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Jehova — ein Gott der OrganisationDer Wachtturm 2014 | 15. Mai
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4. Warum ist es folgerichtig, dass auch Gottes Diener auf der Erde organisiert sind?
4 Die gerechten Geistgeschöpfe und die Himmelskörper sind hervorragend organisiert (Jes. 40:26). Daher ist es nur folgerichtig, dass Jehova auch seine Diener auf der Erde organisiert. Unter ihnen soll keine Unordnung herrschen. Schließlich haben sie eine besondere Aufgabe. Der beeindruckende Bericht über den treuen Dienst der Anbeter Jehovas früher und heute führt uns klar vor Augen: Gott ist mit seinen Dienern und ist kein „Gott der Unordnung, sondern des Friedens“. (Lies 1. Korinther 14:33, 40.)
GOTT ORGANISIERTE SEIN VOLK IN ALTER ZEIT
5. Wie wurde die Verwirklichung des Vorhabens Gottes unterbrochen?
5 Nachdem Gott die ersten Menschen erschaffen hatte, beauftragte er sie: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie euch, und haltet euch die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt“ (1. Mo. 1:28). Die Menschheit sollte auf organisierte Weise wachsen, die Erde bevölkern und das Paradies über den ganzen Erdball ausdehnen. Dieser geordnete Ablauf wurde durch den Ungehorsam Adams und Evas vorübergehend unterbrochen (1. Mo. 3:1-6). Nach einiger Zeit „sah Jehova, dass die Schlechtigkeit des Menschen ausnehmend groß war auf der Erde und dass jede Neigung der Gedanken seines Herzens allezeit nur schlecht war“. Die Erde wurde „verderbt vor den Augen des wahren Gottes und . . . mit Gewalttat erfüllt“. Deshalb nahm sich Gott vor, die Gottlosen auf der Erde durch eine weltweite Flut zu vernichten (1. Mo. 6:5, 11-13, 17).
6, 7. (a) Warum fand Noah Gunst bei Jehova? (Siehe Anfangsbild.) (b) Was geschah mit allen Untreuen in den Tagen Noahs?
6 Doch Noah „fand Gunst in den Augen Jehovas“, da er ein „gerechter Mann“ war und sich „als untadelig unter seinen Zeitgenossen“ erwies. Er „wandelte mit dem wahren Gott“. Jehova wies Noah an, eine Arche zu bauen (1. Mo. 6:8, 9, 14-16). Die Konstruktion war genau richtig, damit Menschen und Tiere am Leben erhalten werden konnten. Noah tat gehorsam „gemäß allem, was Jehova ihm geboten hatte“. Gemeinsam mit seiner Familie baute er auf organisierte Weise die Arche. Als Menschen und Tiere in der Arche waren, „schloss Jehova die Tür“ (1. Mo. 7:5, 16).
7 Durch die Sintflut tilgte Jehova 2370 v. u. Z. „alles Bestehende aus, was sich auf der Oberfläche des Erdbodens befand“. Noah jedoch und dessen Familie erhielt er in der Arche am Leben (1. Mo. 7:23). Alle heute lebenden Menschen sind deshalb Nachkommen Noahs und seiner Familie. Die Untreuen außerhalb der Arche allerdings kamen um — sie hatten nicht auf Noah, den „Prediger der Gerechtigkeit“, gehört (2. Pet. 2:5).
Gute Organisation trug dazu bei, dass acht Menschen die Sintflut überlebten (Siehe Absatz 6, 7)
8. Woraus ist zu ersehen, dass die Israeliten gut organisiert waren, als sie ins Land der Verheißung einziehen sollten?
8 Mehr als 800 Jahre nach der Sintflut vereinte Jehova die Israeliten zu einer Nation. Gute Organisation war in allen Lebensbereichen nötig, besonders bei der Anbetung. Außer den zahlreichen Priestern und Leviten gab es zum Beispiel „Frauen, die am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft organisierten Dienst taten“ (2. Mo. 38:8). Jehova Gott gebot den Israeliten, in Kanaan einzuziehen. Da sie aber untreu waren, sagte Jehova zu ihnen: „Ihr werdet nicht in das Land hineingehen, in welchem bei euch zu weilen ich meine Hand zum Eid erhoben habe, ausgenommen Kaleb, der Sohn Jephunnes, und Josua, der Sohn Nuns.“ Diese beiden brachten einen guten Bericht, nachdem sie das Land der Verheißung ausgekundschaftet hatten (4. Mo. 14:30, 37, 38). Moses setzte später auf Gottes Anweisung hin Josua als seinen Nachfolger ein (4. Mo. 27:18-23). Bevor dieser die Israeliten nach Kanaan führte, wurde ihm gesagt: „Sei mutig und stark. Entsetz dich nicht, und erschrick nicht, denn Jehova, dein Gott, ist mit dir, wohin du auch gehst“ (Jos. 1:9).
