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  • Froh darüber, daß Jehova uns seinen Weg zeigt
    Der Wachtturm 1999 | 15. Mai
    • Froh darüber, daß Jehova uns seinen Weg zeigt

      „Was den wahren Gott betrifft, vollkommen ist sein Weg; die Rede Jehovas ist geläutert“ (2. SAMUEL 22:31).

      1, 2. (a) Welches grundlegende Bedürfnis haben alle Menschen? (b) Wessen Beispiel sollten wir nachahmen?

      ALLE Menschen haben das grundlegende Bedürfnis, geleitet zu werden. Wir brauchen tatsächlich Hilfe, um das Leben zu meistern. Jehova hat uns zwar mit einem Maß an Verstand und mit einem Gewissen ausgestattet, was uns hilft, Recht von Unrecht zu unterscheiden. Doch unser Gewissen muß geschult werden, damit es ein zuverlässiger Wegweiser sein kann (Hebräer 5:14). Und wenn wir gute Entscheidungen treffen wollen, braucht unser Sinn richtige Informationen sowie Schulung im Bewerten dieser Informationen (Sprüche 2:1-5). Selbst dann können unsere Entscheidungen wegen der Unwägbarkeiten des Lebens einen anderen Ausgang nehmen, als wir es wünschten (Prediger 9:11). Aus uns selbst haben wir keine zuverlässige Möglichkeit, zu wissen, was die Zukunft bringen wird.

      2 Aus diesen und zahlreichen anderen Gründen schrieb der Prophet Jeremia: „Ich weiß wohl, o Jehova, daß nicht beim Erdenmenschen sein Weg steht. Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten“ (Jeremia 10:23). Jesus Christus, der größte Mensch, der je lebte, ließ sich leiten. Er sagte: „Der Sohn kann gar nichts aus sich selbst tun, sondern nur das, was er den Vater tun sieht. Denn was immer jener tut, das tut auch der Sohn in gleicher Weise“ (Johannes 5:19). Wie weise es daher ist, Jesus nachzuahmen und uns an Jehova zu wenden, damit er uns helfe, unseren Schritt zu richten! König David sang: „Was den wahren Gott betrifft, vollkommen ist sein Weg; die Rede Jehovas ist geläutert. Ein Schild ist er allen, die zu ihm Zuflucht nehmen“ (2. Samuel 22:31). Wenn wir bemüht sind, auf Jehovas Weg zu wandeln, statt unserer eigenen Weisheit zu folgen, werden wir über vollkommene Leitung verfügen. Gottes Weg zu verwerfen führt ins Unglück.

      Jehova zeigt den Weg

      3. Wie leitete Jehova Adam und Eva, und was stellte er ihnen in Aussicht?

      3 Betrachten wir, wie es sich bei Adam und Eva verhielt. Sie waren trotz ihrer Sündlosigkeit auf Leitung angewiesen. Jehova ließ Adam in dem schönen Garten Eden nicht alles selbst planen. Statt dessen trug Gott ihm Arbeit auf. Zuerst mußte Adam den Tieren Namen geben. Dann steckte Jehova Adam und Eva langfristige Ziele. Sie sollten sich die Erde unterwerfen, sie mit Nachkommen füllen und sich um die Tiere der Erde kümmern (1. Mose 1:28). Das war zwar eine gewaltige Aufgabe, aber das Endergebnis wäre ein weltweites Paradies, bevölkert mit vollkommenen Menschen, die mit der Tierwelt in Harmonie leben. Welch eine wunderbare Aussicht! Außerdem hätten Adam und Eva Kommunikation mit Jehova, wenn sie treu auf seinem Weg wandeln würden. (Vergleiche 1. Mose 3:8.) Welch einzigartiges Vorrecht, ein bleibendes persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu haben!

      4. Auf welche Weise verrieten Adam und Eva einen Mangel an Vertrauen und Loyalität, und welche verheerenden Folgen hatte das?

      4 Jehova verbot dem ersten Menschenpaar, von dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, der in Eden war, und das gab ihnen unmittelbar die Gelegenheit, ihren Gehorsam zu zeigen — ihren Wunsch, auf dem Weg Jehovas zu wandeln (1. Mose 2:17). Doch bald wurde dieser Gehorsam auf die Probe gestellt. Als Satan mit seinen trügerischen Worten kam, mußten Adam und Eva Loyalität Jehova gegenüber zeigen und Vertrauen in seine Verheißungen haben, wenn sie gehorsam bleiben wollten. Leider fehlte ihnen Loyalität und Vertrauen. Als Satan Eva Unabhängigkeit anbot und Jehova fälschlicherweise der Lüge bezichtigte, wurde sie betrogen, und sie wurde Gott ungehorsam. Adam folgte ihr in die Sünde (1. Mose 3:1-6; 1. Timotheus 2:14). Der Verlust, der ihnen dadurch entstand, war immens. Auf dem Weg Jehovas zu wandeln hätte ihnen zunehmend Freude eingetragen, solange sie seinen Willen nach und nach ausgeführt hätten. Statt dessen war ihr Leben voller Enttäuschung und Schmerz, bis sie der Tod ereilte (1. Mose 3:16-19; 5:1-5).

      5. Worin besteht Jehovas langfristiger Vorsatz, und wie hilft er treuen Menschen, dessen Verwirklichung zu erleben?

      5 Trotz alledem änderte Jehova nicht seinen Vorsatz, daß die Erde eines Tages die paradiesische Heimat für vollkommene sündlose Menschen sein wird (Psalm 37:11, 29). Und er hat es Personen, die auf seinem Weg wandeln und die Erfüllung jener Verheißung erhoffen, nie an vollkommener Leitung fehlen lassen. Für diejenigen unter uns, die Ohren haben, um zu hören, ist Jehovas Stimme hinter ihnen, die sagt: „Dies ist der Weg. Wandelt darauf“ (Jesaja 30:21).

