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  • Zusammen mit Jehovas Organisation loyal dienen
    Der Wachtturm 1997 | 1. August
    • Konzentration auf Unvollkommenheiten kann die Loyalität untergraben

      4. (a) Warum könnte man gegenüber Personen in Autoritätsstellung leicht eine negative Haltung einnehmen? (b) Wodurch erwies sich Korah als illoyal gegenüber der Organisation Jehovas?

      4 Die Fehler eines Bruders, der eine verantwortliche Stellung innehat, fallen wahrscheinlich sofort ins Auge. Wie leicht ist es doch, sich am ‘Strohhalm im Auge des Bruders’ zu stören, den ‘Balken im eigenen Auge’ dagegen zu ignorieren! (Matthäus 7:1-5). Es kann jedoch zu Illoyalität führen, wenn man sich nur auf Fehler konzentriert. Sehen wir uns in Verbindung damit einmal den Gegensatz zwischen Korah und David an. Korah trug große Verantwortung, und er war wahrscheinlich viele Jahre loyal, doch er wurde ehrgeizig. Es kam sogar so weit, daß er sich über die Befugnisse seiner Cousins Moses und Aaron ärgerte. Obwohl Moses der sanftmütigste aller Menschen war, begann Korah offensichtlich, ihn mit kritischen Augen zu betrachten. Möglicherweise stellte er bei Moses Fehler fest. Diese rechtfertigten jedoch keineswegs Korahs Illoyalität gegenüber der Organisation Jehovas. Er wurde aus der Mitte der Versammlung entfernt (4. Mose 12:3; 16:11, 31-33).

      5. Warum hätte sich David versucht fühlen können, gegen Saul vorzugehen?

      5 Kommen wir nun zu David, der in den Diensten von König Saul stand. Anfangs war Saul ein guter König, doch mit der Zeit wurde er böse. David benötigte Glauben, Ausharren und sogar einen gewissen Einfallsreichtum, um die eifersüchtigen Angriffe Sauls zu überleben. Trotzdem sagte David, als sich ihm die Gelegenheit zur Rache bot, daß es für ihn ‘im Hinblick auf Jehovas Standpunkt undenkbar’ sei, gegen den Gesalbten Jehovas illoyal zu handeln (1. Samuel 26:11).

      6. Was sollten wir niemals tun, selbst wenn wir bei Ältesten Schwächen und Fehler feststellen?

      6 Wenn einige, die unter uns die Führung innehaben, in ihrem Urteil zu irren scheinen, harte Worte äußern oder andere offenbar begünstigen, werden wir uns dann über sie beklagen, vielleicht dadurch, daß wir einen kritischen Geist in die Versammlung tragen? Werden wir sozusagen aus Protest christlichen Zusammenkünften fernbleiben? Auf gar keinen Fall! Wie David werden wir uns niemals durch die Fehler anderer dazu bringen lassen, Jehova und seiner Organisation gegenüber illoyal zu sein (Psalm 119:165).

      7. Welches verdorbene Treiben entwickelte sich in Verbindung mit dem Tempel in Jerusalem, und wozu veranlaßte es Jesus?

      7 Das größte Beispiel menschlicher Loyalität gab Jesus Christus, der prophetisch als „Loyalgesinnter“ Jehovas bezeichnet wurde (Psalm 16:10). Durch den ruchlosen Mißbrauch des Tempels in Jerusalem muß seine Loyalität auf die Probe gestellt worden sein. Jesus wußte, daß durch die Tätigkeit des Hohenpriesters und durch die Opfer sein eigener Dienst und sein Opfertod prophetisch dargestellt wurden, und ihm war bewußt, wie wichtig es für die Menschen war, etwas aus diesen Dingen zu lernen. Daher war er voll von gerechtem Zorn, als er sah, daß man den Tempel zu einer „Räuberhöhle“ gemacht hatte. Mit von Gott verliehener Autorität unternahm er es zweimal, ihn zu reinigen (Matthäus 21:12, 13; Johannes 2:15-17).a

      8. (a) Wie bewies Jesus Loyalität gegenüber der Tempeleinrichtung? (b) Wie können wir zeigen, daß wir es schätzen, Jehova zusammen mit seiner reinen Organisation anzubeten?

