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  • Es drängte sie, Jehova zu preisen
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2016 | August
    • Die Bibelforscher verstanden zu dieser Zeit den Grundsatz der christlichen Neutralität noch nicht völlig, wurden nun aber mit einem militärischen Konflikt von weltweitem Ausmaß konfrontiert. Sie waren trotzdem entschlossen, die gute Botschaft zu verkündigen. Das wollte auch Wilhelm Hildebrandt, weshalb er Exemplare des monatlich erscheinenden Schriftforschers in Französisch bestellte. Nein, er war nicht als Kolporteur (Vollzeitprediger) in Frankreich, sondern als deutscher Soldat. Dieser vermeintliche Feind, der in einer Militäruniform steckte, vermittelte zum Erstaunen französischer Passanten eine Botschaft des Friedens.

      Auch andere deutsche Bibelforscher verspürten den Wunsch, während ihrer Militärzeit über die gute Botschaft zu sprechen, wie im Wacht-Turm abgedruckte Briefe andeuten. Bruder Lemke diente in der Marine und erzählte, dass er bei fünf Leuten seiner Besatzung auf Interesse gestoßen war. Wie er schrieb, durfte er zum Lobpreis Jehovas auch auf dem Schiff gute Ergebnisse sehen.

  • Es drängte sie, Jehova zu preisen
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2016 | August
    • Obwohl die Bibelforscher noch nicht völlig verstanden, was christliche Neutralität bedeutet, stand ihre Einstellung und ihr Verhalten in krassem Gegensatz zu den Ansichten und Handlungen von Kriegsbefürwortern. Während Politiker und Kirchenführer den Kampfeswillen weiter anfeuerten, hielten die Bibelforscher zum „Fürst des Friedens“ (Jes. 9:6). Wenn auch einige nicht strikt neutral blieben, standen sie dennoch fest zu der Überzeugung, die Konrad Mörtter so formulierte: „Ich [erkannte] aus Gottes Wort klar, dass ein Christ nicht töten darf“ (2. Mo. 20:13).a

      Hans Hölterhoff benutzt seinen Handwagen, um das Goldene Zeitalter anzubieten

      Hans Hölterhoff benutzt seinen Handwagen, um Das Goldene Zeitalter anzubieten

      In Deutschland, wo es keine gesetzliche Grundlage für Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen gab, lehnten mehr als 20 Bibelforscher jede Beteiligung am Militärdienst ab. Einige von ihnen erklärte man für geisteskrank, so zum Beispiel Gustav Kujath, den man in eine Nervenheilanstalt brachte und mit Medikamenten ruhigstellte. Hans Hölterhoff widersetzte sich ebenfalls der Einberufung und kam ins Gefängnis, wo er jede Arbeit verweigerte, die Kriegszwecken diente. Gefängniswärter spannten ihn so lange in eine Zwangsjacke, bis seine Gliedmaßen wie abgestorben waren. Da sie seine Treue nicht brechen konnten, inszenierten sie eine Scheinhinrichtung. Hans blieb jedoch während des ganzen Krieges standhaft.

      Andere einberufene Brüder weigerten sich, Waffen zu tragen, und baten darum, waffenlosen Dienst zu verrichten.b Einer davon war Johannes Rauthe, dem man daraufhin Arbeit in der Eisenbahneinheit zuteilte. Konrad Mörtter wurde als Sanitäter eingesetzt und Reinhold Weber als Krankenpfleger. August Krafzig bewachte das Gepäck. Auch er war dankbar, dass er wegen seiner Arbeit nicht an die Front musste. Diese und andere Bibelforscher waren entschlossen, Jehova zu dienen — entsprechend ihres Verständnisses von Liebe und Loyalität.

      Die Bibelforscher in Deutschland kamen wegen ihres Verhaltens während des Krieges unter genaue Beobachtung der Behörden. In den folgenden Jahren kam es aufgrund ihrer Predigttätigkeit zu Tausenden von Gerichtsfällen. Um die Brüder zu unterstützen, richtete man im Bethel in Magdeburg eine Rechtsabteilung ein.

  • Es drängte sie, Jehova zu preisen
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2016 | August
    • b Im sechsten Band der Serie Millennium-Tagesanbruch (1904) und der deutschen Ausgabe von Zion’s Watch Tower vom August 1906 wurde diese Verhaltensweise empfohlen. The Watch Tower vom September 1915 lieferte jedoch ein klareres Verständnis und riet den Bibelforschern, möglichst nicht zum Militär zu gehen. Dieser Artikel erschien allerdings nicht in der deutschen Ausgabe.

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