      Einige wandelten auf dem Weg Jehovas

      6. Welche zwei Männer in alter Zeit wandelten auf dem Weg Jehovas, und was war das Ergebnis?

      6 Gemäß dem Bibelbericht wandelte nur eine Minderheit der Nachkommen Adams und Evas auf dem Weg Jehovas. Abel war der erste von ihnen. Obwohl sein Leben vorzeitig endete, stand er bis zu seinem Tod in der Gunst Jehovas, und er hat daher die sichere Aussicht, an der „Auferstehung ... der Gerechten“ teilzuhaben, und zwar zu der von Gott bestimmten Zeit (Apostelgeschichte 24:15). Abel wird schließlich die Verwirklichung des großartigen Vorsatzes Jehovas hinsichtlich der Erde und der Menschheit erleben (Hebräer 11:4). Ein anderer Mann, der auf Jehovas Weg wandelte, war Henoch, dessen Prophezeiung über das endgültige Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge im Bibelbuch Judas festgehalten ist (Judas 14, 15). Auch Henoch lebte nicht so lange, wie er hätte leben können (1. Mose 5:21-24). Dennoch „hatte er das Zeugnis, daß er Gott wohlgefallen habe“ (Hebräer 11:5). Als er den irdischen Schauplatz verließ, hatte er wie Abel die sichere Aussicht auf eine Auferstehung, und er wird unter denen sein, die die Verwirklichung des Vorsatzes Jehovas erleben.

      7. Wie zeigten Noah und seine Familie Loyalität gegenüber Jehova und Vertrauen in ihn?

      7 Je tiefer die Welt vor der Sintflut im Bösestun versank, um so mehr wurde der Gehorsam Jehova gegenüber zu einer Loyalitätsprüfung. Gegen Ende jener Welt war nur eine kleine Gruppe zu beobachten, die auf dem Weg Jehovas wandelte. Noah und seine Familie hörten auf Gott und vertrauten seinen Worten. Sie kamen den ihnen gestellten Aufgaben völlig nach und wehrten sich dagegen, in die üble Handlungsweise der Welt jener Tage verwickelt zu werden (1. Mose 6:5-7, 13-16; Hebräer 11:7; 2. Petrus 2:5). Wir können für ihren loyalen und treuen Gehorsam dankbar sein. Auf Grund dessen überlebten sie die Sintflut und wurden unsere Vorfahren (1. Mose 6:22; 1. Petrus 3:20).

      8. Was bedeutete es für die Nation Israel, auf Gottes Weg zu wandeln?

      8 Nach einiger Zeit schloß Jehova mit den Nachkommen des treuen Jakob einen Bund, und sie wurden seine besondere Nation (2. Mose 19:5, 6). Jehova leitete sein Bundesvolk durch ein geschriebenes Gesetz, eine Priesterschaft und durch fortlaufende prophetische Anleitung. Aber es war an den Israeliten, jener Leitung zu folgen. Jehova ließ den Israeliten durch seinen Propheten sagen: „Seht, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: den Segen, sofern ihr den Geboten Jehovas, eures Gottes, die ich euch heute gebiete, gehorchen werdet; und den Fluch, wenn ihr den Geboten Jehovas, eures Gottes, nicht gehorchen werdet und ihr tatsächlich von dem Weg abweicht, den ich euch heute gebiete, so daß ihr anderen Göttern nachgeht, die ihr nicht gekannt habt“ (5. Mose 11:26-28).

      Warum einige den Weg Jehovas verließen

      9, 10. Auf Grund welcher Situation mußten die Israeliten auf Jehova vertrauen und Loyalität ihm gegenüber entwickeln?

      9 Wie einst Adam und Eva mußten die Israeliten, wenn sie Jehova gehorsam bleiben wollten, auf ihn vertrauen und ihm gegenüber loyal sein. Israel war eine kleine Nation, umringt von streitsüchtigen Nachbarn. Im Südwesten lagen Ägypten und Äthiopien, im Nordosten Syrien und Assyrien. In unmittelbarer Umgebung lagen Philistäa, Ammon, Moab und Edom. Früher oder später erwiesen sie sich alle als Feinde Israels. Überdies übten sie alle die falsche Religion aus, die von Götzenverehrung, Astrologie und in einigen Fällen von üblen sexuell geprägten Riten und grausamen Kinderopfern gekennzeichnet war. Israels Nachbarn erhofften sich von ihren Göttern, daß sie ihnen große Familien schenkten, ertragreiche Ernten und den Sieg im Krieg.

      10 Allein Israel betete nur einen Gott an, Jehova. Er verhieß ihnen, sie mit großen Familien, ertragreichen Ernten und mit Sicherheit vor ihren Feinden zu segnen, wenn sie seinen Bestimmungen gehorchten (5. Mose 28:1-14). Leider versäumte die Mehrheit in Israel, dies zu tun. Und von denjenigen, die auf dem Weg Jehovas wandelten, hatten viele wegen ihrer Loyalität zu leiden. Einige wurden sogar von Mitisraeliten gefoltert, verspottet, ausgepeitscht, eingekerkert, gesteinigt oder getötet (Apostelgeschichte 7:51, 52; Hebräer 11:35-38). Welch eine Prüfung das für die Treuen gewesen sein muß! Warum irrten aber so viele von dem Weg Jehovas ab? Zwei Beispiele aus der Geschichte Israels verdeutlichen uns ihr verkehrtes Denken.