9. Wie dachte Rahab über Jehova und sein Volk?
9 Jehova war wirklich mit Josua, wohin dieser auch ging. Betrachten wir zum Beispiel, was geschah, als die Israeliten 1473 v. u. Z. nahe der Kanaaniterstadt Jericho lagerten. Josua sandte zwei Kundschafter in die Stadt. Dort kamen sie zu Rahab, einer Prostituierten. Sie verbarg die beiden Männer auf dem Dach ihres Hauses, weil der König von Jericho nach ihnen suchen ließ. Rahab sagte zu ihnen: „Ich weiß wohl, dass Jehova euch das Land bestimmt geben wird. . . . Denn wir haben gehört, wie Jehova die Wasser des Roten Meeres vor euch her austrocknete . . . und was ihr den beiden Königen der Amoriter angetan habt.“ Sie fügte noch hinzu: „Jehova, euer Gott, ist Gott droben in den Himmeln und unten auf der Erde“ (Jos. 2:9-11). Weil sich Rahab auf die Seite der damaligen Organisation Gottes stellte, sorgte Jehova dafür, dass sie und ihre Familie am Leben blieben, als die Israeliten Jericho einnahmen (Jos. 6:25). Rahab übte Glauben aus, hatte Ehrfurcht vor Jehova und Respekt vor seinem Volk.
EINE DYNAMISCHE ORGANISATION IM ERSTEN JAHRHUNDERT
10. Was sagte Jesus zu den Geistlichen der Juden, und warum?
10 Mit Josua als Führer eroberten die Israeliten eine Stadt nach der anderen und nahmen Kanaan in Besitz. Was geschah aber danach? Über die Jahrhunderte hinweg übertraten die Israeliten immer wieder Gottes Gesetze. Als Jehova schließlich seinen Sohn zur Erde sandte, waren sie Gott und seinen Propheten ausgesprochen ungehorsam. Jesus bezeichnete Jerusalem sogar als die Stadt, „die da tötet die Propheten“. (Lies Matthäus 23:37, 38.) Gott verwarf die Geistlichen der Juden wegen ihrer Untreue. Jesus sagte deshalb zu ihnen: „Das Königreich Gottes wird von euch genommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt“ (Mat. 21:43).
11, 12. (a) Was beweist, dass Jehova im ersten Jahrhundert eine andere Organisation als die jüdische Nation segnete? (b) Wer gehörte zu der neuen, in Gottes Gunst stehenden Organisation?
11 Jehova verwarf zwar im ersten Jahrhundert das untreue Israel, doch er hatte weiterhin eine Organisation loyaler Diener auf der Erde. Er gab einer dynamischen neuen Organisation seinen Segen, in deren Mittelpunkt Jesus Christus und seine Lehren standen. Sie wurde Pfingsten 33 u. Z. gegründet. Damals waren in Jerusalem ungefähr 120 Jünger Jesu versammelt. „Plötzlich entstand vom Himmel her ein Geräusch wie das einer dahinstürmenden starken Brise, und es erfüllte das ganze Haus. . . . Und Zungen wie von Feuer wurden ihnen sichtbar und wurden verteilt, und auf jeden von ihnen setzte sich eine, und sie alle wurden mit heiligem Geist erfüllt und fingen an, in verschiedenen Zungen zu reden, so wie der Geist ihnen gewährte, sich zu äußern“ (Apg. 2:1-4). Dieses erstaunliche Ereignis war ein unübersehbarer Beweis für den Rückhalt, den Jehova dieser neuen, aus Christi Jüngern bestehenden Organisation bot.
