzen Erde die Gelegenheit haben, vom Lösegeld zu erfahren und Untertanen des Königreiches Gottes zu werden. Wie können wir heute zeigen, dass wir das Königreich unterstützen? Indem wir Christi Brüdern auf der Erde helfen, den Auftrag auszuführen, weltweit die gute Botschaft zu predigen (Mat. 24:14; 25:40).

      „DEIN WILLE GESCHEHE“

      9. Warum können wir zuversichtlich sein, dass Jehova seinen Vorsatz in Bezug auf die Menschheit verwirklichen wird?

      9 Was meinte Jesus, als er sagte: „Dein Wille geschehe“? Jehova ist der Schöpfer. Wenn er etwas beschließt, ist es so gut wie geschehen (Jes. 55:11). Er wird nicht zulassen, dass Satans Rebellion seinen Vorsatz in Bezug auf die Menschheit vereitelt. Von Anfang an war es sein Wille für die Erde, sie mit vollkommenen Kindern Adams und Evas zu füllen (1. Mo. 1:28). Wären Adam und Eva kinderlos gestorben, wäre der Vorsatz Gottes, die Erde mit ihren Nachkommen zu füllen, fehlgeschlagen. Deshalb gestattete Jehova Adam und Eva, nachdem sie gesündigt hatten, Kinder zu haben. Durch das Lösegeld ermöglicht Gott allen, die Glauben ausüben, vollkommen zu werden und ewig zu leben. Jehova liebt Menschen und es ist sein Wille, dass gehorsame Menschen so leben, wie er es vorgesehen hatte.

      10. Wie kommt das Lösegeld Verstorbenen zugute?

      10 Was ist mit den Milliarden, die gestorben sind und keine Gelegenheit hatten, Jehova kennenzulernen und ihm zu dienen? Das Lösegeld ermöglicht die Auferstehung. Unser liebevoller himmlischer Vater wird sie wieder zum Leben bringen, damit sie seinen Vorsatz kennenlernen und ewiges Leben erlangen können (Apg. 24:15). Jehova möchte, dass Menschen leben, nicht sterben. Als Quell des Lebens wird er der Vater von denen, die auferweckt werden (Ps. 36:9). Wie passend ist es daher, dass Jesus uns beten lehrte: „Unser Vater in den Himmeln“ (Mat. 6:9). Jehova hat Jesus eine wichtige Rolle bei der Auferweckung der Toten zugewiesen (Joh. 6:40, 44). Im Paradies wird Jesus seine Rolle als „die Auferstehung und das Leben“ erfüllen (Joh. 11:25).

      11. Was ist Gottes Wille für die „große Volksmenge“?

      11 Jehovas Großzügigkeit ist nicht auf einige privilegierte Menschen begrenzt, denn Jesus sagte: „Wer immer den Willen Gottes tut, dieser ist mir Bruder und Schwester und Mutter“ (Mar. 3:35). Es ist Gottes Wille, dass Menschen aus allen Nationen und Stämmen und Zungen — eine zahllose „große Volksmenge“ — seine Anbeter werden. Wer Glauben an Christi Opfer ausübt und den Willen Gottes tut, kann zu denen gehören, die ausrufen: „Die Rettung verdanken wir unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm“ (Offb. 7:9, 10).

      12. Wie spiegelt sich der Vorsatz Jehovas im Mustergebet wider?

      12 In den Bitten Jesu im Mustergebet findet sich Jehovas Vorsatz in Bezug auf gehorsame Menschen wieder. In Übereinstimmung mit diesem Gebet möchten wir unser Bestes tun, den Namen Jehovas zu heiligen oder heiligzuhalten (Jes. 8:13). Jesu Name bedeutet „Jehova ist Rettung“, und unsere Rettung durch das Lösegeld ermöglicht, dass der Name Jehovas geehrt und verherrlicht wird. Das Königreich Gottes ist das Mittel, durch das der gehorsamen Menschheit die Segnungen des Lösegeldes zugutekommen. Der Wille Gottes wird geschehen, nichts kann das verhindern! Das sichert uns das Mustergebet zu (Ps. 135:6; Jes. 46:9, 10).

      ZEIGE DANKBARKEIT FÜR DAS LÖSEGELD

      13. Was zeigen wir durch unsere Taufe?

      13 Wie können wir uns für das Lösegeld als dankbar erweisen? Eine der besten Möglichkeiten ist, uns auf der Grundlage des Glaubens an Christi Lösegeld Jehova hinzugeben und uns taufen zu lassen. Durch unsere Taufe „gehören wir Jehova“ (Röm. 14:8). Sie stellt unsere Bitte an Gott um ein gutes Gewissen dar (1. Pet. 3:21). Als Reaktion auf diese Bitte wendet Jehova das reinigende Blut des Opfers Christi auf uns an. Wir sind völlig davon überzeugt, dass er uns nichts von dem vorenthalten wird, was er uns versprochen hat (Röm. 8:32).