      Das schlechte Beispiel des Ahas

      11, 12. (a) Wogegen sträubte sich Ahas, als er von Syrien bedroht wurde? (b) An welche zwei Stellen wandte sich Ahas im Interesse der Sicherheit?

      11 Ahas herrschte im achten Jahrhundert v. u. Z. über das Südreich Juda. Seine Herrschaft war nicht friedlich. Bei einer Gelegenheit schlossen sich Syrien und das Nordreich Israel im Krieg gegen ihn zusammen, und „sein Herz und das Herz seines Volkes erbebten“ (Jesaja 7:1, 2). Als Jehova Ahas jedoch Unterstützung anbot und ihn aufforderte, ihn auf die Probe zu stellen, lehnte Ahas es rundweg ab (Jesaja 7:10-12). Demzufolge verlor Juda den Krieg und hatte viele Opfer zu beklagen (2. Chronika 28:1-8).

      12 Ahas sträubte sich zwar dagegen, Jehova auf die Probe zu stellen, aber den König von Assyrien um Hilfe zu ersuchen, das machte ihm nichts aus. Juda litt trotzdem weiterhin unter der Hand seiner Nachbarn. Als sich dann auch Assyrien gegen Ahas wandte und ‘ihn in Bedrängnis brachte’, „begann [er] den Göttern von Damaskus zu opfern, die ihn schlugen, und er sagte dann: ‚Weil die Götter der Könige von Syrien ihnen helfen, werde ich ihnen opfern, damit sie mir helfen‘ “ (2. Chronika 28:20, 23).

      13. Was ließ Ahas dadurch erkennen, daß er sich an die Götter Syriens wandte?

      13 Zu einer späteren Zeit sagte Jehova zu Israel: „Ich, Jehova, bin dein Gott, der dir zum Nutzen dich lehrt, der dich auf den Weg treten läßt, auf dem du wandeln solltest. O wenn du doch nur meinen Geboten Aufmerksamkeit schenktest! Dann würde dein Frieden so werden wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Meereswellen“ (Jesaja 48:17, 18). Als Ahas sich den Göttern Syriens zuwandte, zeigte er, wie weit er davon entfernt war, ‘auf den Weg zu treten, auf dem er wandeln sollte’. Er war durch und durch von der Denkweise der Nationen irregeleitet und wandte sich an ihre trügerischen Quellen der Sicherheit statt an Jehova.

      14. Warum gab es für Ahas keinen Anlaß, sich falschen Göttern zuzuwenden?

      14 Die Götter der Nationen, auch die Götter Syriens, hatten sich schon lange zuvor als ‘wertlose Götter’ erwiesen (Jesaja 2:8). Früher, während der Herrschaft König Davids, war Jehovas Überlegenheit gegenüber Syrien deutlich zu erkennen gewesen, als die Syrer Davids Knechte wurden (1. Chronika 18:5, 6). Jehova allein, „der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, starke und furchteinflößende Gott“, kann wahre Sicherheit gewähren (5. Mose 10:17). Ahas wandte sich jedoch von Jehova ab und wandte sich um Sicherheit an die Götter der Nationen. Die Folgen waren für Juda verheerend (2. Chronika 28:24, 25).

      Die Juden mit Jeremia in Ägypten

      15. Auf welche Weise sündigten die Juden in Ägypten in den Tagen Jeremias?

      15 Wegen der extremen Illoyalität seines Volkes ließ Jehova zu, daß die Babylonier im Jahr 607 v. u. Z. Jerusalem mitsamt dem Tempel zerstörten. Die meisten Angehörigen des Volkes wurden ins Exil nach Babylon geführt. Einige ließ man indes zurück, darunter der Prophet Jeremia. Als der Statthalter Gedalja ermordet wurde, flohen die Zurückgebliebenen gemeinsam nach Ägypten und nahmen auch Jeremia mit (2. Könige 25:22-26; Jeremia 43:5-7). Dort begannen sie falschen Gottheiten zu opfern. Jeremia protestierte gegen die Treulosigkeit der Juden, aber sie waren halsstarrig. Sie lehnten es ab, sich Jehova zuzuwenden, und bestanden darauf, weiterhin der „Himmelskönigin“ zu räuchern. Warum? Sie und ihre Vorväter hatten ‘in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems, als sie stets mit Brot gesättigt wurden und es ihnen gutging und sie überhaupt kein Unglück sahen’, genau das getan (Jeremia 44:16, 17). Die Juden behaupteten auch: „Von der Zeit an, da wir aufhörten, der ‚Himmelskönigin‘ zu räuchern und für sie Trankopfer auszugießen, hat es uns an allem gefehlt, und durch das Schwert und durch den Hunger ist es mit uns zu Ende gegangen“ (Jeremia 44:18).

      16. Warum war die Argumentation der Juden in Ägypten völlig verkehrt?

      16 Wie stark doch das Gedächtnis von Wunschdenken beeinflußt werden kann! Wie sahen die Tatsachen aus? Die Juden hatten in Wirklichkeit in dem Land, das Jehova ihnen gegeben hatte, falschen Göttern geopfert. Manchmal litten sie zufolge jener Abtrünnigkeit, wie zum Beispiel in der Zeit des Ahas. Jehova war jedoch langsam zum Zorn gegenüber seinem Bundesvolk (2. Mose 34:6; Psalm 86:15). Er sandte seine Propheten aus, damit sie sein Volk zur Reue bewegten. War der König treu, segnete Jehova ihn, und dem Volk kam dieser Segen zugute, wenngleich es größtenteils untreu war (2. Chronika 20:29-33; 27:1-6). Wie irrig doch die Behauptung jener Juden in Ägypten war, jegliche Wohlfahrt in ihrem Heimatland sei auf ihre falschen Götter zurückzuführen gewesen!

