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    Die Suche der Menschheit nach Gott
    • Ein junger Mann auf der Suche nach Gott

      15. (a) Wer war Charles Taze Russell? (b) Welche religiösen Zweifel hatte er unter anderem?

      15 Im Jahre 1870 begann ein eifriger junger Mann, Charles Taze Russell (1852—1916), viele Fragen über die traditionellen Lehren der Christenheit zu stellen. In seiner Jugend war er in dem Herrenbekleidungsgeschäft tätig, das sein Vater in der geschäftigen Industriestadt Allegheny (heute zu Pittsburgh gehörend), Pennsylvanien (USA), führte. Seine religiöse Vergangenheit war durch den Glauben der Presbyterianer und der Kongregationalisten geprägt. Er war jedoch verwirrt von den Lehren über die Vorherbestimmung und die ewige Qual in der Feuerhölle. Aus welchen Gründen zweifelte er einige dieser Grundlehren der Religionen der Christenheit an? Er schrieb: „Ein Gott, der seine Macht dazu gebrauchen würde, menschliche Wesen zu erschaffen, von denen er wußte, ja die er im voraus dazu bestimmte, daß sie ewig gequält werden sollten, konnte weder weise noch gerecht oder liebevoll sein. Der Maßstab seines Handelns wäre niedriger als der vieler Menschen“ (Jeremia 7:31; 19:5; 32:35; 1. Johannes 4:8, 9).

      16, 17. (a) An welchen Lehren war Russells Kreis zur Erforschung der Bibel interessiert? (b) Welche größere Meinungsverschiedenheit kam auf, und wie antwortete Russell?

      16 Russell war noch keine zwanzig, als er mit anderen jungen Männern einen Kreis zur Erforschung der Bibel gründete, der wöchentlich zusammenkam. Die Angehörigen jenes Kreises begannen damit, die Lehren der Bibel über weitere Themen zu untersuchen, wie z. B. die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele sowie von Christi Loskaufsopfer und seinem zweiten Kommen. 1877 verkaufte Russell im Alter von 25 Jahren seine Anteile an dem gutgehenden Geschäft seines Vaters und wurde Vollzeitprediger.

      17 Im Jahre 1878 kam es zwischen Russell und einem seiner Mitarbeiter zu einer größeren Meinungsverschiedenheit, weil dieser die Lehre verworfen hatte, daß Christi Tod ein Sühnopfer für Sünder sei. In seiner Widerlegung schrieb Russell: „Christus vollbrachte durch seinen Tod und seine Auferstehung verschiedene gute Dinge für uns. Er erlitt an unserer Stelle den Tod; er starb als der Gerechte für die Ungerechten — alle waren ungerecht. Jesus Christus schmeckte durch die Gnade Gottes für jedermann den Tod. ... Er wurde der Urheber der ewigen Rettung für alle, die ihm gehorchen.“ Er fuhr fort: „Erlösen heißt zurückkaufen. Was kaufte Christus für alle Menschen zurück? Leben. Wir verloren es durch den Ungehorsam des ersten Adam. Der zweite Adam [Christus] kaufte es mit seinem eigenen Leben zurück“ (Markus 10:45; Römer 5:7, 8; 1. Johannes 2:2; 4:9, 10).

      18. (a) Wozu führte die Meinungsverschiedenheit hinsichtlich des Lösegeldes? (b) Wie verfuhren die Bibelforscher in bezug auf Spenden?

      18 Da Russell schon immer ein eiserner Verfechter der Lehre vom Lösegeld gewesen war, brach er alle Verbindungen zu seinem früheren Mitarbeiter ab. Im Juli 1879 begann Russell mit der Herausgabe der Zeitschrift Zion’s Watch Tower and Herald of Christ’s Presence — heute weltweit bekannt als Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich. Im Jahre 1881 gründete er zusammen mit anderen ergebenen Christen eine gemeinnützige Bibelgesellschaft. Sie wurde Zion’s Watch Tower Tract Society genannt, die heute als die Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania bekannt ist, das gesetzliche Werkzeug, dessen sich Jehovas Zeugen bedienen. Von Anfang an bestand Russell darauf, daß bei den Zusammenkünften der Versammlung keine Kollekte durchgeführt und auch in den Veröffentlichungen der Watch Tower Society nicht um Spenden gebeten wird. Diejenigen, die sich Russell anschlossen, um ein tiefgehendes Bibelstudium zu betreiben, wurden einfach Bibelforscher genannt.