12 An diesem aufregenden Tag wurden zu Jesu Nachfolgern „ungefähr dreitausend Seelen hinzugetan“. Und Jehova fuhr fort, „täglich solche zu ihnen hinzuzufügen, die gerettet werden“ (Apg. 2:41, 47). Infolge der Predigttätigkeit im ersten Jahrhundert „wuchs das Wort Gottes weiterhin, und die Zahl der Jünger mehrte sich in Jerusalem fortgesetzt sehr“. Sogar „eine große Menge Priester begann dem Glauben gehorsam zu sein“ (Apg. 6:7). Viele aufrichtige Menschen nahmen die Wahrheit an, die die Mitglieder der neuen Organisation verkündigten. Auch später, als „Leute aus den Nationen“ in die Christenversammlung gebracht wurden, war Jehovas Unterstützung deutlich zu erkennen. (Lies Apostelgeschichte 10:44, 45.)
13. Was war die Aufgabe der neuen Organisation?
13 Es bestand kein Zweifel daran, was Gott von Christi Nachfolgern getan haben wollte. Jesus selbst gab das Beispiel und begann bald nach seiner Taufe, das „Königreich der Himmel“ zu verkündigen (Mat. 4:17). Er lehrte seine Jünger, dasselbe zu tun, und sagte zu ihnen: „Ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde“ (Apg. 1:8). Die ersten Nachfolger Christi hatten bestimmt verstanden, was von ihnen erwartet wurde. Zum Beispiel sagten Paulus und Barnabas in Antiochia in Pisidien mutig zu jüdischen Gegnern: „Es war notwendig, dass das Wort Gottes zuerst zu euch geredet wurde. Da ihr es von euch stoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht für würdig erachtet, siehe, so wenden wir uns den Nationen zu. In der Tat, Jehova hat uns in diesen Worten geboten: ‚Ich habe dich zu einem Licht der Nationen gesetzt, damit du zur Rettung seist bis zum äußersten Ende der Erde‘ “ (Apg. 13:14, 45-47). Seit dem ersten Jahrhundert macht der irdische Teil der Organisation Gottes bekannt, wie Menschen von Jehova gerettet werden können.
VIELE GEHEN UNTER, ABER GOTTES DIENER BLEIBEN
14. Was geschah mit Jerusalem im ersten Jahrhundert, und wer überlebte?
14 Die Juden im Allgemeinen lehnten die gute Botschaft ab. Unheil stand ihnen bevor. Jesus hatte seine Jünger gewarnt: „Wenn ihr . . . die Stadt Jerusalem von Heeren umlagert seht, dann erkennt, dass ihre Verwüstung nahe gekommen ist. Dann sollen die, die in Judäa sind, in die Berge zu fliehen beginnen, und die in ihrer Mitte sind, sollen hinausgehen, und die, die sich an Orten auf dem Land befinden, sollen nicht in sie hineingehen“ (Luk. 21:20, 21). Was Jesus vorausgesagt hatte, trat ein. Jerusalem wurde 66 u. Z. von römischen Heeren unter Cestius Gallus wegen eines jüdischen Aufstands belagert. Doch plötzlich zogen sich die Belagerer zurück und Jesu Nachfolger hatten Gelegenheit, Jerusalem und Judäa zu verlassen. Gemäß dem Geschichtsschreiber Eusebius flohen viele von ihnen über den Jordan nach Pella in Peräa. Die römischen Heere kehrten 70 u. Z. unter General Titus zurück und zerstörten Jerusalem. Doch treue Christen überlebten, weil sie Jesu Warnung beachteten.
15. Trotz welcher Schwierigkeiten konnte sich das Christentum ausbreiten?
15 Trotz Entbehrungen, Verfolgung und anderen Glaubensprüfungen, die Christi Nachfolger erdulden mussten, breitete sich im ersten Jahrhundert das Christentum aus (Apg. 11:19-21; 19:1, 19, 20). Die frühen Christen hatten Gottes Segen und der machte sie geistig reich (Spr. 10:22).