      17. Warum verlor Juda sein Land mitsamt dem Tempel?

      17 Vor 607 v. u. Z. hatte Jehova sein Volk in Juda aufgefordert: „Gehorcht meiner Stimme, und ich will euer Gott werden, und ihr selbst werdet mein Volk werden; und ihr sollt auf dem ganzen Weg wandeln, den ich euch gebieten werde, damit es euch gutgeht“ (Jeremia 7:23). Die Juden verloren ihren Tempel und ihr Land, eben weil sie es ablehnten, ‘auf dem ganzen Weg zu wandeln, den Jehova ihnen geboten hatte’. Vermeiden wir auf jeden Fall solch einen verhängnisvollen Irrtum.

      Jehova segnet die, die auf seinem Weg wandeln

      18. Was müssen diejenigen, die auf dem Weg Jehovas wandeln, tun?

      18 Heute wie in der Vergangenheit verlangt das Wandeln auf dem Weg Jehovas Loyalität — die Entschlossenheit, ihm allein zu dienen. Es erfordert Vertrauen — den festen Glauben, daß Jehovas Verheißungen zuverlässig sind und wahr werden. Auf dem Weg Jehovas zu wandeln erfordert, gehorsam zu sein, das heißt, seinen Gesetzen zu folgen, ohne davon abzuweichen, und sich an seine Maßstäbe zu halten. „Jehova ist gerecht; er liebt zweifellos gerechte Taten“ (Psalm 11:7).

      19. Welche Götter werden heute von vielen verehrt, und was sind die Folgen?

      19 Ahas suchte Sicherheit bei den Göttern Syriens. Die Israeliten in Ägypten erhofften sich von der „Himmelskönigin“, einer Göttin, die in alter Zeit in großen Teilen des Nahen Ostens verehrt wurde, materielle Wohlfahrt. Heute handelt es sich bei vielen Göttern nicht um buchstäbliche Götzen. Jesus warnte davor, dem „Reichtum“ statt Jehova zu dienen (Matthäus 6:24). Der Apostel Paulus sprach von „Habsucht, die Götzendienst ist“ (Kolosser 3:5). Er sagte auch von gewissen Personen: „Ihr Gott ist ihr Bauch“ (Philipper 3:19). Ja, Geld und materielle Güter gehören zu den Hauptgöttern, die heute verehrt werden. In Wirklichkeit setzen die meisten Menschen — nicht wenige sind religiös gebunden — ‘ihre Hoffnung auf unsicheren Reichtum’ (1. Timotheus 6:17). Viele arbeiten überaus hart, um diesen Göttern zu dienen, und manchen trägt es auch etwas ein: sie wohnen in den besten Häusern, leisten sich teure Sachen und nehmen üppige Mahlzeiten ein. Nicht jeder ist jedoch so wohlhabend, und selbst wer sich all das leisten kann, stellt schließlich fest, daß es ihn an sich unbefriedigt läßt. Materielle Dinge sind unsicher, sie vergehen und stillen nicht geistige Bedürfnisse (Matthäus 5:3).

      20. In welcher Hinsicht müssen wir ausgeglichen bleiben?

      20 Wir müssen praxisnah vorgehen, während wir in den letzten Tagen des gegenwärtigen Systems der Dinge leben. Wir müssen vernünftige Schritte unternehmen, um für die eigene Familie materiell zu sorgen. Wenn wir indes einen hohen Lebensstandard, das Streben nach Geld oder etwas Ähnliches höher einstufen, als Gott zu dienen, dann sind wir einer Art Götzendienst verfallen und wandeln nicht mehr auf dem Weg Jehovas (1. Timotheus 6:9, 10). Wie verhält es sich aber, wenn wir gesundheitlichen, finanziellen oder anderen Problemen begegnen? Ahmen wir keinesfalls jene Juden in Ägypten nach, die ihre Probleme darauf zurückführten, daß sie Gott dienten. Stellen wir lieber Jehova auf die Probe, etwas, was Ahas versäumte. Wenden wir uns loyal an Jehova um Leitung. Folgen wir vertrauensvoll seiner Leitung, und beten wir um Kraft und Weisheit, damit wir in jeder Lage zurechtkommen. Dann warten wir mit Zuversicht auf den Segen Jehovas.

      21. Wie werden diejenigen gesegnet, die auf dem Weg Jehovas wandeln?

      21 Im Verlauf der Geschichte Israels hat Jehova diejenigen reichlich gesegnet, die auf seinem Weg wandelten. König David sang: „O Jehova, führe mich in deiner Gerechtigkeit wegen meiner Feinde“ (Psalm 5:8). Jehova verlieh ihm militärische Siege über Nachbarnationen, die Ahas später belästigten. Unter Salomo war Israel mit dem Frieden und Wohlstand gesegnet, nach dem sich die Juden in Ägypten sehnten. Hiskia, dem Sohn des Ahas, verlieh Jehova sogar den Sieg über das mächtige Assyrien (Jesaja 59:1). Ja, Jehovas Hand war nicht zu kurz gegenüber seinen Loyalen, die nicht „auf den Weg der Sünder“ getreten waren, sondern die ihre Lust hatten am Gesetz Gottes (Psalm 1:1, 2). Dasselbe trifft nach wie vor zu. Wie können wir aber heute sicher sein, daß wir auf dem Weg Jehovas wandeln? Das wird im nächsten Artikel behandelt werden.

  • Weiterhin auf dem Weg Jehovas wandeln
    Der Wachtturm 1999 | 15. Mai
    • Weiterhin auf dem Weg Jehovas wandeln

      „Hoffe auf Jehova, und halte seinen Weg ein, und er wird dich erhöhen, die Erde in Besitz zu nehmen“ (PSALM 37:34).