      Eine Rückkehr zur Wahrheit der Bibel

      19. Welche Lehren der Christenheit verwarfen die Bibelforscher?

      19 Als Folge ihres Bibelstudiums verwarfen Russell und seine Mitverbundenen schließlich die Lehre der Christenheit von einer geheimen „Heiligsten Dreifaltigkeit“, die Lehre von einer dem Menschen innewohnenden unsterblichen Seele und die Lehre von einer ewigen Qual im Höllenfeuer. Sie verwarfen auch die Notwendigkeit einer besonderen, akademisch gebildeten Geistlichkeit. Sie wollten zu den einfachen Anfängen des Christentums zurückkehren — damals wurden die Versammlungen von geistig befähigten Ältesten geleitet, die nicht an ein Gehalt oder an eine Entlohnung dachten (1. Timotheus 3:1-7; Titus 1:5-9).

      20. Was erkannten jene Bibelforscher hinsichtlich der parousía Christi und des Jahres 1914?

      20 Bei ihrer Untersuchung des Wortes Gottes waren jene Bibelforscher stark an den Prophezeiungen der Christlichen Griechischen Schriften interessiert, die mit dem „Ende der Welt“ und dem „Kommen“ Christi zu tun hatten (Matthäus 24:3, Lu). Als sie sich dem griechischen Text zuwandten, fiel ihnen auf, daß Christi „Kommen“ in Wirklichkeit eine „parousía“ oder unsichtbare Gegenwart war. Demnach hatte Christus seine Jünger nicht über Beweise für ein künftiges sichtbares Kommen unterrichtet, sondern für seine unsichtbare Gegenwart in der Zeit des Endes. Bei diesem Studium waren die Bibelforscher auch sehr daran interessiert, die Chronologie der Bibel in bezug auf Christi Gegenwart zu verstehen. Ohne alle Einzelheiten verstanden zu haben, erkannten Russell und seine Mitverbundenen, daß 1914 ein entscheidendes Datum in der Menschheitsgeschichte sein würde (Matthäus 24:3-22; Lukas 21:7-33, Int).

      21. Welche Verantwortung empfanden Russell und seine Mitgläubigen?

      21 Russell wußte, daß ein großes Predigtwerk verrichtet werden mußte. Er war sich der Worte Jesu aus Matthäus bewußt, die lauten: „Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:14; Markus 13:10). In bezug auf die Tätigkeit herrschte bei jenen Bibelforschern vor 1914 ein Dringlichkeitsgefühl vor. Sie glaubten, daß ihre Predigttätigkeit in jenem Jahr einen Höhepunkt erreichen werde, und deshalb fühlten sie sich gedrängt, alles zu unternehmen, um anderen zu helfen, „diese gute Botschaft vom Königreich“ kennenzulernen. Schließlich wurden C. T. Russells biblische Predigten in Tausenden von Zeitungen rund um den Globus veröffentlicht.

      Erprobungen und Veränderungen

      22—24. (a) Wie reagierten die meisten Bibelforscher, als C. T. Russell starb? (b) Wer wurde nach Russell der Präsident der Watch Tower Society?

      22 Im Jahre 1916 starb Charles Taze Russell im Alter von 64 Jahren unerwartet auf einer Predigtreise durch die Vereinigten Staaten von Amerika. Wie würde es nun mit den Bibelforschern weitergehen? Würde ihr Werk zusammenbrechen, so als ob sie Nachfolger eines Menschen wären? Wie würden sie den Prüfungen des 1. Weltkriegs (1914—1918) begegnen, an dessen Kämpfen die Vereinigten Staaten bald beteiligt wären?