      Ein Mann lässt sich taufen und beteiligt sich am Predigtdienst

      Wie zeigen wir unsere Dankbarkeit für das Lösegeld? (Siehe Absatz 13, 14)

      14. Warum wird uns geboten, unseren Nächsten zu lieben?

      14 Wie wird unsere Dankbarkeit für das Lösegeld noch sichtbar? Da Jehova alles aus Liebe tut, möchte er, dass sich jeder seiner Anbeter durch diese wichtige Eigenschaft auszeichnet (1. Joh. 4:8-11). Wenn wir unseren Nächsten lieben, lässt das unseren Wunsch erkennen, „Söhne“ unseres Vaters im Himmel zu sein (Mat. 5:43-48). Nur das Gebot, Jehova zu lieben, steht über dem Gebot, den Nächsten zu lieben (Mat. 22:37-40). Diese Liebe zeigt sich vor allem darin, dass wir das Gebot befolgen, die gute Botschaft von Gottes Königreich zu predigen. Wer seinen Mitmenschen liebt, spiegelt Gottes Herrlichkeit wider. Die Liebe Gottes wird tatsächlich „in uns vollkommen gemacht“, wenn wir das Gebot beachten, andere zu lieben, besonders unsere Brüder (1. Joh. 4:12, 20).

      DAS LÖSEGELD BEWIRKT „ZEITEN DER ERQUICKUNG“ VON JEHOVA

      15. (a) Welche Segnungen erhalten wir heute von Jehova? (b) Welche Segnungen erwarten uns in Zukunft?

      15 Unser Glaube an das Lösegeld öffnet uns die Tür zu vollständiger Vergebung. In Gottes Wort wird uns zugesichert, dass unsere Sünden „ausgelöscht werden“ können. (Lies Apostelgeschichte 3:19-21.) Wie wir schon gesehen haben, adoptiert Jehova auf der Grundlage des Lösegeldes die Geistgesalbten als seine Kinder (Röm. 8:15-17). Für die „anderen Schafe“ hat Jehova sozusagen eine Adoptionsurkunde mit ihrem Namen vorbereitet. Sobald sie vollkommen sind und die Schlussprüfung bestanden haben, unterschreibt Jehova gewissermaßen die Urkunde und adoptiert sie freudig als seine geliebten irdischen Kinder (Röm. 8:20, 21; Offb. 20:7-9). Jehovas Liebe für seine Kinder bleibt ewig bestehen, genauso wie die Segnungen, die sich aus dem Lösegeld ergeben (Heb. 9:12). Dieses Geschenk verliert nie an Wert — nichts und niemand kann es uns nehmen.

      16. Wie ermöglicht uns das Lösegeld, wirklich frei zu sein?

      16 Der Teufel kann durch nichts verhindern, dass jemand, der aufrichtig bereut, schließlich ein Teil der Familie Jehovas wird. Jesus kam zur Erde und starb „ein für alle Mal“ — das Lösegeld ist also endgültig bezahlt (Heb. 9:24-26). Es hebt die Verurteilung, der wir als Nachkommen Adams unterliegen, vollständig auf. Dank des Opfers Christi sind wir nicht mehr Sklaven der von Satan beherrschten Welt und brauchen keine Angst mehr vor dem Tod zu haben (Heb. 2:14, 15).

      17. Was bedeutet dir persönlich Jehovas Liebe?

      17 Gottes Verheißungen sind absolut zuverlässig. So wie wir uns auf Jehovas Naturgesetze verlassen können, können wir uns auch auf ihn verlassen. Er ändert sich nicht (Mal. 3:6). Jehova schenkt uns viel mehr als nur das Leben. Er schenkt uns seine Liebe. „Wir selbst haben die Liebe, die Gott in unserem Fall hat, kennengelernt und an sie geglaubt. Gott ist Liebe“ (1. Joh. 4:16). Die ganze Erde wird zu einem Paradies werden, das unzählige Gründe zur Freude bietet. Jeder auf der Erde wird Gottes Liebe widerspiegeln. Stimmen wir in den Gesang der treuen Geschöpfe Gottes im Himmel ein, die sagen: „Der Segen und die Herrlichkeit und die Weisheit und die Danksagung und die Ehre und die Macht und die Stärke seien unserem Gott für immer und ewig. Amen“ (Offb. 7:12).

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