      1, 2. Was bedeutete es für König David, auf dem Weg Jehovas zu wandeln, und was erfordert es von uns heute?

      „TU MIR den Weg kund, auf dem ich wandeln sollte, denn zu dir habe ich meine Seele erhoben“ (Psalm 143:8). Christen heute stimmen von ganzem Herzen in diese Worte König Davids ein. Sie haben den aufrichtigen Wunsch, Jehova zu gefallen und auf seinem Weg zu wandeln. Was ist damit verbunden? Für David bedeutete es, das Gesetz Gottes zu halten. Dazu gehörte, auf Jehova zu vertrauen statt auf Bündnisse mit den Nationen. Ja, und es bedeutete, Jehova loyal zu dienen statt den Göttern der Nachbarvölker. Auf Jehovas Weg zu wandeln bedeutet für Christen noch mehr.

      2 Auf dem Weg Jehovas zu wandeln bedeutet zunächst, Glauben an das Loskaufsopfer Jesu Christi auszuüben, ihn als ‘den Weg und die Wahrheit und das Leben’ anzuerkennen (Johannes 3:16; 14:6; Hebräer 5:9). Es bedeutet auch, „das Gesetz des Christus“ zu erfüllen, was einschließt, einander Liebe zu erweisen, vor allem Jesu gesalbten Brüdern (Galater 6:2; Matthäus 25:34-40). Diejenigen, die auf dem Weg Jehovas wandeln, lieben seine Grundsätze und seine Gebote (Psalm 119:97; Sprüche 4:5, 6). Sie schätzen ihr kostbares Vorrecht, sich am christlichen Predigtdienst zu beteiligen (Kolosser 4:17; 2. Timotheus 4:5). Das Gebet ist ein beständiger Teil ihres Lebens (Römer 12:12). Und sie ‘wachen streng darüber, wie sie wandeln, nicht als Unweise, sondern als Weise’ (Epheser 5:15). Bestimmt opfern sie nicht geistige Reichtümer zeitweiligen materiellen Vorteilen oder unerlaubten Begierden des Fleisches (Matthäus 6:19, 20; 1. Johannes 2:15-17). Darüber hinaus sind Loyalität Jehova gegenüber und Vertrauen in ihn unerläßlich (2. Korinther 1:9; 10:5; Epheser 4:24). Warum? Weil wir uns in einer sehr ähnlichen Lage befinden wie das alte Israel.

      Die Notwendigkeit des Vertrauens und der Loyalität

      3. Warum werden uns Loyalität, Glauben und Vertrauen helfen, auf dem Weg Jehovas zu bleiben?

      3 Israel war eine kleine Nation, umringt von unfreundlichen Nachbarn, die sich bei der Anbetung von Götzen an ausschweifenden Zeremonien beteiligten (1. Chronika 16:26). Nur Israel diente Jehova, dem einen wahren und unsichtbaren Gott, und er erwartete von seinem Volk, sich an hohe Sittenmaßstäbe zu halten (5. Mose 6:4). Auch heute beten nur wenige Millionen Menschen Jehova an, und sie leben in einer Welt von fast sechs Milliarden Menschen, deren Maßstäbe und religiöse Anschauungen von den ihrigen stark abweichen. Wenn wir persönlich zu den wenigen Millionen zählen, müssen wir uns davor hüten, falsch beeinflußt zu werden. Wie ist uns das möglich? Loyalität Jehova Gott gegenüber, Glauben an ihn und das feste Vertrauen, daß er seine Verheißungen erfüllen wird, werden dazu beitragen (Hebräer 11:6). All das wird uns davon abhalten, unser Vertrauen auf das zu setzen, worauf die Welt ihre Hoffnung gründet (Sprüche 20:22; 1. Timotheus 6:17).

      4. Warum befinden sich die Nationen „in geistiger Finsternis“?

      4 Der Apostel Paulus zeigte, wie sehr sich Christen von der Welt abheben müssen, als er schrieb: „Daher sage ich dies und lege Zeugnis dafür ab im Herrn, daß ihr nicht mehr so weiterwandelt, wie auch die Nationen wandeln in der Nutzlosigkeit ihres Sinnes, während sie wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Gefühllosigkeit ihres Herzens in geistiger Finsternis und dem Leben, das Gott gehört, entfremdet sind“ (Epheser 4:17, 18). Jesus ist „das wahre Licht“ (Johannes 1:9). Alle, die ihn ablehnen oder vorgeben, an ihn zu glauben, aber das „Gesetz des Christus“ nicht halten, befinden sich „in geistiger Finsternis“. Sie sind weit entfernt davon, auf dem Weg Jehovas zu wandeln, und „dem Leben, das Gott gehört, entfremdet“. Für wie weise sie sich in weltlicher Hinsicht auch immer halten, ‘in ihnen ist Unwissenheit’ in bezug auf die einzige Erkenntnis, die zum Leben führt, die Erkenntnis über Jehova Gott und Jesus Christus (Johannes 17:3; 1. Korinther 3:19).