      23 Die Reaktion der meisten Bibelforscher war so, wie W. E. Van Amburgh, ein Mitglied des Vorstands der Watch Tower Society, sie beschrieb: „Dieses große, weltweite Werk ist nicht das einer Person. Dafür ist es viel zu groß. Es ist Gottes Werk und unterliegt keinem Wechsel. Gott hat viele Diener in der Vergangenheit gebraucht, und er wird es auch in der Zukunft tun. Wir haben uns nicht einem Menschen oder dem Werk eines Menschen geweiht, sondern dazu, den Willen Gottes zu tun, wie er ihn uns durch sein Wort und durch seine göttliche Führung offenbaren wird. Gott steht noch am Steuer“ (1. Korinther 3:3-9).

      24 Im Januar 1917 wurde Joseph F. Rutherford, ein Jurist und ein eifriger Erforscher der Bibel, zum zweiten Präsidenten der Watch Tower Society gewählt. Er war ein dynamischer Mann, der sich nicht einschüchtern ließ. Er wußte, daß das Königreich Gottes gepredigt werden mußte (Markus 13:10).

      Neuer Eifer und ein neuer Name

      25. Wie reagierten die Bibelforscher auf die Herausforderung in den Jahren nach dem 1. Weltkrieg?

      25 Die Watch Tower Society organisierte 1919 und 1922 Kongresse in den Vereinigten Staaten. Nach der Verfolgung in den USA in Verbindung mit dem 1. Weltkrieg war es damals beinahe wie ein erneutes Pfingsten für die wenigen tausend Bibelforscher (Apostelgeschichte 2:1-4). Statt der Menschenfurcht nachzugeben, folgten sie mit noch größerem Elan dem Ruf der Bibel, hinauszugehen und den Nationen zu predigen. 1919 gab die Watch Tower Society eine Begleitzeitschrift zu dem Watch Tower heraus, The Golden Age (Das Goldene Zeitalter), eine Zeitschrift, die heute weltweit als Erwachet! bekannt ist. Sie hat sich als ein wirksames Werkzeug erwiesen, den Menschen die Bedeutung der Zeit, in der wir leben, bewußt zu machen und ihnen Vertrauen in die Verheißung des Schöpfers einzuflößen, eine friedliche neue Welt herbeizuführen.

      26. (a) Auf welche Verantwortung legten die Bibelforscher immer größeren Wert? (b) Welches klarere Verständnis der Bibel gewannen die Bibelforscher?

      26 In den 20er und 30er Jahren legten die Bibelforscher mehr und mehr Gewicht auf die frühchristliche Predigtmethode — das Predigen von Haus zu Haus (Apostelgeschichte 20:20). Jeder Gläubige hatte die Verantwortung, so vielen Menschen wie möglich über die Königreichsherrschaft Christi Zeugnis zu geben. Sie verstanden schließlich klar aus der Bibel, daß die große Streitfrage, vor der die Menschheit steht, die Streitfrage der universellen Souveränität ist, die von Jehova Gott geklärt wird, wenn er Satan zermalmt und all seine verderbten Werke mit ihm (Römer 16:20; Offenbarung 11:17, 18). Im Zusammenhang mit dieser Streitfrage wurde erkannt, daß die Rettung des Menschen weniger wichtig war als die Rechtfertigung Gottes als rechtmäßiger Souverän. Deswegen müßte es auf der Erde Zeugen geben, die bereit wären, Gottes Vorsätze und seine Oberhoheit zu bezeugen. Wie wurde diesem Mangel abgeholfen? (Hiob 1:6-12; Johannes 8:44; 1. Johannes 5:19, 20).

      27. (a) Welches anspornende Ereignis trat 1931 ein? (b) Nenne einige besondere Glaubenslehren der Zeugen Jehovas.

      27 Im Juli 1931 hielten die Bibelforscher einen Kongreß in Columbus (Ohio) ab, auf dem Tausende von Anwesenden einer Resolution zustimmten, die besagte, daß sie mit Freuden „den Namen, den der Mund Gottes, des Herrn, genannt hat, annehmen und wünschen, unter folgendem Namen bekannt zu sein und also genannt zu werden: ‚Jehovas Zeugen‘ “. Seither sind Jehovas Zeugen weltweit nicht nur wegen ihrer besonderen Glaubensansichten bekannt, sondern auch für ihren eifrigen Dienst von Haus zu Haus und auf der Straße (siehe Seite 356, 357) (Jesaja 43:10-12; Matthäus 28:19, 20; Apostelgeschichte 1:8).