16. Was musste jeder Christ für sein geistiges Wohl tun?
16 Jeder Christ musste selbst etwas für sein geistiges Wohl tun. Fleißiges Studieren der Schriften, regelmäßiger Zusammenkunftsbesuch und eifriges Verkündigen des Königreichs waren wichtig. Das trug damals wie heute dazu bei, geistig gesund und mit Gottes Volk vereint zu sein. Aufseher und Dienstamtgehilfen unterstützten bereitwillig die Brüder und Schwestern in den gut organisierten Versammlungen des ersten Jahrhunderts (Phil. 1:1; 1. Pet. 5:1-4). Und was für eine Freude es gewesen sein muss, wenn reisende Aufseher wie Paulus die Versammlungen besuchten! (Apg. 15:36, 40, 41). Die Parallelen zwischen den Christen des ersten Jahrhunderts und uns heute sind bemerkenswert. Wie dankbar wir sind, dass Jehova seine Diener organisiert — früher und auch heute!a
17. Worum geht es im nächsten Artikel?
17 Satans Welt nähert sich in den heutigen letzten Tagen ihrem Ende. Aber der irdische Teil der großen Organisation Jehovas schreitet immer schneller voran. Folgen wir ihm? Haben wir geistige Fortschritte gemacht? Im nächsten Artikel geht es darum, wie wir Schritt halten können.
a Siehe die Artikel „Christen beten Gott mit Geist und Wahrheit an“ und „Sie fahren fort, in der Wahrheit zu wandeln“ im Wachtturm vom 15. Juli 2002. Eine ausführliche Betrachtung des irdischen Teils der Organisation Gottes heute ist in dem Buch Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes zu finden.
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Halten wir Schritt mit Jehovas Organisation?Der Wachtturm 2014 | 15. Mai
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Halten wir Schritt mit Jehovas Organisation?
„Die Augen Jehovas sind auf die Gerechten gerichtet“ (1. PET. 3:12)
1. Welche Organisation löste das abtrünnige Israel als Volk für Jehovas Namen ab? (Siehe Anfangsbild.)
JEHOVA wird zu Recht die Gründung der Christenversammlung im ersten Jahrhundert und die Wiederherstellung der wahren Anbetung in unserer Zeit zugeschrieben. Wie im vorigen Artikel erwähnt, löste die aus Christi ersten Nachfolgern bestehende Organisation die abtrünnige Nation Israel als Volk für Jehovas Namen ab. Diese neue, von Gott sehr begünstigte Organisation bestand auch nach der Zerstörung Jerusalems 70 u. Z. (Luk. 21:20, 21). Die Ereignisse im ersten Jahrhundert deuteten Entwicklungen an, die Jehovas Diener heute betreffen. Satans System der Dinge wird bald nicht mehr existieren, doch Gottes Organisation wird auch nach den letzten Tagen bestehen (2. Tim. 3:1). Wieso können wir davon überzeugt sein?
2. Was sagte Jesus über die „große Drangsal“, und womit wird sie beginnen?
2 Jesus sagte über seine unsichtbare Gegenwart und das Ende des Systems der Dinge: „Dann wird große Drangsal sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird“ (Mat. 24:3, 21). Zu Beginn dieser unvergleichlichen Drangsal wird Jehova Groß-Babylon, das Weltimperium der falschen Religion, durch politische Mächte vernichten lassen (Offb. 17:3-5, 16). Was passiert danach?
SATANISCHER ANGRIFF VOR HARMAGEDON
3. Was wird mit Jehovas Volk geschehen, nachdem die falsche Religion vernichtet worden ist?
3 Satan und verschiedene Elemente seiner Welt werden nach der Vernichtung der falschen Religion Jehovas Diener angreifen. Über „Gog vom Land Magog“ sagt die Bibel: „Wie ein Sturm wirst du herankommen. Wie Wolken, um das Land zu bedecken, wirst du werden, du und all deine Scharen und viele Völker mit dir.“ Da Jehovas Zeugen als die friedlichsten Menschen der Erde keine Streitkräfte haben, gelten sie als leicht angreifbares Ziel. Doch der Angriff auf sie wird sich als großer Fehler erweisen! (Hes. 38:1, 2, 9-12).
4, 5. Wie wird Gott reagieren, wenn seine Diener von Satan angegriffen werden, um sie zu vernichten?
4 Wie wird Jehova reagieren, wenn sein Volk von Satan angegriffen wird, um es zu vernichten? Jehova wird für seine Diener eintreten und sein Recht als höchster Herrscher durchsetzen. Einen Angriff auf sie betrachtet er als persönlichen Angriff. (Lies Sacharja 2:8.) Deshalb wird unser himmlischer Vater sofort Schritte unternehmen, um uns zu retten. Wenn in Harmagedon, dem „Krieg des großen Tages Gottes“, die Welt Satans zerstört wird, werden Jehovas Diener gerettet sein (Offb. 16:14, 16).