      5. Warum ist das Herz vieler unempfänglich, obwohl das Licht der Wahrheit in der Welt leuchtet?

      5 Doch das Licht der Wahrheit leuchtet in der Welt! (Psalm 43:3; Philipper 2:15). „Die wahre Weisheit, sie ruft ständig sogar auf der Straße laut“ (Sprüche 1:20). Im vergangenen Jahr setzten Jehovas Zeugen über eine Milliarde Stunden ein, um mit ihren Nächsten über Jehova Gott und Jesus Christus zu sprechen. Hunderttausende waren empfänglich dafür. Sollte es uns aber überraschen, daß sich viele andere unempfänglich verhielten? Nein, denn Paulus sprach von „der Gefühllosigkeit ihres Herzens“. Bei manchen ist das Herz unempfänglich, weil sie selbstsüchtig sind oder das Geld lieben. Andere sind von der falschen Religion beeinflußt oder von einer rein weltlichen Lebensauffassung, die heute sehr verbreitet ist. Bittere Erfahrungen im Leben haben viele dazu veranlaßt, sich von Gott abzuwenden. Andere wollen sich nicht nach Jehovas hohen Sittenmaßstäben ausrichten (Johannes 3:20). Könnte das Herz von jemandem, der auf dem Weg Jehovas wandelt, in der einen oder anderen Hinsicht gefühllos werden?

      6, 7. Bei welchen Begebenheiten fielen die Israeliten ab, obwohl sie Anbeter Jehovas Gottes waren, und warum geschah es?

      6 So geschah es in Israel in alter Zeit, wie Paulus zeigte. Er schrieb: „Diese Dinge nun sind Vorbilder für uns geworden, damit wir nicht Menschen sind, die schädliche Dinge begehren, so wie jene sie begehrten. Werdet auch nicht Götzendiener wie einige von ihnen, so wie geschrieben steht: ‚Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um sich zu vergnügen.‘ Laßt uns auch nicht Hurerei treiben, wie einige von ihnen Hurerei trieben, so daß an e i n e m Tag ihrer dreiundzwanzigtausend fielen“ (1. Korinther 10:6-8).

      7 Paulus erwähnt zunächst die Begebenheit, als Israel am Fuß des Berges Sinai ein goldenes Kalb verehrte (2. Mose 32:5, 6). Das war eine flagrante Mißachtung des göttlichen Gebots, dessen Einhaltung das Volk nur einige Wochen früher zugestimmt hatte (2. Mose 20:4-6; 24:3). Anschließend nimmt Paulus auf die Zeit Bezug, als Israel sich gemeinsam mit den Töchtern Moabs vor Baal niederbeugte (4. Mose 25:1-9). Die Kälberverehrung war von äußerster Maßlosigkeit geprägt, davon, daß man ‘sich vergnügte’.a Die Baalsanbetung ging mit schamloser Ausschweifung einher (Offenbarung 2:14). Warum begingen die Israeliten diese Sünden? Sie ließen zu, daß ihr Herz ‘schädliche Dinge begehrte’ — sei es nun der Götzendienst oder die unzüchtigen Bräuche, die damit verbunden waren.

      8. Was können wir aus dem lernen, was Israel widerfuhr?

      8 Paulus läßt erkennen, daß wir aus diesen Geschehnissen etwas lernen sollten. Aber was? Es ist undenkbar, daß ein Christ sich vor einem goldenen Kalb oder einem moabitischen Gott des Altertums niederbeugen würde. Doch wie verhält es sich mit Unmoral oder ungenierter Maßlosigkeit? So etwas ist heute gang und gäbe, und wenn wir zulassen, daß unser Herz danach begehrt, wird es sich zwischen uns und Jehova stellen. Die Folge wäre die gleiche, als hätten wir Götzendienst verübt: Entfremdung von Gott. (Vergleiche Kolosser 3:5; Philipper 3:19.) Ja, Paulus schließt die Besprechung dieser Geschehnisse mit der Ermahnung an seine Mitgläubigen ab: „Flieht vor dem Götzendienst“ (1. Korinther 10:14).

      Hilfe, auf dem Weg Gottes zu wandeln

      9. (a) Was hilft uns, weiterhin auf dem Weg Jehovas zu wandeln? (b) Was ist eine Weise, wie wir das ‘Wort hinter uns’ hören?

      9 Wenn wir entschlossen sind, weiterhin auf dem Weg Gottes zu wandeln, sind wir nicht auf uns selbst angewiesen. Jesaja prophezeite: „Deine Ohren, sie werden ein Wort hinter dir sagen hören: ‚Dies ist der Weg. Wandelt darauf‘, falls ihr zur Rechten gehen solltet oder falls ihr zur Linken gehen solltet“ (Jesaja 30:21). Wie ‘hören unsere Ohren’ jenes ‘Wort hinter uns’? Nun, heute hört niemand buchstäblich die Stimme Gottes oder empfängt eine persönliche Botschaft von ihm. Das „Wort“, das wir hören, gelangt zu uns allen auf demselben Weg. Vor allem kommt es zu uns durch die inspirierten Schriften, die Bibel, die die Gedanken Gottes enthält und Aufzeichnungen über seine Handlungsweise mit den Menschen. Da wir täglich der Propaganda aus Quellen ausgesetzt sind, die „dem Leben, das Gott gehört, entfremdet sind“, müssen wir zur Erhaltung einer guten geistigen Gesundheit regelmäßig in der Bibel lesen und über das Gelesene nachsinnen. Das hilft uns, die ‘nichtigen Dinge’ zu meiden und „vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“ zu sein (Apostelgeschichte 14:14, 15; 2. Timotheus 3:16, 17). Es wird uns stärken und uns helfen, ‘unseren Weg zum Erfolg zu machen’ (Josua 1:7, 8). Deshalb ergeht in Jehovas Wort die Aufforderung: „Nun, o Söhne, hört auf mich; ja glücklich sind die, die meine Wege einhalten. Hört auf Zucht, und werdet weise, und bekundet keine Nachlässigkeit“ (Sprüche 8:32, 33).