      28. Welches klarere Verständnis erhielten die Zeugen im Jahre 1935 über die Königreichsherrschaft?

      28 Im Jahre 1935 erlangten die Zeugen ein klareres Verständnis über die himmlische Königreichsklasse, die mit Christus im Himmel regieren wird, und über ihre Untertanen auf der Erde. Sie wußten schon, daß sich die Zahl der gesalbten Christen, die berufen worden sind, mit Christus vom Himmel aus zu regieren, nur auf 144 000 belaufen würde. Welche Hoffnung sollte der übrige Teil der Menschheit haben? Eine Regierung braucht Untertanen, um ihre Daseinsberechtigung zu haben. Auch diese himmlische Regierung, das Königreich, würde Millionen gehorsame Untertanen hier auf der Erde haben. Sie würden die „große Volksmenge“ bilden, „die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“. Und sie würden ausrufen: „Die Rettung verdanken wir unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm [Christus Jesus]“ (Offenbarung 7:4, 9, 10; 14:1-3; Römer 8:16, 17).

      29. Welche herausfordernde Aufgabe erkannten die Zeugen und nahmen sie dann an?

      29 Dieses Verständnis über die große Volksmenge half Jehovas Zeugen zu erkennen, daß ihnen eine gewaltige Aufgabe bevorstand — all jene Millionen Menschen, die sich auf der Suche nach dem wahren Gott befinden und die große Volksmenge bilden würden, zu suchen und zu unterweisen. Das würde einen internationalen Erziehungsfeldzug einschließen. Geübte Redner und Prediger wären erforderlich. Schulen würden gebraucht. All das hatte der folgende Präsident der Watch Tower Society vor Augen.

      Weltweite Suche nach Menschen, die Gott suchen

      30. Welche Ereignisse der 30er und 40er Jahre wirkten sich auf die Zeugen aus?

      30 Im Jahre 1931 gab es nicht einmal 50 000 Zeugen in weniger als 50 Ländern. Die Ereignisse in den 30er und 40er Jahren erleichterten das Predigen bestimmt nicht. In diese Zeit fiel der Aufstieg des Faschismus und des Nationalsozialismus sowie der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. 1942 starb J. F. Rutherford. Die Watch Tower Society benötigte eine tatkräftige Führung, um dem Predigtwerk weitere Triebkraft zu verleihen.

      31. Was wurde 1943 eingerichtet, um die Verkündigung der guten Botschaft auszuweiten?

      31 Im Jahre 1942 wurde Nathan H. Knorr im Alter von 36 Jahren zum dritten Präsidenten der Watch Tower Society gewählt. Er war ein tatkräftiger Organisator, dem es völlig klar war, daß das weltweite Predigen der guten Botschaft in aller Welt so schnell wie möglich gefördert werden müsse, wenngleich die Nationen immer noch in den Zweiten Weltkrieg verwickelt waren. Deshalb verwirklichte er sofort den Plan für eine Schule, auf der Missionare ausgebildet werden sollten — die sogenannte Wachtturm-Bibelschule Gilead.d Die ersten hundert Studenten, ausnahmslos Vollzeitdiener, wurden im Januar 1943 eingeschrieben. Sie studierten knapp sechs Monate lang intensiv die Bibel und damit zusammenhängende dienstamtliche Themen, bevor sie in die ihnen zugeteilten Gebiete gesandt wurden, die hauptsächlich in anderen Ländern lagen. Bis 1990 haben 89 Klassen die Schule absolviert, und Tausende von Dienern Gottes sind von Gilead aus in die ganze Welt ausgezogen.

      32. Welche Fortschritte haben Jehovas Zeugen seit 1943 gemacht?

      32 Im Jahre 1943 predigten nur 126 329 Zeugen in 54 Ländern. Trotz grausamer Gegnerschaft des Nationalsozialismus, Faschismus, Kommunismus und der Katholischen Aktion sowie der sogenannt demokratischen Länder der Zeit des Zweiten Weltkriegs erreichten Jehovas Zeugen eine Höchstzahl von über 176 000 Königreichsverkündigern im Jahre 1946. Vierundvierzig Jahre danach waren bereits fast 4 Millionen in über 200 Ländern, Inseln und Territorien tätig. Ohne Zweifel haben ihre eindeutige namentliche Kennzeichnung und ihre Tätigkeit dazu beigetragen, daß sie weltweit bekannt geworden sind.