      8 Trotzdem unterstützte Jesus loyal die Tempeleinrichtung. Von klein auf wohnte er den Festen im Tempel bei, und er lehrte oft dort. Er bezahlte sogar die Tempelsteuer, obwohl er eigentlich nicht dazu verpflichtet war (Matthäus 17:24-27). Jesus lobte die arme Witwe dafür, daß sie „ihren ganzen Lebensunterhalt“ in die Schatzkästen des Tempels geworfen hatte. Bald darauf verwarf Jehova den Tempel für immer. Doch bis dahin war Jesus diesem gegenüber loyal (Markus 12:41-44; Matthäus 23:38). Gottes heutige irdische Organisation ist dem jüdischen System mit seinem Tempel weit überlegen. Zugegeben, sie ist nicht vollkommen; deshalb werden manchmal Änderungen vorgenommen. Sie ist aber weder verdorben, noch wird Jehova Gott sie durch eine andere Organisation ersetzen. Wir sollten uns niemals durch irgendwelche Unvollkommenheiten, die wir darin bemerken, verbittern lassen oder deshalb eine nörglerische, negative Haltung entwickeln. Ahmen wir statt dessen die Loyalität Jesu Christi nach (1. Petrus 2:21).

  • Zusammen mit Jehovas Organisation loyal dienen
    Der Wachtturm 1997 | 1. August
    • 15. Wodurch bewiesen im 1. Jahrhundert einige eine unangebrachte Loyalität?

      15 Eine weitere heimtückische Form der Illoyalität ist unangebrachte Loyalität. Wahre Loyalität im biblischen Sinn läßt es nicht zu, irgendeine Treue über unsere Loyalität Jehova Gott gegenüber zu stellen. Im 1. Jahrhundert hielten viele Juden verbissen am mosaischen Gesetz und am jüdischen System fest. Doch für Jehova war die Zeit gekommen, seinen Segen von der rebellischen Nation wegzunehmen und ihn der Nation des geistigen Israel zu geben. Nur relativ wenige waren Jehova loyal und paßten sich dieser einschneidenden Veränderung an. Selbst unter den wahren Christen wollten einige Judaisten unbedingt zu den „schwachen und armseligen elementaren Dingen“ des mosaischen Gesetzes zurückkehren, das durch Christus erfüllt worden war (Galater 4:9; 5:6-12; Philipper 3:2, 3).

      16. Wie reagieren loyale Diener Jehovas auf Änderungen?

      16 Im Gegensatz dazu hat sich Jehovas Volk in der Neuzeit in Zeiten der Veränderung als loyal erwiesen. Da das Licht der offenbarten Wahrheit immer heller wird, werden Änderungen vorgenommen (Sprüche 4:18). Beispielsweise hat uns der „treue und verständige Sklave“ unlängst geholfen, unser Verständnis zu präzisieren, was den Begriff „Generation“ betrifft, der in Matthäus 24:34 erwähnt wird, ebenso in bezug auf den zeitlichen Ablauf des Gerichts an den „Schafen“ und den „Böcken“ aus Matthäus 25:31-46 sowie unsere Ansicht zu bestimmten Formen eines zivilen Dienstes (Matthäus 24:45). Manche Abtrünnige wären gewiß erfreut gewesen, wenn viele Zeugen Jehovas starrsinnig an dem früheren Verständnis dieser Dinge festgehalten und sich dem Fortschritt verweigert hätten. Aber nichts dergleichen ist geschehen. Warum nicht? Weil Jehovas Volk loyal ist.

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