      10. Auf welche andere Weise hören wir das ‘Wort hinter uns’?

      10 Das ‘Wort hinter uns’ erreicht uns auch durch den „treuen und verständigen Sklaven“, der für „Speise zur rechten Zeit“ sorgt (Matthäus 24:45-47). Eine Art und Weise, wie die Speise zur Verfügung gestellt wird, sind gedruckte biblische Publikationen, und in den letzten Jahren ist diese Speise reichlich vorhanden gewesen. Durch die Zeitschrift Der Wachtturm verbesserte sich unser Verständnis von Prophezeiungen. In dieser Zeitschrift wurden wir ermuntert, in dem Werk des Predigens und Jüngermachens trotz wachsender Gleichgültigkeit zu verharren, und uns wurde geholfen, Gefahren auszuweichen. Außerdem wurden wir aufgefordert, vortreffliche christliche Eigenschaften zu entwickeln. Wie sehr wir doch diese Speise zur rechten Zeit schätzen!

      11. Erkläre eine dritte Weise, wie wir das ‘Wort hinter uns’ hören können.

      11 Der treue und verständige Sklave versorgt uns darüber hinaus durch regelmäßige Zusammenkünfte mit Speise. Dazu gehören die Zusammenkünfte der Ortsversammlung, halbjährliche Zusammenkünfte auf Kreisebene und größere jährliche Kongresse. Schätzen nicht alle treuen Christen ein solches Zusammenkommen? Es unterstützt uns entscheidend dabei, auf dem Weg Jehovas zu wandeln. Da viele am Arbeitsplatz oder in der Schule recht lange mit Personen zusammen sind, die ihren Glauben nicht teilen, ist regelmäßige christliche Gemeinschaft geradezu lebensrettend. Zusammenkünfte sind eine ausgezeichnete Gelegenheit „zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken“ (Hebräer 10:24). Wir lieben unsere Brüder, und wir sind gern mit ihnen zusammen (Psalm 133:1).

      12. Wozu sind Jehovas Zeugen entschlossen, und wie haben sie kürzlich ihre Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht?

      12 Gestärkt durch diese geistige Speise, wandeln heute fast sechs Millionen Menschen auf dem Weg Jehovas, und Millionen andere studieren die Bibel, um zu lernen, wie man diesen Weg geht. Sind sie enttäuscht oder lassen sie nach, weil sie im Vergleich zu den Milliarden der Erdbevölkerung nur wenige sind? Keinesfalls! Sie sind entschlossen, sich weiterhin an das ‘Wort hinter ihnen’ zu halten und loyal Jehovas Willen zu tun. Als eine öffentliche Kundgabe dieser Entschlossenheit nahmen die Delegierten auf den Bezirks- und internationalen Kongressen „Gottes Weg des Lebens“, die 1998/99 stattfanden, eine Resolution an, in der ihre tiefe Überzeugung zum Ausdruck kommt. Der Wortlaut der Resolution wird nachstehend angeführt.

      Resolution

      13, 14. Welche realistische Ansicht über die Lage der Welt haben Jehovas Zeugen?

      13 „Wir Zeugen Jehovas, die auf dem Kongreß ‚Gottes Weg des Lebens‘ versammelt sind, sind von ganzem Herzen überzeugt, daß Gottes Weg der beste Lebensweg ist. Uns ist jedoch bewußt, daß die Mehrheit der Menschen heute anders denkt. Die menschliche Gesellschaft hat mit zahlreichen Ideen, Philosophien und religiösen Vorstellungen experimentiert, um den besten Lebensweg zu finden. Eine ehrliche Betrachtung der Geschichte der Menschheit und der heutigen Weltverhältnisse bestätigt die Wahrhaftigkeit der göttlichen Aussage, die in Jeremia 10:23 aufgezeichnet wurde: ‚Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten.‘

      14 Jeden Tag erkennen wir weitere Beweise, die die Wahrheit dieser Worte bestätigen. Der größte Teil der menschlichen Gesellschaft mißachtet Gottes Weg des Lebens. Die Menschen streben dem nach, was sie für richtig halten. Das hat tragische Folgen — den Zusammenbruch des Familienlebens, weshalb Kinder ohne Anleitung sind; das allgemeine materialistische Streben, was zu Leere und Enttäuschung führt; sinnlose Verbrechen und Gewalttätigkeiten, die zahllose Opfer fordern; die ethnischen Konflikte und Kriege mit ihrem hohen Tribut an Menschenleben; die überhandnehmende Unsittlichkeit, die einer Epidemie sexuell übertragbarer Krankheiten Vorschub leistet. Das sind nur einige wenige der zahllosen komplexen Probleme, die dem Streben nach Freude, Frieden und Sicherheit entgegenstehen.

      15, 16. Welche Entschlossenheit wurde in bezug auf Gottes Weg des Lebens in der Resolution zum Ausdruck gebracht?

      15 Angesichts der mißlichen Lage der Menschheit und der Nähe des ‘Krieges des großen Tages Gottes, des Allmächtigen’, Harmagedon genannt (Offenbarung 16:14, 16), sind wir als Jehovas Zeugen zu folgendem entschlossen:

      16 Erstens: Wir betrachten uns als Jehova Gott gehörend, da wir uns ihm persönlich vorbehaltlos hingegeben haben, und wir werden unerschütterlichen Glauben bewahren an Jehovas Vorkehrung des Lösegeldes durch seinen Sohn, Jesus Christus. Wir sind entschlossen, Gottes Weg des Lebens zu gehen, als seine Zeugen zu dienen und uns seiner Souveränität zu unterwerfen, die durch die Herrschaft Jesu Christi zum Ausdruck kommt.

      17, 18. Welchen Standpunkt werden Jehovas Zeugen in bezug auf Sittenmaßstäbe und die christliche Bruderschaft beibehalten?