  • Eine Rückkehr zu dem wahren Gott
    Die Suche der Menschheit nach Gott
    • [Kasten/Bilder auf Seite 356, 357]

      Was glauben Jehovas Zeugen?

      Frage: Was ist die Seele?

      Antwort: Gemäß der Bibel ist die Seele (hebräisch: néphesch; griechisch: psyché) eine Person oder ein Tier oder das Leben einer Person oder eines Tieres.

      „Und Gott sprach weiter: ‚Die Erde bringe lebende Seelen nach ihren Arten hervor, Haustiere und sich regende Tiere und wildlebende Tiere der Erde nach ihrer Art.‘ ... Und Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele“ (1. Mose 1:24; 2:7).

      Tiere und Menschen SIND lebende Seelen. Die Seele ist nicht etwas, das getrennt vom Körper existiert. Sie kann sterben und stirbt auch. „Siehe! Alle Seelen — mir gehören sie. Wie die Seele des Vaters, ebenso die Seele des Sohnes — mir gehören sie. Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben“ (Hesekiel 18:4).

      Frage: Ist Gott eine Dreieinigkeit?

      Antwort: Jehovas Zeugen glauben, daß Jehova der Souveräne Herr des Universums ist, er ist ohnegleichen. „Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist e i n Jehova“ (5. Mose 6:4). Christus Jesus war als das „Wort“ ein Geistgeschöpf und kam entsprechend dem Willen seines Vaters zur Erde. Er ist Jehova untertan. „Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei“ (1. Korinther 15:28; siehe auch Matthäus 24:36; Markus 12:29; Johannes 1:1-3, 14-18; Kolosser 1:15-20).

      Der heilige Geist ist keine Person, sondern Gottes wirksame oder tätige Kraft (Apostelgeschichte 2:1-4, 17, 18).

      Frage: Verehren Jehovas Zeugen Götzen, oder beten sie sie an?

      Antwort: Jehovas Zeugen üben keine Art Götzendienst aus, weder in Verbindung mit Götzen noch mit Personen oder Organisationen.

      „Wir [wissen], daß ein Götze nichts ist in der Welt und daß es keinen GOTT gibt außer e i n e m. Denn wenn es auch solche gibt, die ‚Götter‘ genannt werden, ob im Himmel oder auf der Erde, wie es ja viele ‚Götter‘ und viele ‚Herren‘ gibt, so gibt es für uns tatsächlich e i n e n GOTT, den Vater, aus dem alle Dinge sind und wir für ihn, und es gibt e i n e n Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn“ (1. Korinther 8:4-6; siehe auch Psalm 135:15-18).

      Frage: Feiern Jehovas Zeugen die Messe oder Kommunion?

      Antwort: Jehovas Zeugen glauben nicht an eine Transsubstantiation, eine katholische Lehre. Sie feiern zum jährlichen Gedenken an Christi Tod das Abendmahl des Herrn an dem Datum, das dem jüdischen 14. Nisan (gewöhnlich im März oder April) entspricht. Bei dieser Zusammenkunft werden in der Versammlung ungesäuertes Brot und Rotwein als Symbole des sündenlosen Leibes und des Opferblutes Christi herumgereicht. Nur diejenigen, die die Hoffnung hegen, mit Christus in seinem himmlischen Königreich zu regieren, nehmen von den Symbolen (Markus 14:22-26; Lukas 22:29; 1. Korinther 11:23-26; Offenbarung 14:1-5).e

      [Bilder]

      Jehovas Zeugen versammeln sich regelmäßig zum Bibelstudium in Königreichssälen

      Königreichssäle: Ichihara City (Japan) (vorige Seite) und Boituva (Brasilien)

      [Fußnote]

      e Eine weitere Betrachtung dieses Themas findet der Leser in dem Buch Unterredungen anhand der Schriften, herausgegeben von der Wachtturm-Gesellschaft, 1985, Seite 170—173, 306—311.

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