5 In der Bibel wird über Harmagedon gesagt: „ ‚Einen Rechtsstreit hat Jehova mit den Nationen. Er wird bestimmt persönlich mit allem Fleisch ins Gericht gehen. Was die Bösen betrifft, er muss sie dem Schwert hingeben‘ ist der Ausspruch Jehovas. Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Siehe! Unglück geht aus von Nation zu Nation, und ein großer Sturm, er wird von den entlegensten Teilen der Erde her erweckt werden. Und die von Jehova Erschlagenen werden schließlich an jenem Tag gewiss von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde sein. Sie werden nicht beklagt, noch werden sie zusammengesammelt noch begraben werden. Zu Dünger auf der Oberfläche des Erdbodens werden sie werden‘ “ (Jer. 25:31-33). Das gegenwärtige böse System der Dinge wird in Harmagedon vernichtet. Satans Welt gibt es dann nicht mehr, aber der irdische Teil der Organisation Jehovas besteht weiter.
WARUM JEHOVAS ORGANISATION WÄCHST UND GEDEIHT
6, 7. (a) Wer gehört zur „großen Volksmenge“? (b) Welche guten Ergebnisse wurden in den letzten Jahren erzielt?
6 Gottes Organisation auf der Erde wächst und gedeiht, weil die Menschen, die ihr angehören, Gottes Gunst genießen. Die Bibel versichert uns: „Die Augen Jehovas sind auf die Gerechten gerichtet und seine Ohren auf ihr Flehen“ (1. Pet. 3:12). Zu den Gerechten gehört eine „große Volksmenge“, die „aus der großen Drangsal kommen“ wird (Offb. 7:9, 14). Diese Überlebenden bilden nicht nur eine Volksmenge, sondern eine „große Volksmenge“ — sehr viele Menschen. Sehen wir uns unter den Überlebenden der „großen Drangsal“?
7 Woher kommen die, die zur großen Volksmenge gehören? Sie wurden in Erfüllung eines Teils des von Jesus vorausgesagten Zeichens seiner Gegenwart zusammengebracht. Er sagte: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Mat. 24:14). Das ist die wichtigste Aufgabe der Organisation Gottes in den heutigen letzten Tagen. Durch das weltweite Predigen und Lehren der Zeugen Jehovas haben Millionen erfahren, wie sie Gott „mit Geist und Wahrheit anbeten“ können (Joh. 4:23, 24). Beispielsweise ließen sich in den Dienstjahren 2003 bis 2012 über 2 707 000 zum Zeichen ihrer Hingabe an Gott taufen. Auf der ganzen Erde gibt es jetzt weit über 7 900 000 Zeugen. Mit ihnen versammeln sich weitere Millionen, besonders bei der jährlichen Feier zum Gedenken an den Tod Christi. Wir wollen uns nicht mit Zahlen hervortun. Es ist Gott, der es wachsen lässt (1. Kor. 3:5-7). Doch eines ist klar ersichtlich: Die große Volksmenge wächst und wird mit jedem Jahr größer.
8. Was ist der Grund für den bemerkenswerten Zuwachs in Jehovas heutiger Organisation?
8 Die Zahl der Diener Gottes ist bemerkenswert angestiegen, denn Jehova steht hinter seinen Zeugen. (Lies Jesaja 43:10-12.) Diese Zunahme wurde wie folgt vorausgesagt: „Der Kleine selbst wird zu einem Tausend werden und der Geringe zu einer mächtigen Nation. Ich selbst, Jehova, werde es beschleunigen zu seiner eigenen Zeit“ (Jes. 60:22). Der Überrest der Gesalbten war einst wie „der Kleine“, nahm jedoch an Zahl zu, als weitere geistige Israeliten in Gottes Organisation gebracht wurden (Gal. 6:16). Dank des Segens Jehovas ist auch die große Volksmenge über die Jahre immer größer geworden.