      17 Zweitens: Wir werden weiterhin an den hohen sittlichen und religiösen Maßstäben der Bibel festhalten. Wir sind entschlossen, nicht so zu wandeln, wie die Nationen wandeln in der Nutzlosigkeit ihres Sinnes (Epheser 4:17-19). Es ist unser Entschluß, rein zu bleiben vor Jehova und uns ohne Flecken von der Welt zu bewahren (Jakobus 1:27).

      18 Drittens: Wir werden als weltweite christliche Bruderschaft an unserem biblischen Standpunkt festhalten. Wir werden unter den Nationen die christliche Neutralität bewahren und werden nicht zulassen, daß wir Haß oder Entzweiung aus rassischen, nationalen oder ethnischen Gründen in irgendeiner Weise unterstützen.

      19, 20. (a) Was werden christliche Eltern tun? (b) Auf welche Weise werden alle wahren Christen weiterhin erkennen lassen, daß sie Christi Jünger sind?

      19 Viertens: Als Eltern werden wir unseren Kindern Gottes Weg einprägen. Wir werden ihnen ein Beispiel geben in der christlichen Lebensweise, die einschließt, regelmäßig die Bibel zu lesen, ein Familienstudium durchzuführen und sich mit ganzer Seele in der Christenversammlung und im Predigtdienst zu engagieren.

      20 Fünftens: Wir alle werden uns bemühen, die gottgefälligen Eigenschaften hervorzubringen, für die unser Schöpfer ein vollkommenes Beispiel ist, und wir werden uns wie Jesus bemühen, seine Persönlichkeit und seine Wege nachzuahmen (Epheser 5:1). Wir sind entschlossen, all unsere Angelegenheiten in Liebe geschehen zu lassen und uns dadurch als Christi Jünger zu erkennen zu geben (Johannes 13:35).

      21—23. Was werden Jehovas Zeugen nach wie vor tun, und wovon sind sie überzeugt?

      21 Sechstens: Ohne Unterlaß werden wir weiterhin die gute Botschaft von Gottes Königreich predigen und Jünger machen, die wir in Gottes Weg des Lebens unterweisen und ermuntern, sich in den Zusammenkünften der Versammlung weiter schulen zu lassen (Matthäus 24:14; 28:19, 20; Hebräer 10:24, 25).

      22 Siebtens: Als einzelne und als Religionsgemeinschaft werden wir weiterhin Gottes Willen in unserem Leben allem voranstellen. Wenn wir sein Wort, die Bibel, zu unserer Anleitung gebrauchen, werden wir weder zur Rechten noch zur Linken abweichen und dadurch bestätigen, daß Gottes Weg weit besser ist als die Wege der Welt. Wir sind entschlossen, auf Gottes Weg des Lebens zu bleiben — fest und loyal, jetzt und für immer!

      23 Wir fassen diese Resolution, weil wir volles Vertrauen in Jehovas liebevolle Verheißung setzen, die besagt, daß derjenige, der den Willen Gottes tut, für immer bleiben wird. Wir fassen diese Resolution, weil wir überzeugt sind, daß das Leben gemäß den Grundsätzen, dem Rat und der ernsten Ermahnung der Bibel heute der beste Lebensweg ist und eine vortreffliche Grundlage für die Zukunft legt, damit wir das wirkliche Leben fest ergreifen können (1. Timotheus 6:19; 2. Timotheus 4:7b, 8). Und vor allem fassen wir diese Resolution, weil wir Jehova Gott mit unserem ganzen Herzen, unserer ganzen Seele, unserem ganzen Sinn und unserer ganzen Kraft lieben!

      24, 25. Wie war die Reaktion auf die unterbreitete Resolution, und wozu sind diejenigen, die auf dem Weg Jehovas wandeln, entschlossen?

      24 Alle Anwesenden auf diesem Kongreß, die die Annahme dieser Resolution befürworten, werden gebeten, JA zu sagen!“

      25 In Hunderten von Stadien und anderen Kongreßstätten in aller Welt hallte es, als alle Anwesenden mit einem donnernden „JA!“ antworteten. Jehovas Zeugen haben keinen Zweifel, daß sie weiterhin auf dem Weg Jehovas wandeln werden. Sie haben volles Vertrauen zu Jehova und den Glauben, daß seine Verheißungen eintreffen. Sie bleiben ihm gegenüber loyal, was immer auch geschieht. Und sie sind entschlossen, seinen Willen zu tun.

      ‘Gott ist für uns’

      26. In welcher glücklichen Lage befinden sich diejenigen, die auf dem Weg Jehovas wandeln?

      26 Jehovas Zeugen erinnern sich an die Ermahnung des Psalmisten: „Hoffe auf Jehova, und halte seinen Weg ein, und er wird dich erhöhen, die Erde in Besitz zu nehmen“ (Psalm 37:34). Sie vergessen nicht die ermunternden Worte des Paulus: „Wenn Gott für uns ist, wer wird gegen uns sein? Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschonte, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch gütigerweise alles andere geben?“ (Römer 8:31, 32). Ja, wenn wir weiterhin auf dem Weg Jehovas wandeln, wird er uns ‘alle Dinge reichlich zum Genuß’ darbieten (1. Timotheus 6:17). Wo könnte es für uns besser sein als dort, wo wir sind — an der Seite unserer lieben Brüder und Schwestern auf dem Weg Jehovas. Mit Jehova an unserer Seite wollen wir entschlossen sein, dort zu bleiben und bis zum Ende in der vollen Überzeugung auszuharren, daß wir sehen werden, wie er seine Verheißungen bis auf die letzte zu der von ihm bestimmten Zeit erfüllt (Titus 1:2).

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