WAS JEHOVA VON UNS ERWARTET
9. Was müssen wir tun, um das zu erleben, was Gottes Wort voraussagt?
9 Uns steht, wie in Gottes Wort vorausgesagt, eine wunderbare Zukunft bevor — ob wir nun gesalbt sind oder zur großen Volksmenge gehören. Um sie zu erleben, müssen wir das tun, was Jehova von uns erwartet (Jes. 48:17, 18). Denken wir nur an die Israeliten und das mosaische Gesetz. Es enthielt nützliche Bestimmungen, die das Volk schützten. Beispielsweise wurden das Sexualverhalten, Geschäftsangelegenheiten, Kindererziehung und zwischenmenschliche Beziehungen geregelt (2. Mo. 20:14; 3. Mo. 19:18, 35-37; 5. Mo. 6:6-9). Gottes Erfordernisse sind auch für uns von Nutzen — und bestimmt ist es nicht schwer, seinen Willen zu tun. (Lies 1. Johannes 5:3.) Genauso wie es für die Israeliten ein Schutz war, das mosaische Gesetz zu befolgen, ist es auch für uns zum Schutz, uns nach Gottes Gesetzen und Grundsätzen zu richten. Außerdem trägt es dazu bei, „im Glauben gesund“ zu bleiben (Tit. 1:13).
10. Warum sollten wir uns für das Bibelstudium und den wöchentlichen Studierabend Zeit nehmen?
10 Der irdische Teil der Organisation Jehovas geht auf verschiedenen Gebieten voran. Zum Beispiel verstehen wir die biblische Wahrheit immer besser. Das überrascht nicht, denn „der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Licht, das heller und heller wird, bis es voller Tag ist“ (Spr. 4:18). Doch jeder von uns könnte sich fragen: Halte ich Schritt mit den Verbesserungen im Verständnis der biblischen Wahrheit? Lese ich täglich in der Bibel? Bin ich ein begeisterter Leser unserer Veröffentlichungen? Findet in meiner Familie wöchentlich der Studierabend statt? Wie die meisten zustimmen werden, ist das alles nicht zu schwer. Oft muss man sich nur Zeit dafür nehmen. Wie wichtig ist es doch, genaue biblische Erkenntnis zu erlangen, danach zu leben und Fortschritte zu machen — besonders jetzt, vor der großen Drangsal!
11. Was haben die Feierlichkeiten im alten Israel und heutige Zusammenkünfte und Kongresse gemeinsam?
11 Es ist zu unserem Besten, wenn Jehovas Organisation uns immer wieder anspornt, die Ermahnung des Paulus zu beachten: „Lasst uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das umso mehr, als ihr den Tag herannahen seht“ (Heb. 10:24, 25). Die Israeliten wurden bei ihren jährlichen Festen und anderen Zusammenkünften geistig erbaut. Überdies waren es freudige Ereignisse wie zum Beispiel das besondere Laubhüttenfest in den Tagen Nehemias (2. Mo. 23:15, 16; Neh. 8:9-18). So ist es auch heute bei unseren Zusammenkünften und Kongressen. Ziehen wir vollen Nutzen daraus! Sie tragen zu unserem geistigen Wohl und Glück bei (Tit. 2:2).
12. Wie sollten wir zur Verkündigung des Königreiches eingestellt sein?
12 Wir sind mit Gottes Organisation verbunden und beteiligen uns freudig am „heiligen Werk der guten Botschaft Gottes“ (Röm. 15:16). Das macht uns zu Mitarbeitern Jehovas, des „Heiligen“ (1. Kor. 3:9; 1. Pet. 1:15). Das Predigen der guten Botschaft trägt zur Heiligung seines Namens bei. Bestimmt ist es ein unschätzbares Vorrecht, mit der „herrlichen guten Botschaft des glücklichen Gottes“ betraut zu sein (1. Tim. 1:11).
13. Wovon hängt unsere geistige Gesundheit und unser Leben ab?
13 Gott möchte, dass wir zu ihm halten, immer seine Organisation unterstützen und dadurch geistig gesund bleiben. Moses sagte zu den Israeliten: „Ich nehme heute tatsächlich die Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch, dass ich dir Leben und Tod vorgelegt habe, den Segen und den Fluch; und du sollst das Leben wählen, damit du am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, indem du Jehova, deinen Gott, liebst, indem du auf seine Stimme hörst und indem du fest zu ihm hältst; denn er ist dein Leben und die Länge deiner Tage, damit du auf dem Boden wohnst, den Jehova deinen Vorvätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, ihnen zu geben“ (5. Mo. 30:19, 20). Ja, unser Leben hängt davon ab, den Willen Gottes zu tun, Jehova zu lieben, auf ihn zu hören und fest zu ihm zu halten.
14. Wie dachte ein Bruder über den sichtbaren Teil der Organisation Gottes?
14 Bruder Pryce Hughes, der immer treu zu Jehova und seiner Organisation hielt, schrieb einmal: „Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich von jenen frühen Tagen kurz vor 1914 . . . bis heute in der Erkenntnis des Vorhabens Jehovas herangewachsen bin. . . . Eines ist mir dabei sehr wichtig gewesen: mich eng an Jehovas Organisation zu halten. Frühe Erfahrungen zeigten mir, wie unvernünftig es ist, sich auf menschliche Überlegungen zu verlassen. Sobald ich mich in dieser Hinsicht entschieden hatte, beschloss ich, mit Jehovas treuer Organisation Schritt zu halten. Wie sonst könnte man Jehovas Gunst und seinen Segen erhalten?“
MIT GOTTES ORGANISATION SCHRITT HALTEN
15. Zeige anhand eines biblischen Beispiels, wie wir Verbesserungen im biblischen Verständnis betrachten sollten.
15 Wer in Jehovas Gunst stehen und von ihm gesegnet werden möchte, muss seine Organisation unterstützen und Verbesserungen im biblischen Verständnis annehmen. Ein Beispiel: Nach Jesu Tod gab es Tausende jüdische Christen, die für das mosaische Gesetz eiferten und sich nur schwer von ihm lösen konnten (Apg. 21:17-20). Der Brief des Paulus an die Hebräer half ihnen jedoch, anzuerkennen, dass sie „durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für alle Mal geheiligt worden“ waren und nicht durch „Schlachtopfer, die gemäß dem GESETZ dargebracht“ wurden (Heb. 10:5-10). Die meisten Christen jüdischer Herkunft dachten ohne Zweifel um und machten weiter Fortschritte. Auch wir müssen eifrig studieren und für verbessertes Verständnis des Wortes Gottes oder Veränderungen im Predigtdienst offen sein.
16. (a) Warum wird das Leben in der neuen Welt wunderschön sein? (b) Warum freust du dich auf die neue Welt?
16 Alle, die loyal zu Jehova und seiner Organisation stehen, werden weiterhin gesegnet. Großartige Vorrechte warten auf treue Gesalbte als Miterben Christi im Himmel (Röm. 8:16, 17). Und wie schön doch das Leben im Paradies sein wird. Als Teil der Organisation Jehovas dürfen wir anderen freudig von Gottes künftiger neuer Welt erzählen (2. Pet. 3:13). In Psalm 37:11 heißt es: „Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.“ Dann wird man „Häuser bauen und sie bewohnen“ und das Werk der eigenen Hände verbrauchen (Jes. 65:21, 22). Es wird keine Unterdrückung, keine Armut und keinen Hunger mehr geben (Ps. 72:13-16). Niemand wird mehr durch Babylon die Große verführt werden, denn sie wird verschwunden sein (Offb. 18:8, 21). Verstorbene werden auferstehen und ewig leben können (Jes. 25:8; Apg. 24:15). Was für begeisternde Aussichten für Millionen, die sich Jehova hingegeben haben! Damit wir das, was in der Bibel vorausgesagt ist, erleben können, müssen wir immer mit Gottes Organisation vorangehen.
Siehst du dich im Paradies? (Siehe Absatz 16)
17. Wie sollten wir zur Anbetung Jehovas und zu seiner Organisation eingestellt sein?
17 Das Ende des gegenwärtigen Systems steht bevor. Halten wir daher am Glauben fest und seien wir dankbar für alles, was Gott getan hat, damit wir ihn anbeten können. Auch der Psalmist David war so eingestellt. Er schrieb: „Eines habe ich von Jehova erbeten — danach werde ich suchen: dass ich im Haus Jehovas wohne alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Lieblichkeit Jehovas und mit Wertschätzung seinen Tempel zu betrachten“ (Ps. 27:4). Mögen wir alle fest zu Jehova und seinem Volk stehen und weiterhin mit seiner Organisation Schritt halten!
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